Forum: Panorama
Zwangsevakuierte Esso-Häuser: "Ein Teil von mir ist weg"
DPA

Mitten in der Nacht mussten die Bewohner der maroden Esso-Häuser in Hamburg raus aus ihren Wohnungen, benachbarte Bars und Clubs wurden geschlossen. Ein Filetstück von St. Pauli ist jetzt Sperrgebiet, und im Raum steht ein Vorwurf: Ließ der Eigentümer die Wohnblöcke absichtlich vergammeln?

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capote 17.12.2013, 14:49
60. Keine Ahnung....

Zitat von Jonny_C
...vor allem kein Stahlbeton wenn am Zement gespart wurde, und die "Esso-Häuser" haben nunmal ein Stahlbeton-Gerippe. Viel zu sanieren ist da nicht, wenn der Beton bröckelt und der verbaute Stahl rostet, dann kann man nur abreissen. Ich habe in Hamburg .....
....ist den Foristen hier gemeinsam!
Ich habe mal vor x-Jahren gelesen (ich glaube der Anlass war die "schwangere Auster") dass es nördlich einer Ost-West-Linie, die etwa durch Hannover geht, keinen Kies gibt, aus dem sich dauerhafter Beton bauen lässt! Ich weiss nicht mehr, was es war, aber ein Gemengebestandteil löst sich auf und lässt Wasser an die Armierungseisen, die dann durchrosten und dann fällt alles zusammen.

Typisch bei den Esso-Häusern, die Balkone (die dem Regen ausgesetzt sind) sind "absturzgefährdet" und die Tiefgarage, die in der Kühle sich mit Kondenswasser im Luftfeuchten Hamburg versorgt sind als Erstes dran. Nun ist es soweit, die Armierungseisen sind auch in den Häusern durchgerostet.
Ob man vor zwanzig oder 30 Jahren den Beton irgendwie hätte "Wasserfest" machen können mit Dampfsperren und Imprägnierungen, kann ich nicht beurteilen, ganz sicher nicht in bewohntem Zustand, ausserdem ist der Zeitpunkt lange vorbei!

An der Lombardsbrücke muss nun ja auch was passieren un d da war es kein Geldgieriger Vermieter, der alles hat vergammeln lassen. Warum baut man wichtige Sachen wie Brücken an Hauptverkehrsstrassen nicht mit Rostgehemmten Stählen, dann kann "so was" nicht passieren, egal ob nass oder trocken?

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Stefan_G 17.12.2013, 15:20
61. Wie wahr ...

Zitat von capote
Keine Ahnung....ist den Foristen hier gemeinsam! Ich habe mal vor x-Jahren gelesen (ich glaube der Anlass war die "schwangere Auster") dass es nördlich einer Ost-West-Linie, die etwa durch Hannover geht, keinen Kies gibt, aus dem sich dauerhafter Beton bauen lässt! Ich weiss nicht mehr, was es war, aber ein Gemengebestandteil löst sich auf und lässt Wasser an die Armierungseisen, die dann durchrosten und dann fällt alles zusammen.
... das mit der Ahnung.
Ich gehe davon aus, dass nicht nur in Süddeutschland Kies aus Baggerseen ausgebaggert wurde und wird. Wär schon seltsam wenn sich dieses Gemengebestandteil erst im Beton, nicht aber schon im See auflösen würde.
Nebenbei gibt es auch in Norddeutschland Stahlbetonbauten, die nach etlichen Jahrzehnten noch nicht eingestürzt sind...

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capote 17.12.2013, 15:33
62. Beton

Zitat von Stefan_G
... das mit der Ahnung. Ich gehe davon aus, dass nicht nur in Süddeutschland Kies aus Baggerseen ausgebaggert wurde und wird. Wär schon seltsam wenn sich dieses Gemengebestandteil erst im Beton, nicht aber schon im See auflösen würde. Nebenbei gibt es auch in Norddeutschland Stahlbetonbauten, die nach etlichen Jahrzehnten noch nicht eingestürzt sind...
Wie beschrieben, es ist zu lange her, an die Einzelheiten erinnere ich mich nicht mehr. Vielleicht ist "auflösen" der falsche Ausdruck und es ist ein poröser Gemengebestandteil, der die Feutigkeit weitergibt.

Es müssen eben mehrere Sachen zusammenkommen, der Beton und Feuchtigkeit. Gut beheizt und trocken von beiden Seiten mag das gut gehen, die Bunker aus dem zweiten Weltkrieg sind vermutlich auch nicht lebenswichtig auf Ihre Armierungseisen angewiesen, um nicht von alleine einzustürzen.

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Direwolf 17.12.2013, 15:56
63. Also wenn die tragenden Struktur hinüber ist

Zitat von Newspeak
Was heißt denn "im Raum stehen"? Muß man denn heutzutage alles relativieren, wo die.....
Dann spricht das meiner Ansicht nach nicht für ein Problem der letzten Jahre. In Anbetracht des Baujahres deutet viel mehr auf aus heutiger Sicht minderwertige Materialien und lasche Baunormen hin.

Völlig bekloppt scheint mir aber die geplante Demonstartion für den Erhalt der Häuser zu sein. Wenn die Struktur kaputt ist, ist sie kaputt. Physik steht schliesslich nicht in dem Ruf sich politischen Wünschen zu beugen

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jasper366 17.12.2013, 16:51
64.

Zitat von Stefan_G
... das mit der Ahnung. Ich gehe davon aus, dass nicht nur in Süddeutschland Kies aus Baggerseen ausgebaggert wurde und wird. Wär schon seltsam wenn sich dieses Gemengebestandteil erst im Beton, nicht aber schon im See auflösen würde. Nebenbei gibt es auch in Norddeutschland Stahlbetonbauten, die nach etlichen Jahrzehnten noch nicht eingestürzt sind...
Nein, der Forist hat Recht. Da war erst kürzlich ein Baugutachter im fernsehen der eine Brücke beurteilen mußte und genau das anführte. Er sagte das es Kiessorten gibt die definitiv nicht für beton geeignet seine, mit der Zeit gibt es chemische Reaktionen die den Beton bröseln lassen.

Wird 'Betonkrebs' genannt.

Er sagte das Problem wäre ganz einfach zu vermeiden, Kies aus Gegenden importieren wo die chemische zusammensetzung etwas anders ist, zudem scheint auch die Korngröße ausschlaggebend zu sein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Alkali-...A4ure-Reaktion

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tylerdurdenvolland 18.12.2013, 01:50
65. Verstehe...

Zitat von Traffical
die waren vergammelt (die Häuser) der Abriss war beim neuen Investor doch klar.
Die Investoren, die ja prinzipiell nur an die Sorgen der Mieter denken und nicht and kurzfristige Profitmaximierung, die wollten ihre Investition nur aus Menschenferundlichkeit noch etliche Jahre rumstehen lassen, damit die Inflation die Neubau-Kosten noch ein wenig in Höhe treiben kann?

Sie scheinen alle anderern für dumm zu halten?

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paralipse 18.12.2013, 23:26
66.

Bei den ganzen Diskussionen um Gentrifizierung stellt sich mir eine Frage: seit wann gibt es denn ein Recht auf wohnen in der City? Am besten noch in bester Lage?
Wenn es in der Stadt zu teuer ist, zieht man dahin wo man die Mieten bezahlen kann. That's life.

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