Forum: Panorama
Zwischenfall bei Sicherheitskontrolle: Sprengstoffverdacht legt Münchner Flughafen-Te

Flüge wurden gestrichen, tausend Passagiere saßen fest: Weil beim Laptop eines Passagiers die Sicherheitskontrollen positiv auf Sprengstoff anschlugen, wurden Teile des Münchner Flughafens München stundenlang gesperrt. Am Abend gab die Bundespolizei Entwarnung.

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Lottofreak 20.01.2010, 23:07
20. Also das klingt fast eher spanisch

als bayrisch-
oder versucht man AMY-like ganz plump den Bürgern Angst und Panik einzujagen ?
Wenn es sich wirklich so zugetragen haben soll dann
wäre es eine totaler Offenbarung der absoluten Hilflosigkeit einen Mann flüchten zu lassen bei
Bombenalarm während
zig - wieviele Beamte zusehen -? unglaublich -
ein Flughafen ist ja nun kein Kinderspielplatz.....und genug Wachpersonal vorhanden -
standen die alle unter Schock ?
ich denke hier hat es sich um einen abgesprochenen Test gehandelt und gleichzeitig
hat man daraus eine bayr.Panikwurst dazu gedreht - die vielleicht von so einem kleinem Herrn
ausm Schwabenland oder gar aus Franken kommt-
anders ist es nicht vorstellbar - bzw. wäre sowas
mehr als blamabel - dann würde ich lieber ins Ausland fahren um einen längeren Flug anzutreten

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larsmach 20.01.2010, 23:08
21. Ist mir auch schon passiert...

Ja: Der Laptop wurde mir zunächst zurück gegeben d.h. er kam wie üblich per Band angefahren und bereits von mir entgegen genommen. Ich wurde dann während des gemächlichen Einpackens meines mobilen Rechenzentrums höflich gebeten, einer Angestellten zu einer technischen Untersuchung zu folgen.

Man kann sich durchaus vorstellen, wie jemand in Hektik sein Gerät greift und davon stürmt. Vielleicht sollten bei der Handgepäckkontrolle geprüfte Gepäckstücke den Passagieren erst aufgehändigt werden, nachdem durch den Operator die Freigabe erfolgt - kleine organisatorische Maßnahme (z.B. simple Abschirmung des Transportbandes hinter dem Untersuchungsgerät durch Glasscheiben wie es das auf einigen Flughäfen gibt)...

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mörk 20.01.2010, 23:26
22. ...

Zitat von sysop
Flüge wurden gestrichen, tausend Passagiere saßen fest: Weil beim Laptop eines Passagiers die Sicherheitskontrollen positiv auf Sprengstoff anschlugen, wurden Teile des Münchner Flughafens München stundenlang gesperrt. Am Abend gab die Bundespolizei Entwarnung.
Wine wundervolle Geschichte - das Einzige, was besorgniserregend ist, ist, dass SPON lediglich berichtet und nicht ansatzweise kritisch hinterfragt.

Zum einen schürt man weiter die Panikmache seit dem vermeintlichen vereitelten Detroit-Anschlagsversuch.

Interessant ist aber was anderes: Dass die Geräte angeschlagen haben, es den Sicherheitskräften aber offenbar nicht möglich war, den Mann, der nichtmal "Flüchtete", sondern bloß schnell seinen Flieger zu erreichen versuchte, zu stoppen, noch den Flieger vom Start abzuhalten - denn dass manb ihn trotz Überwachungsvideo nicht fand bedeutet: Er ist geflogen. Das deutet auf gnadenlosen Dilletantismus der Sicherheitskräfte hin.

Das aber ist eben die Botschaft, die Politik und Scanner-Lobby mit aller Gewalt unters Volk bringen wollen (so falsch sie auch ist), um Überwachungsmaßnahmen auszuweiten.

Der Terrorismus, den wir kennen, rechtfertigt weder die Totalüberwachung noch die immer weitergehende Einschränkung von Bürgerrechten. Also erzeugt man Panik, damit solche verheerenden Projekte von den Bürgern abgenickt werden.

Wer das für eine Verschwörungstheorie hält: Es ist übliche Praxis. Hat immer funktioniert, und kaum eine Regierung macht ein Geheimnis draus, diese Taktik in der Vergangenheit angewendet zu haben.

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evilklone 20.01.2010, 23:28
23. Optimierungspotential bei der Kontrolle in München

Zitat von parisian
was ich nicht verstehe: Da gibt es ein Laptop mit Sprengstoffverdacht. Dieses wird dem Besitzer zurückgegeben???? Und dann rennt....
Das Problem in München ist, dass die Nachkontrolle auf demselben Band erfolgt, von dem die Passagiere in Empfang nehmen. In Hamburg z.B. erfolgen Nachkontrollen auf separaten Tischen.

Daher ist es egal, ob "unterbezahlte" Sicherheitskräfte (deren Leistung in der Presse derzeit ungerechterweise schlecht geredet wird) oder Beamte.

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CKO 20.01.2010, 23:32
24. Hätte mir auch passieren können - mehrmals

Der Vorfall zeigt nur, wie absurd die Sicherheitskontrollen sind. Wie läuft das denn in der Praxis ab? Als beruflicher Vielflieger hab ich das schon zigmal erlebt:

Die Kontrolle auf Sprengstoff erfolgt nach dem Röntgengerät und dem Metalldetektor. Während man sich schon wieder anzieht, wischt einer der Sicherheitsleute über den Laptop und BITTET einen, noch solange dazubleiben, bis das Ergebnis feststeht. Danach verschwindet er mit der Probe, aber ohne den Laptop in ein Hinterzimmer. Selbstverständlich warte ich da nicht - ich will schließlich meinen Flieger bekommen - sondern packe meine Sachen und gehe zum Abfluggate. Nachdem ich beim ersten Mal geschlagene zehn Minuten gewartet hatt, warte ich seitdem nie mehr und das machen - so weit ich es beobachten kann - alle anderen Geschäftsreisenden genau so. Wenn dann der Detektor wie in München mal anschlägt, ist der Reisende mit dem Laptop SELBSTVERSTÄNDLICH schon lange in seinem Flieger.

Wenn Sie das verhindern wollten, müssten Sie die Reisenden unter Aufsicht tatsächlich so lange festhalten, bis das Ergebnis der Probe da ist. Aber den Proteststurm von Leuten, die deswegen Ihren Flieger verpassen, möchte ich lieber nicht erleben.

Alles in allem: Es reicht, Leute. In keinem Bus wird kontrolliert, in keinem ICE und in keinem Fußballstadion. Wieso ausgerechnet beim Fliegen? Und ausgerechnet jede noch so harmlose Oma oder Geschäftsreisender? Hört auf mit dem Unsinn, haltet die Augen offen und kontrolliert GENAU, was Euch verdächtig vorkommt. Dürfte letztlich effektiver sein.

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mörk 20.01.2010, 23:33
25. ...

Zitat von thomasmickeleit
Ich versuche die persönliche Betroffenheit zu verbergen. 90 Minuten vergeudete Zeit im Flugzeug am Finger plus Transfers und schließliche Rückfahrt in die Stadt sind super ärgerlich. Aber für die....
Erschüttert? Auf eine derart plumpe und durchschaubare Inszenierung fallen Sie rein? Der Gedankengang, den Sie gerade vollzogen haben, mit dem anschließenden Ruf nach mehr Überwachung, ist doch Sinn solcher Theateraufführungen.

Jahrelang ist es ruhig, und rein zufällig als man die seit fast 20 Jahren geplanten Scanner endlich durchdrücken will häufen sich Zwischenfälle an Flughäfen.

Kinder, lasst euch doch nicht versch****rn

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magicmirror10 20.01.2010, 23:39
26. Doch, so läuft das immer.

Zitat von arkor
Lach, das ist nicht nur skandalös. Es ist schlicht unglaubhaft. [...] den Laptop hat der Schlingel auch gleich noch mitgenommen.....autsch...Kann es sein, dass wir verarscht werden sollen?
So gehts normalerweise: Man muss die Elektronik, soweit sie im Röntgenscanner nicht hinreichend durchleuchtet werden kann, auspacken oder aufklappen. Dann wird ein Wattebäuschen entlanggeführt, und nur mit dem geht der/die Sicherheitsmensch dann zu seinem Prüfgerät - ohne das zu prüfende Werkstück. Das Prüfgerät ist meist ein paar Meter entfernt, und der Sicherheitsmitarbeiter dreht sich meist weg vom Passagier. Wenn man nun weggeht, *bevor* das Ergebnis feststeht (das dauert ein paar Sekunden), dann helfen auch die martialischen MP-tragenden Bundespolizisten nichts, die neuerdings oft in der Gegend herumstehen.

In den USA wird man bei solchen Zusatzkontrollen wie ein Taliban mit Ebola behandelt. Man darf nichts mehr von seinem Handgepäck anfassen, muss sich auf eine markierte Stelle stellen, ruhig ertragen, wenn der Sicherheitsbeamte schikanös alle Einzelteile im Handgepäck durchwühlt ...

Also mir ist doch lieber, in einem zivilisierten Land zu leben. Die Sicherheit wächst mit jeder Schikane nur minimal. Wohin wollen wir eigentlich? Sollen demnächst alle Passagiere vor dem Abflug nackt in Einzelzellen untersucht werden? Rechtfertigt das Risiko die Paranoia?

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qvex22 20.01.2010, 23:47
27. ·

Zitat von thomasmickeleit
Was wäre, wenn der Geschäftsmann wirklich einer aus Bin Ladens Truppe gewesen wäre?
Dass es sich um einen Geschäftsmann handelt, ist eine bloße Vermutung, für die ich keine Grundlage sehe. Der Mann wurde nicht identifiziert. Wie der Sprecher der Bundespolizei sagen kann "Es habe sich zu keinem Zeitpunkt tatsächlich ein Objekt mit Sprengstoff auf dem Flughafengelände befunden" erschließt sich mir auch nicht, denn der Laptop wurde nach dem Alarm nicht weiter untersucht.

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Zoroaster 20.01.2010, 23:48
28. Auch ankommende Fluggäste wurden überprüft

Bin vor 3 Stunden aus Dubai in München angekommen und bereits am Flugzeugausgang gab es eine Passkontrolle, welche durch gereizte Polizisten durchgeführt worden ist.
Ich versteh das eigentlich nicht. Ankommende Flieger zu überprüfen ist doch im Grunde genommen unlogisch, oder nicht...?

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threadneedle 21.01.2010, 00:04
29. verständlich

Das einer den ganzen Sicherheitsregentanz nicht ernst nimmt- wer wollte es ihm verübeln? Kein denkender Mensch kann doch die Sicherheitskontrollen passieren ohne sein Gehirn vorher auf Durchzug zu stellen. Man geht also hin, packt sein Zeug aus, irgendwas piept und fiept immer, dann packt man es wieder ein und geht seiner Wege. Ach, da war noch was? Kümmert Euch halt beim nächstsenmal drum, ich hab zu tun!

Wie gesagt, den Mann kann ich verstehen! Ärgerlich das als nächstes Katastrophenalarm ausgelöst wird und tausende zu spät kommen, das will ja nun niemand.

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