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70. Jahrestag des Kriegsendes: Putins Einladung bringt Merkel in Bedrängnis
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Am 9. Mai feiert Russland den 70. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland. Wladimir Putin hat nach SPIEGEL-Informationen Angela Merkel eingeladen. Manche EU-Staaten haben ihre Teilnahme wegen des Ukraine-Konflikts bereits abgesagt.

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nikolaus1962 07.02.2015, 18:58
100. Da bin ich ganz bei Ihnen

Zitat von hansihofer33
Es wäre erbärmlich dieses Ereignis abzusagen. Die Befreiung von den Nazis ist wichtiger als das zwanghafte Pochen auf die Territoriale Integrität des Kunstgebildes Ukraine, dessen östliche Bürger von Kiew nichts mehr wissen wollen.
Die Worte von Richard von Weitzäcker betreffs der Freiheit gilt auch für Russland und Merkel muss diese Einladung von Preäsident Putin annehmen.

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conocedor 07.02.2015, 18:59
101. Eine Selbstverständlichkeit!

Zitat von Mac_Beth
Erst spricht Gauck davon, dass man den Opfern der Alliierten bzw. besetzten Länder mehr gedenken muss als deutschen Kriegsopfern. Jetzt besucht er eine Gedenkstätte für sowjetische Soldaten. Ein Präsident, der sein Land und die Leute liebt, das wäre mal eine nette Abwechslung.
Es steht einem Bundespräsidenten sehr wohl an, an diesem Tag mit einem Kranz die toten Soldaten desjenigen von Hitler überfallenen Landes zu ehren, das für Deutschlands Befreiung von der Nazidiktatur mit Abstand den höchsten Blutzoll entrichtet hat.
Welche Gedenkstätte hätte Gauck am achten Mai denn passenderweise sonst besuchen sollen?
Einen Wehrmachtsfriedhof?
Dass das zumindest vom Datum her reichlich geschmacklos wäre, sollte Ihnen einleuchten.

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sanibel123 07.02.2015, 18:59
102. Die Teilnahmne ist alternativlos

Ein Fernbleiben wäre skandalös. Die Folgen für das deutsch-russische Verhältnis verheerend. Das scheinen jüngere Foristen nicht zuerkennen, wenn sie diese für Russland wichtige Feier mit den Ereignissen in der Ukraine in Verbindung bringen und eine Teilnahme ablehnen Im 2. WK sind mit Sicherhreit auch eine ganze Menge Ukrainer ums Leben gekommen. Als Soldaten der roten Armee. Die liegen im Zweifel in Stalingrad neben Russen und Deutschen. Für das Desaster in der Ukraine ist nicht Putin der Auslöser gewesen !

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battisol 07.02.2015, 18:59
103. Sie sollte auf jeden Fall dorthin.

Allein um Russland ein Zeichen zu geben dass Sie nicht gegen, sondern mit Russland eine Lösung finden will. US-Generäle können nach Waffenlieferungen schreien wie sie wollen, die USA sind weit weg vom Krisenherd. Deutschland nicht.

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Peter Bernhard 07.02.2015, 19:04
104. Im Gleichschritt

Zitat von der_franzose
Pazifizierung erreicht ? Korea, Vietnam, Afghanistan, Iran, Lybien...na ja alles Erfolge ??? Bitte Frau Merkel, fahren Sie hin !
Ich selber habe mit dem Vietnamkrieg Zeitunglesen gelernt. Intressant fand ich immer die Karte mit Städtenamen, Hue z.B. (heute weiss ich, dass das auch ein Wort für eine bestimmte Zeitungsfarbe ist, damals habe ich mich wohl nur davon leiten lassen..). Die Tatsache, dass da ein Support besteht bringt erstens die Waffenlieferung deutscher Indivualgewehre und zweitens eben den Vietnamkrieg als Trampelpfad, HoTschiMin-Pfad Krieg bei mir ins "Gedenken". Theoretisch ist z.B. Kissinger im nachhinein trotz Nobelpreis unterschätzt - er war als Demokrat auch strengstens verpflichtet, das nur zu stützen, was im Volk noch "beworben" werden konnte als gute causa für einen gerechten und - nicht ohne weiteres - zu bezahlenden, I mean, Means and beyond - Krieg. Wobei diese Zwänge auf der anderen Seite nicht bestanden. Dann aber war nobelpreisig vielleicht nur die geniale Einsicht, dass trotz Tradizionä ein Rückzug das "einzig" Richtige war: Rückhalt war für seltsam Nationales, ohne Allies, nicht mal der ehemalige Fremdenlege-ionistsiche Kolonialist war mehr da - nicht mehr zu rechtfertigen und zweitens je groesser das Engagement aufgrund allerdings akzeptabel weltrevolutinär also un-nationalistisch gemachten Involvement der "Roten" ein Napalmhochrüsten erforderlich wurde, desto grösser wurde besagte nicht-nationalistische Rechtfertigbarkeit. Ich habe noch von keiner "Kiss-inger Feier" gehört, zu später Ehre eines Nobelpreisträger, da gibt es noch einen von der anderen Seite, dass das in jeder Hinsicht sich als gut erwies, auch für Amerika, das hätten wohl auch Ho Chi-Min-Anhänger nicht geglaubt, glaube ich.

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larsmach 07.02.2015, 19:14
105. Hinfahren und

Eine Leistungsschau russischer Waffen wird in Moskaus Straßen zu sehen sein, während der Staat mit 140 Millionen Einwohnern praktisch über keine wettbewerbsfähige Industrie verfügt.

Die Kanzlerin der stärksten Industrienation Europas, von wo auch Herr Putin seine Limousinen bezieht, könnte den Anlass nutzen auf diese Erfordernisse hinzuweisen, um eine Zukunft in Frienden und Wohlstand zu erreichen.

Mangelnder Wohlstand (selbstverschuldet!) ist die Wurzel allen Übels: Russland fühlt sich "gedemütigt" und lässt seine Muskeln spielen, während anderswo Warenströme die Welt beherrschen.

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Demokrator2007 07.02.2015, 19:15
106. Wer verteidigt die Freiheit Europas? Die Amis?

Zitat von white.house
Die US-Boys sind genau die, die im Ernstfall in Europa Ihre Freiheit verteidigen.
Das ist mittlerweile nur noch Wunschdenken. In Wahrheit verteidigen die bloß ihre höchsteigenen Interessen, ob nun TTIP oder NSA. Beides für mich Belege das man den Amis längst nicht mehr weiter trauen kann als ein gutes Richtmikrofon Reichweite hat.
Mit Putin ist das sicherlich auch nicht anders, aber sowenig wie Putin Stalin ist, ist Obama Clinton-schade bei dem einen, Gottseidank bei dem anderen.
Aber der Einfluß der kalten Krieger ist leider immer noch sehr groß weil sie an den Hebeln der Macht sitzen.

Ciao
DerDemokrator

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wkoker 07.02.2015, 19:18
107. Sicher ein zweischneidiges Schwert...

aber sollte auch einmal über den eigenen Schatten springen können. Im 2.Weltkrieg sind auf allen Seiten Millonen Unschuldiger gestorben,und zwar Soldaten und Zivilbevölkerung.

Anscheinend hat keiner dazugelernt.

Befragt das Volk in welchem Land und unter welchem Regime sie leben wollen - entweder als Ukrainer oder Russen.

M.E. sind die ukrainischen Machthaber auch nicht ohne und giessen Oel ins Feuer.

Kriegstreiberei sollte unter Strafe gestellt werden.

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Peter Bernhard 07.02.2015, 19:20
108. Putin populär

Zitat von rickmarten
(...) Den 8./9. Mai 1945 in irgendeinen Zusammenhang mit der Ukraine-Krise zu stellen, wäre schon schlimm. (..)
Das stimmt so - ich hatte kurz mir überlegt, ob das "Russen und Veteranen" ähnlich sehen. "Wäre" es schlimm, wenn ein Russe einen offenen Einmarsch statt Waffenlieferungen (macht sogar Deutschland, in principe) forderte? Das ist wie in der Überschrift des Beitrags vielleicht "Merkwürdig", dass "keiner hingehen" würde. Irgendwie versuche ich mir das nachzuvollziehen, indem ich wohl annehme, im Parallel-Amerika von 1968 der Kommunen sei in gewisser Weise anerkannt worden, dass es sich doch nicht um Nationalismus handelt - heute seitens der Ukraine, irgendwie absurd - sondern um "alternativer Weg zum Wohlstand für alle - DDR eben" was da auf Ho-Chi-Min-Seite kämpft. Und dann schauen wir halt mal: welche Vorgehensweise macht alle glücklicher. Es müsste also von Hollande - finde ich leider sakrilegig-wortspielig gerade - und Merkel zu Protokoll gegeben werden bei den Russen, dass raketenstarrende Nato weder Nationalismus ist, noch - neu, nouveau, novo - eine alternatives System von Kapitalismus, das sich an Stelle setzen will.

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Demokrator2007 07.02.2015, 19:22
109. Was soll gefeiert werden, Krieg oder Frieden?

Zitat von syracusa
Naja, die Balten und Polen kamen durch diesen Sieg der Sowjets ja nur vom Regen in die Traufe. Polen musste es sich gefallen lassen, dass die Sowjets auf Einhaltung des verbrecherischen Hitler-Stalin-Pakts bestanden und mussten die Teilung ihres Landes hinnehmen. Deren Haltung ist deshalb durchaus verständlich. Ich würde es bevorzugen, wenn Gauck und Merkel an den Feiern der westlichen Alliierten teilnehmen würden, und wenn dazu russische Menschen- und Bürgerrechtler aus Russland und aus dem Exil geladen würden, und nicht zuletzt auch WK-2-Veteranen aus der Ukraine.
Wenn hier etwas versteinertes zelebriert werden soll, und was sie beschreiben würde ich genauso nennen, dann haben die Nachfolger der Nazis überhaupt nichts auf so einer Feier verloren.
Als Tag zur Erinnerung und Vermeidung weiterer Kriege gehören alle dahin, die für ein friedliches Zusammenleben aller Völker sind, auch wenn manche einander gegenseitig Friedenswillen absprechen.

Ciao
DerDemokrator

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