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Zwangsräumung in Köln: "Ich kam mir vor wie ein Terrorist!"
DPA

Kalle Gerigk wehrte sich wie er konnte, doch letztlich musste er raus aus seiner Wohnung: Zwangsräumung. Die Zahl der Unterstützer und ihre Solidarität aber sorgten für einen denkwürdigen Tag in Köln.

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d.s.1999 16.04.2014, 19:26
1.

Zitat von sysop
Kalle Gerigk wehrte sich wie er konnte, doch letztlich musste er raus aus seiner Wohnung: Zwangsräumung. Die Zahl der Unterstützer und ihre Solidarität aber sorgten für einen denkwürdigen Tag in Köln.
Schön, das es noch Solidarität gibt,
leider zu wenig, wir verkommen zur
"ich" Gesellschaft.

Das schadet letztendlich der
gesamten Gesellschaft.

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wolfi55 16.04.2014, 19:38
2. Beobachten, was mit der Wohnung nun geschieht

Wenn der Vermieter nicht nachweislich einzieht, dann sollte man in Richtung Prozessbetrug gehen.

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robert.lechl 16.04.2014, 19:57
3. Miet Problem

Das eigentlich Problem ist, das in Deutschland viel zu viele Menschen in Mietwohnungen leben. Dadurch wird der Markt zum idealen Anlegermarkt in Europa.

Der Staat hätte schon längst mit Krediten und Förderungen dagegen vorgehen müssen. Das eigentlich Problem, die Altersarmut, wird dadurch noch gefördert, das heute kaum ein Angestellter sich je sich eine Eigentumswohnung erarbeiten kann.

Aber Umverteilungsdebatten sind ziemlich out in der Politik.

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sinasina 16.04.2014, 20:29
4. In Deutschland Stoff für viel politisch selbst gestrickte Dramen

Ein Mensch hat sich eine Eigentumswohnung in Köln gekauft (Verzicht auf Urlaub, Konsum eingeschränkt, Kredite laufen noch) und muss aus beruflichen Gründen nach Hamburg ziehen. Da er dort die nächsten Jahre leben wird, möchte er möglich kostenneutral ein Wohnung als neue Bleibe kaufen.
Eigentlich alles kein so großes Problem, in Deutschland Stoff für viel politisch selbst gestrickte Dramen.

Da Mieter praktisch unkündbar sind und selbst Eigenbedarf jahrelange Prozesse nach sich ziehen kann, kann der Wohnungseigentümer eine vermietete Wohnung nur mit ganz erheblicher Wertverlust verkaufen. Diesen Wertverlust muss er beim Kauf der neuen Wohnung in Hamburg ganz allein auffangen, keine Solidargemeinschaft, die Transparente für ihn aufhängt.

Ein potentieller Wohnungskäufer wiederum kann eine vermietete Wohnung praktisch nicht kaufen, selbst wenn er sie nicht gleich selbst bewohnen will, sondern meinetwegen erst in 2 Jahren, denn dann hat er die Prozesse am Hals.

Was dabei heraus kommt, können wir alle sehen.

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TOST 16.04.2014, 20:46
5. optional

In dem Fall wurde vor Gericht Recht gesprochen und Herr Gerigk hat verloren. Hätte man noch naives Vertrauen in den "Rechtsstaat" könnte man es damit auf sich beruhen lassen. Doch wenn gesprochenes "Recht" und Gerechtigkeit so krass divergieren, ist doch einige Sorge angebracht. Schließlich verliert solches "Recht", das eigentlich für jeden klar erkennbar Unrecht ist, jede Legitimation. Wer kann Gesetzestreue einfordern, wenn die Gesetze offensichtlich falsch und unrecht sind und eine Gruppe einseitig bevorteilen? Dieses sogenannte "Recht" führt dazu, daß unsere Gesellschaft immer mehr zerfällt in jene, die haben, auch "Recht", und solche die eben nichts haben außer "Unrecht". Im konkreten Fall hat nicht Herr Gerigk unrecht, die Gesetze, die dazu führen daß er raus muß sind schlicht falsch. Leider sorgt die mit Knüppeln bewaffnete Staatsmacht, repräsentiert von Polizisten, die keine Fragen stellen, dafür, daß man diese "Gesetze" nicht einfach ignorieren kann. Man kann nur Herrn Gerigk und allen Unterstützern weiterhin Mut und alles Gute wünschen. Fraglich ist, wie lange diese Entwicklung noch weitergehen kann, bevor es knallt, und zwar so richtig.

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ohne_benutzername 16.04.2014, 20:53
6. Tja

wenn die Sachlage wirklich so ist, wie hier dargestellt, dann ist es schon sehr bezeichnend für unsere Gesellschaft, das diesem "Eigenbedarf" stattgegeben wurde.
Es ist sehr sehr fraglich ob die Eigentümer in so einem Umfeld überhaupt gut leben können, geschweige den Kinder aufziehen können. Aber gerade das könnte man dann vor Gericht (weil die dann wieder schnell ausziehen) wieder als Argument missbrauchen - den wer Eigenbedarf anmeldet, muss auch mehrere Jahre darin wohnen (sonst kann der ehemalige Mieter Schadensersatz usw. fordern + Strafverfahren vom Staatsanwalt, wegen Rechtsmitelmisbrauch).

Aber es wird schon immer mehr sichtbar, das wir keinen echten Rechtsstaat mehr haben, sondern nur noch einen Staat für die Reichen, in dem die Armen das zu tun haben, was die Reichen wollen. Andere Meinungen werden dann auch mal ganz gerne als Terrorismus abgetan .....

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luna87 16.04.2014, 20:57
7. Solche Aktionen...

... könnten vielleicht endlich mal die Stadträte und die Politik wachrütteln. Auch München bräuchte solch eine Bewegung, "Kalles" gibt es hier genug...

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hammer666 16.04.2014, 21:01
8. Solidarität ist ja schön, aber

wenn man damit gegen Gesetze verstößt,ist es irgendwann auch zu viel des Guten. Wer gegen die Vollstreckung eines rechtskräftigen Urteils mit Gewalt, auch passiver, vorgeht, muss mit den Konsequenzen leben.
Es ist schon schlimm genug, dass man als Vermieter inzwischen durch das Mietrecht schon fast enteignet wird. Wer einmal seine Wohnung vermietet hat, hat heute fast keine Chance mehr, diese ohne den Klageweg für den eigenen Bedarf, und zu dem zählt auch das verkaufen einer dann unvermieteten Wohnung, zu nutzen. und hat man einmal den Fehler gemacht, eine Warmmiete zu vereinbaren, ist man angeschmiert, da man die miete gar nicht so sehr anheben kann, wie die Enegiepreise steigen. Aber die Vermieter sind ja eh immer die Bösen.

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jautaealis 16.04.2014, 21:14
9. Und wieder ein Fall, ...

... wo sich die Polizei wissentlich gegen die Interessen der Bevölkerung und letztendlich sogar auf die Seite massiver Rechtsbrecher wie diejenige des Vermieters stellt! Eigentlich benötigen wir diese Behörde nicht – zumal, wenn sie wie hier selber Straftaten inform von Körperverletzungen begeht...

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