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Abgehörtes Telefonat: Tausende Brasilianer protestieren gegen Rousseff und Lula
REUTERS

Tausende sind in Brasilien spontan auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen Präsidentin Rousseff, die ihren Amtsvorgänger Lula in die Regierung holen will. Für zusätzliche Aufregung sorgt ein abgehörtes Telefonat.

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ein_deutscher 17.03.2016, 12:50
1. Amtsenthebung sofort!

Brasilien schreibt Geschichte. Mit etwas Glück entledigt man sich den Leuten die das Land ruinieren. Glückwunsch an Richter Moro und den Millionen auf der Strasse.

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romaval 17.03.2016, 12:55
2. Es ist eine Schande

wie korrupte und unfähige Politiker ein rohstoff reiches Land wie Brasilien an die Wand fahren. Das ist ein Beispiel für das Lehrbuch.

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darthmax 17.03.2016, 13:09
3. Südamerika

In Südamerika protestieren alle Menschen, wenn sie nicht mit Ihren Politikern ( die sie gewählt haben ) einverstanden sind.
Bei uns demonstrieren nur die Linken und die Rechten, meist aggressiv, wir nehmen das Wahlrecht in Anspruch.
Wenn sich doch nur jemand für die Ergebnisse der Wahl interessieren würde, zwecks Korrektur.

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Milkboy 17.03.2016, 14:03
4.

Ich lebe in Brasilien. Diese Gier nach Geld kann man schon bei der "besser verdienenden" Mittelschicht, zu Vergleichen mit einem Deutschen mit Haus und Auto, sehen. Grundstücke einfach mal ums 10xfache des eigentlichen Wertes anbieten usw. Auch Banken funktionieren nicht. Oder wer kann sich in D oder Ö vorstellen das das Geld das man überwiesen hat nie ankommt und dann noch jahrelang vor Gericht darum streiten muss? Oder man 4-5 Stunden in der Bank sitzt um ein Konto zu eröffnen? Die einfachen Leute hier haben eine Eselsgeduld, ich hätte schon alles angezündet.

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ein_deutscher 17.03.2016, 14:08
5. Unabhängikeit der Justiz.

In Brasilien scheint die Gewaltenteilung noch einigermassen zu funktionieren. Richter Moro macht sich damit zum Anwalt der Massen.

#3 Auch die Südamerikaner nehmen das Wahlrecht in Anspruch. Gerade in Argentinen. Dagengen in der von Demenz geplagten Republik wird man immer wieder die Gleichen wieder wählen, da die Erinnerung an Skandale gerade mal für drei Wochen reicht. Belegt durch Jahrzehnte lange Regierungsperioden in der Vergangenheit.

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besonders_wachsam 17.03.2016, 15:14
6. Kann ich nur bestätigen. Die GIER

Zitat von Milkboy
Ich lebe in Brasilien. Diese Gier nach Geld kann man schon bei der "besser verdienenden" Mittelschicht, zu Vergleichen mit einem Deutschen mit Haus und Auto, sehen. Grundstücke einfach mal ums 10xfache des eigentlichen Wertes anbieten usw. Auch Banken funktionieren nicht. Oder wer kann sich in D oder Ö vorstellen das das Geld das man überwiesen hat nie ankommt und dann noch jahrelang vor Gericht darum streiten muss? Oder man 4-5 Stunden in der Bank sitzt um ein Konto zu eröffnen? Die einfachen Leute hier haben eine Eselsgeduld, ich hätte schon alles angezündet.
nach Geld und Macht ist wirklich extrem ausgeprägt. So wie Sie es beschreiben ist es auch. Von rücksichtslos abzockenden Immobilienhändlern und teilweise bis in die Haarspitzen korrupten Anwälte ganz zu schweigen. Der einfache Arbeiter steht dem quasi machtlos und hilflos gegenüber. Genau diese Klientel ist es,die von den " Göttern der Demokratie" immer dann mit Wohltaten verhätschelt werden, wenn man die Stimmen der grossen Masse braucht. Da war auch Lula ein Meister drin. Es ist kein Wunder dass er damit NOCH ! bei einigen aus den ärmeren Schichten angesehen ist. In Wahrheit aber liegt ein großer Fehler im System selbst. Das präsidiale System ähnelt dem der Weimarer Republik. Dort wo Präsidenten bei nahezu jeder Entscheidung teils von den kleinsten Parteien abhängig ist, macht sich eine Geben- und Nehmen Kultur breit. So wäre es falsch und viel zu kurz gegriffen für alles und jedes nur den oder die jeweilige Präsidentin verantwortlich zu machen. Lula wußte und weiss ganz genau, wie das System geölt werden muss damit es läuft, keine Frage. Für sein vollmundiges Versprechen, die tollste WM aller Zeiten auf diesem Planeten zu veranstalten die den Steuerzahler angeblich nichts kostet, zahlt das Land teilweise noch bis zu 20 Jahre die Stadien ( siehe Manaus) und unzählige Milliarden ab. Das er sich nun unter die Fittiche seines Zöglings begibt, zeigt wie sehr er Angst haben muss. Aber die Gegenseite der PT ist nicht minder ohne. In diesem "Spiel" gibt es leider keinen nur Gute oder nur Böse. Auch die den Brasilianern oft zugeschriebene natürliche Freundlichkeit ist oftmals nichts anderes als einfache ANGST. Denn dort herrscht immer noch eine Kriminalität mit offiziell !! fast 60.000 Morde in 2014. Solange sich daran nichts fundamental ändert, wird es auch bei der Gier bleiben. Und sei es nur um sich so ein besseres Leben leisten zu können.

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cipo 17.03.2016, 16:57
7.

Zitat von ein_deutscher
In Brasilien scheint die Gewaltenteilung noch einigermassen zu funktionieren. Richter Moro macht sich damit zum Anwalt der Massen. #3 Auch die Südamerikaner nehmen das Wahlrecht in Anspruch. Gerade in Argentinen. Dagengen in der von Demenz geplagten Republik wird man immer wieder die Gleichen wieder wählen, da die Erinnerung an Skandale gerade mal für drei Wochen reicht. Belegt durch Jahrzehnte lange Regierungsperioden in der Vergangenheit.
Na ja, sonderlich clever war es von den Brasilianern nicht, Dilma erst wiederzuwählen und dann kurz danach gegen sie auf die Straße zu gehen. Und in Brasilien gibt es kein Wahlrecht, sondern Wahlpflicht.

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poldi191 17.03.2016, 19:37
8.

Zu der Mordrate: In New Orleans oder St. Louis werden jedes Jahr mehr Menschen umgebracht als in Rio de Janeiro oder Recife.
Dass das System krankt, keine Frage. Aber die aktuelle Lage wurde gezielt von der Opoosition, namentlich PSDB und Aécio Silva, angezettelt, Das fing mit mehren Versuchen an, die Wahl anzufechten, Stimmen neu auszählen zu lassen under der PT Wahlbetrug vorzuwerfen. Als das nicht funktioniert hat, wurde die Taktik auf Amtsenthebung verlegt, bislang auch ohne Erfolg, da es bislang keine Institution für Verfassungskonform erklären wollte. Die Regierungskrise fing an, als ein Koalitionspartner, die PMDB, aufgrund rigorosen Durchgreifens von Seiten Dilma Roussefs in Folge eines, wenn auch kleineren, Korruptionsskandals gegen ein nur von PMDB-Mitgliedern besetztes Direktorium eines Staatskonzerns, auf Konforntationskurs ging, speziell in Form von Eduardo Cunha, Parlamentspräsident und Schlüsselfigur beim bis hierhin gescheiterten Amtsenthebungsverfahren. Nebenbei auch millionenschwer in der SChweiz vertreten, was vor der Ethikkomission des bras, Parlaments vorher betritten wurde. Im MOment steht die PMDB zwischen den Stühlen, da sie immer ncoh an der Regierung beteiligt ist und neben Ministern auch den Vizepräsidenten stellt (Michel Temer), der isch durch einen neuen Minister-Posten vll wieder auf die Seite der Regierung schlägt. Allerding wäre der Vizepråsident auch vorläufiger Nachfolger von Dilma infolge einer erfolgreichen Amtsenthebung.

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poldi191 17.03.2016, 19:57
9.

Zitat von ein_deutscher
In Brasilien scheint die Gewaltenteilung noch einigermassen zu funktionieren. Richter Moro macht sich damit zum Anwalt der Massen. #3 Auch die Südamerikaner nehmen das Wahlrecht in Anspruch. Gerade in Argentinen. Dagengen in der von Demenz geplagten Republik wird man immer wieder die Gleichen wieder wählen, da die Erinnerung an Skandale gerade mal für drei Wochen reicht. Belegt durch Jahrzehnte lange Regierungsperioden in der Vergangenheit.
Naja, eher das Gegenteil. Die Gewaltenteilung ist komplett aus dem Ruder gelaufen.
Erstmal zu Untersuchungsrichter Moro, der sich dadruch auszeichnet, recht selektiv Zuegen zu vernehmen, Untersuchungshaft zu verlängern und generell jegliche Neutralität vermissen lässt. Darunter fällt auch die "polizielich begleitete" Vorladung Lulas zu seiner Vernehmung, die absolut keine Festnahme war. Lula hat sich mehrfach bereit erklärt, im Rahmen des Petrobras-Sakndals auszusagen und dies auch vor der Bundesstaatsanwaltschaft sowie 2 mal vor der Bundespolizei getan. Trotzdem hat Richter Moro es für nötig befunden, ihn am Flughafen von São Paulo von einer Heerschar von Polizisten ohne vorherige schriftliche Vorladung, also quasi aus dem nichts, abführen zu lassen, damit ihm die Bundespolizei dann die gleichen Fragen wie vorher stellt.
Sein Glanzstück war aber die gestern Veröffentlichung gestern: Er hat nämlich, anders als im Artikel dargestellt, nicht nur ein Telefongespräch, sondern ziemlcih alle abeghörten Telefongesπräche von Lula, seinem Sohn, Mitarbeitern seines Instituts sowie selbst seines Anwalts (ja, richtig, slebst der Anwalt wurde abgehört), der Presse zur Verfügung gestellt. Also private Daten von lediglich aufgrund von Indizien verdächtigen Personen, ohne Beweise und ohen Prozess und noch dazu Daten von nicht in den Untersuchungen eingeschlossenen Unbeteiligten. Das im Artikel zitierte Gespräch zwischen Lula und der Dilma (absolut zu verurteilen, ohne Frage), wurde jedoch 2 Stunden nach der von Richter Moro beendeten Abhöraktion aufgezeichnt und ebenfalls veröffentlicht, es ist also vor Gericht asl Beweis niemals zulässig. Das isrt für dich ein funktionierender Rechtsstaat bzw. Gewaltenteilung?

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