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60 Jahre Römische Verträge: Die Jungen wollen Europa - viele der Alten reden es schle
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60 Jahre nach ihrer Gründung befindet sich die Europäische Staatengemeinschaft in einer Sinnkrise. Viele Alte blicken skeptisch auf die Union. Doch ein neuer Aufbruch ist möglich.

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a.meyer79 25.03.2017, 09:07
20. EU=Frieden

Natürlich sind die Alten dagegen. Sie würden ja auch nicht auf den Schlachtfelder zerfetzt werden. Lieber streite ich mich 1000 Mal mit Franzosen, Niederländern und Polen am grünen Tisch als nur eine Tochter oder Sohn in Verdun, Stalingrad oder im Ruhrkessel zu verlieren. Die Alten sollten mal die europäische Geschichte von 1870 bis 1945 lesen und danach neu entscheiden. Auch, wenn es hart klingt. Manchmal hat es auch Nachteile, dass die Menschen so alt werden.

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mymana1 25.03.2017, 09:10
21. Die Alten wissen halt...

...wie schön (sicher, einträglich und Druckfrei) es früher war. Als unser Kontinent noch das Europa der Bürger war, nicht das der Konzerne. Die jetzt sogar auf Bürgerkosten Millionenfach Neukonsumenten als neue Umsatzbringer importieren lassen, ohne irgendeine Rücksicht auf Sozialverträglichkeit. Und dieser Zusatzprofit wäre früher wenigstens mit der Belegschaft geteilt worden, nicht nur in den Taschen der Inhaber/Shareholder verschwunden und deren obersten Topmanager-Riege. (Schon ab der Ebene "mittleres Management" gab es durch die Globaisierungsprofite KEINE Gehalts-, nur Druck-Zuwächse.) All dies kennen die Alten noch sehr viel anders, als die Bürger und nicht die Wirtschaft die Politik kontrollierten. Merkel gehört leider zu den Deutschen, die diese (schöne) Zeit nach 1989 kaum mehr kennenlernten. Daher mutet sie uns dies auch zu. Sie denkt: is ja besser als DDR. Mag sein, aber ganz sicher besser nicht als die alte BRD!

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achterhoeker 25.03.2017, 09:13
22. So ist die Jugend eben

Nicht über den Tellerrand gucken. Was hat den die EU vollbracht? Offene Grenzen damit demokratische Länder wie Polen, Rumänien,Bulgarien usw. in Deutschland (nur da) über Scheinselbsstandigkeit das Sozialsystem plündern. Von den kriminellen Aktivitäten zu schweigen. Die EU hat auch einen Slowaken in 25 Jahren zum Milliardär gemacht. Die EU hat Firmen aus Deutschland in andere EU Staaten abhauen lassen damit das Lohngefälle nur den Konzernen zu Gute kommt. Die EU unterstützt Firmen aus Nicht EU Staaten bei der Marktbereinigung und drückt bei französischen Staatsbeihilfen für französische Unternehmen alle Augen zu. Die EU hat Mitgliedsländer die ihre eigene Währung behalten und somit über die Kursschwankungen Bürger anderer EU Staaten ausnehmen. Die EU verurteilt Diesel PKW während die LKW Transporte jedes Jahr exorbitant zunehmen, die natürlich nicht umweltschädlich sind. Die EU bekämpft Maut in Deutschland obwohl in anderen EU Staaten deutsche Bürger Maut zahlen müssen.
Das sind Sachen die die Jugend nicht interessiert. Sie studiert lieber unproduktive Sachen (Soziologie, Theaterwissenschaft) will nicht auf dem Bau oder in Schichten arbeiten, wird lieber BWLer oder Tierarzt. Und Fun jeden Tag.

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f-rust 25.03.2017, 09:13
23. Werter Herr Gabriel,

Warum schaffen auch Sie nicht, zwischen EU und EUROPA zu differenzieren? Auch "die Jungen" wollen mehrheitlich DIESE EU nicht - mit Gängeleien, 33.000 Brüsseler Luxusbeamten, die uns alle rd. 3 MILLIARDEN Euro kosten, mit Russland-Bashing und EU-Armeephantastereien. "Die Jungen" UND "wir Alten" (Jg. 48 hier) WOLLEN EUROPA - aber ohne Zentralismus und ohne Entscheide gegen die Bevölkerung (Energie-"Sparlampen" mit hochgiftigem Quecksilber statt Glühbirnen - da waren Sie, meine ich, auch dran beteiligt - und ohne verquasre Wektbeglückung durch Ekelbilder auf Zigarettenschachteln etc. (ich selbst bin zeitlebens NR ! aber diese moralischen Zeigefinger habe ich satt). Der Beispiele von Verschwendung von LEBENS-Mitteln durch Vernichtung wg. "nicht EU-konformer" Größen und Formen sind Legion ... EUROPA JA !!! Diese EU SO nein.

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walter_de_chepe 25.03.2017, 09:17
24. Sozialdemokratischer Kitsch

Die "Jungen" sind für die Sozialdemokraten (oder heißt es heute nicht Sozialbürokraten?) für die Zukunft gestanden (meistens die eigene Zukunft des "Funktionärs"), sie sind also das was von der Heilserwartung des Kommunistischen Manifests bei einem Sozialdemokraten übrig geblieben ist. Also die Jungen meint der Herr Gabriel auf der richtigen Seite zu sehen. Tatsächlich sind die "Jungen" viel entschiedener gegen die EU. Es stimmt aber, dass die Erstwählerjahrgänge noch nicht mit der Bildung einer eigenen Meinung begonnen haben und ohne eigene Erfahrung einfach das für wahr halten, was ihnen in der Schule gesagt wurde. Sobald sie selbst zu denken beginnen, kommen sie zu den selben Ergebnissen, wie alle Jahrgänge vor ihnen auch. Sollte man das Wahlalter mit 21 Jahren oder sogar 27 Jahren beginnen lassen?

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undercover.agent 25.03.2017, 09:19
25. Die EU, die sich aus der EWG ...

... entwickelt hat, war und ist eine gute Idee. Leider haben zwei Deutsche, die sich als Europäer berufen fühlen, die EU in ihre jetzige schwierige Lage gebracht. Kohl, der angehende Einheitskanzler, bekam die deutsche Einheit nicht, ohne die DM auf deren Altar zu opfern. Der Euro ist für den Süden Europas zu stark, für den Norden mittlerweile zu schwach. Er funktioniert schlicht nicht. Die zweite die EU erheblich schadende Entscheidung war Merkels Flüchtlingspolitik der offenen Grenzen, die die Briten u. a. veranlasste, für den Brexit zu stimmen. Nein, Kohl und Merkel waren für die EU nicht immer hilfreich. Im Gegenteil.

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fördeanwohner 25.03.2017, 09:22
26. -

Zitat von kritischer-spiegelleser
Junge Leute sehen nur das freie Reisen, freie Arbeitsplatzwahl. Sonst interessieren sie sich relativ wenig für Politik. Und der Hauptzweck der EU ist eben nicht die Reisefreiheit sonder der Geldtransfer. Ohne den wären viele Staaten nicht in der EU. Von dem nicht umgesetzten Harmonisierungsauftrag der EU braucht man gar nicht zu reden!
Sehen Sie, Herr Gabriel hat recht! Die ältere Generation meint also, die Jüngeren sind ... wieder einmal diejenigen, die keine Ahnung haben, die sich nicht interessieren usw. Ja, ja ... DASS die Älteren das meinen, ist das Problem.

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egoest 25.03.2017, 09:23
27. Buhmann für die nationale Politik

Mit meinen 70 Jahren gehöre ich sicherlich nicht mehr zu den Jungen, dennoch bin ich überzeugter Europäer.
Verantwortlich für den jetzigen schlechten Zustand sind vor allem die nationalen Politiker, die die EU über Jahre als Buhmann für eigenes politisches Versagen genutzt hat. Alles was negativ besetzt bei politischen Entscheidung war, ging auf das Konto der EU. Positiv Besetztes war der Erfolg der hgeimischen Politiker mit der Aussage, dass man dieses erst gegen den großen "Widerstand der EU" durchsetzen mußte. Kein Wunder das sich ein großer Teil der Menschen bei soviel negativer Agitation heute gegen die EU aussprechen. Dazu kommt die Aufnahme von Mitgliedsstaaten, die alles andere als die Ideale der EU im Auge hatten und haben.
Um die EU zu retten, sollte man sich wenigsten bei der Geschwindigkeit von diesen Kandadaten trennen.

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jrcom 25.03.2017, 09:24
28.

Wie immer: ein wunderschöner Artikel von Sigmar Gabriel, bei dem man glatt vergessen könnte, dass er an der politischen Enteignung und Demütigung Griechenlands beteiligt war, mit Merkel gemeinsam ad hoc Osteuropäer zur Aufnahme von Flüchtlingen zwingen wollte (statt rechtzeitig eine Alternative zum Dublin- Abkommen einzuleiten), Panzer nach Saudi Arabien verkauft und den Bully gegen eine Jungsozialistin rausgekehrt hat, die dafür kämpfte, dass die SPD wieder aus der rechten Mitte nach links rückt.

Aber ja, ich bin auch für ein gemeinsames Europa und einen integrativen "Bonner" Stil der Außenpolitik . Die Europäer kennen sich gegenseitig besser als je zuvor. Es könnte hier alles gut werden. Gemeinsame Öffentlichkeiten könnten hergestellt werden (Arte auch deutsch- polnisch- tschechisch oder österreichisch- ungarisch oder ungarisch- tschechisch oder italienisch-französisch-spanisch- deutsch oder noch größere transnationale Sender).

Allerdings bedarf es für eine zukünftig einmal anvisierte politische Integration eines klaren Konzepts, wie eine glaubwürdige Demokratie auf transnationaler Ebene etabliert werden und wie sie im Wechselspiel mit nationaler Demokratie funktionieren kann. Dann bislang ist die "Europäische Union" nur ein elitärer Schachklub.

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aurelis 25.03.2017, 09:27
29. Ich bin für europa

ein Europa dessen Mitgliedsländer zuerst daheim aufgeräumt haben, z.B. bei uns 7 Bundesländer statt 16. Die anderen Länder haben alle auch ihre Winkel zum Aufräumen. Wenn bei uns 3 Bundesländer die anderen unterstützen müssen dient das als Modell in Brüssel. Da können Raubrittersozialisten a la Draghi und M. Schulz Selbst- und Clanversorgung treiben.

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