Forum: Panorama
Zuwanderungsdebatte: Sie sind kein Superheld? Tja, Pech gehabt
AFP

Drei Zuwanderer retten ein paar Dutzend Griechen aus dem Mittelmeer - und werden zum Dank eingebürgert. Eine rührselige Geschichte? Nein, ein Lehrstück über Verlogenheit, Egoismus und Doppelmoral.

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schreckgespenst 04.01.2019, 13:58
20.

Zitat von Newspeak
"Statt um Rechtstaatlichkeit geht es in diesen Geschichten um Leistung" Ja, und diese Leistung ist zuerst einmal anerkennenswert. Wie man diese Anerkennung gestaltet, ist eine andere Sache. Da der groesste aktuelle Wunsch dieser Menschen aber in der Einbuergerung bestehen duerfte, ist es nur logisch, ihnen diesen Wunsch zu erfuellen.
Zu Mal die Anerkennung von Leistung doch gerade gefordert wird, wenn kein rechtlicher Anspruch auf eine Aufenthaltsberechtigung besteht.
Das ganze Konzept des sog. Spurwechsels beruht doch darauf, dass auch abgelehnte Asylbewerber ein Bleiberecht erhalten, wenn sie einen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz erreicht haben. Auch dabei steht die Leistung im Fordergrund.
Verlangt der Autor des Beitrags jetzt, dass diese Menschen das Land verlassen müssen, weil sie keinen rechtlichen Anspruch auf Asyl bzw. Schutz haben?

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linoberlin 04.01.2019, 14:00
21. wie kleinkariert kann man sein?

"wer eine Heldentat vollbringt, darf bleiben" - Nein! Wer eine Heldentat vollbracht hat, wird nicht deportiert. Sehr einfach. Dass man damit bleiben darf, ist die logische Folge daraus. Und für die jeweiligen Präsidenten/Kanzlerinnen eine Abwägung, welche Entscheidung die schlechtere Presse bringt. Erinnern wir uns mal an die Tränen des Mädchens, der Kanzlerin Merkel kaltschnäuzig mitgeteilt hat, dass sie wahrscheinlich das Land verlassen müsse.

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hikage 04.01.2019, 14:03
22. 2262

..ist mitnichten eine hohe Zahl, angesichts einer Weltbevölkerung jenseits der 7 Mrd. Und selbst als Quote der die - als gefährlich geltenden - Flucht in einem Seelenverkäufer über ein Meer ist diese Zahl vergleichsweise gering. Letztlich sind diese Menschen offensichtlich auch bereit, in der Hoffnung auf ein besseres Leben dieses Risiko einzugehen. Es gäbe einfachere Auswege, wenn auch nicht gesellschaftlich anerkannte.

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don_leonardo_al_dente 04.01.2019, 14:07
23. die Würde ...

des Menschen - und nicht des Europäers ist unantastbar.

Die Doppelmoral erinnert mich an die USA.
Erst 5 Jahre in der Army dienen - und falls man/fra die Kriege überlebt hat, auf
eine Einbürgerung hoffen.

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Leser161 04.01.2019, 14:11
24.

Zitat von linoberlin
Wie kleinkariert kann man sein? "wer eine Heldentat vollbringt, darf bleiben" - Nein! Wer eine Heldentat vollbracht hat, wird nicht deportiert. Sehr einfach. Dass man damit bleiben darf, ist die logische Folge daraus. Und für die jeweiligen Präsidenten/Kanzlerinnen eine Abwägung, welche Entscheidung die schlechtere Presse bringt. Erinnern wir uns mal an die Tränen des Mädchens, der Kanzlerin Merkel kaltschnäuzig mitgeteilt hat, dass sie wahrscheinlich das Land verlassen müsse.
Kleinkariert ist derjenige der nur den Einzefall sieht statt das grosse Ganze.

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Schartin Mulz 04.01.2019, 14:24
25.

Zitat von vox veritas
" Würde man den Flüchtlingen wirklich helfen wollen, würde man diesen in den Herkunftsländern helfen, indem man die Fluchtursachen abstellt (Umweltschäden, schwächelnde Wirtschaft i.V.m. Überbevölkerung, Korruption, bewaffnete Konflikte, etc.); das passiert aber nicht! "
Jetzt sagen Sie uns noch, wie wir das schaffen können. Wie wir die Wirtschaft in den Krisenländern auf Vordermann bringen, wie wir dort die bewaffneten Konflikte lösen. die Korruption abschaffen und vor allem bin ich gespannt, was wir gegen die Überbevölkerung in Afrika tun sollen.
Ihre Vorschläge bitte.

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ahmedhossam 04.01.2019, 14:33
26. Gut gesagt, Herr Maxwill

Tausende Menschen in Europa bangen um ihren Aufenthaltsstatus, Aufmerksamkeit bekommen aber vier außergewöhnliche Einzelfälle. Damit gerät die Frage aus dem Blick, ob jemand aus nachvollziehbaren, sachlichen Gründen dauerhaft im Land bleiben darf. Stattdessen geht es darum, ob jemand mutig genug war. Und stark. Und zur richtigen Zeit am richtigen Ort, zufällig.

Daumen hoch.

Was wäre die Mindestanforderung für eine Einbürgerung? Ein abgewendeter Unfall? Eine vereitelte Straftat? Ein gerettetes Menschenleben? Oder gleich eine noch nie dagewesene übermenschliche Einzelleistung? Mit rechtsstaatlichen Prinzipien hätte das nichts mehr zu tun.

Daumen hoch.

In Athen hat der griechische Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos nun einigen Migranten Einbürgerungsurkunden überreicht. Die drei Fischer, ein Mann aus Albanien und zwei gebürtige Ägypter, hatten im vergangenen Sommer Dutzende Griechen in der Nähe des Küstenortes Mati aus dem Meer gerettet.

Wenn Europäer in Seenot geratenen Migranten helfen wollen, ist das aus Sicht mancher keine Heldentat. Sondern eine Straftat.

Daumen hoch.

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tom_boßerhoff 04.01.2019, 14:42
27. Kommentare...

Wenn ich mir die Kommentare so durchlese, kann man davon ausgehen, dass der Artikel nicht wirklich verstanden wurde. Es geht in keinem Falle darum, dass der Autor fordert Heldentaten nicht zu honorieren. Wie erwähnt stimmt auch der Autor dafür, diese Heldentaten zu belohnen, allerdings in einem anderen Licht. Dadurch, dass Medien diese Belohnungen so groß aufziehen rücken die anderen Probleme, die weitaus größer sind in den Hintergrund. Und genau das ist der Punkt, an dem die Doppelmoral des Autors ansetzt und womit er meiner Meinung nach 100% Recht hat.

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willem_vonwegen 04.01.2019, 14:45
28. Total an den Haaren herbei gezogen

Ja, ich finde es auch schlimm dass Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer sterben.
Und das meine ich ernst.
Ich finde es auch ungeheuerlich dass freiwillige Seenotretter von wem-auch-immer angrklagt werden, obwohl sie etwas heldenhates tun.
Ja, auch die Seenotretter verdienen das Vundesverdienstkrwuz oder sonst irgendeine Ehrung.
Was die Flüchtlinge angeht: jeder der vor Armut, Krieg und Verfolgung flieht, soll prinzipiell eins Aufenthaltserlaubnis bekommen - das sehe ich so.
ABER... was hat diese Thematik denn damit zu tun, Menschen wegen besonders humanistischer und selbstloser Leistung zu ehren? Man hat den Helfern ja quasi mehr als eine Ehrung erteilt, sie wurden Eingebürgert. Ich finde das iat eine tolle Geste der Dankbarkeit und Anerkennung.
Daran ist nichts geheuchelt. Geheuchelt ist lediglich Ihre Empörung.

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Dr. Kilad 04.01.2019, 14:56
29. Gut gemeint, aber mit einem Fehler

Anders als bei uns ist für die Behandlung von Fremden tatsächlich maßgeblich, was sie für Frankreich tun und nicht dieses wirre Abstammungsprinzip (kann on GL ähnlich sein, weiß ich aber nicht). Ob das nun gerechter ist, ist eine andere Frage. Es ist auf alle Fälle anders.

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