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Zugunglück bei Hordorf: "Dieses Unglück hätte nicht passieren müssen"

Der Lokführer des Güterzuges gilt als wichtigster Zeuge des Unglücks bei Hordorf: Er hat überlebt, steht aber unter Schock. Möglicherweise*überfuhr er ein Haltesignal. Experten sehen die Schuld jedoch*auch bei der Deutschen Bahn.

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blaumupi 31.01.2011, 17:53
1. Unglaublich

Unabhängig von der Schuldfrage im aktuellen Fall: das die Bahn es nicht für nötig hält, die Strecken im Osten mit dem "Punktförmigen Zugbeeinflussung" (PZB) auszustatten ist ein Unding!!!

Sie hatte 20 Jahre Zeit dazu!

Einmal mehr muss man der Bahn vorwerfen ihr "Hausaufgaben" nicht ordentlich gemacht zu haben!

Die sollen sich endlich mal um das Wesentlich kümmern, anstatt Protzbahnhöfe unter die Erde zu bringen.

Bei dem Laden fällt mir echt nix mehr ein!

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semper fi 31.01.2011, 17:54
2. -

Zitat von sysop
Der Lokführer des Güterzuges gilt als wichtigster Zeuge des Unglücks bei Hordorf: Er hat überlebt, steht aber unter Schock. Möglicherweise*überfuhr er ein Haltesignal. Experten sehen die Schuld jedoch*auch bei der Deutschen Bahn.
Aber nicht nur die Bahn. In einem früheren Job (i. S. v. Projekt) hatte ich eine ganze Zeitlang mit dem europäischen Luftverkehr zu tun. Wenn ich sehe, wie die Fluggesellschaften vom Luftfahrt-Bundesamt und EASA "gegängelt" werden (mit Recht) wie andererseits das Eisenbahn-Bundesamt so vor sich hin schläft (schlafen muss?), dann wird mir regelmässig übel.

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tombel 31.01.2011, 17:55
3. Lokführer auf zweiter Lok ?

Also ich lese jetzt hier wiederholt, dass der Lokführer auf der zweiten Lok gewesen sein soll.
Kann mir hier mal einer oder mehrere ein paar Fragen beantworten:
1. wie kommt er während der Fahrt auf die zweite Lok - da gibt es ja wohl keinen Durchgang, und das innerhalb der paar Sekunden, die ihm da evtl. geblieben sind ?
2. kann denn eine lok führerlos fahren, müssen da nicht ständig Sicherheitsknöpfe betätigt werden ?
3. Wie erfolgt die Steuerung der nicht besetzten Lok ?

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demophon 31.01.2011, 17:56
4. Eingleiseige Strecke

Man könnte die Unfallschuld auch bei den sowjetischen Besatzungstruppen sehen, die die Gleise der ursprünglich zweigspurigen Strecke nach 1946 abgerissen und in die Sowjetunion verschleppt haben. Ohne diesen Diebstahl wäre das Zugunglück nicht passiert.

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HBRSS 31.01.2011, 17:57
5. Peinlich für das Unternehmen Zukunft

Zitat von sysop
Der Lokführer des Güterzuges gilt als wichtigster Zeuge des Unglücks bei Hordorf: Er hat überlebt, steht aber unter Schock. Möglicherweise*überfuhr er ein Haltesignal. Experten sehen die Schuld jedoch*auch bei der Deutschen Bahn.
Da wird ein Schuldiger gesucht und eigentlich ist es Schuld der Bahn. Wie kann es sein, dass heute noch eingleisig gefahren wird? Vermutlich musste der Lokführer noch diverse andere Tätigkeiten verrichten (damit er sich nicht langweilt und die Ressource optimal ausgenutzt wird).

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secretsurf 31.01.2011, 17:58
6. 10 Milliarden für nen unnötigen Bahnhof, ...

aber kein Geld um schnell und umfassend für Sicherheit auf Deutschlands Bahnstrecken zu sorgen...
Geschweige für ganzjahrestaugliches Transportgerät

Die Bahn kommt - nur wann und wie... wenn überhaupt

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Pinarello 31.01.2011, 17:59
7. Alles bekannt, allen bewußt.

Natürlich hat die Deutsche Bahn alleine schon als Netzbetreiber eine Hauptschuld, dabei darf man aber auch das Eisenbahnbundesamt nicht vergessen, daß ja sämtliche DB-Strecken überwacht und genehmigt, daß hier schwere Güterzüge und billige Leichttriebwagen im Personenverkehr ohen jegliche Sicherungssysteme unterwegs sind, ist ja schon als grob fahrlässig zu bezeichnen.

Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde für diese Strecke ist das Eisenbahnbundesamt, genau hier sind auch die Hauptschuldigen zu finden, da die DB AG ihre Investitionen, die ja größtenteils aus deutschen Steuermitteln finanziert werden, lieber in Australien, den USA und Großbritannien tätigt, ist ja seit ca. 15 JAhren hinreichend bekannt, wer hinter dem Kurs der Bahn AG als alleiniger Besitzer steht ebenfalls.

Von daher gesehen hätte der SPON durchaus schon ein paar Antworten selber geben können.

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HaPeGe 31.01.2011, 18:03
8. Wieder die "Sparsamkeit" der Bahn ?

Zitat von sysop
Der Lokführer des Güterzuges gilt als wichtigster Zeuge des Unglücks bei Hordorf: Er hat überlebt, steht aber unter Schock. Möglicherweise*überfuhr er ein Haltesignal. Experten sehen die Schuld jedoch*auch bei der Deutschen Bahn.
Das ich nicht lache! Aber Milliarden in Stuttgart für einen Bahnhof "versenken". Aber für ein INDUSI-System fehlt das Geld, obwohl dieses System bereits seit 1934 (!) im Einsatz ist. In der Zeit hätte man ja wohl erwarten können, dass die Bahn in der Lage gewesen wäre, alle Strecken mit diesem System auszurüsten. Die Vernachlässigungen des Schienennetzes sind kaum noch zu überbieten.

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Psycha 31.01.2011, 18:05
9. Prioritäten

Zitat von sysop
Der Lokführer des Güterzuges gilt als wichtigster Zeuge des Unglücks bei Hordorf: Er hat überlebt, steht aber unter Schock. Möglicherweise*überfuhr er ein Haltesignal. Experten sehen die Schuld jedoch*auch bei der Deutschen Bahn.
Die DB baut doch lieber einen Bahnhof, den keiner so braucht, als dass sie sich um die Sicherheit des bestehenden Streckennetzes kümmert. Wahrscheinlich gibt es da keine Zuschüsse.

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