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Zwischenfall bei Sicherheitskontrolle: Sprengstoffverdacht legt Münchner Flughafen-Te

Flüge wurden gestrichen, tausend Passagiere saßen fest: Weil beim Laptop eines Passagiers die Sicherheitskontrollen positiv auf Sprengstoff anschlugen, wurden Teile des Münchner Flughafens München stundenlang gesperrt. Am Abend gab die Bundespolizei Entwarnung.

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Frau Wutz 20.01.2010, 21:09
1. Kann das sein?

Der Mann ist MIT dem Laptop verschwunden, obwohl er nochmals kontrolliert werden sollte? Eventuell sogar ins Flugzeug gestiegen?

Und da war niemand, der ihn hätte aufhalten können?

Das wäre allerdings skandalös. Da brauchen wir auch keine Körperscanner, wenn man so einfach spurlos verduften kann.

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Bayerr 20.01.2010, 21:15
2. Komme nur ich mir verXrscht vor ?

Da erfährt man dann so nebenbei, dass die Geräte nicht nur auf Sprengstoff, sondern z.B. auch auf Parfums reagieren. Und dann ist der Verdächtige auch nicht geflüchtet, sondern nur zügig zu seinem Flug gegangen, und das corpus delicti, seinen Laptop, hat er auch mitgenommen. Stellt sich mir die Frage, wie schnell denn diese ominösen Sicherheitsgeräte reagieren ?
Aber was will man mehr erwarten von einem Sicherheitssystem, welches die persönlichen Freiheiten immer mehr einschränkt aber den Ausführenden, nämlich dem Personal an den Flughäfen, teilweise nur 5,70 Euro/Stunde zahlt.

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fucus-wakame 20.01.2010, 21:17
3. wie peinlich ist denn das?

Moment mal, da schlägt die Kontrolle an (Positiver Sprengstoffverdacht) und der potentielle Täter kann einfach so weitergehen?

Sind wir hier in München oder in Münchhausen?

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brunnersohn 20.01.2010, 21:29
5. ganz schön sorglos

Zitat von fucus-wakame
Moment mal, da schlägt die Kontrolle an (Positiver Sprengstoffverdacht) und der potentielle Täter kann einfach so weitergehen? Sind wir hier in München oder in Münchhausen?
hoffen wir , dass es kein Terrorist mit Sprengstoff war...

aber seltsam ist das schon: erst Alarm, dann heist es "vermutlich wollte der Geschäftsmann nur seinen Flug kriegen.."
so einfach erklärt sich die Welt, und das in Bayern.

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Newspeak 20.01.2010, 21:35
6. ...

Zitat von Bayerr
Da erfährt man dann so nebenbei, dass die Geräte nicht nur auf Sprengstoff, sondern z.B. auch auf Parfums reagieren.
Tja, es soll halt Duftstoffe mit Nitrogruppen im Molekülgerüst geben. Vermutlich ist das dann der positive Nachweis weil sehr viele konventionelle Sprengstoffe ebenfalls Nitrogruppen enthalten. Im übrigen gäbe es schon heute technische Möglichkeiten z.B. über einen Gaschromatographen alle möglichen Sprengstoffe zu detektieren...dazu müsste man aber diese teure und in den Händen von Laien fehleranfällige Technik kaufen und einsetzen wollen. Nacktscanner sind da natürlich idiotensicherer, wenn auch ansonsten wesentlich besser auszutricksen. Käme noch der Sprengstoffhund als Alternative in Frage...aber die sind, so habe ich neulich gehört, ja nach zehn Minuten Arbeit schon so fertig mit ihrem Riechorgan, das man die Passagiere nicht routinemäßig prüfen kann, außer man macht aus allen Flughäfen Hundezuchtanlagen.

Am Ende zählt nur eins...schön viel Panik verbreiten, damit man weiter Grundrechte einschränken kann. Da ist ja gerade die bayrische Polizei ganz vorne mit dabei.

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thomasmickeleit 20.01.2010, 21:39
7. Wenn der Geschäftsmann kein Geschäftsmann gewesen wäre...

Ich versuche die persönliche Betroffenheit zu verbergen. 90 Minuten vergeudete Zeit im Flugzeug am Finger plus Transfers und schließliche Rückfahrt in die Stadt sind super ärgerlich. Aber für die Sicherheit macht man es gern. Allerdings erwarte ich, dass für einen kumulierten Millionenschaden auch professionelle Handhabung in der Sicherheitskontrolle Standard ist. Nachdem, was man liest, wirds einem da ganz anders. Ein Passagier, der als Sicherheitsrisiko identifiziert wird, entfernt sich samt verdächtigem Gegenstand unbehelligt und verschwindet. Ich bin erschüttert. Was wäre, wenn der Geschäftsmann wirklich einer aus Bin Ladens Truppe gewesen wäre?

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Bala Clava 20.01.2010, 21:41
8. Bayerischer Innenminister sollte zurücktreten

Wir brauchen keine "Nackt"-Scanner, sondern Wachleute mit einem dreistelligen IQ. Wenn die noch nicht einmal einen "sich schnellen Schrittes entfernenden" Passagier aufhalten können, was wäre denn, wenn da wirklich mal ein zu allem entschlossener Terrorist aufkreuzen würde? Oder gleich drei? Die sind ja noch dämlicher als diese Supercops, die beim Verhaften der Sauerland-Bombenbastler über ihre eigenen Hosenbeine stolpern. Und bei normalen Passagieren wird jede im Handgepäck mitgeführte Tablette gezählt.

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frigenium 20.01.2010, 21:48
9. +++

Zitat von sysop
Flüge wurden gestrichen, tausend Passagiere saßen fest: Weil beim Laptop eines Passagiers die Sicherheitskontrollen positiv auf Sprengstoff anschlugen, wurden Teile des Münchner Flughafens München stundenlang gesperrt. Am Abend gab die Bundespolizei Entwarnung.
Wichtig ist doch eigentlich nur, dass nun bewiesen ist wie zuverlässig die Sensoren funktionieren. Dieses schien wohl dem Management bisher unmöglich, sodass im Interesse des Maximalprofits die zweite Kontrolle unbesetzt bleiben konnte. Ein Terrorist, der mit Sprengstoff ein Flugzeug besteigen möchte, hat wenns bimmelt wenigstens die Gewissheit im Lampenfieber seines Paradiesfluges nötige Credenzien nicht vergessen zu haben.

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