Forum: Panorama
Zoo in Cincinnati: Gorilla schnappt sich Kleinkind - und wird erschossen
REUTERS

Dramatischer Unfall in einem US-Zoo: Ein Kleinkind stürzt in ein Affengehege, gerät in die Fänge eines 180-Kilo-Gorillas und überlebt - weil Sicherheitskräfte den Silberrücken erschießen.

Seite 7 von 16
fantin-latour 29.05.2016, 13:30
60.

Zitat von grand finale
"weil das Leben eines Kleinkindes höher bewertet wird als das eines Tieres/Gorillas... Die Eltern könnten jedenfalls auch eine Klage gegen den Zoo in Erwägung ziehen...
Mit dieser Einstellung ist der Planet in einem Jahrhundert unbewohnbar, weil der Platzbedarf der selbsternannten höchstwertigen Rasse keinen Zentimeter abgibt.
Der Gorilla hat nur getan, was hierzulande verpönt ist: ein Kind an die Hand zu nehmen. Aber wer 24 Stunden in sein Handy, aber nicht auf sein Kind schauen kann, der hat keine Hand frei und keine Zeit...

Beitrag melden
calvi 29.05.2016, 13:32
61. Ewiggestrige

Zitat von fantin-latour
Doch, man kann als Elternteil den Blick auf die Kinder richten - wenn man will. Da gab es wohl eine weltweite genetische Veränderung in den 70er Jahren, von der an Kinder "nicht still sitzen können" und Eltern "nicht permanent aufpassen" können. Vorher konnten das beide Seiten und eine Zugfahrt war kein Martyrium und der Lehrerberuf kein Job mit Burnout nach 10 Jahren. Dass Sie auch noch Schmerzensgeld verlangen, ist ja nur noch unverschämt. 10 Milliarden Menschen, und eines der letzten Exemplare einer hochintelligenten Art muss dran glauben, weil ein paar Angehörige einer idiotischen Art wohl lieber aufs Handy statt auf ihr dummes Gör geschaut haben.
Dieser Kommentar ist unterste Schublade und noch dazu beleidigend und vorurteilsbeladen. Was Sie unterstellen, ohne dabei gewesen zu sein, ist schon unglaublich. Ach ja: auch früher konnten die Eltern nicht permanent aufpassen, ich spreche aus Erfahrung. Und es ist auch genug passiert, ich behaupte sogar, mehr als heute. Nur gab es damals noch kein Internet, wo solche Vorfälle in kürzester Zeit um den Globus gingen und dümmliche Kommentare wie Ihrer dazu geschrieben werden konnten!

Beitrag melden
hallenbeck 29.05.2016, 13:33
62. nö

Zitat von AlaskaSaedelaere
Und Sie mußten nicht lange warten. Schade um das Tier, aber das Leben des Kindes geht vor.
seh ich nicht so

Beitrag melden
calvi 29.05.2016, 13:36
63. Aufsichtspflicht

Zitat von Untertan 2.0
Vielleicht gab es den. Hätten Sie gewartet bis der kommt? Die Sicherheitsleute haben richtig entschieden. Dass den Gorilla keine Schuld trifft, stimmt natürlich (denn Tiere sind grundsätzlich nicht schuldfähig), ändert aber nichts an den Tatsachen. Der Zoo könnte die Eltern vermutlich wegen Verletzung der Aufsichtspflicht auf Schadenersatz verklagen, würde damit aber so viel negative Publicity erzeugen, dass es sich nicht lohnt. Zumindest das Kind dürfte etwas aus der Geschichte gelert haben...
Ja, oder die Eltern verklagen den Zoo wegen mangelhafter Sicherheitsstandards! Das könnte erfolgversprechender sein.
Die Eltern haben die Aufsichtspflicht nicht verletzt. Die Aufsichtspflicht bedeutet nicht, in jeder Sekunde die Kinder im Auge haben zu müssen. Was anderes wäre es, wenn herauskäme, dass die Eltern sich z. B. ins Restaurant gesetzt hätten und das Kind hätten auf eigene Faust losgehen lassen. Dann ja.

Beitrag melden
multi_io 29.05.2016, 13:38
64.

Zitat von Tobur
Ich denke, der Zoo hatte eher Angst davor, dass ein Richter der Familie Millionen zuspricht, wenn etwas passiert und hat dann lieber den Gorilla erschossen.
Sie "denken" offenbar so gut wie garnix. "Der Zoo hatte Angst davor, dass dem Kind was passiert (no sh*t sherlock) -- weil sie dann verklagt würden" LOL. Also mit anderen Worten, wen interessiert schon das Kind, die Klagegefahr ist das Problem! Wenn die doofen Amis nicht so beklopppte Gerichte hätten, dann hätte die Zoomitarbeiter länger warten können, wie sich die Situation so entwickelt, und dann wäre jetzt vielleicht das Kind tot, aber wenigstens der Affe würde noch leben. Das ist jetzt Ihr Fazit nach einer Seite Text. Super.

"Soll der Gorilla wissen, dass ein Mensch anders gebaut ist"?? Nein Mann, Sie haben recht -- weil Gorillas schuldunfähig und intellektuell minderbemittelt sind und keine Humananatomie-Kenntnisse haben, dürfen sie jedes Kind zermalmen, das es in ihr Gehege schafft

Beitrag melden
gabrieljuge 29.05.2016, 13:40
65.

Zitat von HeisseLuft
Dann können Sie ja gerne kritisieren, dass der Mensch den Lebensraum der Flachlandgorillas zerstört und die Spezies geffährdet. Ich denke mal da wird Ihnen kaum jemand widersprechen. Nur was hat das damit zu tun, dass in diesem Fall das Leben des Kindes absoluten Vorrang hatte? Oder wollen Sie dem Kind die drohende Ausrottung der Flachlandgorillas anlasten? Das Kind gehört also der falschen Spezies an, war somt der Täter? Der betrauerte Gorilla hingegen den Opfern?
Was das Wort Speziesismus meint, ist Ihnen sicherlich bekannt und damit auch, welche Schlussfolgerungen man daraus zieht, wenn man dieses Prinzip kritisch sieht oder nicht anerkennt. Dass das Kind "absoluten Vorrang" hatte mag aus Sicht der Eltern zutreffend sein und vielleicht sehen auch Sie das so. Wie allerdings kommen Sie darauf, dass diese Sicht eine Allgemeingültigkeit hat? Aus der Sicht des Gorillas jedenfalls hat sie es nicht.

Ihre Fragen gehen in eine gute Richtung, wobei Täter und Opfer auch nur wieder Kategorien sind, die Ihr Gehirn benutzt, um Dinge anzuordnen. Streng genommen ist es rein existenziell kein Unterschied, ob der Gorilla oder das Kind stirbt, erst im Kontext wird dieser gemacht. Und da, so Leid es mir tut und so hart es klingt, sind die Opfer auf Seiten der Spezies Homininae so zahlreich und enorm, das von Aussterben der Spezies die Rede ist, was man von unsere Spezies nun nicht gerade sagen kann.
Auf dieser Ebene betrachtet, würde das menschl. Opfer erstmal weniger ins Gewicht fallen.

Sie haben natürlich Recht, die Ausrottung hätte das Kinderopfer nicht verhindert und sicherlich mag es auch in der Situation vor Ort die logischste Entscheidung gewesen sein. Nur zeigt sich hier eben leider auch, wie enorm die ganze Misere ist, wie unlösbar der Konflikt und wie schwerwiegend die Folgen sind.

Beitrag melden
fantin-latour 29.05.2016, 13:42
66.

Zitat von demokritos2016
... hätte der Gorilla lieber das Kind töten sollen.
Auf einem Video ist klar zu sehen, dass der Gorilla den Jungen, der keinerlei Angst vor ihm hat, sehr vorsichtig aus dem Wasser bugsiert, während eine Horde hysterischer Besucher grell herumkreischt. Aber offenbar hat der Zoo eine eigene bewaffnete Eingreiftruppe, die mal zeigen musste, wie toll sie ballern kann...

Beitrag melden
steffen.ganzmann 29.05.2016, 13:43
67.

Zitat von Tobur
[...] Wenn der Gorilla das Kind hätte töten wollen, wie kann es sein, dass er 10min damit gewartet hat, ohne dem Kind etwas zu tun? [...]
Orcas spielen auch oft stundenlang mit der Robbe, bevor sie diese töten und fressen ...

Beitrag melden
gabrieljuge 29.05.2016, 13:43
68.

Zitat von monolithos
Möglich aber auch, dass sie, wie so oft, keine Chance hatten (außer gar nicht erst in den Zoo zu gehen).
Ein guter Punkt. Damit würde man der Haltung und Darbietung von Wildtieren langfristig die Legitimation nehmen. Aber ach was, wieso denn? Ist doch alles gut ausgegangen und die Affen können sich weiter andere Affen im Zoo ansehen.

Beitrag melden
outsider-realist 29.05.2016, 13:45
69.

Zitat von monolithos
Sie haben keine Kinder, oder? So schnell, wie die Dummheiten anstellen, können auch Sie nicht immer gucken. Möglich, dass die Eltern hier nachlässig waren. Möglich aber auch, dass sie, wie so oft, keine Chance hatten (außer gar nicht erst in den Zoo zu gehen).
Schauen sie sich das Video an...es bedarf mehr als einen Augenblick der Unachtsamkeit.
Das Gehege gibt es schon seit Jahren und unzählige Familien standen davor. Wieviele Kinder sind bisher reingefallen? Die Frage ob man keine Kinder hat, ist überflüssig und irrelevant.

Beitrag melden
Seite 7 von 16
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!