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+++ Der Morgen live +++: Bosch gibt Forschung an neuen Autobatterien auf
DPA

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch verabschiedet sich aus dem Rennen um die Antriebstechnologie der Zukunft. Die Forschung an neuen Batterietypen ist den Stuttgartern zu riskant. Die Live-News.

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c.PAF 01.03.2018, 08:50
10.

Bosch hat richtig entschieden! Der E-Antrieb ist bestenfalls eine Übergangslösung, aber nicht die Lösung für die Zukunft.

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Alter Falter 01.03.2018, 08:57
11.

Ha, warum auch an neuen Batterien forschen, wenn sich mit Schummelsoftware mehr verdienen lässt...

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bwk 01.03.2018, 08:59
12. Das E-Auto

Dem E-Auto gehört die Zukunft, allerdings ein E-Auto ohne Batterie aber mit Brennstoffzelle als Energieträger. Es wird noch ein paar Jahre bis zur Massenfertigung brauchen. Nicht die Medien entwickeln die neuen Techniken, sondern immer noch die Ingenieure. Bosch hat recht!

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transatco 01.03.2018, 09:00
13. Ich sehe einen ganz anderen Grund für diesen Schritt!

Ich bin selbst Unternehmer (klein) und das Risiko, dass man hier in Deutschland viel Geld und Kraft in Innovationen investiert, dann aber andere (Länder aber auch Großunternehmen) aufgrund geringerer Löhne oder Steuern den Rahm abschöpfen ist einfach immens!
Jedem bei Bosch ist klar, dass man mit deren Gehältern und unseren Standortfaktoren niemals im großen Stil gegen jetzt Chinesische und in 10 Jahren indische Produktionen anstinken kann! Denn die Massenproduktion braucht im Gegensatz zur Forschung rel. geringes Know-How.

Und komme man mir nicht mit "Schutzrechten"! Derjenige soll ruhig mal versuchen einen Rechtsstreit gegen z.B. Apple zu gewinnen!
Und warum sollte Bosch seinem späteren Konkurrenten auch noch das Forschungsknowhow zuarbeiten?
Beim Computer war es so, bei der CD war es so, bei der Photovoltaik-Technik war es so... warum sollte's bei Batterien anders sein!?
Folge dieser Tatsache ist leider, dass Deutschland bereits mitten drin ist seine Technologieführerschaft zu verlieren!
Der Erfinder ist leider viel zu oft der Dumme!!!
Der Maschinenbau ist übrigens nur deshalb eine Ausnahme, weil er davon profitiert, dass Andere mit eben diesen Maschinen unsere Massenproduktion übernehmen können!

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spon_1980133 01.03.2018, 09:08
14. Wie wahr!

Zitat von MtSchiara
Der Spiegel sollte zu seinen Wurzeln zurückkehren. Unter Rudolf Augstein war seine Sprache sachlicher, distanzierter, informativer und schlicht besser.
Diesem Wunsch wie auch der Feststellung, kann ich als Spieler-Leser seit 1972 uneingeschränkt zustimmen

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Leser161 01.03.2018, 09:28
15. Oh!

Auch wenn Elektroautos im Moment noch nicht so das Gelbe vom Ei sind. - ihre Probleme könnten ja eben durch bessere Batterien gelöst werden und sie damit zum Verkaufsschlager machen.

Da ich bei EMobilität langfristig viel Potenzial sehe macht es mir ein bisschen Angst, dass Experten da kein Potenzial mehr sehen.

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tylaris 01.03.2018, 09:32
16.

Zitat von MartinS.
[...] Das hat allerdings überhaupt nichts mit der Bosch-Geschichte zu tun. Da geht es gar nicht um den Bau von Batterien, sondern "nur" um Batterien-FORSCHUNG. Wer auch immer hier einen Durchbruch leistet, kann ganz schnell die bestehenden Erstausrüster-Strukturen entweder komplett durcheinander wirbeln, oder allein mit Nutzungsrechten ein Vermögen verdienen. Nur stehen da halt laut Bosch mal eben 20 Milliarden als Investment nur für Forschung davor.... und Forschung ist halt nicht so, dass man eine Erfolgsgarantie hat. Da kann man Milliarden investieren, und kommt trotzdem zu keinem Durchbruch. Oder die Konkurrenz ist schneller und hat sich schon Schutzrechte gesichert....
Nein es geht nicht um die Forschung. Bosch wird hier weiterhin Kompetenz aufbauen und auch komplette Batterien und die zugehörigen Systeme entwickeln und verkaufen.
Bosch steigt aber aus der Fertigung der einzelnen Batterie-/Akkuzellen an sich aus und wird diese zukaufen. Die Wertschöpfung bei der Produktion ist zu gering und der Anteil der Rohstoffkosten sehr hoch. Hier haben asiatische Produzenten einen klaren Vorteil, dank niedriger Produktionskosten und die Kontrolle über die Rohstofflieferanten. Für Bosch wäre die Gewinnmarge zu gering und daher wäre es fraglich ob und wenn wann der Invest wieder ausgeglichen wäre.

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bimberle84 01.03.2018, 09:38
17.

Zitat von MtSchiara
Im letzten Spiegel gab es einen Artikel um den Vertrauensschwund der Mittelschicht in die Medien. Dieser Satz vom Spiegel zeigt exemplarisch einen der Gründe für diesen Vertrauensschwund: "Antriebstechnologie der Zukunft" ist ein Reklamebegriff. Mit solchen Formulierungen machen Firmen Werbung für ihre Produkte. Aber warum baut der Spiegel in einen seiner .....
Ich muss sagen, ich muss Ihnen voll zustimmen. Unabhängig davon, ob man nun ein eher positives oder negatives Gesamtbild von Elektromobilität besitzt ist diese Aussage eine klare Wertung, welche eine Lösung präferiert ohne dies näher begründen zu können. Es ist schlicht eine Alternative unter vielen. Und Angesichts der vielen noch zu lösenden Probleme ist es unseriös eine abschließende Wertung dazu abzugeben. Der Journalismus ändert sich. Insbesondere der Online-Journalismus vollführt sich dabei vom Niveau her permanent eine Abwärtsspirale. Die Gründe sind bekannt. Der Leser will es laut, bunt und polarisierend. Jeder Klick zählt. Ich hoffe und denke es gibt irgendwann trotzdem wieder ein Trend zur Sächlichkeit. Ich denke viele Menschen wünschen sich das. Industrie und Medien bedienen nur die Gier des Menschen nach seinen niedrigsten Bedürfnissen. Das ist Kapitalismus in Reinkultur. Wir sind wie nach Süßigkeiten schreiende Kinder and der Supermarktkasse und unsere Eltern packen solange den Wagen voll bis wir Ruhe geben. Der Weg des geringsten Widerstands.

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shechinah 01.03.2018, 09:39
18. Typisch Deutsch

Bosch hat eine rein unternehmerische Entscheidung getroffen, die nix mit Technik sondern alles mit Geld zu tun hat, sprich: "Bei der Batterieforschung werden wir draufzahlen, deshalb hören wir jetzt damit auf noch mehr Geld zu verbrennen". Und schon kommt der Deutsche, und faselt in typisch deutscher Manier von "Technikfeindlichkeit".

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Joerg grimm 01.03.2018, 10:10
19.

Zitat von micha670
Die Batterie ist nicht die Antriebstechnik der Zukunft und das E-Auto ist es auch nicht! Bosch hat das erkannt und richtig reagiert. Die Batterietechnologie wird nie ein gesundes Verhältnis von Kapazität, Gewicht, Platzbedarf und Robustheit bringen, wie man es für die Mobilität der Zukunft braucht. Und es ist wie früher bei der Atomenergie, keiner macht sich .....
Wasserstoff ist nur ein Energiespeicher. Wasserstoff speichern ist ein grosses Problem. Wasserstoff an sich ist hochexplosiv. Egal ob Batterien oder Wasserstoff... Deutschland wird nicht mehr vorn dabei sein, das hier ist der Anfang vom Abstieg.

So wie die Briten sich ohne not von der Fuehrungsposition im Bankensektor absaegen, kastrieeren die Deutschen gerade Ihre Autoindustrie. Gute Nacht!

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