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60 Jahre Tibet-Aufstand: Wie China das Dach der Welt übernommen hat
ROMAN PILIPEY/EPA-EFE/REX

Von Richard Gere über die Red Hot Chili Peppers bis zu Angela Merkel - "Free Tibet" war mal in aller Munde. Mittlerweile ist es still um die Region geworden. Pekings Strategie scheint zu funktionieren.

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senapis 10.03.2019, 15:14
1. Tibet

Die chinesische Regierung zeigt subtilen Völkermord. Die stark verbesserte Verkehrsanbindung nach Lhasa soll die Einwanderung der vielen Han-Chinesen ermöglichen. Dies führt dazu, die Tibeter zur Minderheit im eigenen Land zu machen. Glaubensausübung nur mit Zustimmung der Partei, ein einziger Jammer! Lha gyal lo!

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berther 10.03.2019, 18:03
2. Die wenigsten ...

... wissen offenbar, dass Tibet von 1240 bis 1913 teil Chinas war.
Unabhängig wurde Tibet nach der versuchten britischen Okupation von 1903, bei der Britannien versuchte, seine Einflußsphäre gegenüber Russland auf Kosten des damals hilflosen China auszuweiten.
Zu dumm, dass China heute im Gegensatz zu Britannien nicht mehr hilflos erscheint.

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oldginger 10.03.2019, 18:20
3. Und?

Zitat von berther
... wissen offenbar, dass Tibet von 1240 bis 1913 teil Chinas war. Unabhängig wurde Tibet nach der versuchten britischen Okupation von 1903, bei der Britannien versuchte, seine Einflußsphäre gegenüber Russland auf Kosten des damals hilflosen China auszuweiten. Zu dumm, dass China heute im Gegensatz zu Britannien nicht mehr hilflos erscheint.
Die Landkarte hat sich im letzten Jahrtausend an vielen Orten veraendert. Ausserdem wurde Tibet auch damals annektiert. Von den Mongolen.

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thunderstorm305 10.03.2019, 18:35
4. Eine tragische Geschichte.

Was am Ende bleibt ist die Tatsache, dass ein Staat seinen Nachbarn annektiert hat, um seine Macht zu erweitern. Die Begründung dafür ist fast immer gleich. Es geht entweder um historische Gebietsansprüche, wirtschaftliche, oder strategische Interessen, begleitet von dem Ansinnen den Menschen vor Ort als neuer Heilsbringer zu dienen. Ob die Menschen das wirklich wollten oder nicht spielt dabei keine Rolle. Trotzdem kann man weiter auf bestehendes Unrecht hinweisen.

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thor.z1367 10.03.2019, 18:56
5. China ist ein Land ohne Demokratieverständnis und Menschenrechte

Was auf den Papier steht ist für das Politbüro nie bindend gewesen.Man kann jedes Jahr lesen was in China an Menschenverachtenden Politik gegenüber Andersdenkenden und Andersgläubigen und dem Volk passiert. Die Annektion war Völkerrechtswidrig ,die Deportation der Leite ist Menschenverachten, das Ansiedeln der Chinesen ist eine gezielte Aktion die Mehrheit in eine Minderheit zu bringen.Um sie letztendlich auszurotten, den im Land gibt es nur ein Recht, das Recht der Partei.

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Watschn 10.03.2019, 19:13
6. Sie haben recht...

Zitat von senapis
Die chinesische Regierung zeigt subtilen Völkermord. Die stark verbesserte Verkehrsanbindung nach Lhasa soll die Einwanderung der vielen Han-Chinesen ermöglichen. Dies führt dazu, die Tibeter zur Minderheit im eigenen Land zu machen. Glaubensausübung nur mit Zustimmung der Partei, ein einziger Jammer! Lha gyal lo!
China vollstreckt sein Gewaltregime mit subtiler, sehr langsamen Polit-Prozess. Italien machte das Gleiche bis 1945 mit Südtirol, (Italienisierung unter den Schwarzhemden; Schulen, Ämter, Namensgebung nur noch auf italienisch; sogar die Grabsteine auf den Friedhöfen mussten ital. Namen tragen) , scheiterten aber am Widerstand der Südtiroler. Die Spuren der gewaltsamen Ansiedlungspolitik von Italienern zeigen sich bis heute. (Der Provinzhauptort Bozen u. einzelne Vororte sind immer noch in der Mehrheit der Italienischsprachigen).

Eigentlich müsste man trotz o. eben wegen ihrer militärischen u. wirts. Macht China vom Westen über Südamerika bis Südostasien zumind. wirts. boykottieren bzw. einschränken. Das wäre jetzt in ihrer ökon. Schwäche eine nicht zu unterschätzende Waffe. Bis sie (ähnl. der Gorbatschow-Ära/Jelzin-Ära mit dem Baltikum) eine unter/mit der Weltgemeinschaft friedliche u. einlenkende Politik beginnen zu betreiben. (Entlassung des Tibets in ihre Unabhängigkeit, keine polit. Unterdrückung der Uiguren, Freiheit der Gesellschaft u. Zulassung von Pluralität (div. Parteien).
Aber mal ehrlich, würde das Merkel sich getrauen global mit Trump, May, Macron, Trudeau, Bolsonaro, Rutte, Conte, Juncker & Co. einzuleiten? Soviel Rückgrat u. Schneid hat sie m.E. nicht, da wäre mehr von einem Tausendfüssler zu erwarten...

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thor.z1367 10.03.2019, 19:15
7. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein Wort was es in China nicht gibt

Was auf den Papier steht ist für das Politbüro nie bindend gewesen.Man kann jedes Jahr lesen was in China an Menschenverachtenden Politik gegenüber Andersdenkenden und Andersgläubigen und dem Volk passiert. Die Annektion war Völkerrechtswidrig ,die Deportation der Leute ist Menschenverachten, das Ansiedeln der Chinesen ist eine gezielte Aktion die Mehrheit in eine Minderheit zu bringen.Um sie letztendlich auszurotten, den im Land gibt es nur ein Recht, das Recht der Partei.

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wynkendewild 10.03.2019, 19:24
8. Zu moralisieren

Zitat von thunderstorm305
Was am Ende bleibt ist die Tatsache, dass ein Staat seinen Nachbarn annektiert hat, um seine Macht zu erweitern. Die Begründung dafür ist fast immer gleich. Es geht entweder um historische Gebietsansprüche, wirtschaftliche, oder strategische Interessen, begleitet von dem Ansinnen den Menschen vor Ort als neuer Heilsbringer zu dienen. Ob die Menschen das wirklich wollten oder nicht spielt dabei keine Rolle. Trotzdem kann man weiter auf bestehendes Unrecht hinweisen.
Kann man bringt aber nichts. Zumal wir Deutsche doch eine recht romantisierende Vorstellung vom Weltgeschehen haben. Wir geben uns zwar tolerant sehen alles aber durch eine Brille mit Schwarz-Weiß-Filter.

Zumal wir uns ja auch ständig in die Angelegenheiten anderer Länder einmischen, sei es über Kredite oder das Instrument der Ertüchtigungsinitiative.

MfG:
wynkendewild

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wynkendewild 10.03.2019, 19:38
9. Weltmännisch

Zitat von Watschn
China vollstreckt sein Gewaltregime mit subtiler, sehr langsamen Polit-Prozess. Italien machte das Gleiche bis 1945 mit Südtirol, (Italienisierung unter den Schwarzhemden; Schulen, Ämter, Namensgebung nur noch auf italienisch; sogar die Grabsteine auf den Friedhöfen mussten ital. Namen tragen) , scheiterten aber am Widerstand der Südtiroler. Die Spuren der gewaltsamen Ansiedlungspolitik von Italienern zeigen sich bis heute. (Der Provinzhauptort Bozen u. einzelne Vororte sind immer noch in der Mehrheit der Italienischsprachigen). Eigentlich müsste man trotz o. eben wegen ihrer militärischen u. wirts. Macht China vom Westen über Südamerika bis Südostasien zumind. wirts. boykottieren bzw. einschränken. Das wäre jetzt in ihrer ökon. Schwäche eine nicht zu unterschätzende Waffe. Bis sie (ähnl. der Gorbatschow-Ära/Jelzin-Ära mit dem Baltikum) eine unter/mit der Weltgemeinschaft friedliche u. einlenkende Politik beginnen zu betreiben. (Entlassung des Tibets in ihre Unabhängigkeit, keine polit. Unterdrückung der Uiguren, Freiheit der Gesellschaft u. Zulassung von Pluralität (div. Parteien). Aber mal ehrlich, würde das Merkel sich getrauen global mit Trump, May, Macron, Trudeau, Bolsonaro, Rutte, Conte, Juncker & Co. einzuleiten? Soviel Rückgrat u. Schneid hat sie m.E. nicht, da wäre mehr von einem Tausendfüssler zu erwarten...
Warum setzen wir nicht einfach auf das Mittel des Dialogs?

Ein Boykott führt nur zur verhärteten Fronten und im Kern zu einer Verschärfung der weltpolitischen Lage. Es geht hier nicht eher darum das einige Glopal Player ihre Monopole bedroht sehen und man deshalb auf Moralapostel macht?

Eigentlich wäre eine wirtschaftliche und wissenschaftliche Vertiefung zwischen den Ländern viel eher angebracht. Nur ist meine Beobachtung die, dass man hier nur dann andere Länder zu akzeptieren scheint, wenn diese einer Postkarte gleichen.

Der Deutsche gilt als Reiseweltmeister dann sollte er auch mal anfangen weltmännisch zu denken. Damit wäre schon viel geholfen.

MfG:
wynkendewild

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