Forum: Politik
+++ Der Morgen live +++: Bauern fordern eine Milliarde Euro Hilfe
DPA

Landwirte rechnen mit bis zu 70 Prozent Ernteausfällen in diesem Jahr durch Hitze und Dürre. Ohne Hilfe vom Staat, sagen sie, können sie das nicht verkraften. Die Live-News.

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elshi 30.07.2018, 08:12
20. Was mich stört, ist die Behauptung seitens der Bauernschaft,

der Verbraucher wäre nicht willens, mehr für die landwirtschaftlichen Produkte zu bezahlen. Aber bitte liebe Bauern, das tut der Verbraucher doch schon seit Jahrzehnten über die Subventionen!!!! Dieser elendige Kreislauf sollte endlich mal unterbrochen werden. Ich zahl doch nicht beim Einkauf UND bei den Subventionen. Mal ehrlich: das Wetter und so. Es ist - nachweislich der Jammerei der letzten Jahre - entweder zu nass, zu trocken, zu kalt oder zu heiß. Wenn ich mir aber die alljährlich größer werdenden und erneuerten Landmaschinen anschaue, frage ich mich, wie sind die dann finanzierbar?

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hj.binder@t-online.de 30.07.2018, 08:16
21. Es gibt keine größeren Schmarotzer

als den "Bauern-"Verband. So geschwind eine Milliarde ist ja nichts. Übrigens die 5 Hauptamtlichen Figuren des Verbandes erhalten (privat) EU-Subventionen von je etwa 300.000 Euro pro Jahr.
Mal sehen, was sie sich noch einfallen lassen um leistungsfrei an Steuergeld zu kommen. Wohlgemerkt, es handelt sich um die aggresive Minderheit die sehr tatkräftig die Lebensbas der Menschen in diesem Land mindest schädigt. (Wasser, Pflanzengifte etc) Auf einen Schadesnausgleich kommt keiner.

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tinnytim 30.07.2018, 08:22
22. Unternehmerisches Risiko?

Eine Dürre ist zwar ärgerlich für die Bauern, aber es wird für die allerwenigsten existenzbedrohend sein. Tatsächlich wird vollkommen ignoriert, dass beim Getreide dieses Jahr keine Trocknungskosten anffallen und etwa der Weizen von guter Qualität ist. Das kompensiert zwar keine 30% Erntemenge, aber 10% bestimmt.

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skr72 30.07.2018, 08:28
23. Klimawandel mit verursacht

Ich möchte hier darauf hinweisen, dass gerade die Landwirtschaft auf CO2 Einsparungen einen Dreck gibt. Obwohl sie genau so wie der Verkehr oder die Energiewirtschaft für große Teile des Klimawandels verantwortlich ist, will sie für ihre eigenen Folgen auch noch Geld?

Ja geht's noch? Das ist das Gleiche, als wenn sich Dobrindt über die schlechte Luft in den Städten beklagt.

Geld sollte es m.M. nach nur geben, wenn auch die Landwirtschaft endlich ihre Klimaziele einhält, alles andere ist doch Schwachsinn..

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mundi 30.07.2018, 08:30
24. Win win

Zitat von hersp58
Dass die Landwirtschaft dieses Jahr stöhnt, ist nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar ist, wenn jetzt schon nach Milliardenhilfen gerufen wird. Die Landwirte sind nun mal auch Unternehmer mit einem wirtschaftlichen Risiko, wenn es mal nicht gut läuft. Was sollen denn alle anderen Unternehmer im Lande sagen, wenn Verluste drohen? Nicht alle können nach dem Staat rufen und verlangen, dass dieser einspringt. Da hat sich so mancher auch schlicht verkalkuliert und besser mit der Anschaffung neuer Maschinen gewartet.
Künftig werden die Bauern, wie in südlichen Ländern üblich, auch für Bewässerungsanlagen sorgen müssen.
Das mit Nitrat verseuchte Grundwasser hätte dann gleichzeitig auch eine Düngerfunktion. Eine Win Win Situation

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victoreidelstedt 30.07.2018, 08:34
25. Wann verstehen wir

Wann verstehen wir, dass mit dauernder Subventionierung der Landwirtschaft nichts gewonnen werden kann?
Überall in der Gesellschaft wurde Strukturwandel und fehlerhafte Betriebsplanung und Mengensteuerung mit nachfolgender Verdrengung ganzer Marktsegmente nicht mit Geld belohnt. Das war schon beim Milchmann so und beim kleinen Einzelhandel.
Gewinnstabilisierung durch Subventionsforderung ist keine Lösung.

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MisterD 30.07.2018, 08:37
26. Man wird schwerlich dagegen argumentieren können...

denn eine Milliarde EUR hat die Finanzkrise in ihrer Hochblüte pro Tag gekostet, nicht pro Jahr... klar, Bauern tragen ein Risiko, Banken hingegen auch. Das Problem ist: Wenn Banken systemrelevant sind, sind es Bauern dann nicht? Was passiert denn, wenn 50% der Kleinbetriebe in die Pleite gehen? Es gibt ja schon bei gut laufenden Höfen kaum noch Nachfolger, die diesen Job weitermachen wollen... den Bauern jetzt zu sagen: Nö unternehmerisches Risiko, und nächste Woche dem DAX-Konzern Kurzarbeit zu subventionieren, das passt auch nicht zusammen...

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hexagon7467 30.07.2018, 08:39
27.

Zitat von stoffi
Unser Staat gibt Unsummen als Hilfe für Fremde aus. Nun brauchen mal die eigenen Bürger Hilfe. Warum fluchst es da nicht so rasch? Hier dreht die Bürokratie den Cent drei mal um und diskutiert, wann was gezahlt werden kann. Die Bauern brauchen jetzt Hilfe und nicht erst dann, wenn ihr Lebenswerk bereits vernichtet ist und etliche Tiere sterben mussten
Bauern bekommen schon Unsummen an Subventionen und gehören zu den grössten Umweltverschmutzern.
Diese ewige Rumgeheule nervt extrem.
Seit nun die Allgemeinheit für die Kosten, die aus erhöhter Nitratbelastung entsehen , bezahlen soll, schlägt meine Wut tatsächlich in Hass um.
Warum wird in deisem Fall vom Verursacherprinzip abgewichen?
Warum soll die Allgemeinheit dass unternehmerische Risiko der Bauern abfedern?
Der Eisdielen Besitzer kann ja bei einem verregneten Sommer auch nicht nach Staatshilfen rufen. Und der bekommt keine Subventionen aus Steuergeldern........

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fisschfreund 30.07.2018, 08:41
28.

Nennt man sowas nicht unternehmerisches Risiko? Aber Bauern sind ja immer die ersten, die nach Subventionen krähen wenn es mal nicht so gut läuft.

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Kleinunternehmer 30.07.2018, 08:43
29.

Zitat von hexagon7467
Wenn es Rekordernten gibt,, kommt der Bauernverband ja auch nicht und zahlt Geld zurück . Eine Schlechtwetterperiode gehört nun mal zum unternehmerischen Risiko eines Bauern .
So sieht es aus.

Mir als Unternehmer greift auch niemand unter die Arme.

Und wenn in kühlen Sommern die Gäste in den Biergärten ausbleiben, ruft auch kein Gastwirt nach dem Staat.

Jeder halbwegs vernünftige Unternehmer bildet entsprechende Rücklagen genau für solche Zeiten. Und wenn ich weiss, das ich vom Wetter abhänge, dann erst Recht.

Aber das bestätigt eher, was ich hier im ländlichen Raum sehe: die deutschen Bauern sind zum Großteil einfach unglaublich schlechte Unternehmer.

Ist ja auch klar, wenn man Jahrzehnte gepampert wird.

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