Forum: Panorama
Zuwanderungsdebatte: Sie sind kein Superheld? Tja, Pech gehabt
AFP

Drei Zuwanderer retten ein paar Dutzend Griechen aus dem Mittelmeer - und werden zum Dank eingebürgert. Eine rührselige Geschichte? Nein, ein Lehrstück über Verlogenheit, Egoismus und Doppelmoral.

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t_mcmillan 04.01.2019, 12:23
1. Legitim

Es ist völlig legitim höher zu schätzen, was mit den "Unsrigen" passiert als was mit den "Anderen" passiert. Diese Art von Doppelmoral ist völlig normal und meiner Ansicht nach nicht verwerflich.

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Peter Schmidt -fsb 04.01.2019, 12:26
2. Übertriebene Zuspitzung und typisch deutsch

Sorry aber dieser Kommentar ist weder humanistisch noch fortschrittlich sondern einfach nur typisch deutsch. Ganz nach der Kantschen Maxime, dass aus jeder Handlung ein moralisches Gesetz gemacht werden müsste. Dabei verkennt der Autor, dass das Leben nun einmal aus Zufällen besteht: Geburtsort, Geschlecht, Stand,... all das ist Zufall. Und im Verlauf des Lebens geht es genauso weiter, Menschen die man trifft, Chancen die man erhält. Alles ist beeinflusst vom Zufall. So ist das Leben nun einmal. Daher ist es überhaupt nicht ehrenrührig auch Einbürgerung nach dem Zufallsprinzip stattfinden zu lassen (die Greencardlotterie lässt grüßen). Und das Eine (Helden einzubürgern) schließt das andere doch überhaupt nicht aus (eine vernünftige geordnete UND MENSCHLICHE Einwanderungspolitik zu betreiben).

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geilundgemein 04.01.2019, 12:32
3. Was waere denn Ihre Alternative?

Die Leute gnadenlos ausweisen, um konsistent zu sein? Das ist ja irgendwie auch keine Loesung

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baronin 04.01.2019, 12:37
4. Nicht so einfach!

"Heldensagen" waren und sind an sich schon immer verlogen. Aber in der Konsequenz lassen heldenhafte Einwanderer den Einzelnen aus der Masse hervortreten und erschweren deren Dämonisierung. Schöner wären reale Stories über Flüchtlinge, die die Herausforderung Integration gemeistert haben, Helden des Alltags. Der Spiegel brachte und bringt das immer wieder und ich denke, das hilft. Manchmal muss man einem plumpen Narrativ ein anderes plumpes Narrativ entgegensetzen.

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Normaler Wutbürger 04.01.2019, 12:37
5. Was ein Unsinn

Selbstverständlich können "zufällige" Einzeltaten berücksichtigt werden.
Der Fakt ist nämlich, es wird dadurch NIEMAND schlechter gestellt oder behandelt, sondern einfach nur ein paar einzelne auf Grund besonderer Leistung besser gestellt als andere.

Verlogenheit und Doppelmoral gibt es überall reichlich. Und zwar bei allen Menschen. Aber ausgerechnet diese Situation so zu beschreiben ist einfach nur dumm.

Bei uns gibt es nämlich auch das Gegenteil dieser Variante, nämlich unterlassene Hilfeleistung. Wenn jemand nicht hilft obwohl unmittelbar die Möglichkeit und Fähigkeit dafür besitzt, dann kann er durchaus auch bestraft werden.

Wenn aber jemand sein eigenes Leben riskiert (owohl er das nicht muss) wie z.B. ein Haus hochklettern, um andere zu retten, dann kann sowas auch durchaus "belohnt" werden. Entweder mit einem Orden, oder eben mit der Einbürgerung.
Das hat nichts mit Verlogenheit und Doppelmoral zu tun !

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pace335 04.01.2019, 12:44
6.

Ich kann den Autor überhaupt nicht verstehen. Im Umkehrschluss heißt das doch schon das man diese sogenannten Helden nicht belohnen sollte weil das sonst verlogen wäre, oder wie soll man das verstehen? Alle Flüchtlinge einbürgern geht nun mal nicht. Ich finde das Ganz im Gegenteil, denn wenn man sich jetzt vormachen möchte das man alle Flüchtlinge einbürgern möchte, das wäre dann wirklich verlogen.

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dondon 04.01.2019, 12:49
7. Und die Lösung lautet wie?

Und die Lösung lautet also wie? Die "Helden" nicht einbürgern oder automatisch alle Migranten einbürgern? Wie lautet der Lösungsvorschlag des Autors? Oder wollte er einfach mal wieder in eine von vielen Wunden stechen, die unser Land und unsere Kultur derzeit zerreißen?

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Robert_Rostock 04.01.2019, 12:51
8.

Dieses Problem gibt es auch in anderen Bereichen, abseits der Migrationsdebatte.
Bei etlichen Medien, Zeitungen, Radios, TV-Sendern, gibt es Rubriken oder ganze Sendungen, wo Leser/Hörer/Zuschauer ihre Probleme, Ärgernisse mit Behörden oder Unternehmen schildern können. Dann wählt die Redaktion daraus die spektakulärsten, interessantesten oder sonstwie am meisten Auflage/Klicks/Einschaltquote versprechenden Fälle aus und macht sie öffentlich. Und völlig egal, ob der geschilderte Fall nun wirklich Schuld des Unternehmens/der Behörde war, ob ein Anspruch auf Entschädigung besteht, ob es nicht etliche andere Fälle gibt, die genauso oder schlimmer sind: Der an die Öffentlichkeit der Medien gezerrte Fall wird in 99% der Fälle zugunsten des Klägers gelöst, weil das Unternehmen oder die Behörde schlechte Presse fürchtet.

Alle anderen, die von der Redaktion als nicht spektakulär genug abgelehnt wurden oder sich aus Bescheidenheit, Resignation, warum auch immer nicht an die Presse gewandt haben, gehen leer aus.

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der Guru 04.01.2019, 12:52
9. Nachweis erbracht

Welch ein schlechter Kommentar.
Diese Menschen haben den Nachweis erbracht, der (jeweiligen Nationalen) Gesellschaft zu dienen, welcher sie angehören wollen. Warum soll man ihnen dann die Mitgliedschaft weiterhin verwehren, bzw. ihren Antrag zur Aufnahme weiterhin prüfen?

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