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A400M-Militärflieger: Bundeswehr fürchtet den Totalausfall
DPA

Die Probleme an den Triebwerken des A400M sorgen für Alarmstimmung. In der Bundeswehr-Führung wird nach SPIEGEL-ONLINE- Informationen erstmals ein Szenario kalkuliert, in dem das ganze Projekt scheitert.

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anark 09.05.2016, 15:59
90. anark

So ist das mit der deutschen Leistungsgesellschaft. Dir Anleger und der Vorstand von Airbus haben garantiert ihr Schäfchen im Trockenen, der Mist bleibt bei der Allgemeinheit hängen.
Das hat ja bei der BW eine jahrzehntelange Tradition, am besten der Saftladen wird dichtgemacht. Wenn ich Kanonen-Uschi von ihren künftigen Cybertruppen faseln höre, geht mir das Herz auf. Vielleicht finden sich in einem Keller noch ein paar alte Robotron-Boliden, die wären doch passend.

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hup 09.05.2016, 16:01
91. Wir haben keine Beschaffung, wir haben Subventionierung

Im Vordergrund steht hier ganz klar nicht die beste und billigste Ausrüstung der Truppe, sondern das Umleiten von Geldern zur Quersubventionierung von Airbus und europäischen HiTech Firmen.
Es kommen nicht die Beste oder kostengünstigsten zum, Zuge, sondern die die wirtschaftlich und politisch opportun sind. Dass da hinten nichts bei rauskommen kann als Steuerverschwendung ohne Gegenleistung ist eigentlich glasklar.
Nicht *ein* Rüstungsprojekt aus der oberen Kategorie wurde im Rahmen der Kosten und Zeitvorgaben fertiggestellt, selbst mit 300% Überziehung nicht.
Der "Jäger 90" war das Flugzeug der letzten Generation und fliegt immer noch nicht im Einsatz, unsere Marinehubschrauber dürfen nicht über Wasser fliegen und bei salzhaltiger Umgebung eingesetzt werden (lol), der A400 ist ein Desaster in Zeitlupe, die nächste Panzerentwicklung mit den Franzosen ist erst gar nicht absehbar, unsere (geleasten) Drohnen bekommen erst gar keine Flugerlaubnis.
Wie machen es andere Nationen? Sie bestellen was am Markt zu haben ist, einsatzbereit, kampferprobt zu transparent kalkulierbaren Kosten mit Wartung (und ohne Frage viel billiger als die Eigenentwicklungen), z.B. Apache Kampfhubschrauber, Black-Hawk Truppentransporter, C-130 und C-17 Transportmaschinen usw.
Wir zahlen Milliarden für Mediocre Neuentwicklungen die am Ende nach 300 Kompromissrunden weder billig noch gut sind, geschweige denn verfügbar. Eine ewige Entwicklungsspirale der Steuerverschwendung. Und wenn es so richtig schief geht, dann wird das Desasterunternehmen auch noch mit Nachfolgeaufträgen belohnt, siehe Heckler & Koch für das tolle G36, das prinzipiell funktioniert, nur nicht unter harten Einsatzbedingungen...

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politikus_ii 09.05.2016, 16:02
92.

Zitat von vulcan
Keine Ahnung, wieso hier immer wieder Antonov auftaucht. Sie glauben doch nicht im Ernst, man macht sich von solchen unsicheren Herstellern (Herstellerland) abhängig? Weiterhin müssten die erstmal auf NATO-Standard gebracht werden. Welche Antonov-Modelle schweben IHnen denn da so vor, die für die BW passen würden?
1. Wenn man ANTONOW Flugzeuge einkauft, erhält man logischerweise auch die Technologie gratis dazu, so dass ein Nachbau selbst für deutsche Ingenieure kein Problem sein dürfte.

2. Der NATO-Standard bedarf, wie jeder Standard, einer regelmäßigen Anpassung an die Realität.

3. Die Antonow-Technik ist für militärische Zwecke besonders geeignet, da sie einfach und fehlertolerant genug ist, so dass auch Soldaten damit zurecht kommen.

4. Mir schweben keine An-Modelle vor.
Es gibt allerdings genug An-Modelle, so dass ziemlich jedes Anforderungsprofil abgedeckt werden kann.
Ein einzelnes Flugzeugmodell, wie bei der A400M geschehen, zu einer eierlegenden Wollmilchsau machen zu wollen, scheitert logischerweise immer.

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cm1 09.05.2016, 16:02
93. Was sagt Airbus

Normalerweise gibt es bei solchen Pannen Rückrufe (siehe Autos oder Lebensmittel), die verantwortlichen Mitarbeiter und Manager werden entlassen und müssen ggf. haften (haha, nur ein Witz)...

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felisconcolor 09.05.2016, 16:04
94. Airbus

Zitat von dotter101
Airbus selber stellt doch normalerweise nicht Triebwerke her oder ist das beim 400M anders?
bestand auf einen kanadischen Hersteller weil die Triebwerke für den 400M besser ausgelegt gewesen wären. Die Auftraggeber bestanden auf einen britischen Hersteller vor dem Airbus eindringlich gewarnt hatte. Nun hat man den Salat

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spon-1169332508199 09.05.2016, 16:06
95. An70

Super Sache die AN 70, warum fliegt dann bis heute nach 20 Jahren nur ein Prototyp?
Also ebensowenig ausgereift....
Mit einem Mix aus C130J und C17 könnte man wohl das meiste machen. Haben auch Kinderkrankheiten gehabt, aber sind jetzt auskuriert;-)

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kunibertus 09.05.2016, 16:07
96. Mich wundert eigentlich nur,

dass das Ganze jetzt erst bekannt wird, wo schon genügend Geld verbrannt ist. Es ist allerdings auch wiederum kein Wunder. Während meiner - zugegebener weise nicht ganz freiwilligen Tätigkeit in einem Bundesministerium musste ich mir als ersten Grundsatz einprägen: "Sachkenntnis schadet nur." Der Verwaltungsbeamte wird nicht für das Denken oder das Lösen von Problemen alimentiert. Er hat gefälligst politische Entscheidungen - die nach meinen Erfahrungen auch nur höchst selten von Sachkenntnis getrübt sind - durch die Anwendung von Verwaltungsvorschriften so aufzubereiten, dass die dem breiten Wahlvolk als sinnvoll erscheinen. Dabei gilt der weitere, im § 20 GGO festgelegte Grundsatz der Zuständigkeit. Da ist eben jeder nur für einen kleinen Teilbereich zuständig. Was daneben, darunter oder darüber passiert, hat einen ordentlichen Verwaltungsbeamten nicht zu interessieren. Schließlich gibt es doch Umlaufmappen. Irgendwann wird sich ein unangenehmes Problem schon von selbst erledigen. In einer ordentlichen Verwaltung gilt das Managementprinzip per Fallobst: "Wenn Entscheidungen reif sind, fallen sie von alleine.". Der Vorteil dieses Prinzips der organisierten Verantwortungslosigkeit ist auch, dass nie jemand haftbar gemacht werden kann, jeder hat ja nur im Rahmen seiner Zuständigkeit gehandelt. Wenn die Wogen dann doch zu hoch schlagen, übernimmt irgend ein Politiker die "politische Verantwortung". Das tut ihm nicht weh; er geht dann als Frühpensionär einer hochdotierten Beschäftigung in der Industrie nach - am besten in einem Unternehmen, mit dem er vorher zu tun hatte - oder er wird nach einer Schamfrist auf einen höheren Dienstposten befördert.

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drunem 09.05.2016, 16:07
97.

Zitat von politikus_ii
Wenn man keinen Flughafen bauen kann, ist es auch wenig sinnvoll ein Flugzeug zu bauen.
das ist der Punkt ;)

Wenn man das so sieht, könnte man grad meinen, die leute bei Airbus seien die totalen Anfänger. Auch gerade hinsichtlich der Tatsache, daß sie ja nun wirklich schon das ein oder andere brauchbare Flugzeug in die Luft gebracht haben, finde ich es nicht wirklich nachvollziehbar, warum es nun gerade bei diesem Typ zu solchen massiven schwierigkeiten kommet.

Gruß

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silverhair 09.05.2016, 16:09
98. Na .. so ist das nun wirklich nicht

Zitat von spon_2984056
Gute Idee, aber politisch z. Zt. etwas heikel. Warum das Rad immer neu erfinden ? Gute Frage ! Robuste Flugmotörchen werden seitmind. 100 Jahren gebaut. Wenn die Ingineure von Airbus das nachdieser Zeit nicht selbst hinbekommen,dann sollten sie erst mal ein Praktikum z.B. bei Rolls Royce oder Pratt & Whitneymachen. Gruß Johannes
Dummerweise - Keine 100 Jahre

https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Luftfahrt#Zweiter_Weltkrieg

Erst mit dem 2 Weltkrieg begann eigentlich die Luftfahrt, und sein Ende fand er mit 2 Atombomben - B29..

Da war aber für Deutschland erstmal schluss , die Allierten verboten 2 Jahrzehnte überhaupt Deutschland die Entwicklung und Betrieb neuer Flugzeuge , und richtig Weltweiter Flugverkehr und immer neue Maschinen gibts erst ab 1990 .. also grad mal 25 Jahre!

Also .. alles grad erst stand Versuchlabor würde ich mal sagen .. in Hundert jahren reden wir dann mal über richtige Flugzeuge :)

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buck_danny 09.05.2016, 16:11
99.

Zitat von unbekanntgeblieben
1) Warum kaufen alle möglichen Länder bei uns Waffen, wenn wir scheinbar solchen Schrott haben? 2) Wie kann man uns noch Ernst nehmen? Wie kann man so Auslandseinsätze führen? So können wir nicht mal den BER besetzen ... das ist böse, aber früher haben wir das scheinbar mal besser hingekriegt ... 3) ( *Spoiler* !) In Mission Impossible:Rogue Nation, flog diese Maschine am Anfang. Zählt dieser Film jetzt zu Science-Fiction oder in die 'Fantasy'-Richtung?
1) So viele Waffen verkaufen wir gar nicht. Wir verkaufen vor allem "Rüstungsgüter", da zählt jeder Transport-Lkw oder jedes Funkgerät auch dazu.

2) Uns nimmt auch keiner mehr ernst. Wir werden nur noch respektiert, weil wir Geld haben. Und das will man uns noch irgendwie abknöpfen. Sobald wir pleite sind, werden wir mal sehen, was uns "Freunde" dann mit uns machen

3) Fantasy. Also Märchenwelt. SF wäre Zukunft. Wir haben keine Zukunft mehr. Der Euro wird scheitern, Europa wird scheitern und wir werden da stehen, pleite, ohne Militär und die Innere Sicherheit ist auch nicht viel mehr wert. Dazu interne Probleme, Flüchtlinge, Islam und da ist ja dann noch unser Freund Erdogan im Osten.

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