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+++ Liveblog +++: "FDP, das war von langer Hand vorbereitet"
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Nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen wird die FDP scharf angegangen. Union und Grüne werfen Parteichef Lindner Berechnung vor. Die Entwicklungen im Liveblog.

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schlob 20.11.2017, 09:46
1. vorbereitet-und auch korrekt angekündigt

Gottseidank war das vorbereitet-und auch korrekt angekündigt.

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kayakclc 20.11.2017, 09:54
2. "Von langer Hand vorbereitet?"

Naja, keiner will sich mehr an Lindners Aussagen in der Wahlnacht erinnern: der FDP geht es um Inhalte und nicht um Dienstwagen. Das Debakel 2013 der FDP, das Merkel und die CDU/CSU mit zu verantworten hat, will Lindner auf jeden Fall verhindern, was von Anfang an klar war. Wenn dann ein CSU Unterhändler in einem Radiointerview die FDP angreift, sie hätte sich zurückgezogen, weil "ihre Positionen nicht durchsetzbar waren" dann muss man sich schon fragen, wie blöd die Verhandler von CDU und CSU denn sein müssen, zu glauben, man können die FDP mit Dienstwagen mürbe verhandeln, dass sie steigbüberhalten für Merkel werden. Die CDU und insbesondere die CSU ist durch die Wahl gestutzt worden. Da hätte die Union sich wohl stärker auch von ihren Positionen verabschieden müssen, was nicht erkennbar waren. Die Grünen haben viel angeboten, aber am Ende hat sich Merkel verzockt.

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guka-le. 20.11.2017, 09:57
3. Ich bin ja soooo

froh das die peinliche Nummer endlich vorbei ist!
Ich hätte zwar eher auf die Grünen als auf die FDP getippt aber egal alles ist besser für Dt. als eine Regierung mit FDP und den Grünen zusammen.
Nur weil sich zwei Kranke in ein Bett legen bleiben Sie immer noch Krank.

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burgundy 20.11.2017, 10:03
4.

Ich bin wirklich kein Freund der aktuellen FDP (die sich dieses Label, bedenkt man die Geschichte des Liberalismus in Deutschland, in meinen Augen lediglich anmasst). Aber Lindner hat von Anfang an betont, dass die Regierungsbeteiligung kein Fetisch ist, und damit war die Position der FDP von Anfang an klar. Ihrer Verhandlungsführung war daher ebenso logisch und wenig kompromissbereit. Allerdings blieb sie hart in für Deutschland - aus Sicht der FDP - relevanten Fragen, während ihr Widerpart, die GRÜNEN ein um's andere Mal schlingerten, um nur ja nicht die Regierungsbeteiligung zu gefährden, bis sie zum Schluss an ihrem Paradethema, dem Familiennachzug bei subsidiären Flüchtlingen und Migranten hängen blieben, und dies ist nun ein Thema, das Deutschland wahrscheinlich umkrempeln und verändern aber zumindest nicht positiv voranbringen wird.

Man muss also sagen: Hut ab vor der FDP, was ihre Konsequenz angeht. Andererseits darf man auch sagen: Welch ein Segen, dass sie nicht in die Regierungsverantwortung kommt, denn der Grossteil der Deutschen hätte hier wohl eine bittere soziale Suppe auszulöffeln gehabt. Es wäre daher wünschenswert, dass die FDP in kommenden Neuwahlen tatsächlich wieder auf eine einstellige Zahl zurechtgestutzt wird. Besser wäre es, sie verschwände ganz aus dem Bundestag, und in der Tat ist ihr Fehlen in den Jahren 2013 bis 2017 gar nicht besonders aufgefallen.

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Fuxx2000 20.11.2017, 10:04
5. Christian Lindner

Hat kein Land der Welt in einer Regierung verdient. Von daher eine gute Nachricht!

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spon-facebook-10000132861 20.11.2017, 10:05
6. natürlich war das vorbereitet

Natürlich hatte die FDP für sich selbst zurechtgelegt, welche Entscheidungen sie nicht mittragen kann. Als dann die CSU sich bewegte (oder besser gesagt umfiel) entwickelte es sich in die falsche Richtung. Das merkt sich der Wähler (CSU fällt wieder mal um und vergisst eigene Überzeugungen) und Lindner macht genau das, was er auch angekündigt hatte, nämlich nicht um jeden Preis Merkel wieder ins Amt zu heben, unter Aufgabe jedweden Sachverstands. Richtig so. Klar ist aber auch: Erst wenn die FDP wieder mitregieren würde, zeigt sich ob auch Inhalt folgt. Bei den Grünen weiß man, dass Inhalt folgt, nämlich falscher Inhalt, der das Land ins Verderben stoßen würde.

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magier 20.11.2017, 10:06
7.

Wer Lindner bei Lanz gesehen hat, der weiß, dass dieser Abbruch kalkuliert erfolgt ist. Dabei geht es einzig und allein um die Person Lindner, der „ja noch 30 Jahre Politik machen will“. Deshalb wolle er sich nicht um eines kurzfristigen Erfolgs willen seine langfristige Zukunft verbauen. Als die Gefahr bestand, dass CSU und Grüne sich einigten, hat die neoliberale FDP die Preise wieder erhöht und die CSU rechts überholt. Alles kalkuliert, um die Zustimmung bei den Wählern zu steigern. Und das funktioniert ja auch, wie die ersten Bürgerreaktionen zeigen. Der taktische Verzicht auf 4 Jahre Dienstwagen verspricht jahrzehntelange fette Beute.

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s.l.bln 20.11.2017, 10:07
8. Natürlich...

...war das länger geplant und sie haben es im Moment der "drohenden" Einigung gemacht.
Daß man "spontan" aufsteht und schnell vor dem verdutzten Rest zur Presse eilt, um dort Sekunden später eine vorbereitete Rede abzulesen, spricht Bände.
Lindner hat von Anfang an darauf spekuliert, sich in den Sondierungen zu inszenieren, um dann bei Neuwahlen die heroische Geste des Abbruchs zu bewirtschaften.

Durchtrieben aber clever.
Würde das besser in den Zeitplan der CSU passen und hätten die grade weniger eigene Baustellen, könnte man glatt an Konspiration denken...

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karabas 20.11.2017, 10:08
9. natürlich wurde

seitens FDP das Ausstieg-Szenario vorbereitet. So etwas passiert doch nicht ganz spontann im Affekt. Mit Sicherheit aber nicht "von langer Hand", ganz am Anfang der Sondierungen. Vermutlich wurden seitens FDP-Verhandler im Vorfeld intern klare Auslöser für den Ausstieg definiert und diese sind nun am So. eingetreten.

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