Forum: Panorama
Zeitungsbericht: Nur ein Pilot war beim Absturz im Germanwings-Cockpit
DPA

Zum Zeitpunkt des Absturzes der Germanwings-Maschine war nur ein Pilot im Cockpit, das berichtet die "New York Times" und beruft sich auf Ermittler. Demnach versuchte der andere Pilot offenbar bis zuletzt vergeblich, die Tür zu öffnen.

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Patrizier 26.03.2015, 12:06
590.

Zitat von hman2
So? Da fallen mir noch ganz andere, viel wahrscheinlichere Szenarien ein. Herzinfarkt, Schlaganfall, Aneurysma. Es gibt über hundert Befunde, die einen kerngesunden Mann tot zusammenbrechen lassen können. Ich hielt die Cockpitverriegelung schon immer für einen SPF, einen Single Point of Failure, im Sicherheitskonzept.
In keinem dieser Fälle würde er ein Öffnen der Cockpittüre von außen per Notentriegelung verhindern (d.h. das restliche Bordpersonal käme noch hinein) und dazu noch einen Sinkflug auf eine extrem niedrige Flughöhe über die Alpen per Autopilot einleiten. Sie haben recht, dass diese Szenarien einen gesunden Mann tot zusammenbrechen lassen können. Jedoch sind solche medizinischen Notfälle im Sicherheitskonzept berücksichtigt und sie erklären auch nicht das Verlassen der Reiseflughöhe per Autopilot (also kein Versehen) ohne vorherige Kontaktaufnahme zur Flugsicherung. Folglich können diese medizinischen Ursachen hier nicht als Erklärung dienen.

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DonG 26.03.2015, 12:07
591.

Zitat von klaus5000
..das Piloten die Flieger im Ernstfall gar nicht mehr selbst fliegen können. Versucht man dies nun unter den Tisch zu kehren?
Und diese krude Theorie wird belegt durch was?

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dienstag.peter 26.03.2015, 12:07
592.

Kann denn niemand etwas gegen die Sensationslust von Sendern wie RTL oder NTV unternehmen..Das ist nur noch schwer im Herzen zu ertragen !!!

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eskimoser 26.03.2015, 12:08
593. Der Flugschreiber wurde gefunden.

Zitat von j.cotton
Der zweite Flugschreiber wird gefunden werden. Das persönliche Umfeld - des vermutlich im Cockpit verbliebenen Copiloten - wird durchleuchtet werden. Eine weitere Untersuchungskomission wird eingerichtet werden - all das schon alleine wegen möglicher Schadenersatzforderungen der Hinterbliebenen. denn einer wird ganz kräftig zahlen müssen: LH oder Airbus. (ich vermute mal LH)
Nur ist der Speicherchip leider nicht dabei gewesen.

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Rolf Winter 26.03.2015, 12:08
594. Blackbox/Voice Recorder

Was ich nicht verstehe: Bei nahezu allen Abstürzen in letzter Zeit, war es anscheinend schwierig bis unmöglich, an die Informationen der Blackbox bzw. des Voice Recorders heran zu kommen, weil die Geräte nicht zu finden oder beschädigt waren. Diese Geräte in ein schwer zerstörbares Gehäuse innerhalb der Flugzeuge zu verpacken, scheint mir doch reichlich altmodisch. Wieso werden diese Daten nicht ständig per Funk an einen geeigneten Server gesendet und dort für eine gewisse Zeit gespeichert? Sie stünden dann sofort zur Verfügung und müssten nicht erst mühselig aus den Trümmern geborgen werden.

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malocher7 26.03.2015, 12:09
595. Wieso war der Pilot alleine?

Ein Forumsbeitrag in der New York Times:

"I recently flew from Florida to Kentucky and the pilot on two occasions during the flight came out of the cockpit to use the lavatory. A flight attendant entered the cockpit each time and was with the co-pilot until the pilot returned."

Offensichtlich gibt es in den USA eine Vorschrift, oder Vorsichtsmaßnahme, dass keiner (Pilot oder Co) alleine im Cockpit verweilt. Bei Germanwings war dies bisher offensichtlich nicht der Fall. Und bei Lufthansa? Bitte recherchieren!

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Berni78 26.03.2015, 12:10
596. Spekulation ohne Beleg

Interessant, dass hier soviel vom Voice-Recorder zitiert wird - der noch gar nicht voll ausgewertet ist.

Die Zeitungen zitieren alle das Gleiche, weil im Zweifel die eine von der anderen "abschreibt", damit sie selbst auch die aktuellen Nachrichten haben, im besten Fall gibt es eine "Quelle", die über die Nachrichtenagentur an alle Medien verbreitet wird. Nur, weil es "alle" schreiben, muss es nicht automatisch stimmen.

Mir wäre es lieber, die Presse hielte sich mit unbewiesenen Pseudo-Fakten zurück, bis diese von Stellen bestätigt werden, die dies auch bestätigen können. Und die Experten sagen nichts, bis ausgewertet ist - das kann noch dauern, denn solange nur der Voice-Recorder vorliegt (dessen Speicherkarte trotz anderer "Experten"-Meldungen nicht verschwunden ist), müssen auch die Schaltergeräusche den einzelnen Schaltern rein akustisch zugeordnet werden.

Dass die Staatsanwaltschaft ermittelt, ist übrigens üblich, weil ja bisher nicht geklärt ist, ob hier ein Unfall, fahrlässige oder grob fahrlässige Tötung oder vorsätzliche Tötung vorliegt.

Die Ermittlung selbst bedeutet nicht, dass fest steht, dass ein Tötungsdelikt vorliegt, dies sei aber nur am Rande erwähnt.

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francoilgatto1! 26.03.2015, 12:11
597.

Der Artikel suggeriert doch, dass einer der beiden im Cockpit die Maschine absichtlich und mit der Absicht zur Selbsttötung abstürzen ließ. Solls ja geben, aber denkt auch mal einer dran, wie den Angehörigen desjenigen bei so einer Spekulation zu Mute sein muss ??

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grenoble 26.03.2015, 12:11
598. Sind die Angaben verifiziert....

Zitat von jodeli
Was die "Experten" hier berichten, dass es ja angeblich viel "logischer" sei, dass es entweder zu einem "spontanen" Druckabfall im Cockpit kam, natürlich genau zufällig in den paar Sekunden, wo der eine Pilot das Cockpit verlässt. Oder..., dass es zu einem kosmischen Zufall kam, der alle elektronischen Systeme zerstörte/deaktivierte, und somit die elektronische Tür nicht mehr zu öffnen war, weder von innen noch von außen. Beides kann nicht eingetreten sein, weil auf dem Voice-Recorder keinerlei Explosionen, stumpfe Geräusche, Rufe von innen (besonders wichtig) zu hören sind. Es ist nur dies zu hören: 1. normales Gespräch zwischen Pilot und Copilot vom Start bis zum ersten Ereignis 2. erstes Ereignis: einer der Piloten verlässt das Cockpit, ohne Ankündigung von außerhalb, ohne besondere Absprache. Dies deutet darauf hin, dass der Pilot auf die Toilette musste 3. es ist nur kurz zu hören wie der Pilot sein Sitz verstellt, und das Cockpit verlässt 4. kurze Zeit später ein leies erstes Klopfen an der Tür 5. keine Reaktion, dann etwas starkes Klopfen. keine Reaktion von Innen. 6. stumpfe Geräusche, der Pilot versucht die Tür einzutreten. Die ganze Zeit keinerlei Stimmen/Geräusche von innen, keine plötzlichen Explosionen (Duckabfall ect), nichts. Schade, dass es keine Videoaufzeichnung vom innenen des Cockpits gibt, welches auch auf dem Voice-Recorder aufgezeichnet wird...
...das es so war. Oder wiederholen sie nur Spekulationen nach Interpretation von Geräuschen, die von einer obskuren Quelle der NYT als Aufnahme der Audiodatei des Voicerecorders des Unglückflugzeiug verkauft wurde.

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michel2012 26.03.2015, 12:12
599. Spekulationen

Möglicherweise wurde der Sitz von einem Piloten zurückgeschoben, um von dem eintretenden Flugbegleiter etwas entgegen zu nehmen. Der Flugbegleiter verließ das Cockpit wieder. Im Anschluß kam es zu einer außergewöhnlichen Situation in der die Piloten alles versuchten, einen Absturz zu vermeiden und, aus welchen Gründen auch immer, einem Flugbegleiter, dem der ungewöhnliche Sinkflug aufgefallen war die Tür nicht (mehr) öffnen konnten oder wollten. Der wurde zunehmend nervöser und wollte sich mit Gewalt Zugang zum Cockpit verschaffen...

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