Forum: Politik
60 Jahre Römische Verträge: Die Jungen wollen Europa - viele der Alten reden es schle
REUTERS

60 Jahre nach ihrer Gründung befindet sich die Europäische Staatengemeinschaft in einer Sinnkrise. Viele Alte blicken skeptisch auf die Union. Doch ein neuer Aufbruch ist möglich.

Seite 1 von 14
Kater Bolle 25.03.2017, 08:20
1. Die EU steht für mich.....

für Verschwendung von Geld was ihnen nicht gehört und was sie nicht erarbeitet haben und Pöstchen, Edel-Versorgung.
Im Vorfeld von möglichen Beitritten fließen zig Mrd.
Alle bedienen sich aus den berühmten "Fleischtöpfen" offensichtlich ohne Kontrolle.
Pöstchen, Pöstchen, Pöstchen........
Es wird immer von den Werten und dem Friedensprojekt geredet.
Wer will denn Krieg?
Wer in Europa ist denn überhaupt in der Lage Krieg zu führen?
Schauen wir uns doch mal unsere Bundeswehr an.
Die Werte haben wir z. B. in Idomeni oder Caslais gesehen.
Die Verantwortlichen sollten mal in sich gehen.
Nicht die Worte sondern die Taten sind wichtig..........

Beitrag melden
peter_silie_1 25.03.2017, 08:26
2. Europa? Ja!!!

Ich zähle mich fast zu den saturierten Alten. Auch ich habe gewisse Bedenken gegen gewisse Entscheidungen der politischen "Elite" aus Brüssel. Aber ich sehe zu Europa keine Alternative. Für Deutschland und gerade auch für die kleineren Länder in Europa. Nur gemeinsam sind wir stark und nur gemeinsam können wir den Frieden, den wir seit 70 Jahren vor uns hertragen, erhalten. Als Vielreisender weiß ich die Gastfreundschaft der Europäer, und auch der Nichteuropäer, zu schätzen. Lassen wir uns unser Europa nicht von ein paar politischen Idioten und von wenigen alten/jungen Bedenkenträgern kaputt machen!

Beitrag melden
rempfi 25.03.2017, 08:29
3. Da

macht es sich Sigmar Gabriel aber viel zu einfach... Sicherlich ist es nicht das, was ich jetzt schreibe, aber aus der Innenansicht dürfte allein der Satz: "Ein Land, das nicht in der Lage ist seine Grenzen zu schützen, wird auch sonst nicht in der Lage sein, seine Bürger, egal ob sozial oder wirtschaftlich zu schützen" schon ausreichen. Und das gilt genau genommen auch für die EU!

Beitrag melden
fjodormichailowitsch 25.03.2017, 08:30
4.

" Die Römischen Verträge sind eine Erfolgsgeschichte, weil sie fest auf dem Sockel von drei großen Ideen stehen: Marktwirtschaft, Frieden und Vielfalt. Dafür sorgten die vertraglich festgehaltenen Grundfreiheiten aus Waren- und Dienstleistungsfreiheit, Kapitalverkehrsfreiheit und Reise- und Niederlassungsfreiheit. Die Länder der Europäischen Union erlebten eine nie gekannte Zeit des Friedens und des Wohlstands. Bis heute. "

Heute ist es ein Selbstbedienungsladen geleitet von einem der die Steuerhinterziehung salonfähig gemacht hat .

Das Ergebnis von all diesen Mauschelein und Bestechungen sehen wir heute überall, zum Glück fangen einige Länder an sich dagegen zu wehren und es auch laut zu sagen.

Beitrag melden
derjonny 25.03.2017, 08:38
5. Danke

Danke Herr Gabriel, Ein sehr schöner Beitrag dem ich nichts hinzuzufügen weiß. Jahrgang 1982 und überzeugter Pro-Europäer. Wir dürfen uns nicht von ein paar Reaktionären wie den Gaulands, Farages oder Le Pens diese Idee kaputtreden lassen. Aber Herr Gabriel sie und ihre Kollegen werden auch einiges dafür tun müssen. Schön dass die SPD sich klar zu Europa bekennt, im Gegensatz zu Labour im UK.

Beitrag melden
gersco 25.03.2017, 08:39
6. Eiun neuer Aufbruch ist nötig!

Bei allem Reformbedarf und aller berechtigten und teilweise überzogenen Kritik darf weder dieses Europa noch einzelne Nationalstaaten in die Hände pflichtvergessener Populisten vom rechten Rand fallen. Europa ist die einzige Chance, zukünftig noch irgendeine Rolle in der Welt zu spielen, egal auf welchem Gebiet.

Beitrag melden
mitchreader 25.03.2017, 08:41
7. Rechtschreibung

Der Außenminister sagt: "Wir brauchen ein Europa, dass Außenpolitik und [...]Migration genauso in die Hand nimmt wie die Staatsmänner in den Fünfzigerjahren den Wettbewerb [...]" = Das "dass" ist falsch, es ist nicht kausal gemeint. Der Beitrag selbst ist aber großartig und gibt Hoffnung.

Beitrag melden
mwroer 25.03.2017, 08:42
8.

Ja vielleicht sollte man sich fragen, Herr Gabriel, warum es die älteren sind die diese (!) EU ablehnen. Warum sind es gerade diejenigen die Verantwortung tragen für ihre Kinder - eben jene 18 bis 24 jährigen die dank uns, ihrer Eltern, relativ sorglos in der Gegend rumspazieren. Es sind genau die älteren die effektiv sehen können was diese EU wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch angerichtet hat. Das kann, rein altersbedingt, eben kein 18 bis 24 jähriger. Der kann auch rein altersbedingt nicht den Kassenzettel von Albert Hein von vor 20 Jahren neben den heutigen halten. Der hat keine Verantwortung für die Familie. Erstmal sitzt er relativ bequem auf der Uni und hat viele Ideen und, so platt es klingt, Papa und Mama bezahlen.

Und das sei meinen Kindern alles gegönnt. Dafür gehe ich arbeiten und schaffe Arbeitsplätze und übernehme noch mehr Verantwortung :)

Die meisten aus dieser Altersgruppe haben noch nie eine Gehaltsabrechnung gesehen, geschweige denn sich großartig Sorgen machen müssen wie sie ihren Nachwuchs satt kriegen, angezogen kriegen und seine Universitätszeit bezahlen. Es sind die älteren die all das erfahren haben und vergleichen können Herr Gabriel. Und genau deswegen lehnen viele diese EU ab.

Bitte verwechseln Sie das nicht mit der Ablehnung der europäischen Idee und bitte behaupten Sie nicht dass die Gründungsväter der römischen Verträge diese EU in ihrer heutigen Form im Sinn hatten als sie den europäischen Gedanken beschworen haben.

Was wir heute haben ist ein Zwangskonstrukt für Wirtschaft und Politik. Die Menschen oder gar die europäische Idee interessieren in dieser EU doch kaum noch jemanden. Darum wenden sich immer mehr Menschen von der EU ab und das Herr Gabriel hat nichts mit 'gegen Europa sein' zu tun. Die Menschen sind sehr wohl imstande zwischen EU, Euro und europäischer Idee zu unterscheiden.

Problem ist: Sie und Ihre Kollegen sind es offenbar nicht mehr.

Beitrag melden
fluxus08 25.03.2017, 08:45
9. Herr Gabriel sagt,

dass der größte Teil der Jugend für Europa ist. Was Herr Gabriel nicht sagt ist, dass ebenfalls der größte Teil dieser eben gelobten Jugendlichen - besonders in Osteuropa - gegen jegliche Zuwanderung ist.
Und spätestens hier zeigt sich seine Unehrlichkeit, wenn er von "Solidarität" und "Föderalismus" spricht.
Zur Wahrheit gehört auch, dass der größte Teil der europäischen Länder mit "Solidarität" fast immer nur monetäre Inhalte verknüpft, nach dem Motto: was bekomme ich wann, in welcher Höhe, von wem?
Tragischtes Beispiel aktuell ist Polen, welches p.a. 20 Mrd. Euro europäischer Hilfen bekommt, ein Land, dessen Ausländeranteil bei 1% liegt, aber von deren Bürgern allein 1 Mio. in Deutschland und England arbeiten und für diese Bürger hier Sonderrechte erstreiten will, die man anderen Menschen im eigenen Lande nicht zubilligen will.
Von diesem Europa sollte Gabriel mal erzählen, als von potemkinschen Dörfern zu reden. Gerade er, der unter "Solidarität" in erster Linie die Vergemeinschaftung von europäischen Schulden versteht, was er vor kurzem wieder eindrucksvoll während seiner Griechenlandreise von sich gegeben hat, indem er den Griechen noch mehr Geld in Aussicht gestellt hat, oder früher mit seiner Partei für Eurobonds gewesen ist.
Genau mit dieser Politik, Herr Gabriel, werden Sie für weiteren Frust der Menschen in Europa sorgen.

Beitrag melden
Seite 1 von 14
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!