Forum: Politik
A400M-Militärflieger: Bundeswehr fürchtet den Totalausfall
DPA

Die Probleme an den Triebwerken des A400M sorgen für Alarmstimmung. In der Bundeswehr-Führung wird nach SPIEGEL-ONLINE- Informationen erstmals ein Szenario kalkuliert, in dem das ganze Projekt scheitert.

Seite 13 von 13
hman2 09.05.2016, 16:58
120.

Zitat von mimas101
offensichtlich reden zu viele Nationen rein (man denke an die vielen Köche....),
Nö. Das macht nur unsere Regierung. Die Franzosen haben genau wie beim Tiger das Modell von der Stange bestellt ohne MEHRE HUNDERT EXTRAS, und wurden daher schon vor vielen Jahren beliefert und sich hoch zu zufrieden. Nur die Bundeswehr ruft einmal pro Woche an und was ändern lassen... Und wundert sich dann, wenn der Zeit- noch Kostenrahmen zu halten sind... Seltsam...

Beitrag melden
j.vantast 09.05.2016, 16:58
121. Also wird da nichts präsentiert?

Wenn die hochtechnologische Armee (das allein ist schon ein Witz) nur das neueste Fluggerät zeigen will bleibt der Platz wohl leer. Mittlerweile ist es wirklich peinlich dass die europäischen Firmen nichts gebacken bekommen. Kein brauchbares Rüstungsgerät, keine brauchbaren Elektrofahrzeuge, keine Flüghäfen, keine Opernhäuser..... Alles aus der Rubrik Pleiten, Pech und Pannen.
Der einzige Trost: Die Russen stehen auch nicht besser da mit ihrer völlig veralteten und unzuverlässigen Technik.

Beitrag melden
Theodoro911 09.05.2016, 17:16
122. Die Stationierung im Baltikum

von 150 Hanseln zur "Abschreckung" macht Sinn wenn man intern weiss daß Transportkapazität fehlt und auf die Schnelle nicht beschafft werden kann. Wenn sie 4 Wochen "abgeschreckt" haben können sie notfalls auch heimlaufen. Die Russen wollen keinen Krieg. Sie wollen Sicherheit wie wir auch,

Beitrag melden
auweia 09.05.2016, 17:17
123. Eierlegende Wollmilchsau

Zitat von politikus_ii
1. Wenn man ANTONOW Flugzeuge einkauft, erhält man logischerweise auch die Technologie gratis dazu, so dass ein Nachbau selbst für deutsche Ingenieure kein Problem sein dürfte. 2. Der NATO-Standard bedarf, wie jeder Standard, einer regelmäßigen Anpassung an die Realität. 3. Die Antonow-Technik ist für militärische Zwecke besonders geeignet, da sie einfach und fehlertolerant genug ist, so dass auch Soldaten damit zurecht kommen. 4. Mir schweben keine An-Modelle vor. Es gibt allerdings genug An-Modelle, so dass ziemlich jedes Anforderungsprofil abgedeckt werden kann. Ein einzelnes Flugzeugmodell, wie bei der A400M geschehen, zu einer eierlegenden Wollmilchsau machen zu wollen, scheitert logischerweise immer.
Wenn es denn nur die eierlegende Wollmilchsau (militärisch El-WMS) gewesen wäre - das hätte man ja vielleicht noch hinbekommen. Aber sie sollte ja auch noch so gut wie nix kosten, europäische Arbeitsplätze sichern und wurde kurz vor der Vertragsunterzeichnung noch mit der Anforderung "Reittier" befrachtet.

Beitrag melden
Reiner_Habitus 09.05.2016, 17:21
124.

Zitat von politikus_ii
1. Wenn man ANTONOW Flugzeuge einkauft, erhält man logischerweise auch die Technologie gratis dazu, so dass ein Nachbau selbst für deutsche Ingenieure kein Problem sein dürfte.
Wissen sie aus wie vielen Teilen so ein Flieger besteht?

Sie müssten in der Lage sein jedes einzelne Teil zu fertigen. Alles aus Werkstoffen und Komponenten die uns hier völlig fremd sind.

Selbst wenn sie ein schnödes Kabel brauchen, so müssen sie es exakt so herstellen wie der Lizenzgeber es vorgibt.

Will sagen die Kunststoffummantelung und die verwendete Kupferlegierung entsprechen dann russischen bzw. ukrainischen Standards. Also brauchen sie um es heir zu fertigen die Werkstoffmischungen und wenn es daran nicht scheitert hält da drüben bestimmt jemand die Hand auf um Unterlizenzen und Patente zu vergeben.

Das ganze zieht sich dann wie ein roter Faden durch jede Komponente am Flieger. Also Hydraulikdichtungen , Schläuche, Motoren, Avionik, Bereifung, Spanten, Außenhaut.

Natürlich können sie das Ganze auch irgendwie auf westliche Normen umfriemeln, aber dann kommen sie mit einer 100% Neuentwicklung besser weg. Garantiert....

Und was die aktuellen Getriebeprobleme angeht: Die bekommt man in den Griff. Haben die Amis auch. Das Problem ist wohl schlicht und einfach das Planetengetriebe im Allgemeinen zu viel Öl nicht abkönnen.

Die Amerikaner haben dies seinerzeit durch selektive Schmierung gelöst.....

Beitrag melden
yvowald@freenet.de 09.05.2016, 17:22
125. Russische Tupulew kaufen

Es wäre sicherlich erfolgversprechender gewesen, hätte die deutsche Bundeswehr sofort auch die russische Tupulew gesetzt.
Dieses Flugzeug fliegt tatsächlich ohne Probleme - seit vielen Jahren.
Der Kauf dieses russischen Flugzeugs könnte auch dazu beitragen, die Verwerfungen zwischen Russland und Deutschland - auch zwischen Russland und der NATO - zu beseitigen.
Hoffentlich kommt es zu einem Sieg der Vernunft.

Beitrag melden
mikkomz 09.05.2016, 17:52
126. Hausgemachte Probleme

Die Triebwerksproblematik wurde ja bereits mehrfach kommentiert, anstatt perfekt funktionierende Systeme vom Weltmarkt zu nehmen, musste es ja eine Eigenentwicklung von darauf nicht spezialisierten europäischen Unternehmen sein. Selbst wenn die jetzt angefallenen Probleme behoben werden könnten, ist damit noch lange keine langfristige Nutzbarkeit der Triebwerke gewährleistet. Nach dem Problem ist dann vor dem Problem.

Man sollte das Projekt einstampfen und sich bei den Amis bedienen. Boeing hat mehrere C-17 nach Produktionsende auf Halde produziert, für die Käufer gesucht werden. Vielleicht kann man hier mit den von der A400M betroffenen Natopartnern eine Staffel zusammen aufstellen und unterhalten. Damit sind weltweite Transportaufgaben sicherlich zu bewältigen. Und für den lokalen "Eigenbedarf" noch eine Anzahl bewährter und trotzdem brandneuer C-130J. Mehr braucht es nicht und die Dinger fliegen!

Beitrag melden
omnium_consensu 09.05.2016, 17:57
127.

Zitat von MatthiasPetersbach
Sorry, der Gigant - das war ne Lachplatte. Geschwindigkeit, Manövrierfähigkeit und vieles andere hat man da schlicht vergessen mit einzupacken. Und ein Panzer 38t war grundflächenmäßig so groß wie ein heutiger Golf ……
"Lachplatte" - na klar, rückblickend ist immer gut lachen über die altertümlich wirkenden Produkte der Vergangenheit.

Der "Gigant" war der seinerzeit mit Abstand größte und leistungsfähigste Vertreter seiner Zunft und in der Lage, ca. 12t Nutzlast über eine Strecke von 1.100km zu transportieren. Wikipedia spricht sogar von bis 22t Nutzlast beim Überlastungsstart, der extern (mit Schlepphilfe oder abwerfbaren Starthilferaketen) unterstützt werden musste. Auf einem Bild ist zu sehen, wie eine schwere Feldhaubitze 15cm samt schwerer Zugmaschine in den Laderaum einfahren mit einem Gesamtgewicht von knapp 18t- ein ziemlich großer und schwerer Golf, der da hätte mitgeführt werden können!

Dazu in kürzester Zeit entwickelt und zur Serienreife gebracht und aus wenig kriegswichtigem Material gebaut wie Holz und Leinwandbespannung.

Die geringe Geschwindigkeit war geschuldet der Lage, dass man sich nicht Motoren der "ersten Liga" bedienen konnte, sondern nur bis zu sechs rel. schwache französische Aggregate mit zum Ende der Bauzeit jeweils gut 1000PS verbauen konnte.

Und warum kreiden Sie einem Lastenflugzeug den Mangel an Manövrierfähigkeit an, die Me 323 sollte keinen Kunstflugwettbewerb gewinnen, sondern eine möglichst große Nutzlast sicher über eine möglichst große Entfernung bringen, und dazu war sie sehr gut in der Lage, so sie denn nicht von gegnerischen Flugzeugen und ohne Begleitschutz angetroffen wurde?

Im Gegensatz zu Ihnen habe ich großen Respekt vor den Menschen, die solch ein - im wahrsten Sinne des Wortes - Riesenprojekt in heute nicht mehr nachvollziehbarer Zeit entwickelten und umsetzten.

Die hier besprochene A400M zeigt, das man so ein Projekt auch völlig in dien Sand setzen kann trotz einer materiellen Situation, die sich die Macher der Me 323 nicht zu träumen gewagt hätten.

Beitrag melden
einzigerwolpertinger 09.05.2016, 17:58
128. Genau

Zitat von auweia
Wenn es denn nur die eierlegende Wollmilchsau (militärisch El-WMS) gewesen wäre - das hätte man ja vielleicht noch hinbekommen. Aber sie sollte ja auch noch so gut wie nix kosten, europäische Arbeitsplätze sichern und wurde kurz vor der Vertragsunterzeichnung noch mit der Anforderung "Reittier" befrachtet.
und rückwärtsfliegen muß sie auch können.

Doch ernsthaft, wenn ich 'Bundeswehr' höre oder die geleasten Fahrzeuge auf der Straße sehe und noch an die Uniformbeschaffung denke, dann ist mir klar, daß eine Armee nicht funktionieren kann, bei der so viele Politiker ihre Unfähigkeit ausgelebt und so viele Berater ihre Taschen gefüllt haben.

Ich kenne den genauen Betrag nicht, aber was die BW für Beratung ausgibt, ist schon erklecklich. Und solche Ergebnisse.

Beitrag melden
Seite 13 von 13
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!