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+++ Der Morgen live +++: Experten beklagen zunehmende Aggressivität im Straßenverkehr
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Es ist der ewige Kampf zwischen Dränglern und Trödlern - und jeder meint, den anderen belehren zu müssen. Aus Sicht von Experten führt aber nicht nur Besserwisserei zu immer mehr Stress im Straßenverkehr. Die Live-News.

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rurweb 25.01.2018, 08:16
20. Das Autofahren entwickelt sich zum Horrorszenario

Entweder liegt es an meinem Alter dass ich nach 40 Jahren hinterm Steuer nur noch reine Verzweiflung und Angefressenheit empfinde, oder vielleicht liegt es auch an den Verkehrsteilnehmen, deren Fahrweise sich sichtlich in den letzten Jahren gravierend verändert hat?
Viele Autofahrer haben sich zu Schleichern entwickelt oft auch ausgelöst durch zu hohe Bußgelder, regelrechte Verfolgung von Autofahrern durch Polizei und Ordnungsamt und immer mehr Blitzanlagen, die von Jahr zu Jahr immer mehr werden, weil der Geldhunger der Städte und Kommunen einfach nicht zu stillen ist.

Ich selber bin eher ein zügiger Autofahrer, der sich stets dem Verkehrsfluss anpasst und rote Ampeln zügig anfährt um keinen unnötigen Rückstau zu bilden und vor allem nicht meinem Hintermann meine Unfähigkeit, sich ordnungsgemäß einer Ampel zu nähern, aufzuzwingen. Ich benutze niemals die Mittelspur auf Autobahnen als Sicherheits-, und Entspannungszone mit aktiviertem Tempomat, sondern passe mich dem gesamten Verkehrsfluss an, egal auf welcher Spur ich mich gerade befinde.

Was immer häufiger zu beobachten ist warum diese Rückstaus entstehen, liegt häufig daran, dass viele Autofahrer während der Fahrt ihre Messenger checken und dadurch viel zu lange Lücken zum Vordermann lassen, und/oder nur darauf warten, dass vor ihnen die Ampel endlich auf Rot schaltet um endlich den Gang rausnehmen zu können und sich dem Smartphone zu widmen.
Und jetzt soll niemand sagen das stimmt nicht, dann empfehle ich demjenigen morgens um 6:00 Uhr die A2 zu fahren, ganz besonders 20 km vor dem Autobahnkreuz Kaiserberg, dort finden sie jeden 15 Autofahrer an, der sein Handy checkt und dadurch seinen ganz privaten Stau bildet.

Es ist immer gut, Platz zum Vordermann zu lassen, aber bitte keine 5 Autolängen bei Schritttempo.
Der Rückstau könnte sich um die Hälfte verkürzen, wenn diese Idioten sich auf die Straße konzentrieren würden, als auf ihr verschissenes Handy.

Ich bin der Meinung dass sich die Polizei nicht nur auf die zu Schnellen konzentrieren sollte, sondern auch auf die Verkehrsflussbremsen!!!

So und nun einen schönen Tag.

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Bret 25.01.2018, 08:22
21. Gängelung des Autofahrers?

Das Gegenteil ist hier der Fall: Deutschland heilig Autoland. Das finde ich das Schlimme!

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rosenblum64 25.01.2018, 08:26
22. Muss widersprechen

Meine Erfahrung über die letzten zehn Jahre - und ich weiß, dass dies sehr subjektiv ist - ist die, dass immer weniger gedrängelt und aufgefahren wird. Einzige Ausnahmen: Bayern und Baden-Württemberg. Hier fährt man noch wie in den 70ern. Lichthupe, auffahren, schreien, Fäuste ballen - durch die Bank Geschäftsleute, die zeitgleich an ihrem Handy spielen und Herztabletten einschmeißen.
Ansonsten empfinde ich die deutschen Autofahrer als gesitteter als vor fünf oder zehn Jahren. Trotzdem ist die Lösung natürlich seit Jahren auf dem Tisch. Tempolimit, Sprit verteuern, Ende der Dieselsubvention, Ende der Dienstwagenregelung, drastische Strafen für Verkehrsdelikte, öffentlichen Verkehr ausbauen.
Das Auto hat Deutschland vielleicht irgendwann zu hohem Ansehen und Reichtum verholfen; inzwischen ist der Umgang damit ein Zeichen dafür wie rückständig unsere Gesellschaft ist.

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asimo 25.01.2018, 08:37
23.

Zitat von fatherted98
Dazu muss man sagen, dass sich die Polizei (wenn nicht im Einsatz) auch nicht an die Regeln hält (soviel zum Thema Vorbild).
Oh, und es ist nicht unbedingt ratsam die Polizei darauf anzusprechen. Habe ich neulich als Radfahrer in einer 30er-Zone gemacht. Als ich die Polzisten darauf an der nächsten rotem Ampel ansprach, waren diese mäßig darüber amüsiert und zweifelten erstmal meine Geschwindigkeitsangabe an. Ob das denn auch geeicht sei und so... Ein Fahrradtacho ist da aber ziemlich genau - und wenn ich 30 fahre und die Polizei überholt mich mit deuticher Geschwindigkeit, dann war das bei denen wohl kaum 30...

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Alfons Emsig 25.01.2018, 08:39
24. Rechthaberei allerorten

Es gibt tatsächlich Menschen, die mit knapp 40km/h durch die Stadt juckeln, wo 50 erlaubt sind. Das ist nervig, aber niemals - wirklich niemals - bringt der- oder diejenige andere dadurch in Gefahr. Gefährlich wird es immer erst dann, wenn andere Verkehrsteilnehmer glauben, dadurch zum Überholen an ungeeigneter Stelle gezwungen oder genötigt zu werden. Der Vorwurf der Nötigung mag rein formal zwar unter sehr seltenen Umständen zutreffen, ist aber nur Rechthaberei, mit der diese Leute sich selbst belügen, um anderen Menschen die Schuld an ihrem täglichen, eigenverursachten Frust zu geben. Ich selbst fahre gern zügig, aber wenn vor mir ein Mittelspurschleicher unterwegs ist, bleibe ich eben hinter ihm, bis die linke Spur frei ist und sich von hinten kein deutlich schnelleres Fahrzeug nähert. Der Zeitverlust ist vernachlässigbar. An alle HB-Männchen am Steuer, pappt euch diesen Merksatz aufs Armaturenbrett: Niemand nötigt mich zum Überholen!

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j.cotton 25.01.2018, 08:51
25. Ganz einache Sache...

Zitat von ronald1952
mehr Polizeipräsenz und drastische Strafen würden die Herrschaften schon eines besseres Belehren! Aber bei der Regierung die wir haben eher ein Wunschtraum, also wird Wildwest das Rennen machen. schönen Tag noch,
ist aber auch einer der Hauptgründe für die zunehmende Aggressivität in fast ALLEN bereichen des täglichen Lebens.
*Zu hohe Bevölkerungsdichte, dazu ist kein Lebewesen "gestrickt"
*Zunehmendes Chaos allenthalben (weltweit) und Verunsicherung.
*Lebewesen / Kulturen, die total unterschiedliche Räume zum Gedeihen bräuchten, auf zu engem Raum.
Könnte so vermutlich jeder (Gesellschafts) Forscher bestätigen.
Aber an den Hebeln der Entscheidung sind diese ja nicht.

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benmartin70 25.01.2018, 08:52
26.

Zitat von StefanXX
Nein so einfach ist es eben nicht. Das Ganze hat mit einem Tempolimit sehr wenig zu tun. Auch mit einem Tempolimit verhindern Sie nicht, dass Leute mit 70 km/h auf der Landstraße dahintuckern wo 100 erlaubt sind und so andere aufhalten und zu gefährlichen Überholmanövern verleiten. Und.....
Aber es spricht auch absolut nichts gegen ein Tempolimit, dass wir ohnehin fast haben.
Ich habe ebenfalls den Eindruck dass man im Ausland wesentlich entspannter unterwegs ist.
Also generell 130 und gut ist.

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grabenkaempfer 25.01.2018, 08:57
27.

Tja, wenn man die Bußgelder erhöhen will, dann aber auch für nicht-Blinker und Co.
Was schon wieder einige mit Tempo-Limit wollen verstehe ich nicht, dort wo es rau zugeht ist meist kein schnelles Fahren möglich weil es zu viele Behinderungen gibt oder weil es eben Leute gibt die träumen, die permanent 70-Fahrer wurden schon angesprochen.
Eine Unsitte ist es auch, auf Bundesstraßen die partiell 2spurig sind links zu bleiben, weil man ja später eh auf der linken Spur weiterfahren will.
Was scheinbar auch grundsätzlich falsch verstanden wird ist der Fakt das der der die Spur wechselt darauf zu achten hat den Verkehr nicht zu gefährden, nicht der der auf der anderen Spur fährt. Solche Autofahrer machen einen dann schon aggressiv.

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tpunkterror 25.01.2018, 08:57
28. Re: 5

Es gilt eben nicht freie Fahrt für freie Bürger. Es herrscht auf den Autobahnen Richtgeschwindigkeit 130. Eine Verringerung des Tempolimits wird nichts ändern, das Problem sind die Menschen.

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paddyman 25.01.2018, 08:59
29. Da geht es schon wieder los ...

... wir Deutschländer sind ein Volk von unbelehrbaren Besserwissern. Das schlägt selbst nach dem Lesen des Artikels in der Leseerbriefschreibergemeinde durch. Setzen, Sechs!

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