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+++ Der Morgen live +++: Bosch gibt Forschung an neuen Autobatterien auf
DPA

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch verabschiedet sich aus dem Rennen um die Antriebstechnologie der Zukunft. Die Forschung an neuen Batterietypen ist den Stuttgartern zu riskant. Die Live-News.

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micha670 01.03.2018, 07:24
1. Antriebstechnik der Zukunft?

Die Batterie ist nicht die Antriebstechnik der Zukunft und das E-Auto ist es auch nicht! Bosch hat das erkannt und richtig reagiert. Die Batterietechnologie wird nie ein gesundes Verhältnis von Kapazität, Gewicht, Platzbedarf und Robustheit bringen, wie man es für die Mobilität der Zukunft braucht. Und es ist wie früher bei der Atomenergie, keiner macht sich Gedanken, wie die chemische Batterien, vollgestopft mit Schwermetall und Co entsorgt bzw. recycled werden sollen, schon gar nicht in großem Stil
Wasserstoff ist die Antriebsquelle der Zukunft. Toyota steigt hier (mal wieder als Pionier, ganz groß ein. Das macht Sinn, Batterien nicht.

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MtSchiara 01.03.2018, 07:25
2. Antriebstechnologie der Zukunft

Zitat von Artikel
Der weltgrößte Autozulieferer Bosch verabschiedet sich aus dem Rennen um die Antriebstechnogie der Zukunft
Im letzten Spiegel gab es einen Artikel um den Vertrauensschwund der Mittelschicht in die Medien. Dieser Satz vom Spiegel zeigt exemplarisch einen der Gründe für diesen Vertrauensschwund: "Antriebstechnologie der Zukunft" ist ein Reklamebegriff. Mit solchen Formulierungen machen Firmen Werbung für ihre Produkte. Aber warum baut der Spiegel in einen seiner Artikel eine derartige Werbung für eine Technologie ein?

Seit Heisenberg ist bewiesen: Zukunft ist unsicher. Welche Antriebstechnologien in der Zukunft dominieren werden, wird erst die Zukunft zeigen. Hier gilt, daß das Bessere der Feind des Guten ist. Sollte eine bessere Alternative erfunden werden (was nicht vorhersehbar ist), dann ist die ursprüngliche Technologie tot. Und außerem stellt sich die Frage, was der Spiegel an Batterien besser findet als an Brennstoffzellen oder synthetischen Treibstoffen. Warum macht er da Reklame? Wird er dafür bezahlt? Oder sind Batterien gerade hipp und in Mode?

Der Spiegel sollte zu seinen Wurzeln zurückkehren. Unter Rudolf Augstein war seine Sprache sachlicher, distanzierter, informativer und schlicht besser.

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PremiumB 01.03.2018, 08:01
3. Das verstehe ich

Deutschland ist ein Land der Mutlosen und der ausgeprägten Technikfeindlichkeit. Leistungsträger werden auch beargwöhnt und auch in den Schulen wird Leistung nicht mehr abverlangt, eher wird über Leistungsdruck gejammert. Alle machen mittlerweile Abitur und studieren. Nee, sind wir schlau geworden:-)

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rkinfo 01.03.2018, 08:10
4. Die Autofirmen kaufen auf dem Weltmarkt ...

Daimler baut schon ein Werk für E-Autos in China, also werden bald chinesische Akkus in Stuttgart zur Montage eintreffen. Andere Autofimen verfahren ähnlich und lassen ggf. sogar im EU-Inland montieren.

Das Erstausrüster-Geschäft ist also tot und die Ersatzakkus sind spezifisch je Fahrzeug zugeschnitten, dass kein Markt an Privatkunden verfügbar wird. Allerdings ist noch offen, wer einmal ein 4-Jahre alten Leasingrückläufer E-Auto kaufen würde. Daher ist wahrschenlich das ganze E-Auto weitgehend tot ;-)

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MartinS. 01.03.2018, 08:29
5. ...

Zitat von micha670
Die Batterie ist nicht die Antriebstechnik der Zukunft und das E-Auto ist es auch nicht! Bosch hat das erkannt und richtig reagiert. Die Batterietechnologie wird nie ein gesundes Verhältnis von Kapazität, Gewicht, Platzbedarf und Robustheit bringen, wie man es für die Mobilität der Zukunft braucht. Und es ist wie früher bei der Atomenergie, keiner macht sich .....
Da haben sie aber einen anderen Eindruck als Bosch.
Bosch scheut die immensen Investitionskosten, die notwendig wären, um ernsthaft mitmischen zu können.
Auf Seiten von Bosch wird dies auch nicht deshalb als Hochrisiko-Investition eingeschätzt, weil sie die Batterie nicht als zukunftsträchtige Technologie sehen... sondern schlichtweg, weil die asiatische Konkurrenz zu stark ist.

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nic 01.03.2018, 08:36
6.

Zitat von PremiumB
Deutschland ist ein Land der Mutlosen und der ausgeprägten Technikfeindlichkeit. Leistungsträger werden auch beargwöhnt und auch in den Schulen wird Leistung nicht mehr abverlangt, eher wird über Leistungsdruck gejammert. Alle machen mittlerweile Abitur und studieren. Nee, sind wir schlau geworden:-)
Ja, Technikfeindlichkeit kann manchmal positiv sein.

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MartinS. 01.03.2018, 08:37
7. ...

Zitat von rkinfo
Daimler baut schon ein Werk für E-Autos in China, also werden bald chinesische Akkus in Stuttgart zur Montage eintreffen. Andere Autofimen verfahren ..,.....
Daimler MUSS in China E-Autos bauen.... um die mit konventionellen Antrieben verkaufen zu dürfen (die in China besonders gut laufen).

Das hat allerdings überhaupt nichts mit der Bosch-Geschichte zu tun. Da geht es gar nicht um den Bau von Batterien, sondern "nur" um Batterien-FORSCHUNG. Wer auch immer hier einen Durchbruch leistet, kann ganz schnell die bestehenden Erstausrüster-Strukturen entweder komplett durcheinander wirbeln, oder allein mit Nutzungsrechten ein Vermögen verdienen.
Nur stehen da halt laut Bosch mal eben 20 Milliarden als Investment nur für Forschung davor.... und Forschung ist halt nicht so, dass man eine Erfolgsgarantie hat. Da kann man Milliarden investieren, und kommt trotzdem zu keinem Durchbruch. Oder die Konkurrenz ist schneller und hat sich schon Schutzrechte gesichert....

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burlei 01.03.2018, 08:46
8. @micha670, #1

Zitat von micha670
Die Batterie ist nicht die Antriebstechnik der Zukunft und das E-Auto ist es auch nicht! Bosch hat das erkannt und richtig reagiert. Die Batterietechnologie wird nie ein gesundes Verhältnis von Kapazität, Gewicht, Platzbedarf und Robustheit.....
Sein wir doch ehrlich. Wir Deutschen sind so was von Stockkonservativ, wir verteufeln alles, was uns in unserer Biedermeiersicht stört sofort. E-Autos? Brauchen wir nicht, taugen nichts, sie oder die Stromerzeugung sind gefährlich und außerdem wo gibts denn sowas? *Empörung, Entrüstung*

Wasserstoff, natürlich. Hier liegen Toyota (von Ihnen erwähnt) und Hyundai ganz weit vorn. (Daimler ist bei diesem Thema vor allem als Subventionskassierer aufgefallen.) Und der Deutsche? Eine Reisschüssel? Nicht mit mir! Kommen mir nicht ins Haus. Und außerdem Wasserstoffauto ist ja sowas wie die Wasserstoffbombe. Sind gefährlich und außerdem wo gibts denn sowas? *Empörung, Entrüstung* Typisch Deutsch eben.

Trotzdem hat der Verbrennungsmotor in Deutschland noch eine Zukunft. Im Museum. Dazu müsste der Deutsche nur mal rein gehen, aber wo gibts denn sowas? *Empörung, Entrüstung*

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Nesselzelle 01.03.2018, 08:49
9.

Mich hätte der Artikel über Bosch wie die Überschrift mich klicken lies schon interessiert. Dann müsste ich aber auch den ganzen anderen Quatsch filtern. Diese Liveticker, morningticker, absoluter Blödsinn. Da werden wohl so viele Halbstories durcheinandergehechselt, dass man gar nicht schnell genug auf „bring mich aus dieser kafkaesken Wortschlange wieder raus“ drücken kann. Der morgen liveticker , ein FORmat für das unwichtige viel Zeit zu investieren. Warum die Titel der Artikel nicht im Sourcecode der Seite verstecken? Und die Artikel kann man dann lesen wenn man MAD World ins Mikrofon stimmt oder dem Computer Liebe beibringt?!

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