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+++ Der Morgen live +++: Experten beklagen zunehmende Aggressivität im Straßenverkehr
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Es ist der ewige Kampf zwischen Dränglern und Trödlern - und jeder meint, den anderen belehren zu müssen. Aus Sicht von Experten führt aber nicht nur Besserwisserei zu immer mehr Stress im Straßenverkehr. Die Live-News.

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Attila2009 25.01.2018, 09:12
30.

Zitat von no__comment
Ein Großteil der "Drängler" dürfte aus rücksichtslos auf die linke Spur wechselnde Trödler resultieren, die meinen nicht blinken zu müssen oder durch Blinken beim Spurwechsel automatisch Vorfahrt zu haben. Wer dann auf der linken Spur keine sofortige Vollbremsung einleitet, unterschreitet meist augenblicklich den Sicherheitsabstand und gilt als Drängler. Das Problem liegt aber ganz woanders.
Das Problem liegt auch darin dass manche meinen die linke Spur gehört ihnen allein.
Mit etwas Rücksichtnahme kann man Gas wegnehmen und eine Lücke lassen dass derjenige der hinter einem LKW aufschließt auch wechseln kann. Aber was ist : "Jetzt komm ich "
Nur Egoisten unterwegs die darauf aus sind auf 100 km noch 30 Sekunden im Ziel gut zu machen.

Tempolimit wäre schon gut weil die Differenz zu den langsamen LKWs einfach zu groß ist. Ich bin aber dafür ein großzügiges Tempolimit zu machen. 120 ist angesicht unserer modernen Autobahnen zu wenig. 150 kann ich mir vorstellen als guten Kompromiß für alle.

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ich2010 25.01.2018, 09:13
31.

Zitat von taste-of-ink
Die zunehmende Agressivität und Rücksichtslosigkeit ist vor allem Ausdruck unseres Zeitgeistes: An erster Stelle steht mittlerweile das "ich". Eine gewisse Rolle spielen dabei sicherlich die Wohlstandspanzer namens "SUV", die ein besonders überlegenes Fahrgefühl vermitteln (sollen). Befördert wird das ganze noch durch erschreckend lasche Bußgelder, geringste .....
hildegard und herbert sind beide im recht.

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cabeza_cuadrada 25.01.2018, 09:13
32. Blockieren ist relativ

Zitat von Niederbayer
Es wäre in der Tat so einfach, wenn sich alle an die Regeln halten. Also nicht die linke Spur blockieren, nach dem überhölen wieder rechts rein und bevor man die Spur wechselt erstmal nachsehen ob überhaupt Platz ist oder ein schnellerer von hinten kommt. Einfach an die Regeln halten, dann sind alle glücklich und zusätzliche Regeln unnötig.
Vielleicht sollte sich mal jeder an seine Jugend erinnern wo er noch nicht mit 200+ PS unterwegs war. Mit einem 50 PS Kleinwagen ist man natürlich in den Augen eines deutlich leistungsstärkerem Fahrzeugs sehr schnell ein Blockierer. Aber Entschuldigung, auch der Fahrer eines Kleinwagens hat das recht mal einen LKW zu überholen der mit knapp 100 km/h unterwegs ist, und nein, es macht keinen Sinn danach sofort wieder auf die rechte Spur zu wechseln wenn in Sichtweite schon wieder der nächste LKW zu sehen ist. Dann wieder runter auf 100 km/h bremsen um dann wenige Sekunden später wieder mühsam zum überholen zu beschleunigen (so man ihn denn rein lässt) macht überhaupt keinen Sinn. Es bricht mir kein Zacken aus der Krone wenn ich da entspannt reagiere und auch dem Kleinwagen gestatte zügig voranzukommen.
Ich bin übrigens meist so mit ca. 160 km/h unterwegs und selbst wenn ich auf der linken Spur einer Wagenkolonne hinterher fahre und den vorgeschriebenen "halben Tacho" einhalte fährt man mir sehr oft aggressiv dicht auf und verwendet ab und an auch noch die Lichthupe. Was wollen diese Typen eigentlich? Zu 90% Audi übrigens. (Da passt der alte Bionade-Spruch:Ich mag Audi, aber ich kann die Typen nicht leiden die Audi fahren)
Nur den Platz in der Kolonne mit mir tauschen? Ich wäre schon für ein Tempolimit auf Autobahnen, auch wenn es damit mich selbst trifft.

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hirnspender 25.01.2018, 09:14
33.

Wenn sich Menschen ganz allgemein mehr für miteinander als gegeneinander interessieren würden, fände der Straßenverkehr entspannt und rücksichtsvoll statt.

Leider ist dem nicht so.

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unpolit 25.01.2018, 09:15
34. Weil

Zitat von Aquifex
Warum sind diese Vergehen eigentlich in den Augen der Raser-Hasser tolerierbar, während schnelles Fahren, was ja ausdrücklich erlaubt ist, offenbar ein Problem ist?
der individuelle Egoismus siegt. Wo ich bin ist oben. Egal was ich tue, es ist richtig. Und alle anderen haben falsch.
Und noch ein Grund: weil nur Geschwindigkeit und Abstand kontrolliert werden. In 5 Jahren braucht es in Autos keinen Blinker mehr, der wir eh nicht genutzt. Der Fahrer weiss, wo er hinwill. Und alle anderen sollen etwas überraschendes erleben.

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lhsmz 25.01.2018, 09:15
35. Hat sich eigentlich jemand....

mal Gedanken darüber gemacht wo diese Fahrweisen und Gepflogenheiten herkommen?
In den Fahrschulen wird nur noch "abgefertigt" und schnell zum nächsten Schüler gegangen. Eine sorgfältige Lehre ist kaum noch möglich. Dazu müsste auch das Fach RÜCKSICHT und ZÜGIGES FAHREN gehören! Oder ?

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johankaiser 25.01.2018, 09:16
36. Das grösste Problem sind Schleicher und Blockierer

Wenn ic hdie Beiträge hier lese so komme ich zum Ergebniss dass die Langsamfahrer als grösstes Problem empfunden werden.

Oder sind es doch die schnellen Fahrer die einfach nicht mit 80-110 km/h 'gemütlich' rollen wollen? In anderen Ländern scheints mit diesen Schleichern keinerlei Probleme zu geben, bei uns mit den theoretisch freien Bürgern, ohne Tempolimit, aber zu wenig freie Autobahn, umso mehr.

Nachts gibt es die Probleme, nach meiner Beobachtung (SUV Firmenwagen-fahrer, allerdings nur 3-Zylinder Motor mit ca 100PS ) nicht, da kann gerast als auch geschlichen werden da genügend freie Autobahn vorhanden, aber tagsüber mit dem Berufsverkehr ist das nicht möglich, zu viele Autos mit zu unterschiedlichen Fahrprofilen.

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Edgard 25.01.2018, 09:18
37. Daß massiv höhere Strafen...

.. eine Verhaltensänderung bewirken kann ich als Grenzgänger jeden Tag erleben - in Frankreich fährt es sich wesentlich entspannter als in Deutschland - sowohl mit dem Auto als auch dem Motorrad.
Aber es ist auch eine Frage der Mentalität - während es in F wesentlich mehr Miteinander gibt, ob im Kreisel oder daß Motorradfahrern das Überholen erleichtert wird - wird in D geblockt und gedrängelt, "Reißverschluß" geht garnicht und bei hohem Verkehrsaufkommen ist Spur-Springen eine beliebte Sportart, und das führt zu Stockungen.
Fakt ist aber auch daß nur eine hohe Kontrolldichte Abhilfe schafft - und ein Entzug der Fahrerlaubnis auf Lebenszeit bei notorisch-aggressiven Fahrern sollte wie auch bei krankheitsbedingt eigentlich Fahruntauglichen sollte konsequenter angewendet werden.
Es gibt ein Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, aber nicht auf eine Fahrerlaubnis.

Alles in Allem ist dieser Bericht für mich ein gutes Argument für die Einführung autonomen Fahrens - wer physisch oder psychisch nicht geeignet ist zum Führen eines Kfz sollte so das Lenkrad aus der Hand genommen werden ohne ihn auf den grottig schlechten ÖPNV schicken zu müssen..

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cabeza_cuadrada 25.01.2018, 09:25
38. unterschiedliche Geschwindigkeiten

Zitat von Aquifex
Selbst wenn Sie ein glühender verfechter von Tempolimits sind müssen Sie zugeben, daß es auf den Strassen viel zu viele Fahrer gibt, die völlig sorglos mit viel zu geringer Geschwindigkeit herumgondeln und nur bis zur eigenen Motorhaube schauen. Es ist groß in Mode, alle, die schneller unterwegs sind als man selbst als Raser und Drängler zu verunglimpfen, weil man sich selbst mit Tempo 100 auf der Mittelspur gefährdet fühlt. Es wäre schon viel gewonnen, wenn man diese Mittelspurschleicherei mal genauso ahnden würde, wie sie in der Strassenverkehrsordnung definiert ist: Als Verkehrsbehindernug. Das gilt auch für das unsäglich Abbremsen auf 80 vor(!) dem Einbiegen in den Verzögerungsstreifen. Der Spurwechsel ohne Blick und am besten noch ohne Blinker wurde ja schon erwähnt. Warum sind diese Vergehen eigentlich in den Augen der Raser-Hasser tolerierbar, während schnelles Fahren, was ja ausdrücklich erlaubt ist, offenbar ein Problem ist? Es hat sich doch mittlerweile rumgesprochen, daß das Hauptproblem gar nicht hohe Geschwindigkeiten sind, sondern (zu) unterschiedliche Geschwindigkeiten. Mit anderen Worten, (zu) langsames Fahren - vor allem auf der falschen Spur - ist genauso gefährlich und abzulehnen wie (zu) schnelles Fahren. Soviel Fairness darf bei dieser Diskussion schon sein.
es ist völlig korrekt was sie beschreiben. Die unterschiedlichen Geschwindigkeiten sind das Problem. Wenn Fahrer A mit 100 km/h unterwegs ist und Fahrer B mit >200 km/h, ist der Ausdruck "er ist plötzlich ausgeschert" ziemlich relativ. Also was tun? Den langsam Fahrenden zwingen schneller zu fahren oder den schnellen Fahrer zwingen langsamer zu fahren. Sicherer wäre das Zweite. Wie entspanntes Autofahren aussehen kann merkt man im europäischem Ausland mit Tempolimits 120/130 km/h. Ich würde es begrüßen, auch wenn ich dadurch gezwungen wäre langsamer als bisher zu fahren. Die Nerven schont es allemal.

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Rubyconacer 25.01.2018, 09:29
39. Blinken=Kommunizieren

Alle daddeln am Handy mit „Freunden“ in Australien, wollen aber sämtliche Fahrmanöver vor den umstehenden vollständig geheim halten und möglichst verbergen. Das ist pervers! Der Blinker ist neben der Lichthupe eine der wenigen Kommunikationsmittel im Straßenverkehr, der einiges beschleunigen und entstressen würde. Beim Abbiegen, Überfahren der Fahrstreifenbegrenzungen, Anhalten am Straßenrand, Losfahren und Einbiegen in Einfahrten ist der Blinker nicht nur zwingend nötig, sondern extrem sinnvoll, weil Stress, Ärger und Aggressions mindernd

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