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100 Jahre Verdun: Die Welt als Schlachthaus
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Die Schlacht von Verdun ist das Sinnbild des menschlichen Frevels. Wir feiern die Gedenktage des Erstens Weltkriegs. Gleichzeitig steuern Ost und West mit Lust in einen neuen Großkonflikt. Wir sind nicht in Sicherheit.

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nobody_incognito 23.02.2016, 20:47
140. Na ja

Zitat von lupenreinerdemokrat
Sie haben das Wesentliche leider nicht erkannt. Es ist eben mitnichten der Mann auf der Straße, der den Krieg will, es sind früher so wie heute die politische und finanzielle Elite der jeweiligen Länder - die, die vom Krieg profitieren.
Spätestens seit Demokratie und Meinungsfreiheit taugt die Ausrede nichts. Hitler ist eigentlich auch auf demokratischem Wege an die Macht gelangt. Schön dass der Pöbel dann die Verantwortung dort abladen konnte. "Die Kleinen hängt man" ist so ein Witz. Alle die so was unterstützen sollten mitverantwortlich gemacht werden, dann wäre man vllt. etwas vorsichtiger mit dem was man wählt. An sich führt m.E. kein Weg an Direktdemokratie vorbei, mit allen Konsequenzen. Selbtbestimmung der Völker ist ansonsten auch ein Witz, d.h. Direktdemokratie würde jegliche imperialistischen und hegemonialen Bestrebungen ad absurdum führen und das wäre gut so.

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lupenreinerdemokrat 23.02.2016, 21:06
141.

Zitat von C. Goldbeck
Wahrscheinlich wäre es deshalb klug, die verfeindeten Parteien setzten sich an einem Tisch und würden verhandeln. Wenn das nicht geschieht, wird man wohl zwangsläufig auf die Erfahrungen des kalten Krieges setzen. Ich vermute, die zweite Option ist realistischer.
Genau dies dürfte den Absichten der USA entsprechen. Ein Rückfall in die Zustände des Kalten Krieges.
Das entspricht auch genau dem, was George Friedman von STRATFOR sagte, als davon sprach, dass seit über 100 Jahren das wichtigste außenpolitische Ziel der USA darin besteht, eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland zu verhindern.
Nur diese Verbindung wäre mächtig genug, aus der unipolaren Welt nach Muster USA eine bipolare zu machen.
Noch besser wäre natürlich eine multipolare, umso unwahrscheinlicher werden Krieg und bewaffnete Konflikte.

Auf jeden Fall wäre eine diplomatische Lösung mit Kompromissen auf allen Seiten die beste Lösung und Russland hat sich bisher auch immer kompromissbereit gezeigt. Die USA kranken noch am Wahn, der alleinige Weltenherrscher zu sein und diese Macht (aus den 90er Jahren) mit niemandem teilen zu wollen.
Sobald ein US-Präsident einen Kompromiss eingehen müsste, verlöre er wohl bei den Washingtoner Falken sein Gesicht. Das ist das große Problem, wenn es um Friedensverhandlungen geht.

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epiktet2000 23.02.2016, 22:07
142. Die Schwarzweißmaler sind ja noch da...

Zitat von ka117
"West und Ost"? Den "Osten" gibt es nicht mehr. Übrig ist nur Russland geblieben, mit Politik wie zu Zeiten von Hitler. Und Herr Augstein befürwortet mit seinem Kuschelkurs zu Putin nächstes "München 1938".
Klares Feindbild! Augstein mit Kuschelkurs - ein Kriegstreiber. Putin - das personalisierte Böse. Da ist man von Repression und Zensur im Innern, und im Äußern von einem Präventivkrieg, der einem natürlich aufgezwungen wird, nicht mehr weit weg. Herzlich Willkommen im Jahr 1914, ka117!

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granathos 24.02.2016, 06:02
143. Hilfe naht

Zitat von lupenreinerdemokrat
Hmm, Experten sehen das anders. Die Aggressivität geht seit 1990 klar erkennbar von der NATO aus und nirgendwo von Russland. Man könnte es vielleicht mit der NS-Zeit vergleichen, dann aber die NATO als Analogon zur NS-Zeit und Russland damals wie heute in der Rolle des Verteidigers des eigenen Territoriums. Wer nach wie vor, trotz der glasklaren Realitäten, die Tatsachen versucht umzudeuten, hat entweder keine Ahnung von Geopolitik, oder er schwurbelt halt irgendeinen Schwachsinn daher, in der Hoffnung es fänden sich "Brüder des selben Geistes".....
Lieber Summus Geopolitikus (sei mal erlaubt),

dass es die Gorbi-UDSSR war, die große Schritte in Richtung Weltfrieden gegeangen ist, ist bekannt (Motive aussen mal aussen vor). Ausserdem hat der Westen klare Vereinbarungen (NatoUraine etc.) gebrochen. Und und und ..

Aber Gorbi ist bei meinem geliebten Männeken auf der Straße wohl der unbeliebteste Russe überhaupt. KGB-Putin hingegen liegt bei 80% Zustimmung und mit jedem seiner "Feldzüge" scheint diese zu steigen. Putin ist auch ein Parvenu. Ein Straßenköter aus den Hinterhöfen. Auch er saugt nur auf und setzt es dann um.

Und lassen sie uns die glasklaren Realitäten bitte nicht umdeuten. Es siind die Russen, die Aleppo (ist da IS?) bombardieren. Mir sind die Bilder der armen Syrer noch vor Augen, denen die Beine weggebombt wurden. Das mit Hitler (ja und auch Napoleon hatte dort nix zum Suchen) ist natürlch tragisch bedauerlich. Haben die Menschen von Aleppo Russland gedroht? Selbst Assad wäre doch lieber mit einer US-Zahärztin in Übersee (möglicherweise).

Was wenn der immer dreistere wütende Bär nicht beizeiten gestoppt wird? Rund um Russland gibt es viele viele arme verfolgte Russen in den vormals Sowjetrepubliken. Wie schön, das Hilfe naht.

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staxxxx 24.02.2016, 06:32
144.

Zitat von ja_cek (Karl Kannenberg)
als die Nacht brach vom Himmel an kam die Angst pockennarbig herbei tänzelte herum strahlend fromm scheinheilig zahnlos lächelnd stumm sie hing pulsierend über manchen Leibern welche zitternd im Graben bekrochen Pfützen aus Blut Kot und Erbrochenem wie des Todes lebende Leichen der Wind strich kalt um das Gewürm als der Morgen sich grau lichtete gepflanzt wurde erneut spitze Bajonette gebellt ging der Befehl zum Sturm doch die Angst konnte nicht lauter sein als Schüsse und Detonationen gefühllos beschien die Morgensonne das irre Szenario aus Rauch und Blei der Tag verging dann in Nebelschwaden so gleichgültig wie die kommende Nacht gebettet auf Leibern die still und flach leblos ruhten auf noch heißen Waffen die Angst schaute in die offenen Augen sie fand kein Wiedererkennen kein Zittern gar Wegrennen der Tod verlernt das Laufen so strömte sie zurück in die Gräben wo hurend das entblößte Grauen lag viel Arbeit gab es bis zum nächsten Tag die Angst hing sehr am Leben
Schön! (das Wort 'Szenario' stört mir ein wenig die Atmosphäre)
Aber ich bin so hellauf begeistert wenn Poesie Einzug hält. Ich geniesse es mich kampflos zu ergeben. (Wortwörtlich zu lesen)

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GinaBe 24.02.2016, 07:58
145. Wölfe und Schafe

Zitat von C. Goldbeck
Der erste Weltkrieg war kein Produkt menschlicher Vernunft. Und die Offensive in Verdun war ohne Sinn, sie war Irrsinn. ... Insofern muss ihnen widersprechen. Es ist nicht ......
WIE interpretieren Sie denn den Ausdruck "Kollektiv"?

Fakt ist, daß politische Meinungen und Offensiven damals wie heute durch die Gründung und Reformierung neuer und alter Parteien institutionalisiert sind und dadurch Wirklichkeitsanspruch gewinnen, zur gesellschaftlichen Wahrheit werden, woran kein Zweifel mehr besteht.
Legitim damals (wie heute) sind diese schrecklichen Ansichten, wer alles Schuld an etwas haben soll...

WER sind denn die Wölfe in dieser Anschauung?!
Das sind diejenigen, die an Krieg, die an Konflikt im weitesten Sinn, die an der Spaltung der Gesellschaft verdienen, die reicher werden als sie vorher waren, was auf die Finanzkrise auch umgeleitet werden kann.
WER hat etwas davon?
Die vielen Schafe sind nicht mehr und nicht weniger die vielen braven, auch frommen und demütigen Menschen, die nur in Frieden leben, arbeiten, sich um ihre Familie kümmern wollen.
Heute wird die ganze Gesellschaft von jener Wirtschaftsmacht unter Druck gesetzt. Jede(r) ist aufgefordert, sich mit Leib und Seele für eine Karriere hinzugeben, denn "versagt er oder sie, droht ...Hartz 4?

Auch das ist kollektiviert, doch nicht durch die Bürger, sondern durch die Instuitutionen unseres Parteiensystems und Machtapparats.

Da muss sich niemand etwas vormachen, wie alles zusammenhängt!

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GinaBe 24.02.2016, 08:07
146. ganz so einfach...

Zitat von nobody_incognito
Spätestens seit Demokratie und Meinungsfreiheit taugt die Ausrede nichts. Hitler ist eigentlich auch auf demokratischem Wege an die Macht gelangt. Schön dass der Pöbel dann die Verantwortung dort abladen konnte. "Die Kleinen hängt man" ist so ein Witz. Alle die so was unterstützen sollten mitverantwortlich gemacht werden, dann wäre man vllt. etwas vorsichtiger mit dem was man wählt. An sich führt m.E. kein Weg an Direktdemokratie vorbei, mit allen Konsequenzen. Selbtbestimmung der Völker ist ansonsten auch ein Witz, d.h. Direktdemokratie würde jegliche imperialistischen und hegemonialen Bestrebungen ad absurdum führen und das wäre gut so.
Was verstehen Sie denn unter "Direktdemokratie"?
Über die repräsentative D. hinaus das Direktmandat z.B. Ströbele und alle die so gewählt werden, bilden dann zusammen auch eine Art Parlament oder Gremium?
Oder WIE stellen Sie sich das vor?
Wie in der Schweiz?

Und die Wirtschaft wird verstaatlicht, damit nichts böses produziert werden kann, weil die Leute das nicht wollen? Wer entscheidet dann, was böse ist und was nicht?

.... ist das alles wohl nicht...

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g_bec 24.02.2016, 17:29
147. Ähm.

Zitat von lupenreinerdemokrat
Hmm, Experten sehen das anders. Die Aggressivität geht seit 1990 klar erkennbar von der NATO aus und nirgendwo von Russland. Man könnte es vielleicht mit der NS-Zeit vergleichen, dann aber die NATO als Analogon zur NS-Zeit und Russland damals wie heute in der Rolle des Verteidigers des eigenen Territoriums. Wer nach wie vor, trotz der glasklaren Realitäten, die Tatsachen versucht umzudeuten, hat entweder keine Ahnung von Geopolitik, oder er schwurbelt halt irgendeinen Schwachsinn daher, in der Hoffnung es fänden sich "Brüder des selben Geistes".....
Von der NATO? Gegen Russland?
Öhm, auf welcher Basis behaupten Sie dieses?
Seit wann wäre die NATO ein Angriffsbündnis? Und warum reduzieren die Mitgliedsstaaten dann allenthalben die Truppen, so dass sie teilweise noch nicht mal für die Verteidigung taugen? In Rus sieht das schon etwas anders aus.

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redwed11 29.02.2016, 15:37
148. Eine andere Art der Einwanderung

Man kann noch so oft die nach Deutschland gekommenen Einwanderungswellen der Vergangenheit heraufbeschwören. Im Gegensatz zu der heutigen Situation als Einwanderer aus Böhmen oder Polen oder Frankreich oder aus den ehemaligen Ostgebieten kamen. Alle hatten sich nach mindestens der zweiten Generation in der deutschen Mehrheitsgesellschaft integriert meist sogar assimiliert.
Jetzt haben wir es aber mit einer Einwanderung von Menschen zu, die nach allen Erfahrungen der letzten vierzig Jahre nur ca. die Hälfte der Einwanderer in dieses Land einschließlich der bestehenden Gesetze integrieren lässt. Wenn nach der dritten Generation die Kinder immer noch nicht die deutsche Sprache können, archaische Ehrbegriffe immer noch das Leben bestimmen und über allem eine Religion steht, die vieles wofür die Menschen hier seit Jahrhunderten gekämpft haben für sie als nicht geltend ansehen.
Wenn diese nicht kleine Gruppe für sich ständig Sonderrechte verlangt und in Bezug auf die Mehrheitsbevölkerung offenen Rassismus an den Tag legen, dann ist es verständlich, wenn die Mehrheitsbevölkerung dieser Einwanderergruppe sehr, sehr skeptisch gegenübersteht.

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granathos 01.03.2016, 06:21
149. Dankbarkeit bitte

Zitat von redwed11
.. Wenn diese nicht kleine Gruppe für sich ständig Sonderrechte verlangt und in Bezug auf die Mehrheitsbevölkerung offenen Rassismus an den Tag legen, dann ist es verständlich, wenn die Mehrheitsbevölkerung dieser Einwanderergruppe sehr, sehr skeptisch gegenübersteht.
Die kleine Reem aus Syrien, die mit Merkel sprach, tat dies in perfektem Deutsch. Sie will hier studieren. Das traue ich ihr zu.

Sonderrechte? Die Flüchtlinge sind doch allesamt froh, wenn sie nicht frieren müssen in einem dieser Zelte. Ihr Geschwurbel von Eiinwanderungswellen ist an Dummheit kaum zu überbieten. Undzwar derart, dass es sich verbietet darauf einzugehen. Vielleicht eine kleine lustige Info. Die "erste" Einwanderungswelle startete gerade aus dem syrischen Raum und brachte den Mitteleuropäer Ackerbau und Viehzucht. Wenn sie also demnächst in ihren Burger beissen, dann schauen sie ruhig rüber zu ihren Cousins aus Syrien am Nachbartich. Und dies vielleicht auch in Dankbarkeit.

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