Forum: Politik
18. Nationalkongress der KP: Chinas Volk gehorcht nicht mehr
DPA

Für die Kommunistische Partei ist die Zeit des Durchregierens vorbei. Das Volk gehorcht und alle werden reich - diese Devise funktioniert nicht mehr. Denn die Chinesen wollen mehr als nur wirtschaftlichen Aufschwung. Sie verlangen Freiheit und Sicherheit.

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adal_ 01.11.2012, 13:20
50.

Zitat von chefkoch1
Egal, welchem Namen man dem Kind gibt, das Ziel ist immer das gleiche: Bereicherung einiger Weniger auf Kosten der Meisten. Schon Kissinger war seinerzeit voll des Lobes, ob der Effizienz des Kommunismus, wenn es um die Kontrolle der Massen geht.
Wie jetzt? Die Kombi aus Frühkapitalismus und Kommunismus müsste demnach unschlagbar sein.

Tatsächlich aber lassen sich ökonomische und staatsbürgerliche Freiheiten wohl nicht auf Dauer auseinander dividieren.
Schlag nach bei Marx: Das Sein bestimmt das Bewusstsein. :-)

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slappy_hollow 01.11.2012, 13:24
51.

Zitat von gg72
Auch der ärmste wird sich dort irgendwann gegen die Ungerechtigkeit auflehnen. Warum auch soll Mensch unter unmenschlichen Bedingungen den Machthabern "dienen"? Das hat schon zu Zeiten der Sklaverei nicht lange funktioniert!
Das ist nicht ganz richtig. Die Sklaverei hat nämlich verdammt lange, verdammt gut funktioniert. Aber damals gab es halt auch nicht so viele Möglichkeiten sich zu vernetzen, ich denke das wird den Chinesen helfen und bin sehr sehr froh darüber.

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Claes Elfszoon 01.11.2012, 13:24
52. Die große Gefahr für den...

Zitat von BlakesWort
Es ist eine direkte Folge von Kapitalismus und einem nicht vollständig einschränkbaren Zugang zu Medien, dass die kleinen Leute irgendwann etwas vom Reichtum abhaben wollen. Das wurde für den Aufbruch Chinas bereits mehrfach vorausgesagt. Schlimm wird es erst dann, .....
...Weltfrieden entsteht dann, wenn eine bedrängte chinesische Führung einen dritten Weg wählt und auf die nationalistische Karte setzt - einiges deutet darauf hin. Man kann nur hoffen, dass das Volk nicht so reagiert, wie sich die herrschenden Mandarine das wünschen...

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chang55 01.11.2012, 13:26
53. It' s not the economy, stupid..

..moechte ich hier mal einwerfen, au contraire..wie andere Foristen treffend bemeken, geht es um etwas anderes, naemlich eine Kultur der Auseinandersetzung, und hier tun sich Welten auf..das Phänomen eines erbarmungs-und gnadenlosen Sozialdarwinismus, getragen von einer rückständigen, abergläubischen Gewaltkultur findet man in allen ehemals kommunistischen Staaten...die Mantras der Kapitalreligion treffen hier auf willige Neu-Sklaven, die danach schreien sich ausbeuten zu lassen..brave new world indeed...

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si-ar 01.11.2012, 13:28
54.

Zitat von willi45
China hat - trotz aller Probleme - im Vergleich zu großen Nachbarstaaten sich wesentlich besser in den letzten 10 Jahren entwickelt. Und - wie war das in Europa, vor 140 Jahren, als hier die Industrialisierung stattfand? Nicht besser. Es ist richtig, dass jetzt ein Rechtsstaat in......
Wenn Gleichbehandlung vor Gericht ein Zeichen eines Rechtsstaats ist, sind die westlichen Industrieländer von Rechtsstaatlichkeit wohl auch noch ein Stück entfernt.

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adal_ 01.11.2012, 13:28
55. Der war gut

Zitat von derandersdenkende
...Die Chinesen müssen sich fragen :... Möchten Sie eine Gesellschaft, in der das Kapital die Demokratie bestimmt und nicht der Souverän das Volk...
Bevor die Chinesen die "Auswüchse" der Demokratie kritisieren können, müssen sie sie erst mal haben. ;-)

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Dr. Clix 01.11.2012, 13:33
56. China ist kein 3teWeltland mehr-PUNKT!

Meldu aus Portugal: seit vielen Jahren importieren Chinesen billig Ware aus China, deklarieren den Wert niedrig, verkaufen in den Chinaläden hierzulande billiger als Andere und buchen Null in die Kasse und zahlen keine MWST. China wächst auch hier. Um der Aufwertung des Yuan zu entkommen kaufen sie hier in der Krise allen Alten Goldschmuck zum Ramschpreis ab, packen das alles in Container,welche hier als Export(!) gelten und in China als Import(!). So hatte Portugal diesen August (Ferienmonat,wird nicht garbeitet) den besten Export denje und China ist immer noch arm. Aber Gold kann man zwar essen, macht aber nicht satt!

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BaMargera 01.11.2012, 13:36
57. Es freut mich...

… dass das chinesische Volk allmählich selbstbewusster wird, nicht mehr jede Entscheidung von Partei und Funktionären kritiklos hinnimmt und sich mehr und mehr auf seine Rechte besinnt.
Die chinesische Führung wird auf lange Sicht nicht mehr drum herum kommen, dem Volk mehr Rechte und Freiheiten zuzugestehen. Der Deal zwischen Regierung und Regierten, der die letzten 10 Jahre funktioniert hat („Wir, die Führung, ermöglichen euch, dem Volk, mehr Konsum und ihr verzichtet dafür im Gegenzug auf politische Mitsprache.“), ist nicht mehr ausreichend um das Volk ruhig zu stellen.

Inwiefern man von gelungener Armutsbekämpfung sprechen kann, wenn der Teil der Bevölkerung, der zuvor von weniger als einem Dollar pro Tag lebte, nun von weniger als zwei lebt, wage ich zu bezweifeln. Für den Großteil der armen Landbevölkerung hat sich dadurch kaum etwas verändert.

Entscheidend für die Führung in Peking wird sein, inwiefern es ihr gelingt, die Korruption im Großteil des Landes effektiv zu bekämpfen und dem Volk mehr Rechtssicherheit sowie Transparenz zu bieten.
Solange es den Funktionären und Gouverneuren immer noch möglich ist, in ihrer Provinz eigenmächtig die Anzahl und Arten der Steuern, die die dort lebende Bevölkerung entrichten muss, zu bestimmen und es hier keine Vereinheitlichung gibt, sehe ich in dem Land auf Dauer ein erhebliches Konfliktpotenzial. Wenn die Stadtbevölkerung nur 5 verschiedene Steuern zu entrichten hat, die Landbevölkerung jedoch mehr als doppelt so viele Steuerarten bezahlt, geht das irgendwann nicht mehr gut - zumal die Provinzgouverneure auf dem Land einen nicht unerheblichen Teil ihrer Einnahmen in die eigenen Tasche wandern lassen.

Wenn Peking hier nicht durchgreift, knallt es irgendwann. Die Kontrolle der Medien und Kommunikationskanäle wie Presse, Mobilfunk, Internet, etc. durch die KP-Führung ist in diesem Kontext eine Art Rückversicherung. Sobald es Unruhe in ein oder zwei Provinzen gibt, kann man das noch kontrollieren oder, falls nötig, mit der Armee unterdrücken. Wenn sich das Volk jedoch landesweit zu Ausständen organisieren kann, dann sehe ich eine reale Gefahr für das System. Und wir wissen ja, wohin genau dies in der DDR geführt hat.

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KarlFaktor48 01.11.2012, 13:38
58.

Immer die gleiche Diskussion, diejenigen die täglich über unsere Demokratie jammern und zetern und wollen dann mal schnell anderen vorschreiben was sie unbedingt tun und lassen müssen. Ich finde, die chinesische Führung hat die Entwicklung Chinas zumindest in den letzten 20 Jahren sehr ordentlich voran gebracht. Wenn ich mir vorstelle, die würden so agieren wie bei uns z.B. die chaotische "Energiewende" , na gute Nacht...

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Norbert1981 01.11.2012, 13:42
59. ...

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