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Zentralabitur - eine gute Idee?

Fünf Bundesländer wollen einheitliche Abiturprüfungen in Deutsch und Mathe einführen: Fortschritt oder Rückschritt für die Schulbildung?

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anin 14.04.2008, 21:00
1.

Zitat von sysop
Fünf Bundesländer wollen einheitliche Abiturprüfungen in Deutsch und Mathe einführen: Fortschritt oder Rückschritt für die Schulbildung?
Das Zentralabitur ist der erste Schritt hin zu einem einfachen "multiple choice test". Eine bundeseinheitliche Prüfung bei zugleich hohem Niveau läßt sich gar nicht durchhalten.

Damit ist das Ende der "abgangsbezogenen" Prüfungen in Deutschland eingeleutet. Zukünfig wird nur noch "eingangsseitig" z.B. in den Universitäten geprüft werden. Nach Bachelor und Master wieder ein konsequenter Schritt zur "Demontage" unserer Gymnasialausbildung und der Entmündigung der dort Lehrenden.

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Severine1985 14.04.2008, 21:14
2. Kein Fortschritt

Zitat von sysop
Fünf Bundesländer wollen einheitliche Abiturprüfungen in Deutsch und Mathe einführen: Fortschritt oder Rückschritt für die Schulbildung?
Ich denke nicht, daß es sich da um einen Fortschritt handelt. Außerdem dürften die Lehrpläne der einzelnen Bundesländer noch immer ziemlich voneinander abweichen. Vermutlich wird man sich da also auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen, und wie soll damit ein hohes Niveau gehalten oder erreicht werden?

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Peter-Freimann 14.04.2008, 21:25
3.

Zitat von sysop
Fünf Bundesländer wollen einheitliche Abiturprüfungen in Deutsch und Mathe einführen: Fortschritt oder Rückschritt für die Schulbildung?
Zentralabitur ja, aber man sollte den Maßstab schon so anlegen, dass die Bildungspolitik fortschrittlicher Bundesländer wie Bremen, Hamburg, NRW oder Berlin zugrundegelegt wird.

A: Deutschabitur: wie war die Zeit von 33-45 für Deutschland

a) irgendwie nicht so prickelnd
b) teils-teils, immerhin wurden Autobahnen gebaut

Erörtere das Thema!

B) Mathematik: ein/e MaurerIn arbeitetet acht Stunden und fügt in einer Stunde zwanzig Steine aufeinander. Wieviele MaurerInnen sind an der Baustelle beschäftigt? Gebe die Lösungsmenge an, suche Dir ein/e Schüler/in aus einer anderen Ethnie und diskutiere mit ihr/ihm das Ergebnis.

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freeopinion 14.04.2008, 21:27
4. Wenigstens ein Anfang!

Nachdem ich meine eigene und die Schulzeit meines Sohnes nicht wegen, sondern trotz der jeweiligen KultusministerInnen überstanden habe, kann ich es eigentlich kaum fassen, dass in diesem Bereich die Vernunft greifen könnte. Dass tatsächlich fünf Bundesländer einheitliche Abiprüfungen in zwei Fächern einführen wollen, führt allerdings auch zu der Frage: Geht es nur in Mathe und Deutsch und wenn ja, warum?

Aber auch dieser zaghafte Schritt in die richtige Richtung sollte nicht davon ablenken, dass mindestens genauso dringend der generelle Systemfehler im Bildungswesen behoben werden muss. Und der liegt darin, dass sich bei uns Lehrer wie Hochschullehrer im geschützten Biotop statt im Wettbewerb befinden. Solange deren Engagement, Wissensvermittlungs- und soziale Kompetenz ihren Arbeitgebern egal sind, wenn nur der Stellenschlüssel stimmt (oder auch nicht), werden wir hier weiterhin Professoren haben, die 20 Jahre alte Skripte austeilen, und Gymnasiallehrer, die sich für die Gartenarbeit besser anziehen als für den Unterricht...

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Emmi 14.04.2008, 21:30
5.

Zitat von sysop
Fünf Bundesländer wollen einheitliche Abiturprüfungen in Deutsch und Mathe einführen: Fortschritt oder Rückschritt für die Schulbildung?
Einheitliche Prüfungen machen nur Sinn bei einem einheitlichen Lehrplan und gleichen Voraussetzungen. Das soll kein Plädoyer gegen das Zentralabitur sondern gegen die Kleinstaaterei im Bildungswesen sein.

Emmi

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mimi 14.04.2008, 21:41
6. gute Idee

Das soll kein Plädoyer gegen das Zentralabitur sondern gegen die Kleinstaaterei im Bildungswesen sein.

Emmi[/QUOTE]

Die Umsetzung erscheint mir jedoch derzeit unmöglich...da soweit ich mich inzwischen auskenne, die Lesitungsunterschiede doch erheblich sind.

LG Mimi

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jassojasso 14.04.2008, 21:55
7. Wen interessieren denn schon die Lehrpläne

Zitat von Severine1985
Außerdem dürften die Lehrpläne der einzelnen Bundesländer noch immer ziemlich voneinander abweichen.
Wen interessieren denn schon die Lehrpläne.
Schon jetzt und das seit langem wird der Unterricht in den letzen Klassen an den zentralen Abituraufgaben der Vorjahre ausgerichtet.

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Landzahni 14.04.2008, 21:59
8. Gegen Einheitsschule

waren und sind die Konservativen schon immer. Und jetzt sind sie für eine Einheitsprüfung? Als wenn alle gleich sind, alle das gleiche studieren können, wollen?
Mein Neffe in England hat nur zwei Prüfungen im A-Level gemacht, er kann damit nicht bei den Elite-Universitäten studieren, die verlangen bis zu 5 A-Levels. Ja und?
Einheitliche Prüfungen nehmen keine Rücksicht auf die verschiedenen Fähigkeiten der Menschen und auf die verschiedenen Regionen.
Lieber Peter Freimann, der Quatsch aus den 70ern sollte doch allmählich obsolet sein!
Wer die Geschichte Deutschlands und die Mengenlehre nicht verstanden hat, sollte sie nicht zitieren!

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Landzahni 14.04.2008, 22:07
9. Bulimie-Lernen

Zitat von jassojasso
Wen interessieren denn schon die Lehrpläne. Schon jetzt und das seit langem wird der Unterricht in den letzen Klassen an den zentralen Abituraufgaben der Vorjahre ausgerichtet.
Genau! Alles in sich hineinfressen und dann wieder auskotzen und nichts behalten. Bulimie-Lernen!
Ich erinnere an die Gymnasiasten aus Bayern, die lieber in Finnland lernten.

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