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Zivilcourage: 85-Jährige rettet Kind vor Gewalttäter

Duisburg hat eine neue Heldin - eine alte Dame. Durch beherztes Eingreifen hat*die 85-Jährige*ein siebenjähriges Mädchen vor einem Gewalttäter gerettet.*Sie ging dazwischen, als der Mann das Kind in ein Gebüsch zerren wollte.

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Marcobb 09.07.2011, 14:14
20. re

Zitat von Lasse Amafortas
Wer weiß was dem Mädchen passiert wäre, hätte die alte Dame nicht eingegriffen. Aber wie schon geschrieben wurde, sterben die Leute aus, die nicht weggucken. Andererseits schärfe ich meiner Frau ein, sich bloß nirgends aktiv einzumischen, falls sie Zeugin einer Körperverletzung, etc. wird. Die Gefahr, dass sie selbst verletzt wird ist dabei viel zu hoch und die Wahrscheinlichkeit, dass andere es ihr gleichtun und sie möglicherweise dabei unterstützen sehr gering. Würde ihr Eingreifen zu einer Verurteilung der Täter führen, würde die Strafe in keinem Verhältnis zu den möglichen Verletzungen stehen, die sie dabei davontragen könnte. In anderen Staaten der Welt würde sich ein Eingreifen mehr lohnen. Aber in Deutschland würde man lediglich in diesem Augenblick dem Opfer helfen, falls man dazu überhaupt in der Lage ist. Wenn man schließlich zum Prozessauftakt im Krankenbett in den Gerichtssaal geschoben wird, um als Zeuge auszusagen und seinen Namen im Beisein des Täters nennen muss, wird man durch die xxx Bewährungsstrafe und 10 Pflichtbesuche im Streichelzoo enttäuscht. Psychologen bestätigen dann noch eine gute Zukunftsprognose und das wars dann. Es muss meines Erachtens nach jedes mal ganz genau abgewogen werden in welcher Form man eingreift.
nun ja, irgendwann einmal war das eine Ehrensache.
Aber in der Gesellschaft der Ehrlosen gilt das nicht mehr.
Ich habe aber den Eindruck, dass zumindest Kleinkindern und ganz Alten noch geholfen wird. Da greift der Hilfsinstinkt.
Wer möchte mit der Schande leben, aus Feigheit nicht geholfen zu haben?

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ashford 09.07.2011, 14:16
21. Hut ab....

...und das mit 85.
Da sollten sich Jüngere ein Beispiel nehmen, die dabei einfach wegschauen.

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backfeed 09.07.2011, 14:17
22. geringeres Strafmaß?

Zitat von sysop
Duisburg hat eine neue Heldin - eine alte Dame. Durch beherztes Eingreifen hat*die 85-Jährige*ein siebenjähriges Mädchen vor einem Gewalttäter gerettet.*Sie ging dazwischen, als der Mann das Kind in ein Gebüsch zerren wollte.
Eigentlich schade. In unserem Rechtssystem kommt dieser Typ milde davon. Man wird ihm versuchte Vergewaltigung nicht nachweisen können.

Diese Zivilcourage nützt auf Dauer nur dann was, wenn die Täter so bestraft werden, als ob sie "erfolgreich" gewesen seien. Jeder denkt doch jetzt, "na ja, noch mal gut gegangen". Aber das ist es nur wg. dieser Frau. Der Täter ist zu bestrafen, als wenn er ein Kind vergewaltigt und danach ermordet hätte. Das fände ich gut.

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yogibimbi 09.07.2011, 14:18
23. was man tun kann

Was jetzt zuallererst getan werden sollte ist, dass die alte Dame eine Krankenhausbehandlung mit allem Piapapo auf Kosten von wem auch immer (Staat, Krankenkasse, etc.) bekommt. Ein Knochenbruch mit 85 Jahren kann schnell der Anfang vom Ende werden, das Bundesverdienstkreuz kann sie sich an die Wand nageln wenn die Knochen ordentlich verheilt sind.

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raka 09.07.2011, 14:19
24. .

Zitat von Moewi
Leider wird es eher so sein, dass sie schon froh sein muss, wenn die Krankenkasse angesichts ihres Alters alle notwendigen Behandlungen bezahlt.
Nun werden Sie mal nicht albern. Natürlich übernimmt die Krankenkasse die Kosten und zwar ohne Debatte.

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Demokratischer_Beobachter 09.07.2011, 14:21
25. Erziehungssache

Der älteren Dame wurden in ihrer Kindheit gewiß noch Werte und Prinzipien vermittelt.

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Blackhole 09.07.2011, 14:23
26. ...

Zitat von Moewi
Leider wird es eher so sein, dass sie schon froh sein muss, wenn die Krankenkasse angesichts ihres Alters alle notwendigen Behandlungen bezahlt.
Zumal diese Verletzungen wahrscheinlich waren und somit grob fahrlässig inkauf genommen wurden. Ein Auschluss aus der KV ist damit schon fast immanent.

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medienquadrat 09.07.2011, 14:24
27. ...

Zivilcourage ist eine innere Einstellung, die man Heutzutage fast nur noch bei älteren Menschen hat.

In der Erziehung muss sowas natürlich erst einmal vorkommen.

Die Frau hat reflexartig gehandelt. Sie hat richtig gehandelt.

Wer zuviel Angst hat, kann auch aus gehöriger Entfernung Lärm machen, um Hilfe rufen, andere passanten drauf aufmerksam machen.
Wer aus Feigheit wegschaut, wird seines eigenen Lebens nie wieder froh. Nie wieder!

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hajduk2262 09.07.2011, 14:26
28. Schöne neue Welt

Zitat von tom_vander
Soweit zu unserem Gemeinwesen, dass der verweichlichte Mob von Bürgern erst einem Kind nicht zu Hilfe kommt und erst eingreift, wenn das letzte Bollwerk von Anstand - eine großartige Rentnerin - von einem abstoßenden Menschen verletzt wird und dann auch noch entkommen ließ...
Wenn etwas passiert wird entweder nur gegafft oder weggeschaut. Letzteres zeichnet der Tatort "Kinder der Gewalt" auf eindrucksvolle Weise nach.

Zitat von tom_vander
In anderen Ländern dieser Welt würde solch ein Täter in Lebensgefahr schweben, bei uns bekommt er dann eine Bewährungstrafe und ein paar strenge Ermahnungen.
Helfen Sie mal einem Betrunkenen in der U-Bahn Station, der einfach da liegt. Nicht einmal passiert, dass ich dann von diesem angespuckt wurde oder von anderen die Kommentare höre "Ach lassens doch dies Gsindl liegen!".

Schöne neue Welt in der Hilfeleistung und Solidarität nichts mehr zählen.

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raka 09.07.2011, 14:27
29. .

Zitat von Marcobb
Notwehr und Nothilfe sind im Gesetz ausdrücklich vorgeshen. Unterlassene Hilfeleistung ist strafbar. Wovon sprechen Sie? (...)
Der Forist spricht davon, dass Nothilfe zwar vorgesehen und unterlassene Hilfeleistung strafbewehrt ist, aber durchgeknallte oder verwirrte Richter in der jüngeren Vergangenheit in haarsträubender Weise Skandalurteile gefällt haben, die das Recht von den Beinen auf den Kopf gestellt haben. Manch einer fragt sich zu recht, ob er denn überhaupt noch eingreifen soll.

Handelte es sich z.B. nicht um eine 85-jährige Frau, die bei der Nothilfe noch den Arm gebrochen bekam, sondern um einen kräftigen 20-jährigen Burschen, der dem Mann beim Gerangel womöglich noch die Nase gebrochen hätte, ich wüsste nicht zu prophezeien, wie das anschliessende Verfahren ausginge.

Womöglich mit Schmerzensgeld für den Täter wegen 'Überziehung der Mittel'.

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