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Zugunglück in Bad Aibling: Fahrdienstleiter drückte falsche Notruftaste
DPA

Ursache des Zugunglücks bei Bad Aibling ist laut bayerischer Landesregierung die Fehlleistung des Fahrdienstleiters. Dieser habe die beiden aufeinander zu fahrenden Züge nicht rechtzeitig gewarnt.

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murrle01 30.03.2016, 00:19
150. Auch für Sie...

Zitat von Harald Schmitt
es ist einfach die Schuld beim FAhrdienstleister zu suchen. Es gibt genug technische Möglichkeiten um so etwas zu verhindern. Wieso kann man per Hand ein rotes Signal zurücksetzen, wenn auf der gleichen Strecke noch andere Züge sind? Warum Funksprüche.....
zum Xten mal:
Es ist manchmal nötig, einem Zug die Ausfahrt frei zu geben, auch wenn das Hauptsignal nicht auf Fahrt gestellt werden kann. Wenn zum Beispiel eine Weichenstörung vorliegt, oder ein anderer Fehler. NUR dann wird entweder mit einem schriftlichen Befehl, oder wie hier geschehen, mit einem zusätzlichen Signal - dem ERSATZSIGNAL dem Zug die Fahrt frei gegeben. So etwas muss möglich sein, und wird täglich hunderte mal gemacht. Wenn alle Voraussetzungen vorhanden sind - in diesem Fall eben leider nicht. Der Fdl hat nicht an den anderen Zug gedacht.. DAS waren die Fehler vom Fdl. Zusätzlichn ungünstig war dann auch noch, das keine Blocksignale auf der kurzen Strecke vorhanden sind. Die hätten den Zügen Halt angezeigt.
Das der Fdl nach Erkennen seines Fehlers panisch war, ist zu vermuten. Und deshalb hat er (vermutlich) einen falschen Zug angewählt.

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murrle01 30.03.2016, 00:22
151. Der Aufprallschutz...

Zitat von erzrotti
Doch warum wird sich in diesem Zusammenhang nicht auch mit der Sicherheit der Züge öffentlich auseinander gesetzt? Wenn ich mir die Fotos anschaue, dann waren die armen Passagiere in diesen Wagons fast schutzlos! Ich habe das Gefühl, dass heutzutage die Passagiere die Dummys der Hersteller sind! Wo bitte sind Aufprallschutz usw verbaut?
sind die Plattformen bei den Einstiegen. Andere kann es nicht geben. Genau so gut könnten Sie so etwas bei Flugzeugen verlangen...Unmöglich und unsinnig.

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murrle01 30.03.2016, 00:29
152. Welche automatische Bremse?

Zitat von rotbraut
Davon ist nicht mehr die Rede. Wer hat die außer Kraft gesetzt?
Wodurch und wofür? Es gibt keine und wird keine geben, außer der Zug fährt versehentlich an einem Halt zeigenden Signal vorbei. Und das ist er nicht - weil eben das Ersatzsignal die Fahrterlaubnis gab!

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murrle01 30.03.2016, 00:36
153. Um Ihnen diesen unsinnigen Vorschlag...

Zitat von Nabob
und könnte für freie Strecken Loks mit Transpondern ausstatten, die bei der Annäherung von unter xx km zu einer anderen Lok die involvierten Lokführer alarmieren und über einen sogenannten "Toter-Mann-Alarm" zwingen, die Weiterfahrt freizuschalten oder selbstständig ein Bremsmanöver einzuleiten. Das sollte technisch möglich sein und ist vermutlich nicht besonders aufwendig zu installieren, würde dem betroffenen Lokführer direkt eine Kontrollmöglichkeit über den unfallfreien Einsatz seines Zuges geben neben den Eingriffsmöglichkeiten eines Fahrdienstleiters. Bevor also eine Kollision von Zügen stattfinden würde, wären dann mehrere Personen an der Verhinderung aktiv beteiligt.
zu widerlegen und zu erklären warum das nicht möglich ist - würde ich mehrere Seiten benötigen. So komplex ist das reale Bahnsystem. Bei dem es immer wieder normal ist, das Züge streckenweise aufeinander zu fahren, um dann auf ein anderes oder zweites Gleis geführt zu werden. Oder bei zweigleisigen Strecken fahren immer Züge auf einander zu... Auf getrennten Gleisen. Wie soll das auseinander gehalten werden??

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murrle01 30.03.2016, 00:49
154. Das kann so nicht passieren...

Zitat von Plasmabruzzler
Es passieren sehr wenige Unfälle im Eisenbahnverkehr. Und die meisten Unfälle sind nicht auf eingleisige Streckenabschnitte zurückzuführen bzw. in den letzten 20-30 Jahren in Deutschland kein einziger. Wenn bspw. eine Weiche im Bahnhofsbereich falsch gestellt ist und ein Zug fährt dem anderen in die Flanke, hat dort dann die Zweigleisigkeit auch nichts verbessert.
Wenn eine Fahrstaße so gelegt ist, das sie in eine andere führt, ist eine von beiden mit Signal gesichert. Es zeigt Halt. Flankenschutz. Es kann im Zugbetrieb keine Weiche falsch gestellt werden, weil komplette Fahrstraßen eingestellt werden. Dann müsste schon ein Lokführer versehentlich oder absichtlich an dem Signal vorbei fahren. So wie in Heidelberg? ...Ist eine Weiche gestört, kann nicht gefahren werden, weil ein Signal dann nicht auf Fahrt geht. In dem Fall würde ein Fdl eines größeren Bahnhofs eine andere Fahrstaße wählen.

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murrle01 30.03.2016, 01:01
155. Nachdenken!!

Zitat von GerhardFeder
Soweit ich weiß, gibt es bei eingleisigen Bahn-Strecken kein zweites Gleis.
Das ist richtig - aber es gibt eingleisige Strecken die nebeneinander liegen! Und irgendwo in eine andere Richtung führen. Da hätten wir dann das Dilemma! Und noch etliche andere Situationen, die Sie überfordern würden...

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murrle01 30.03.2016, 01:07
156. Das ist nicht richtig!!

Zitat von prince62
Ganz einfach, das automatische Zugsicherungssystem kann der Fdl mit dem Ersatzsignal außer Kraft setzen, der Lokführer erkennt das Signal und kann mit einer Taste diese für dieses Signal ebenfalls außer Kraft setzen, die Erteilung des Ersatzsignals wird auf dem Speicher des Triebfahrzeugs aufgezeichnet, damit ist der Lokführer aus dem Schneider, bzw. er kann damit beweisen, daß er ein Ersatzsignal erhalten hat und deshalb trotz des ja immer noch haltzeigende Hauptsignal weiterfahren durfte. Das Zugsicherungssystem muß überbrückbar sein, um im Falle technischer Störungen den Betrieb noch aufrecht erhalten zu können, sonst geht in diesem Fall, der pro Tag Hundertemale vorkommt nix mehr, da kommt dann die zweite Sicherungsebene ins Spiel und das ist der dafür ausgebildete Fahrdienstleiter.
Bei einem Ersatzsignal bedient der Lokführer eine Befehlstaste um an einem Halt zeigenden Signal vorbei zu fahren. Das wird aufgezeichnet. Aber NICHT das er ein Ersatzsignal bekommen hat!! Nur das er an einem Halt zeigenden Signal vorbei fuhr. Die Bedienung vom Ersatzsignal durch den Fdl wird im Stellwerk aufgezeichnet!!

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murrle01 30.03.2016, 01:18
157. Mir ist nur bekannt...

Zitat von bötzow33
Es ist davon auszugehen, dass diese öffentliche Strecke mit GSM-R ausgestattet ist. Wenn nicht, wäre es ein unzulässiger technischer Mangel, der dem EBA bei diesem Infrastrukturbetreiber nicht hätte durchgehen dürfen. Das GSM-Telefon (GeFo) hat zwei Notrufe, den betrieblichen und den Streckennotruf. Der erstgenannte betriebliche Notruf erreicht mit Prio 1 alle im Betriebsbereich .......
das die Notrufe Prio 1, von Ihnen so bezeichnet, nur auf Triebfahrzeugen vorhanden sind...Ich war schon auf einigen Stellwerken, aber so etwas habe ich dort nicht gesehen.
Und Streckenblock auf der kurzen Strecke?? Dann hätte mindestens ein Zug halten müssen...
Benachbarter Fdl? Aus den Meldungen war zu entnehmen, das der Fdl für beide Zugstellen verantwortlich war...Hätte es dort einen zweiten auf dem anderen Bahnhof gegeben, wäre der Unfall nicht möglich gewesen. Alles immer noch sehr undurchsichtig. Und durch das Vorprellen eines Politikers ohne wirkliche Kenntnis der Technik wird es auch nicht besser.

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