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150 Jahre SPD: Worauf die Sozialdemokraten stolz sein können
DPA

In 150 Jahren hat die SPD manchen Fehler gemacht - aber auch viel geleistet: Die Genossen verteidigten die Weimarer Republik, wehrten sich gegen die Nazis, halfen bei der Gründung der Bundesrepublik und setzten wichtige Reformen durch. Eine kritische Würdigung des Historikers .

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Professor Balthasar 22.05.2013, 13:17
10. eine disqualifizierende Analyse

Marx war ein Prophet, u.a. hinsichtlich des systembedingten (!) Zusammenbruchs der Gesellschaft durch ein Auseinanderreißen der Schere zwischen Arm und Reich. Marx hatte zwar keine umsetzbaren Lösungen, aber seine Analysen als falsch abzuqualifizieren, disqualifiziert den "Herrn Historiker" ebenso wie das absurde Lob für die in jeder Hinsicht unsinnige und gescheiterte Agenda 2010. Einfach peinlich.

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infrarot 22.05.2013, 13:20
11. verlogene Sozialdemokratie

Bei all diesen Elogen über die Radieschen wird mindestens eine historische Zäsur, ein ganz elementarer Verrat unter dem Begriff "manche Fehler" versteckt und damit überhaupt nicht erwähnt: Die Burgfriedenspolitik der SPD von 1914 bis 1918 und das bald offene, bald verdeckte Bündnis zwischen der SPD-Führung und den reaktionären Freikorps. Sowas ließ sich noch nicht einmal mit der Vision der "demokratisch-sozialistischen Reformpartei" Bernsteins vereinbaren. Das war schlichtweg schleimig, schäbig und verbrecherisch. Spätestens seit 1914 war die Politik der deutschen Sozialdemokratie zu einem bedeutenden Teil Augenwischerei, das Heulen von Krokodilstränen, das linke Blinken und rechte Abbiegen, Biederkeit, Spießigkeit und Apologetik.

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quark@mailinator.com 22.05.2013, 13:20
12. Naja ...

Die heutige Sozialdemokratie ist weder sozial noch demokratisch. Gerade die schlimmsten antisozialen Änderungen (Hartz IV, Gesundheitswesen) macht immer die Sozialdemokratie. Auch die Ermöglichung der Auslandseinsätze der Bundeswehr gehen auf ihr Konto.

Ja, es gab mal die SPD als Vertreter der ärmeren Menschen. Das ist lange vorbei. Schon das Scheitern der Novemberrevolution geht auf die Kosten dieser Partei. Der alte Spruch zu dem Thema lautet : Wer hat uns verraten ? Sozialdemokraten.

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ariston666 22.05.2013, 13:21
13. Stolze SPD

Schröder ist der Totengräber der SPD mit Schröder hat der unaufhaltsame Niedergang der SPD angefangen und mit Steinbrück wird das Ende herbeigeführt.

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der_durden 22.05.2013, 13:22
14.

Zitat von bssh
..den Totengräber der Sozialdemokratrie und Zerstörer des Sozialstaates, dem schlechtesten Kanzler, den wir je hatten, als mutigen Reformer darzustellen, macht einen fast sprachlos.
Historische Fakten mit deren Auswirkungen in das Heute bleiben nun mal Fakten. Ihr Bauchgefühl und persönlicher Groll werden daran nichts ändern können.

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neu_ab 22.05.2013, 13:28
15.

Es mag sein, daß es Dinge gibt, aud welche die SPD stolz sein könnte. Die liegen aber alle mit Sicherheit vor der Ära Schröder & "Agenda 2010". Denn diese Ära repräsentiert das genaue Gegenteil, nämlich daß, wofür sich die SPD noch lange schämen müsste.

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E_SE 22.05.2013, 13:28
16. Herzlichen Glückwunsch SPD

Ganz klar seid ihr die wichtigste Partei in Deutschland; habt Rücken bewiesen als es darauf ankam, seid Euch treu geblieben und doch erwachsen geworden, habt Euch emanzipiert und nicht blenden lassen von ideologischem Übereifer. Klare Vorstellungen ohne Spinnerei. Bodenständig geblieben.
Weitermachen, alles Gute.

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joergroger 22.05.2013, 13:28
17. Schröder hat die Arbeiter verraten

Mit der Agenda 2010 und den Arbeitnehmerüberlassungs-gesetzen hat "Schröder" die Arbeiter den Arbeitgebern ausgeliefert und sie damit verraten! Die Schere zwischen den Schichten und der Wegfall der Mittelschicht ist meiner Meinung nach, der "Verdienst" seiner Politik!
Es gibt wohl noch einige Beispiele für seine unsoziale Politik und seine wahre Gesinnung.
Aber sein Vertrag mit Gasprom und die Nähe zu Putin lassen wenig Zweifel daran, welche Werte er vertritt!

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blackstone13 22.05.2013, 13:28
18. Die wahren Gewinner der Agenda 2010 ...

- Gerhard Schröder: Lobbyist von Putin und Maschmeyer
- Bela Anda (Regierungssprecher unter Rot/Grün): Lobbyist und Pressesprecher AWD
- Walter Riester (Riester-Rente): Arbeitsminister, Lobbyist, "Berater" und Werbefigur von privaten Versicherungsunternehmen, u.a. AWD
- Bert Rürup (Rürup-Kommission): Lobbyist, "Berater" von privaten Versicherungsunternehmen, Co-Eigentümer von MaschmeyerRürup AG
- Wolfgang Clement (Wirtschaftsminister): Lobbyist und Eigentümer von Zeitarbeitsfirmen
...

Alles andere ist Geschichtsfälschung!

LG
Blackstone

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stinkestiefel 22.05.2013, 13:28
19. optional

"Ohne diese tiefgreifende Reform des Sozialstaats stünde Deutschland heute sehr viel schlechter da", ist ledig.lich eine Behauptung, die sich nicht beweisen lässt, da es ja nunmal die Agenda 2010 gab. Dass Strukturreformen notwendig waren bestreitet sicherlich nicht einmal der strammste Sozialist, dass diese aber zu einem übergroßen Anteil auf dem Rücken der Schwächeren ausgetragen wurde, das ist nicht von der Hand zu weisen. Die heutige Vermögensverteilung in Deutschland ist doch ein Indiz dafür,dass mit der Agenda 2010 letztlich vor allem die Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben wurde.
Und diese Spaltung, inklusive der Forcierung eines Paradigmenwechsels zum "fördern und FORDERN" und die damit verbundene "Bekämpfung" des "Sozialschmarotzertums", ist zwar nicht von der SPD erfunden, aber von ihr mit aller Gewalt durchgeboxt worden, im Falle von HartzIV zudem übereilt, unsozial und zum Schaden vieler, die alles andere als Sozialschmarotzer sind, so aber fortan behandelt wurden. Gleichzeitig hat man versäumt, Steuerbetrüger,Milliarden Unternehmensgewinne und riesige Privatvermögen gerechterweise mit heranzuziehen. Und deswegen haben viele zurecht das Vertrauen in die SPD verloren,Konsenskriecherei führt eben auch zu Beliebigkeit....

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