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150 Jahre SPD: Worauf die Sozialdemokraten stolz sein können
DPA

In 150 Jahren hat die SPD manchen Fehler gemacht - aber auch viel geleistet: Die Genossen verteidigten die Weimarer Republik, wehrten sich gegen die Nazis, halfen bei der Gründung der Bundesrepublik und setzten wichtige Reformen durch. Eine kritische Würdigung des Historikers .

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spejismo 22.05.2013, 12:44
1. Schröder in seiner Lieblings-EGO-Posse.

Zitat von sysop
In 150 Jahren hat die SPD manchen Fehler gemacht - aber auch viel geleistet: Die Genossen verteidigten die Weimarer Republik, wehrten sich gegen die Nazis, halfen bei der Gründung der Bundesrepublik und setzten wichtige Reformen durch. Eine kritische Würdigung des Historikers Heinrich August Winkler.
Bestimmt NICHT auf Gerhard Schröder.

Auf IHN dürfte mit Sicherheit die Frau Dr. Kanzlerin stolz sein.
Und nicht nur stolz, sondern auch unendlich dankbar, wenn man die unbegreifliche Merkel-Begeisterung-Huldigung dieses Landes ihr gegenüber sieht.

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fred_krug 22.05.2013, 12:45
2. Kleinster gemeinsamer Nenner

Man könnte auch sagen: Rückblickend auf die letzten 150 Jahre der europäischen und deutschen Geschichte haben alle Katastrophen und katastrophalen Entwicklungen, die auf deutschem Boden geschahen oder von dort ausgingen, einen kleinsten gemeinsamen Nenner - nämlich die Sozialdemokraten ...

Deshalb ist das hunderfünfzigjährige Jubiläum auch weniger ein Grund zur Feier, als mehr ein Anlass zur Trauer - vor allem auch mit Blick auf den Wandel, den 'die Sozen' in den letzten 20 Jahren hinlegten, indem sie sich zu einer quasi-neo-konservativen, neo-liberalen und damit alles andere als sozialen Partei gewandelt haben.

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kdshp 22.05.2013, 12:45
3. Sozialstaat

Zitat von sysop
14 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer hatte der dritte sozialdemokratische Bundeskanzler (und der erste seit der Wiedervereinigung Deutschlands), Gerhard Schröder, den Mut zu einem gesellschaftspolitischen Befreiungsschlag, der Agenda 2010. Was immer der Agenda fehlte und was es zu korrigieren gilt: Ohne diese tiefgreifende Reform des Sozialstaats stünde Deutschland heute sehr viel schlechter da. Schröder hatte, ganz im Sinne Bernsteins, begriffen, dass gesellschaftlicher Fortschritt die ständige Bereitschaft zur Selbstrevision verlangt.
Wenn es nicht mehr um menschen (soziales) geht könnte das stimmen obwohl wir dadurch auch wieder in eine richtung gegangen sind die uns am ende schadet. Die agenda2010 war zu einseitig auf die arbeitenden bezogen und GAZprom schröder hat hier seine wähler auch ganz klar angelogen.

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sagauchmalwas 22.05.2013, 12:52
4. leider macht die SPD keine SPD Politik mehr

gerade der Blick in die Vergangenheit sollte zeigen, was Sozialdemokratie wirklich bedeutet -Gerechtigkeit- zwischen den Schichten und zwischen den Generationen. Schröder hat kaum Sozialdemokratische Züge erkennen lassen, ganz im Gegenteil er hat die Arbeiter ausgenommen und den Bossen alles gegeben.

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marthaimschnee 22.05.2013, 12:56
5.

Wenn die Agenda 2010 wie von Schröder vollmundig versprochen von allen getragen worden wäre, könnte man kaum etwas dagegen einwenden. Aber da sie ausschließlich negative Effekte für Arbeitnehmer, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger bietet, dagegen ausschließlich positive für Unternehmer und - gepaart mit den parallelen Steuerreformen - Besitzende, ist sie die schlimmste Seuche, die man auf die Welt loslassen konnte. Und noch schlimmer, sie ist das Messer im Rücken der Sozialdemokratie. In dem Sinne ist es müßig, ihr zu gratulieren, denn sie wurde grausam ermordet!

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grenoble 22.05.2013, 12:58
6. "Herr" Heinrich August Winkler

Zitat von sysop
In 150 Jahren hat die SPD manchen Fehler gemacht - aber auch viel geleistet: Die Genossen verteidigten die Weimarer Republik, wehrten sich gegen die Nazis, halfen bei der Gründung der Bundesrepublik und setzten wichtige Reformen durch. Eine kritische Würdigung des Historikers Heinrich August Winkler.
... Sie sind ein Schwafler vor dem Herren und mit ihrer Lobhudelei auf die Seeheimer und Gergard Schröders Agenda 2010 haben sie den Gipfel der politischen Inkompetenz mühelos erreicht. Aber vielleicht ist es nur Alterssenilität, mit ihren 75 Jahren zeigt ihr Beitrag das sie nicht mehr mit der Zeit mitkommen.

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bssh 22.05.2013, 13:00
7. Unglaublich..

..den Totengräber der Sozialdemokratrie und Zerstörer des Sozialstaates, dem schlechtesten Kanzler, den wir je hatten, als mutigen Reformer darzustellen, macht einen fast sprachlos.
So lange es noch immer Leute innerhalb der SPD gibt, die so denken, wird die SPD weiter im Keller bleiben.
Einsichtsfähigkeit scheint dort nicht weit verbreitet zu sein. Leute wie Dressler, die diesen größten Fehler der Nachkriegszeit erkennen, haben leider nicht mehr viel zu melden.
Schade für so eine Partei mit den alten Verdiensten, wie sie im Artikel beschrieben wurden.

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mhampel 22.05.2013, 13:11
8.

So so, man nennt das also "kritische Würdigung", wenn man die dunklen Seite der Geschichte einfach überspringt. Die Kriegsrenditen, mit denen man den 1. WK (17 Millionen Tote) befeuert hat oder die gemeinsame Sache mit rechte Mörderbanden, denen viele Menschen zum Oper gefallen sind.

In diesem Jahrtausend dann die komplette Demontage des Sozialstaats, der eigentlich im Grundgesetz als Staatsziel festgeschrieben ist. Damit hat sich die Partei komplett von den Idealen der Sozialdemokratie abgewendet und hat sich selbst überflüssig gemacht.

So etwas nennt man nicht "kritische Würdigung", sondern Lobhudelei. Damit kann sich jemand, der sich "Historiker" nennt nur diskreditieren.

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THINK 22.05.2013, 13:16
9.

Zitat von sysop
Mut zu einem gesellschaftspolitischen Befreiungsschlag ... Ohne diese tiefgreifende Reform des Sozialstaats stünde Deutschland heute sehr viel schlechter da. Schröder hatte, ganz im Sinne Bernsteins, begriffen, dass gesellschaftlicher Fortschritt die ständige Bereitschaft zur Selbstrevision verlangt. ...
Diese unsägliche Agenda 2010 als " gesellschaftspolitischen Befreiungsschlag" zu bezeichnen ist eine dummdreiste Verfälschung der Realität. Tatsache ist, dass durch diese "Agenda" der Sozialstaat, eine der grössten Errungenschaften der BRD, weitgehend zerstört wurde und eine unmoralische Umverteilung von unten nach oben stattfand und stattfindet. Dies ist genau das Gegenteil eines gesellschaftlichen Fortschritts.
"Deutschland stünde sehr viel schlechter da"? Demnach gehören die vielen Millionen Hartz4-Empfänger, Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen, Rentner usw., denen es zum Vorteil der Besserverdienenden sehr viel schlechter geht, nicht zu Deutschland?
Als eine Frechheit empfinde ich ausserdem, zu versuchen, diesen schrecklichen Hr. S. in eine Reihe mit Bebel, Ebert, Schumacher und Brandt zu stellen.

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