Forum: Politik
Abgasaffäre: Merkel lehnt Hardware-Updates für Dieselautos ab
DPA

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich im SPIEGEL verärgert über die deutschen Autobauer. Und erklärt, warum sie die Konzerne im Dieselskandal trotzdem nicht zu Motor-Nachrüstungen verpflichten will.

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igel-online 02.09.2017, 02:22
190. Unausgegorene Rechtsauffassung

Zitat von apollo69
Es hilft den Dieselfahrer ja nicht wirklich, wenn unausgegorene Nachrüsttechnik eingebaut wird. Besser nun da das Kind in den Brunnen gefallen ist, Konsequenzen für die Zukunft daraus ziehen. Eine konkrete Strategie zur Förderung alternativer Antriebe wie Wasserstoff und Brennstoffzellen könnte auch nicht schaden. Elektroantriebe mit Akkus scheiden aus praktischen Gründen aus.
Da ist kein Kind in den Brunnen gefallen, sondern da sind von Automobilkonzernen systematisch Millionen von Autokäufern betrogen und massiv geschädigt worden. So etwas nennt man kriminell, das hat man in den USA besser verstanden als hier. Es ist sicher notwendig, für die Zukunft Konsequenzen daraus zu ziehen und vernünftige Verkehrs- und Fahrzeugkonzepte zu entwickeln - das hätte auch schon längst geschehen können und müssen. Es hilft aber den heutigen Dieselfahrern gar nichts. Söllen die ihr Auto auf den Schrottplatz bringen? Die Nachrüstung mit einer Katalysator-Abgasreinigungsanlage und Harnstoff ist keinesfalls unausgegoren, sondern die bislang einzige Möglichkeit, den Ausstoß von Stickoxiden bei Dieselmotoren um bis zu 90 Prozent zu reduzieren. Und da kann man nicht sagen, das Kind sei in den Brunnen gefallen, sondern da hat die Politik dafür zu sorgen, dass die Betrüger den Schaden wieder gut machen und die Autos ihrer Betrugsopfer durch entsprechende kostenfreie Nachrüstung wieder vollständig nutzbar machen und den Wertverlust verhindern. Die Automobilindustrie hat durch den Einsatz von betrügerischer Software bislang so viel verdient, dass sie bestimmt noch finanziellen Spielraum für Investitionen in neue und moderne Technologien hat, auch wenn sie ihre Opfer entschädigt. Die Empörung unserer Kanzlerin über diesen Betrug und über dieses Hinters-Licht-Führen der Kunden ist da wohl nicht ausreichend, sondern diesmal ist richtige Politik zum Wohle der Bürger angesagt.

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Knossos 02.09.2017, 07:00
191. Auto-schachmatt

Nachrüstung von Hardware ist die einzig wirksame Maßnahme. Sie kostet im Einzelbezug zwischen 1500 und 1800 EUR. Die Autohersteller kostete sie vielleicht zwischen 200 und 500 EUR. Wirtschaftlich durchaus darstellbar. Schon gar, da es sich beim Abgasbetrug überhaupt erst um eine Einsparung handelt, obwohl Profite ohnedies überreichlich sind.

Die Kanzlerin aber meint, Teile der Rücklagen in Behebung zu investieren, verhinderte kommende Innovationen, während die Effizienz von Verbrennern doch kaum zu steigern ist, und sie zugleich eine Umschwenken auf alternative Antriebe für unrealistisch hält. Man achte auf das geistige Schachmatt ihrer Darstellung.


Frau Merkel wird als integer gehandelt. Obwohl es nie eine internationale Überprüfung zu Eignern und Inhalt von Geheimkonten gegeben hat, meint man zu wissen, daß sie jeglicher Bestechung abhold sei.

Privatisierung, "Bankenrettung", Flüchtlingspolitik und jetzt auch wieder zum Abgasbetrug: Stets steht die Kanzlerin verläßlich zugunsten des Geldadels gegen die Interessen der Bevölkerung und zum Nachteil des Kleinen Mannes.

Einmal außen vor lassend, daß manchem unter ihnen doch Klüngel und Zuwendungen aus der Industrie nachgewiesen werden konnten, mag man Figuren mit unzureichender Bildung und eingeschränkter Auffassungsgabe, wie etwa Adenauer oder manchen US-Präsidenten der Nachkriegszeit die Einfältigkeit des Glaubens zurechnen wollen, daß es dem Land gut ginge, wenn die Oberschicht nur prosperiere.

Was aber mag die Agenda der Kanzlerin begründen, deren geistiger Hintergrund dazu ausreichen sollte, zu ersehen, was sie da tut? Den bewies sie schließlich bereits dadurch, daß sie sich erst bei anderen, eher Soziales im Wappen führenden Parteien bewarb, bevor sie zu Kohls "Mädchen" wurde?

Was und wie bewegt jemand ihrer Karriere und Position dazu, unverbrüchlicher Wasserträger der Industriellen und Geldverweser zu sein?

In den Medien beruft man sich dazu fragwürdig auf Merkels Geltungsbewußtsein, also narzißtische Anwandlungen. Würden die etwa nicht befriedigt, wenn man sich für Interessen der Bevölkerung stark machte?

Ebenso abstrus abgelutschter, traditioneller Vorwand zu erhaltener Arbeitsplätze, der ja schon aus empirischen Gründen bei niemandem mehr mit einem IQ von über 72 zieht.

Was also bringt einen Menschen, der geschworen hat, "Schaden vom Deutschen Volk abzuhalten" dazu, auf eklatante und stete Weise der Minderheit ohnehin übermäßig begüterter Oberschicht zuzuschaufeln und die Republik in den sozioökonomischen Bankrott zu reiten?

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manotti 02.09.2017, 08:30
192.

Zitat von Spiegelleserin57
wenn Sie gerne nach Feierabend einen großen Ausflug machen um noch schnell einzukaufen gehören Sie sicher zu den Sportlichen und denen die nicht lange arbeiten müssen. Alle Ladenzeilen werden mit LKWs beliefert und viele Stellen in der Innenstadt sind auch nicht so schnell zu erreichen. Die vielen Kunden bleiben aus wenn sie die Innenstadt nicht mit dem Auto erreichen können. nicht ohne Grund gibt es die vielen und großen Parkhäuser. In FFM ist die Innenstadt zur Rushhour nur mit Stop and go zu erreichen weil die meisten Leute Pendler da auch die Mieten in der Innenstadt nicht mehr bezahlbar sind. Die Leute müssen mit dem Auto kommen da der öffentliche Nahverkehr überlastet ist. wie das ohne ein Auto funktionieren soll ist mir wirklich schleierhaft! Die Mietsteigerungen regeln den Verkehr mit Sicherheit da bald die Innenstädte nur noch von den reichen bewohnt werden die dann natürlich eine Ausnahmegenehmigung besitzen. Geld regiert die Welt ,...wie immer!
Wenn man nach Feierabend noch schnell etwas einkaufen möchte, fährt man wohl kaum in die Innenstadt, sondern auf die grüne Wiese.
Die Supermärkte und Discounter dort, haben sehr lange Öffnungszeiten, da sind die Läden in den Innenstädten längst geschlossen.
Außerdem wird es wohl keinen umbringen, wenn er mal vergessen hat, etwas einzukaufen.

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spon_3511963 02.09.2017, 08:34
193. "Ich bin über diesen Betrug empört, wie Sie auch, über dieses Hinters-

Licht führen der Kunden.

Ach ja?! und was ist mit der Umwelt-Verschmutzung?
Das alles ist Merkel nur nicht den Unternehmen ein Leid zufügen,aber den "Normalo" in die Pflicht nehmen.

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manotti 02.09.2017, 08:36
194.

Zitat von marcaurel1957
So so, "Banenrepublik" ..... Es hat sehr gute Gründe, dass es kein Unternehmensstrafrecht gibt, diese wäre dem kontinentaleuroepäiachen Rechtssystem völlig fremd. Haben Sie schon mal ein Unternehmen gesehen, dass jemanden totschlägt oder jemanden vergewaltigt? Unser Strafrecht erfasst die Handelnden, also die Menschen, nur die können klauen, betrügen oder körperverletzen! Im übrigen würde sich nichts ändern, denn die Straftatbeständen ("Betrug") blieben die gleiche, ega ob Sie nun neben der natürlichen Person auch noch die juristische Person erfassen. Ich schlage vor, Sie komemtieren in Zukunft lieber Themen, von denen Sie etwas verstehen, dies hier überlassen Sie besser Juristen!
Meinen Sie unseren Rechtsverdrehern? Denen die Recht und Moral schon so hinbiegen, dass es vor allem, ihren gutbetuchten Klienten nutzt. Die Juristensprache allein, läßt schon daran zweifeln, ob man es tatsächlich mit Menschen zu tun hat oder mit Maschinen?
Ihre Kommentare sind dafür ein gutes Beispiel!

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manotti 02.09.2017, 08:47
195.

Zitat von sozialismusfürreiche
Erstaunlich wieviele CDU-Wahlkampfhelfer hier beim Spiegel derzeit patroullieren. Alle mit der gleichen Art der Aussage. Wie geschult.
Wahrscheinlich waren die alle zusammen mit Merkel auf der selben Schulung der Autokonzerne: " Politik und Industrie vereint gegen die Bürger!" Da hat man bestimmt noch ein Job-Speed-Dating angeschlossen, für abgehalfterte Politiker nach der politischen Karriere.
Was vor allem nervt, sind immer wieder diese juristischen Spitzfindigkeiten bestimmter Kommentatoren!

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marcaurel1957 02.09.2017, 09:21
196.

Zitat von sidd2
Ein ekelhaft unterwürfiger und menschenverachtender Euphemismus von Kanzlerin Merkel. Ich schäme mich zutiefst für sie. Eine Verhöhnung der zehntausenden Toten des Abgasskandals. "Wir müssen uns deshalb sehr genau überlegen, ob eine solche Nachrüstungspflicht für Motoren wirklich die Resultate bringt, die wir brauchen, weil wir damit der Automobilindustrie viel finanziellen Spielraum für Investitionen in neue und moderne Technologien nehmen würden."
Klar, überall Leichenstapel......alles Schuld der Autohersteller...schreckich!

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marcaurel1957 02.09.2017, 09:24
197.

Zitat von manotti
Meinen Sie unseren Rechtsverdrehern? Denen die Recht und Moral schon so hinbiegen, dass es vor allem, ihren gutbetuchten Klienten nutzt. Die Juristensprache allein, läßt schon daran zweifeln, ob man es tatsächlich mit Menschen zu tun hat oder mit Maschinen? Ihre Kommentare sind dafür ein gutes Beispiel!
Nun, die Juristen bzw. Ihre "Rechtsverdeher" sind diejenigen, die auf die Einhaltung der Gesetze achten. Ohnen diese Berufsgruppe gäbe es nur noch Chaos.

Nur weil sie weder das Rechtssystem noch die Gesetze begreifen, muss nichts daran falsch sein.

Merek. dümmliche Polemik ist eher kein Ersatz für Argumente!

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marcaurel1957 02.09.2017, 09:29
198.

Zitat von Knossos
Nachrüstung von Hardware ist die einzig wirksame Maßnahme. Sie kostet im Einzelbezug zwischen 1500 und 1800 EUR. Die Autohersteller kostete sie vielleicht zwischen 200 und 500 EUR. Wirtschaftlich durchaus darstellbar. Schon gar, da es sich beim Abgasbetrug überhaupt erst um eine Einsparung handelt, obwohl Profite ohnedies überreichlich sind. Die Kanzlerin aber meint, Teile der Rücklagen in Behebung zu investieren, verhinderte kommende Innovationen, während die Effizienz von Verbrennern doch kaum zu steigern ist, und sie zugleich eine Umschwenken auf alternative Antriebe für unrealistisch hält. Man achte auf das geistige Schachmatt ihrer Darstellung. Frau Merkel wird als integer gehandelt. Obwohl es nie eine internationale Überprüfung zu Eignern und Inhalt von Geheimkonten gegeben hat, meint man zu wissen, daß sie jeglicher Bestechung abhold sei. Privatisierung, "Bankenrettung", Flüchtlingspolitik und jetzt auch wieder zum Abgasbetrug: Stets steht die Kanzlerin verläßlich zugunsten des Geldadels gegen die Interessen der Bevölkerung und zum Nachteil des Kleinen Mannes. Einmal außen vor lassend, daß manchem unter ihnen doch Klüngel und Zuwendungen aus der Industrie nachgewiesen werden konnten, mag man Figuren mit unzureichender Bildung und eingeschränkter Auffassungsgabe, wie etwa Adenauer oder manchen US-Präsidenten der Nachkriegszeit die Einfältigkeit des Glaubens zurechnen wollen, daß es dem Land gut ginge, wenn die Oberschicht nur prosperiere. Was aber mag die Agenda der Kanzlerin begründen, deren geistiger Hintergrund dazu ausreichen sollte, zu ersehen, was sie da tut? Den bewies sie schließlich bereits dadurch, daß sie sich erst bei anderen, eher Soziales im Wappen führenden Parteien bewarb, bevor sie zu Kohls "Mädchen" wurde? Was und wie bewegt jemand ihrer Karriere und Position dazu, unverbrüchlicher Wasserträger der Industriellen und Geldverweser zu sein? In den Medien beruft man sich dazu fragwürdig auf Merkels Geltungsbewußtsein, also narzißtische Anwandlungen. Würden die etwa nicht befriedigt, wenn man sich für Interessen der Bevölkerung stark machte? Ebenso abstrus abgelutschter, traditioneller Vorwand zu erhaltener Arbeitsplätze, der ja schon aus empirischen Gründen bei niemandem mehr mit einem IQ von über 72 zieht. Was also bringt einen Menschen, der geschworen hat, "Schaden vom Deutschen Volk abzuhalten" dazu, auf eklatante und stete Weise der Minderheit ohnehin übermäßig begüterter Oberschicht zuzuschaufeln und die Republik in den sozioökonomischen Bankrott zu reiten?
Eigentlich geht es den Menschen in dieser Republik sehr gut....und Frau Merkel macht einen ordentlichen Job.

Daran änderen auch Ihre miesen Vermutungen und Andeutungen nichts.

das gegenwärtige absurde Dieselbashing ist übel, geldgele Abmahnvereine wie DUH und manche Medien führen eien egelrechten Krezug gegen die Autoindustrei...weshalb weiss keiner!

Warum sollte die Autoindustrie auf ihre Kosten eien Nachrüstung machen?
Praktisch alle Autos erfüllen die gesetzlichen Vorschriften....

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gantenbein3 02.09.2017, 10:07
199. Vordergründige Argumentation

Zitat von marcaurel1957
Ich denke schon, dass ich mit dieser Materie gut auskenne....dennoch sage ich weiterhin, dass ein Unternehmensstafrecht den Prinzipien unseres Rechtsstaats widerspricht. Gegen Strafgesetze können nur Menschen verstoßen, niemals aber Unternehmen...dieses Prinzip sollte jedem klar sein. Ich kenne natürlich die Diskussion, bin aber aus den genannten Gründe strikt gegen ein Unternehmensstrafrecht.
...vermutlich wider besseres Wissen. Unternehmen können selbstverständlich Geldbußen bezahlen, auch sehr hohe, wie es z.B. bei Kartellrechtsverstößen völlig unstrittig ist. Ok, die Aktionäre, die nichts für die Machenschaften der Vorstände können, müssen leiden. Aber das ist kein Problem: Wer am Betrug des Vorstands mitverdient muss auch mitbezahlen, wenn er aufgedeckt wird. Und wenn es der kriminelle Vorstand zu arg getrieben hat, kann man das Unternehmen auch schließen, ohne dass man Mitleid mit den Aktionären oder dem Personal haben muss. Dass jemand finanzielle Nachteile hinnehmen muss, weil er auf die eine oder andere Art an kriminellen Taten anderer schuldlos mitgewirkt hat, ist rechtstheoretisch völlig in Ordnung.

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