Forum: Panorama
Zwangsevakuierte Esso-Häuser: "Ein Teil von mir ist weg"
DPA

Mitten in der Nacht mussten die Bewohner der maroden Esso-Häuser in Hamburg raus aus ihren Wohnungen, benachbarte Bars und Clubs wurden geschlossen. Ein Filetstück von St. Pauli ist jetzt Sperrgebiet, und im Raum steht ein Vorwurf: Ließ der Eigentümer die Wohnblöcke absichtlich vergammeln?

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Opus Dominus 16.12.2013, 23:55
30. Die Sache mit den genialen Entmietungstricks

Eigentlich reicht eine unwuchtige an der Wand verbolzte Waschmaschine oder dergleichen um entsprechende Effekte zu erzielen. Ist doch komisch, daß nur zwei Mieter betroffen waren und der Rest keine Schwingungen im Gebäude bemerkt hat. Wahrscheinlich stünden die Häuser mit den installierten Sicherungsstempeln ansonsten in zehn Jahren noch.

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Celestine Trueheart 16.12.2013, 23:56
31.

Zitat von gustavsche
Ihr Linken wollt die Gesetze so und eure Demonstrationen gegen Luxussanierungen erzeugen ein Klima der Angst unter Hauseigentümern vor Sanierungen.
"Klima der Angst" für Investoren. Mir kommen gleich die Tränen.

Dass Mieter auf solch eine unwürdige Weise rausgeschmissen wurden, erinnert mich an den Rausschmiss der Slum-Bewohner in den ehemaligen Diktaturen Asiens. Die existenzielle Angst dieser Menschen können Sie wohl nicht nachvollziehen. In diesem Zusammenhang von der "Angst" der Investoren zu reden, armselig.

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Celestine Trueheart 17.12.2013, 00:01
32. "Wohn-Ambiente"

Zitat von Mertrager
Wer solche Häuser schick findet, sollte in den Osten Deutschlands ziehen. Da stehen immer noch reichlich solche Blöcke rum, Plattenbauten genannt. Über Schönheit läßt sich ja bekanntlich trefflich streiten.
Wie man den Artikel so auffassen kann, ist mir ein Rätsel. Hier wurden Mieter mit gültigen Mietverträgen von einem Moment zum anderen von ihrer Wohnung, in welcher sie ihr Leben lang gewohnt haben, rausgeschmissen, ohne, dass sie ihre Sachen mitnehmen konnten, und Sie labern hier etwas über "Ambiente".

Der Investor hat doch genau gewusst, was er kaufte. Dass die Wohnungen ausgerechnet JETZT so vergammelt sein sollten, so zeitlich passend, nun, da muss ich mich echt fragen ob es in Palermo anders zugeht, eher nicht ...

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Stefan_G 17.12.2013, 00:38
33. Auch Teil ...

... der Geschichte des deutschen Baugewerbes des Nachkriegszeit.
In den 50er und 60er Jahren gab es bei Mehrfamilienhäusern einen deutlichen Trend zu Flachdächern. Die wenigsten davon blieben im Laufe der folgenden 5 Jahrzehnte dicht, einige Gebäude wurden durch sehr aufwendige Maßnahmen saniert, bei vielen ergab es sich dass die Gebäude schlicht nicht sinnvoll erhaltungsfähig sind. Die 70er, 80er und 90er brauchten eine Rückkehr zu Steildach, das weit weniger aufwendig dicht gehalten werden kann.
Abschreckendes Beispiel für verfehlten Erhaltungswillen ist für mich das Freiburger Hochhaus aus den 1960ern, das zum Passivhaus saniert wurde. Tolle Sache, hat aber insgesamt mehr gekostet (~70 Mio €), als wenn man das Teil nach den Standards von 2010 komplett neu gebaut hätte.

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capote 17.12.2013, 00:49
34. Deutsche Ingenieurskunst.....

.... alles aus der selben Epoche: Die "schwangere Auster" in Berlin, wo der Beton-Rand abbrach, 24 Quadratmeter Beton-Decke im Hamburger Flughafen sind ja auch schon mal runtergekommen, jetzt die Esso-Häuser und morgen wird es wohl die Hamburger "Schwimmoper" treffen mit dem futuristischen Beton-Dach ! Hoffen wird, dass es bei solchen Harmlosigkeiten bleibt und nicht eines der "Atomeier" aus Beton in sich zusammenfällt....

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Newspeak 17.12.2013, 01:19
35. ...

Zitat von Hugh
Sie berufen sich auf Art. 14 GG :Artikel 14 Zitat (1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt. (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch ......
Oh bitte, wenn er wissentlich Leben gefährdet, dann geht das auch mit dem Knast. Aber in diesem Land ist eben Verbrechen schon die Normalität, Hauptsache man hat Geld, dann kann man sich bei allem freikaufen.

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Manitou-01@gmx.de 17.12.2013, 01:44
36.

Zitat von gustavsche
Wirklich! Die Autoren nennen diese Häuse "Filetstück"... absurder geht's doch kaum. Absichtlich vergammeln lassen? Wohl das sinnvollste, was man machen kann. Sobald ein Hauseigentümer investiert, wird er von linken Schwachmachten bezichtet, Luxussanierungen auf Kosten der Mieter zu machen. Unterlässt er es, wirft man ihm vor, dass er lasse das Haus absichtlich vergammeln. Da der Mieterschutz hierzulande die Optionen klar vorgibt, ist "vergammeln lassen" das, was taktisch das klügere ist. Ihr Linken wollt die Gesetze so und eure Demonstrationen gegen Luxussanierungen erzeugen ein Klima der Angst unter Hauseigentümern vor Sanierungen. In Berlin Pankow ist sogar der Einbau von Gästetoiletten und von hängenden Toiletten verboten. Was bleibt den Vermietern anderes übrig, als dann aus taktischen Gründen gar nichts mehr zu machen, bis sich das Problem von selbst löst. In diesem Fall: Die Baufälligkeit ist unübersehbar und führt zur Evakuierung. Mir wäre aber eine Welt lieber, in der man Mietern ganz regulär bei anständigen Fristen kündigen und Häuser abreißen kann. Das wäre auch für die Mieter schonender als in einer Turnhalle zu übernachten. Der Mieterschutz ist ein gutes Beispiel für: Gut gemeint, schlecht gemacht.
Ein Vermieter hat eine Insatndhaltungspflicht. Gegen Instandhaltung hat niemand demonstriert. Luxus-Sanierung mit unsinnigen Kosten benötigt niemand. Wer Gästetoiletten braucht, kann sich eine entsprechende Neubauwohnung suchen, wer eine bestehende Wohnung hat, möchte nicht ein (Teil eines) Zimmer(s) verlieren, um anschließend mehr Miete für eine überflüssige Gästetoilette zu zahlen. Kündigungsmöglichkeiten gibt es im Mietrecht, weswegen lügen Sie?
Und ich wünsche Ihnen, daß sie selber auf rücksichtslose Art entmietet werden!
Versagt hat allerdings die Stadt Hamburg, daß sie nicht rechtzeitig Instandhaltungsauflagen durchgestzt hat.

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morkvamork 17.12.2013, 03:05
37. wie sagt der Fuzzi vom Eigentümer ?

Zitat von gustavsche
Wirklich! Die Autoren nennen diese Häuse "Filetstück"... absurder geht's doch kaum. Absichtlich vergammeln lassen? Wohl das sinnvollste, was man machen kann. Sobald ein Hauseigentümer investiert, wird er von linken Schwachmachten bezichtet, Luxussanierungen auf Kosten der Mieter zu machen. Unterlässt er es, wirft man ihm vor, dass er lasse das Haus absichtlich vergammeln. Da der Mieterschutz hierzulande die Optionen klar vorgibt, ist "vergammeln lassen" das, was taktisch das klügere ist. Ihr Linken wollt die Gesetze so und eure Demonstrationen gegen Luxussanierungen erzeugen ein Klima der Angst unter Hauseigentümern vor Sanierungen. In Berlin Pankow ist sogar der Einbau von Gästetoiletten und von hängenden Toiletten verboten. Was bleibt den Vermietern anderes übrig, als dann aus taktischen Gründen gar nichts mehr zu machen, bis sich das Problem von selbst löst. In diesem Fall: Die Baufälligkeit ist unübersehbar und führt zur Evakuierung. Mir wäre aber eine Welt lieber, in der man Mietern ganz regulär bei anständigen Fristen kündigen und Häuser abreißen kann. Das wäre auch für die Mieter schonender als in einer Turnhalle zu übernachten. Der Mieterschutz ist ein gutes Beispiel für: Gut gemeint, schlecht gemacht.
"es kotzt mich an...." Ich hatte auch mal so ein Vermieter. Neubauwohnung, Pfusch am Bau und ich habe mich um alles selber kümmern müssen. Nur bei der Miete war er sehr schnell, als ich die um 1o% kürzen wollte war sein Schreiben mit Anwaltsandrohung, schon am anderen morgen im Briefkasten (unfrankiert).
Ich hab mich dann doch entschieden ne andere Bleibe zu suchen. Und das schönste war, beim Auszug wollte er mir auch noch den Handwerker ins Haus holen. Heimwerkermarkt-Farbe hat der auf die Wände bekommen und meine Kaution war vollständig auf meinem Konto. Naja, hat ihn sein Anwalt doch wohl richtig beraten !

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lasshirnregnen 17.12.2013, 06:55
38. Investoren oder Spekulanten?

Man sollte nicht alle die ein "unternehmen" wagen für alles verurteilen.

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alexanderschulze 17.12.2013, 07:17
39. Als Hamburger

konnte ich noch nie verstehen, wie man da wohnen kann.

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