Forum: Panorama
Zwischenfall bei Sicherheitskontrolle: Sprengstoffverdacht legt Münchner Flughafen-Te

Flüge wurden gestrichen, tausend Passagiere saßen fest: Weil beim Laptop eines Passagiers die Sicherheitskontrollen positiv auf Sprengstoff anschlugen, wurden Teile des Münchner Flughafens München stundenlang gesperrt. Am Abend gab die Bundespolizei Entwarnung.

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hman2 21.01.2010, 10:20
60. Schengen

[QUOTE=yanasa;4872506Und wäre es nicht sinnvoll, auch innerhalb der Schengen-Länder die Paßkontrollen wieder einzuführen? Das alleine erschwert doch schon unseren uns übelwollenden Mitbürgern das Leben und Planen von Attentaten.[/QUOTE]

Erstens ist die _Abschaffung_ der Passkontrolle doch der ganze Inhalt des Schengener Abkommens, zweitens verstehe ich nicht inwiefern eine Passkontrolle Attentate verhindern soll? Die Attentäter vom 11.9. reisten mit echten Passdokumenten unter ihren richtigen Namen und kamen daher natürlich problemlos durch die Passkontrollen...

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hman2 21.01.2010, 10:29
61. Proben

Zitat von Müller Karl
Geräte, qualifiziertes Personal und Unterhalt solcher Technik gibts nicht geschenkt!
Ich wüsste eigentlich überhaupt kein Labor der Welt, das 100.000 Proben (oder mehr!) an einem einzigen Tag bewältigen würde. Und es gibt ja auch noch größere Flughäfen als München...
Was _mich_ an der ganzen Diskussion aufregt ist die Panikmache "was wäre wenn das ein Terrorist gewesen wäre".

Warum stellt keiner die Frage "was wäre wenn das ein Bahnhof gewesen wäre"?
Dann hätte man noch nicht einmal gemerkt dass jemand _möglichweise_ Sprengstoff dabei hat. Weil man da nämlich _grundsätzlich_ _gar nicht_ kontrolliert. Und in so einen ICE sitzen mehr Menschen als in einem Flieger.

Und _niemanden_ stört es dass es da NULL Security gibt?

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spiegel-hai 21.01.2010, 10:48
62. Prioritäten

Zitat von sysop
Flüge wurden gestrichen, tausend Passagiere saßen fest: Weil beim Laptop eines Passagiers die Sicherheitskontrollen positiv auf Sprengstoff anschlugen, wurden Teile des Münchner Flughafens München stundenlang gesperrt. Am Abend gab die Bundespolizei Entwarnung.
also wenn man sieht, wie diese Leute an den Sicherheitskontrollen "arbeiten", wundert einen überhaupt nichts mehr. Lange Schlange an der Security aber nur ein Schalter geöffnet. Ein bis zwei kontrollieren, die anderen Fünf stehen resp sitzen gemütlich herum und unterhalten sich.
Darum vermutlich hat es auch zehn Minuten gebraucht, bis die Bundespolizeiinformiert wurde, denn es mußte vermutlich erst die Terminfindung für die nächste Skatrunde abgeschlossen werden - es gibt eben Prioritäten...

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Müller Karl 21.01.2010, 11:40
63. Laborkapazität

@ hman2

So ein Labor wirds auch nie geben.....nur schadet es nicht zu erwähnen, dass es brauchbare Technik gibt.

Denn es steht ja zu erwarten, das die Hysteriker in Politik und veröffentlichter Meinung nun gleich wieder nach dem THz-Scanner schreien werden....
Möglicherweise war der "eilige Geschäftsmann" ja nur ein Mitarbeiter von Herrn Misere der sich nach dem Schießtraining nicht die Finger gewaschen hat...

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hman2 21.01.2010, 12:36
64. Ja

Zitat von Müller Karl
@ hman2 So ein Labor wirds auch nie geben.....nur schadet es nicht zu erwähnen, dass es brauchbare Technik gibt.
Dann sind wir ja einer Meinung.

Zitat von
Denn es steht ja zu erwarten, das die Hysteriker in Politik und veröffentlichter Meinung nun gleich wieder nach dem THz-Scanner schreien werden....
Das befürchte ich leider auch. Und ich bin immer noch der Meinung dass es keine bessere Security gibt als die durch motivierte und aufmerksame Mitarbeiter. Unterbezahlte Leute sind aber ziemlich selten "motiviert".

Und vor allem meine ich es muss die Kirche im Dorf gelassen werden. Auf der einen Seite soll Airportsecurity in völlig unrealistische Höhen getrieben werden, auf der anderen Seite regt sich kein einziger darüber auf, dass auf Bahnhöfen NULL Security ist, obwohl man da viel mehr Leute in den Tod reißen kann.

Allein die Tatsache dass nicht andauernd Bahnhöfe, Konsumtempel oder Fußgängerzonen in die Luft fliegen, _obwohl_ sie alle völlig (!) ungeschützt sind, beweist ja wohl dass es gar nicht so viele Terroristen gibt wie die Politik immer behauptet.

Die wollen nur eins: Dem Bürger vorlügen "wir haben ja was gemacht" um das dann gleich noch als Deckmäntelchen für eine weitere Subvention der Industrie zu benutzen...

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einszweidrei 21.01.2010, 12:40
65. Was offiziell passierte

Ein Mann legt seinen Laptop auf das Laufband des Scanners (und keine anderen Sachen? Keine Uhr? Keine Geldbörse? Kein Handy?).
Der Scanner schlägt Sprengstoff-Alarm.
Der Mann nimmt umgehend seinen Laptop an sich und verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Alle umstehenden Sicherheitsleute schauen tatenlos zu.

10 Minuten später ist dann die Bundespolizei da, die 20 Meter vom Scanner entfernt steht.
Was hat das mit "Sicherheit" zu tun?

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Friedrich Hattendorf 21.01.2010, 13:00
66. Schilbürgerstreich

Zitat von Peter Adenauer
Münchhausen ist wohl angebrachter. Andererseits ist dies die Haupstadt der Bajuvaren - und die sind sowieso ein etwas eigenartiges Völkchen!
oder doch Schilda?

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Bernd.Brincken 21.01.2010, 13:29
67. Völlige Überreaktion

Zitat von sysop
Flüge wurden gestrichen, tausend Passagiere saßen fest: Weil beim Laptop eines Passagiers die Sicherheitskontrollen positiv auf Sprengstoff anschlugen, wurden Teile des Münchner Flughafens München stundenlang gesperrt.
Peinlicher Fall für die Flughafen-Sicherheit - da ist offenbar der Drang, sich dadurch wichtig zu machen, dass man sich anderen in den Weg stellt, der kleinste gemeinsame Nenner der Sicherheits-Organisation.

Der Fall zeigt doch sehr schön, dass das Hauptproblem bei dem Terrorismus-Komplex nicht die paar verwirrten Gestalten sind, die wirklich einen Anschlag planen, sondern die Unfähigkeit der mit Sicherheit beauftragten, angemessen gelassen mit der - objektiv lächerlich geringen - Bedrohung umzugehen.
Aber wenn schon ein Innenminister Schäuble lieber den Bürgern Angst machte als sie ihnen zu nehmen, muss man sich über eine Flughafen-Organisation auch nicht wundern.

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xjazz 21.01.2010, 13:55
68. ganz so wars nicht

Zitat von einszweidrei
Ein Mann legt seinen Laptop auf das Laufband des Scanners (und keine anderen Sachen? Keine Uhr? Keine Geldbörse? Kein Handy?). Der Scanner schlägt Sprengstoff-Alarm. Der Mann nimmt umgehend seinen Laptop an sich und verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Alle umstehenden Sicherheitsleute schauen tatenlos zu. 10 Minuten später ist dann die Bundespolizei da, die 20 Meter vom Scanner entfernt steht. Was hat das mit "Sicherheit" zu tun?
Die Dame von der Privat-Security lief dem Mann hinterher ohne die Kollegen von der Polizei zu verständigen. Die Polizei bekam gar nichts mit. Wie gesagt, sobald ein Alarm ausgelöst wird, müsste eigentlich bei den "echten" Polizeibeamten die nur wenige Meter entfernt stehen, zumindest ein Signal per Funk ausgelöst werden, so dass ihre Aufmerksamkeit in die richtige Richtung gelenkt wird. Weiß gar nicht was da so schwer wäre - das technisch zu lösen.

Trotz allem war es richtig, den Bereich zu räumen und sämtliche Flieger nochmal zu checken. Denn was hätte man den bayerischen Behörden vorgeworfen, wenn etwas passiert wäre? Genau: "Nachdem der Verdächtige mit seinem Notebook in der Menschenmenge verschwunden war, löste die Security keinen Alarm aus, spätestens hier hätten die Verantwortlichen handeln müssen." - Insofern hat das zumindest geklappt. Das ganze Sicherheitsgedöns ist beruhigend für die Passagiere, aber ein echter Terrorist findet sowieso einen Weg, da muss man sich nichts vormachen...

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georges_danton 21.01.2010, 13:57
69. Ein Problem der Masse

Das Problem ist aus meiner Sicht, dass heute die Fliegerei ein Massenphänomen geworden ist. Wenn nicht heute (fast) jeder meinte, auch ungeachtet der Umwelt- und Sicherheitsprobleme seinen Eimer Sangria auf "Malle" konsumieren zu müssen, seinen Hintern in der Dominikanischen Republik bräunen zu lassen oder seine wichtigen "Bissness"-Termine vor Ort zu erledigen statt via Videokonferenz gäbe es diese ganze Scheinproblematik doch gar nicht.

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