Forum: Panorama
Zwischenfall bei Sicherheitskontrolle: Sprengstoffverdacht legt Münchner Flughafen-Te

Flüge wurden gestrichen, tausend Passagiere saßen fest: Weil beim Laptop eines Passagiers die Sicherheitskontrollen positiv auf Sprengstoff anschlugen, wurden Teile des Münchner Flughafens München stundenlang gesperrt. Am Abend gab die Bundespolizei Entwarnung.

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cheknuf 21.01.2010, 14:06
70. Schriftwechsel

Hatte kürzlich einen Schriftverkehr mit einer Flughafenbehörde, seither kann ich die Kontrollen eh nicht mehr Ernst nehmen. Zitat von Anfrage
(...)Ich habe eine Frage zu den Sicherheitskontrollen am Flughafen ABC: Man darf keine Flüssigkeiten mehr in grossen Behältern mit an Bord nehmen. (Ihre) Kontrollen sind der Reihe nach so aufgebaut: - Check-in -- bis hierher keine Sicherheit - Bordkartenkontrolle -- Reisende sind nun von nicht-Reisenden getrennt, weiterhin kann man aber alles bei sich führen. - Der Reisende befindet sich im Duty-Free Bereich - Erst danach kommt die Sicherheitskontrolle -- Flüssigkeiten jeder Menge aus dem Duty-Free Bereich werden hier in den "Sicherheitstüten" durchgelassen. Nun zu meiner Frage: Was hindert eine entsprechend motivierte Person folgendes zu tun: - Man fliegt von ABC nach XYZ (weil es in der Nähe ist), und kauft im ABC Flughafen Duty-Free 5 Liter Flüssigkeit in undurchsichtigen Flaschen. -- Einziges Ziel soweit ist das Erhalten der Flaschen, so wie sie im Duty-Free verkauft werden. - Man fährt nach Ankunft in XYZ mit dem Zug zurück nach ABC, wo man nun die Flaschen aus dem (ABC) Duty-Free Bereich hat. - Nun füllt man in diese Flaschen was auch immer man möchte. - Alsbald fliegt man erneut ab ABC, die präparierten Flaschen nimmt man mit. - Die Kontrolllogik ergibt, dass man mit den Flaschen problemlos bis in den Duty-Free Bereich gelangen wird. - Man geht nach dem check-in in den Duty-Free Laden, und begeht "umgekehrten Ladendiebstahl": - man zieht die Flaschen aus dem Rucksack und bezahlt sie erneut, nur um sie in eine Sicherheitstüte zu bekommen. Diese sind dann, mit aktuellem Kassenzettel, in einer Sicherheitstüte. - An der Sicherheitskontrolle wird man so nicht aufgehalten... (...)mfG
Zitat von Antwort
Sehr geehrter(...) Besten Dank für Ihr Feedback. Die in Rückmeldungen enthaltenen Informationen dienen uns dazu, unsere Geschäftsfelder kritisch zu analysieren und falls nötig, Verbesserungen einzuleiten. Die Bestimmungen über Flüssigkeiten im Handgepäck (...). Diese Regelung besagt, dass Flüssigkeiten im Handgepäck nur in Behältnissen von nicht grösser als 100 ml transportiert werden dürfen. Ausnahmen bilden Duty free Einkäufe, sofern diese innerhalb der Europäischen Union gekauft und der Kauf am selben Tag getätigt wurde. Zudem müssen die Duty free Einkäufe den Vorschriften gemäss verpackt sein und die Quittung muss vorgezeigt werden können. Der von Ihnen beschriebene Ablauf ist theoretisch an allen Flughäfen der EU, welche die Sicherheitskontrollen vor dem Abfluggate und nicht schon beim Übertritt in den Transitbereich vornehmen, durchführbar. Für Flüge in die U.S.A. gelten jedoch andere Regelungen für Duty free Einkäufe. Flüssigkeiten dürfen erst nach der Sicherheitskontrolle erworben werden. Bei allen anderen Destinationen sind Duty free Artikel, sofern sie innerhalb der EU oder am Flughafen (ABC) erworben wurden, zum Transport im Handgepäck erlaubt. Am Flughafen (ABC) entsteht zudem eine neue zentrale Sicherheitskontrolle für den Zugang zum Transitbereich des Flughafens. Das bedeutet, dass alle lokal abfliegenden Passagiere zuallererst die Sicherheitskontrolle durchlaufen müssen, bevor sie Zugang zum Transitbereich erhalten. (Dies) wird aber erst in (Zukunft) fertiggestellt sein. Nochmals besten Dank für Ihre Rückmeldung.

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xjazz 21.01.2010, 14:10
71. Na, ja

Zitat von georges_danton
Das Problem ist aus meiner Sicht, dass heute die Fliegerei ein Massenphänomen geworden ist. Wenn nicht heute (fast) jeder meinte, auch ungeachtet der Umwelt- und Sicherheitsprobleme seinen Eimer Sangria auf "Malle" konsumieren zu müssen, seinen Hintern in der Dominikanischen Republik bräunen zu lassen oder seine wichtigen "Bissness"-Termine vor Ort zu erledigen statt via Videokonferenz gäbe es diese ganze Scheinproblematik doch gar nicht.
Entführungen und Anschläge wurden schon von Terroristen eingesetzt, als es sich nur wenige leisten konnten. Ich denke da nur an die 70er Jahre - und auch das brachte eine Menge Aufmerksamkeit.

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Paul Max 21.01.2010, 15:05
72. Wie gesagt

Zitat von threadneedle
Das einer den ganzen Sicherheitsregentanz nicht ernst nimmt- wer wollte es ihm verübeln? Kein denkender Mensch kann doch die Sicherheitskontrollen passieren ohne sein Gehirn vorher auf .....
wie schon gesagt, das einzige was hier abhilfe schafft, ist die bundespolizei zu verklagen, und zwar wegen fahrlässiger störung des flugverkehrs

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Paul Max 21.01.2010, 15:17
73. centauri ?

Zitat von deltacentauri
Nachdem Zeitungen seit den Mohammed-Karikaturen Selbstzensur üben, kritische Bücher über den Islam nicht mehr verlegt werden, Kritiker als Rassisten denunziert und mit Strafmaßnahmen bedroht werden, wie kürzlich Herr Sarrazin, dürfen die Münchner Fluggäste während des Wartens mal darüber nachdenken, ob so ein Vorgang vor 20 Jahren möglich gewesen wäre. Dies ist nur ein weiteres Beispiel, dass wir erkämpfte Freiheiten und letztlich auch einen Teil unserer Zivilisation nach und nach aufgeben. Und die Politik und Justiz schauen weiterhin der Entwicklung zu, rat- und konzeptlos, wie es auch anders nicht zu erwarten war.
centurio, wäre wohl richtiger: genau da sollen solche aktionen hinführen.

aber haben sie schon mal darüber nachgedacht, dass es "unsere sicherheitskräfte" und deren verantwortliche sind, die die demokratischen rechte aushebeln, mit solchen schreiern wie ihnen als background (äh verzeihung) hintergrundchor.
und das ohne diese panik, die einschränkungen deutlich geringer wären (im gegensatz zu unserer sicherheit - die würde dadurch erhöht)

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Paul Max 21.01.2010, 15:23
74. nein nicht feuern

Zitat von Pinarello
Nicht nur der "Verdächtige" ist unauffindbar, auch das ominöse Laptop ist verschwunden, wird ja immer lustiger. Man sollte mal beim Satiremagazin Titanic anfragen und nebenbei die Verantwortlichen "Sicherheitsfachleute" und Bundespolizisten der heutigen Flughafenschicht schlicht und einfach hochkant feuern, dümmer geht es ja wohl nicht mehr.
die zuständigen stellen finanziell dafür verantwortlich machen - sind zwar unsere steuern, aber vielleicht wachen diese typen dann doch noch auf.
ansonsten hilft mal wieder nur noch das bvg, um diesen irrsinn zu beenden, oder (meist bekommen diese typen ja leider doch irgendwas von ihrem irrsinn durchgesetzt) wenigstens einzuschränken, und damit den verlust bürgerlicher freiheiten zu verzögern

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Paul Max 21.01.2010, 15:36
75. noch sinnvoller

Zitat von yanasa
<...Üblich ist, dass dabei nur die Zugangsberechtigung in Form eines Flugtickets samt Ausweis hochgehalten wird, eine intensive Passkontrolle jedoch nicht stattfindet. Daher waren die Identität des Mannes und sein Flugziel am Abend noch unklar....> Gibt es an den Kontrollen keinen.....
noch sinnvoller wäre es drohnen einzusetzen (kann man in den usa oder israel lernen), die dann jeden potentiellen terroristen sofort eliminieren; per rakete oder mit automatischen waffen.
die paar kollateralschäden, wie den falschen erwischt, oder ein paar mehr leute eliminiert, oder das flughafengebäude verwüstet etc. (ihrer phantasie sind keine grenzen gesetzt), sind nichts im vergleich zur so gewonnenen sicherheit.
es sei denn, sie wurden versehentlich oder warum auch immer (vielleicht haben sie sich mit einem terroristisch aussehenden menschen unterhalten) selbst als zielscheibe ausgewählt. pech, aber für meine sicherheit muss ich halt bereit sein, einen kleinen preis (und sei es mein leben)zu zahlen.

alternativ (oder als ergänzende massnahme) könnte man natürlich auch das flugzeug in dem sich die betreffende person befindet vom himmel holen.
nun war es ja hier so, dass man nicht wußte in welchem flugzeug sich der sprengstoffbesitzer befindet; also alles vom himmel holen, was in frage kommt.

nur so werden wir den internationalen terrorismus endgültig besiegen.

wer übrigens die ermordung von menschen per drohne (also ohne gerichtsverfahren, ohne verteidigungsmöglichkeit und vor allem ohne anklage) nicht für terrorismus hält, sollte sich mal nach seinem rechtsempfinden fragen lassen.

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exHotelmanager 21.01.2010, 15:50
76. Einfache Lösung

Zitat von Frau Wutz
Der Mann ist MIT dem Laptop verschwunden, obwohl er nochmals kontrolliert werden sollte? Und da war niemand, der ihn hätte aufhalten können?
Richtig - da brauchen wir einfach eine kleine Abschlussschleuse nach der Sicherheitskontrolle. Polizei steht in dem Bereich ohnehin. Dann kann niemand mehr ungesehen in der Weite der Flughafenhalle verschwinden. So einfach kann Sicherheit sein...

Im übrigen scheint mir die Annahme, dass der Mann nicht mitbekommen hat, dass er nochmals kontrolliert werden soll, durchaus glaubhaft. Schliesslich weiss er ja, dass sein Notebook keinen Sprengstoff enthält. Mein Notebook ist schon mehrfach nach dem Ergebnis des "Staubsaugers" zusätzlich geprüft worden, selbstverständlich ohne Fund. Aber nicht immer war mir klar, was die plötzlich sichtlich nervöse und überforderte Sicherheitsperson von mir wollte. Glücklicherweise habe ich es nie so eilig. Besonders loben möchte da die Sicherheits-Mitarbeiter auf dem Flughafen Düsseldorf im Umsteigebereich. Sie verhalten sich vorbildlich, obwohl gerade dort die Arbeit bestimmt keinen Spaß macht, weil viele Duty-Free-Flaschen geopfert werden.

Möglicherweise wird ja auch von dem Staubsauger ein Zufallssignal ausgelöst, um die Personale nicht abstumpfen zu lassen?

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SpieFo 21.01.2010, 16:18
77. Titanic!

Zitat von Pinarello
Nicht nur der "Verdächtige" ist unauffindbar, auch das ominöse Laptop ist verschwunden, wird ja immer lustiger. Man sollte mal beim Satiremagazin Titanic anfragen und nebenbei die Verantwortlichen "Sicherheitsfachleute" und Bundespolizisten der heutigen Flughafenschicht schlicht und einfach hochkant feuern, dümmer geht es ja wohl nicht mehr.
ich wollte geade hier an dieser Stelle der TITANIC-Redaktion
zu diesem gelungenen Streich gratulieren;
bin gespannt auf das nächste Heft.

Aber im Ernst:
Das ist doch Verarsche hoch Drei!
Wollen uns die "verantwortlichen" Herrschaften wirklich weismachen, daß
- jemand sich aus dem Flughafengebäude unbemerkt
verdünnisiern kann, obwohl die Decke allerorts voller
Überwachungskameras hängt?
- es der Sicherheitsdiensten immer noch nicht gelungen ist,
diesen Mann zu identifizieren, aus der Menge der Wenigen,
die innerhalb den nächsten 1-3 Stunden abfliegen wollte?
- alle Kameras zu jedem Zeitpunkt technisch einwandfrei und
in Betrieb waren?
- daß die MP-tragenden Bundespolizisten immer noch einen
wirksamen Schutz darstellen, vow was auch immer?

Oder zeigt uns dieses Beispiel nur, daß
- die Sicherheitsbeauftragten an der Gepäck- und
Personenkontrolle nur inkompetent, ungeschult, oder
schlicht nur überfordert sind, mehr zu tun als
Getränkeflaschen, Parfüm, Zahnpasta etc wegzuwerfen!
- wir Dummlinge zwar Sicherheitsgebühren bezahlen, das Geld
aber in anderen Taschen landet!
- das ganze Kameraüberwachungssystem nichts nützt, wenn
nicht alle Kameras und Aufzeichnungsgeräte in Betrieb sind!
- die MP-bewehrte Bundespolizei nur ein Popanz ist, denn
die werden mit ihrem Kriegsgerät in einer Abflughalle
voller Passagiere ganz bestimmt nicht auf einen
Verdächtigen schiessen!

Da wird wieder ein Vorfall aufgeblasen, der nur wieder in
einer Vertuschungsarie endet, genauso wie der Kundus-Zwischenfall.

Bis jetzt ist keine Fahndungsfoto veröffentlicht!
Bis jetzt ist keine fehlender/verdächtiger Passagier bekannt!
Der Staat macht sich nur mal wieder lächerlich!
Und für sowas zahlen wir Sicherheitsgebühren?

Ich möchte aus Zensurgründen lieber nicht posten,
mit welch einfachen Mitteln sich ein Flughafen lahmlegen lässt,
nachdem nun klar ist, daß selbst Spuren von
Sprengstoff(Anhaftungen an einem Laptop) soch gewaltige Folgen haben können.

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Tommi16 21.01.2010, 16:44
78. Verdiener

Zitat von Paul Max
wie schon gesagt, das einzige was hier abhilfe schafft, ist die bundespolizei zu verklagen, und zwar wegen fahrlässiger störung des flugverkehrs
Die sollten erstmal genau kontrollieren, was mit dem Geld passiert, das sie den privaten Wachfirmen bezahlt.
Nach meinen Informationen erhalten diese pro Mann und Stunde 40 Euro. Wenn man liest was die privaten Wachleute verdienen, sind wohl erstmal die Privaten dran.

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hman2 21.01.2010, 16:49
79. Bp

Zitat von Paul Max
wie schon gesagt, das einzige was hier abhilfe schafft, ist die bundespolizei zu verklagen, und zwar wegen fahrlässiger störung des flugverkehrs
Wie schon gesagt, die Security wird von Privatfirmen und nicht von der Bundespolizei gemacht.

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