Forum: Politik
A400M-Militärflieger: Bundeswehr fürchtet den Totalausfall
DPA

Die Probleme an den Triebwerken des A400M sorgen für Alarmstimmung. In der Bundeswehr-Führung wird nach SPIEGEL-ONLINE- Informationen erstmals ein Szenario kalkuliert, in dem das ganze Projekt scheitert.

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silverhair 09.05.2016, 16:31
110. Falsches System der Politik

Zitat von stefanmargraf
Erst sind wir zu blöd einen Flughafen zu bauen und dann können wir offenbar nicht mal mehr Flugzeuge? Das passt ja hervorragend. Wenn nicht "wir" es sind, sondern dies ein europäisches Gemeinschaftsprojekt der EU, dann ist das nicht nur ein Beweis für die Unfähigkeit der EU, sondern auch, das dies nicht heilbar ist und am Prinzip EU krankt (siehe Turmbau zu Babel).
Es krankt am politischen System selber , und ganz besonders da in Deutschland.
Nach dem WK 2 hat man den dt. Erzählt , man wolle eine Demokratie mit neuem Anfang, hat aber im grunde das selbe Weimarer System nur mit neuem Mäntelchen verkauft!

Als Vergleich. Die USA.. Deren Präsident ist eigentlich nur für die Aussenverteidigung zuständig, wählt seine Berater und Minister einfach aus .. und das kann jedermann sein. Er hat mit den Parteien selber , und auch mit Senat + Kongress nichts zu tun!

Deutschland hat Parteien gigantisch, deren Mitglieder Besetzen alle Posten im Parlament, in der Regierung, im Beamtentum, und dabei ist deren Fachqualifikation bezoge auf die Aufgaben nahezu null. Und die Mehrzahl ist einfach Jurist (30%).

Das dieses Pöstchen Besetzen auf jeden Fall. dieser absolute Parteienproports nicht nur massiv anfällig ist für Lobbyismus, sondern auch massiv für absolute Fachunkenntnis der Mitglieder selbst der Regierung ist kein Wunder.
Nicht gegen eine Medizinerin als Ministerien, aber doch nicht für Rüstung oder Logistik zb:

Weder Merkel noch sonst irgendein Regierungmitglied haben eine auch nur halbwegs qualifizierte Fachausbildung .. man ist von Göttlicher Allwissenheit dort fest überzeugt .. nur die scheitert in einer hochgradig technologischen Welt immer mehr und mehr .. man bastelt sich von einem desaster zum nächsten eben.. glaubt aber immer noch das man "Wissen und Können hat"!

Vor allem der Berufastand der "Juristen" glaubt, das man mit "Gesetzen" und Verträgen die Welt regeln könne, nur dummer weise interssieren sich Naturgestetze und Technik nicht für menschliche Gesetze.. die haben schlicht andere, und die sind absolut konträr zu dem was Juristen so als Wortartisten treiben!

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politikus_ii 09.05.2016, 16:32
111.

Zitat von mwroer
Ihre Bürokraten sagen in Bezug auf Militärgerät unwahrscheinlich viel wenn der Tag lang ist - angesichts der Offenbarungen der letzten 4 Jahre in diesem Bereich sollten Sie sich aber ggfls. fragen: Wissen die wovon sie reden? Und nein - Lockheed für die US Airforce schlampt genau so - aber mal ganz ehrlich, muss man das nachmachen? Es gibt reichlich gute Militärtransporter die man kaufen kann. Immerhin! Ein gutes hat das ganze doch auch: So wird Eure Bundeswehr in jedem Fall zur reinen Verteidigungsarmee. Mwhahaha, sorry, liebe Grüße aus den Niederlanden :)
Unsere Bundeswehr hätte als Verteidigungsarmee sogar eine gute Chance einem Angriff stand zuhalten.
Allerdings nur, wenn z.B. die Armeen von Liechtenstein oder Andorra angreifen würden.

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MatthiasPetersbach 09.05.2016, 16:35
112.

Zitat von zahlknecht
...der Bundeswehr betrifft kann ich nur eines sagen: Es ist die Schuld der verantwortlichen Politiker und deren zivilen Handlanger, die seit der Wiedervereinigung, das Militär und dessen Ausstattung, derart auf "Sparflamme" gesetzt haben, dass eine kleine, gut ausgerüstete und moralisch auf Vordermann gebrachte "Hottentottenarmee" uns überrennen könnte. Anstatt auf vorhandenes, jahrelanges bewährtes Gerät, gleich welcher Art zurückzugreifen, z.B. Transportmaschinen aus den USA aufzukaufen und evtl. in Linzens in Europa zu fertigen, schmeißt man Milliarden für Entwicklung zum Fenster hinaus und nichts funktioniert zum Schluß!
Nun, WENN überhaupt, dann ist der Fehler darin zu suchen, daß man sich gleichzeitig für nen Kampf gegen die "Hottentotten" einstellen versucht, aber andererseits den Einflüsterungen der Waffenlobby verfällt, die behaupten, Waffen müssten irgendwie technisch weit vorne sein.

Bei einem asymetrischen Krieg wie z.B. im Osten gegen ein paar Witzbolde von Turbanträgern mit "youtube"-affiner Kampfkraft sind weltmeisterliche technische Werte völlig vernachlässigbar.

Gegen einen Gegner ohne Luftwaffe kann ich auch mit 500 km/h anfliegen. Und dort wird auch keine Schnellbootrakete für 2 Mio pro Projektil gefordert.

Das wird eigentlich nirgends. Außer in einem Krieg, den niemand führen wollen kann - und den niemand gewinnt.

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varesino 09.05.2016, 16:36
113. Militärs, Politiker und Industrie, eine unheilige Allianz

Das Militär spezifiziert immer etwas dass es gerade nicht gibt. Das eine Flugzeug ist zu groß, das andere zu klein. Oder man wünscht sich irgendwelche haarsträubenden Eigenschaften. In Deutschland hat so etwas eine besondere Tradition (Sturzkampffähigkeit, Blitzbomber, Allwetter Tiefangriff.....

Politiker denken sich nichts dabei, schnappen aber ein paar Schlagworte wie geänderte Bedrohungslage auf und öffnen die Geldbörse. Ist ja nicht ihr Geld und am Ende war Rüstung immer gut für den Wahlkreis.

Die Industrie faselt von Weltmarkt, Alleinstellungsmerkmal und Arbeitsplätze und nimmt dann Politik und Steuerzahler in Geiselhaft.

Dann schlägt Europa zu. Aufträge werden nach Länderproporz und nicht nach Kompetenz verteilt. Am besten bildet sich für dieses eine Projekt ein Konsortium aus Firmen, die so etwas noch nie gemacht haben, aber die Flaggen passen schön zusammen.

Das Resultat heißt dann NH90, Tiger, EFA, A400M, .....

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MatthiasPetersbach 09.05.2016, 16:38
114.

Zitat von hape2412
Einkauf bei Antonow gewsen? Selbst bei einem Kompletttausch der Elektronik hätte man ein absolut zuverlässiges, robustes Flegzeug eingeführt und hätte das Projekt "neues Transportflugzeug" schon lange ad acta legen können.
Sie verwechseln da etwas:

NIEMALS ist die Absicht irgendeines Waffenherstellers/Heereslieferanten, daß die Truppe nachher mit was vernünftigem dasteht. Das ganze Sinnen und Trachten dieser Leute - hüben wie drüben- ist darauf ausgelegt, maximal viel Kohle abzuzocken.

Das war schon bei Napoleon nicht anders.

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mimas101 09.05.2016, 16:39
115. Hmm

offensichtlich reden zu viele Nationen rein (man denke an die vielen Köche....), so ein Projekt kennt keinen Stichtag weil sich während der langjährigen Entwicklungsphase die Technik laufend ändert pp.
Dann sollte alles noch extrem leicht sein, sehr viel transportieren können, für eine Vielzahl unterschiedlicher Einsätze ausgelegt sein und auf jeder Almweise starten und landen können.

Auch las man diese Tage das EADS keinerlei Erfahrungen bei Propellertriebwerken hat und selbst ein spezialisierter Hersteller elend lange brauchte dem Triebwerk viele Marotten auszutreiben.
Und das obwohl die ersten Verkehrs-Flugzeuge nach dem Kriege allesamt Propellermaschinen waren und zuvor Nurflügler und Düsentriebwerke nur Entwicklungsstudien darstellten.

Da sollte man also zunächst mal die Wunschlisten der beteiligten Nationen auf ein realistisches Maß zusammenstutzen und Triebwerke zunächst mal einkaufen anstelle selbst was zusammenzupfriemeln.
Ansonsten haben wir nur ein Flugzeug das nicht länger als 3 Stunden am Stück ohne Wartung fliegen kann und auch nur dann wenn das Wetter nach den Laborbedingungen ist. Wobei man dann tunlichst auf 75% der Ladekapazitäten verzichten sollte.

Allerdings - wenn die USA neuerdings museumsreife B52-Bomber einsetzen dann sieht es wohl jenseits des großen Teichs nicht viel besser aus.

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gehirngebrauch 09.05.2016, 16:44
116. riesenflieger

ist ja nun stark übertrieben, aber ein pleiteflieger ist es allemal. mir ist auch nicht ganz verständlich wohin denn große nutzlasten der bundeswehr transportiert werden sollten (hindukusch ist bestimmt nicht der traumort). und auf jeden fall wäre es billiger und sicherer gewesen z.b. die il-76 in lizenz zu bauen und z.b. roll's royce oder general electric triebwerke einzuhängen. zumindest damals hätte der kreml mitgemacht. und bewährt haben sich diese flieger alle mal schon.

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gehirngebrauch 09.05.2016, 16:44
117. riesenflieger

ist ja nun stark übertrieben, aber ein pleiteflieger ist es allemal. mir ist auch nicht ganz verständlich wohin denn große nutzlasten der bundeswehr transportiert werden sollten (hindukusch ist bestimmt nicht der traumort). und auf jeden fall wäre es billiger und sicherer gewesen z.b. die il-76 in lizenz zu bauen und z.b. roll's royce oder general electric triebwerke einzuhängen. zumindest damals hätte der kreml mitgemacht. und bewährt haben sich diese flieger alle mal schon.

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MatthiasPetersbach 09.05.2016, 16:53
118.

Zitat von mimas101
Allerdings - wenn die USA neuerdings museumsreife B52-Bomber einsetzen dann sieht es wohl jenseits des großen Teichs nicht viel besser aus.
Die haben eben eingesehen, daß man nicht mehr BRAUCHT. Warum soll man dann mit der "hunnischen überschweren Feldkeule Nr 36" anrücken, wenn ne einfache Ohrfeige genügt?

Sehen Sie irgendwo auf der Welt eine kriegerische Auseinandersetzung, bei der über 20 Jahre altes Equipement nicht völlig ausreichend oder gar overdosed wäre?

Im Busch und in der Wüste krankt es doch an etwas völlig anderem.

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ranzendick 09.05.2016, 16:57
119. Uraltes deutsches Problem

Wenn ich richtig gelesen habe, konnten wir das schon zu Führers Zeiten mit der ME 262. Der Starfighter war auch so ein Pannenprojekt. Und jetzt das hier. Ich glaube, die Struktur der Wehrmittelbeschaffung ist ursächlich dazu gedacht, Steuergelder zu verbrennen und von Zeit zu Zeit den Verantwortlichen über die Klinge springen zu lassen. Das klappt jedenfalls ganz gut.

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