Forum: Politik
Abgeordnete: Das Gejammer über den "Diäten-Hammer"
REUTERS

Wenn es um die Diäten der Bundestagsabgeordneten geht, dann lässt der alte Raffke-Vorwurf nicht lange auf sich warten. So ist es jetzt auch. Aber gibt es überhaupt Grund zur Aufregung?

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lrtnick 15.12.2017, 01:41
140. Sprachlos....

Wenn man einige Kommentare hier liest, hinterfragt man doch das allgemeine Wahlrecht....
1. Haben eine Vielzahl der hier Kommentierenden den Artikel anscheinend nichtmal gelesen.... Die Abgeordneten stimmten nicht über eine direkt Erhöhung ab, sondern über den Mechanismus, zur Anpassung der Erhöhung an die durchschnittliche Lohnentwicklung (was soll daran schlecht sein?!). Wenn man dieses nicht täte, DANN hätte man sich die Diäten frei erhöhen können, dann wäre das Geschrei auch groß gewesen, dass diese ja nicht am durchschnitt bemessen erhöht wurden.
2. Wie hier einige den Posten eines Abgeordneten mit dem eines "popeligen" 0815 Ingenieurs/Arztes vergleichen (bin selbst Ingenieur). Der Vergleich zum Gruppenleiter oder normalem Beamten HINKT doch vorn und hinten.... Dafür muss man schon etwas höher in der Unternehmenshierarchie ansetzen, um dem gerecht zu werden.
3. Wie sollte denn die Alternative aussehen? Die Abgeordneten sollen "noch" weniger verdienen? Noch mehr forcierte! Korruption und Lobbyhöhrigkeit? Soll das Wirklich die Alternative sein?!

Sicherlich ist es alles andere als Perfekt, vor allem in Hinblick auf die horrenden Nebeneinkünfte, ABER (und das darf man auch nicht vergessen), jeder der hier kommentiert hat alle vier Jahre, nach einer persönlichen Einschätzung der Qualität der geleisteten Arbeit die Möglichkeit, die Abgeordneten mit seiner Stimme zu Bewerten! Dort sitzt nur und wird vom Steuerzahler alimentiert, wer auch Gewählt wurde....

Und es steht jedem selbst frei in die Politik zu gehen! Sollte ja ein Leichtes sein, wenn die Herrschaften als so inkompetent angesehen werden.

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evilynnigirlie 15.12.2017, 01:42
141.

Also ich verstehe jeden, der angesichts solcher Lohnzuwächse neidisch wird. 3000€ innerhalb von nur 7 Jahren erhöht... Otto-Normal ist froh, wenn er 3000 € brutto im Monat ueberhaupt bekommt. Ich selbst bin nicht neidisch, mir wäre der Job zu stressig und ich finde, er sollte auch gut bezahlt werden. Allerdings haben auch normale Leute oft stressige Jobs und die sind meist grottenschlecht bezahlt (Ich denke da an Altenpfleger und Sozialarbeiterinnen) ...

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karlsiegfried 15.12.2017, 01:44
142. Den Automatismus hat ...

... nicht das Volk beschlossen, sondern die Abgeordneten für sich selber. Wie nennt man das? Eigenmacht, Raffsucht oder wie? Jeder normale Arbeitnehmer, welcher seine Entlohnung automatisch und Jahr für Jahr selbst beschliessen möchte, fliegt umgehend raus. Nur die Dienstleister des Volkes, richtig Dienstleister des Volkes, denn mehr sind Abgeordnete nach dem Grundgesetz nicht, dürfen das. Ohne das Volk, denn das Volk ist der Arbeitgeber, richtig der Arbeitgeber, der Abgeordneten , zu befragen. Hier stinkt doch etwas gewaltig.

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hansriedl 15.12.2017, 02:00
143. Kein Grund zu jammern,

was die Gehälter von Politiker anbelangt sind wir Österreicher Europameister.
Fr. Merkel wie Trump würden neidisch auf unsere Privilegien Kaiser sein.

http://www.wien-konkret.at/politik/politikergehaelter/

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heinz-becker 15.12.2017, 02:41
144.

Zitat von frankfurtbeat
irgendwie schon gewagt ... 2010 mit 6.600 € und 7 Jahre später sind es 9.500 € ... sind knappe 44% Steigerung in 7 Jahren während dessen das Geld in den Taschen der Bürger immer weniger wird und die Zeitarbeitsunternehmen mit exorbitant niedrigen Stundenlöhnen boomen?!
Laut Artikel waren es ca. 6.600€ im Jahr 2000 (nicht 2010!). Somit ca. 44% Steigerung in 17 Jahren. Was ziemlich genau der Steigerung des Durchschnittslohns im gleichen Zeitraum entspricht (siehe https://de.statista.com/statistik/daten/studie/237674/umfrage/durchschnittlicher-bruttomonatsverdienst-eines-arbeitnehmers-in-deutschland/).

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suplesse 15.12.2017, 03:35
145. Selbedienungsmentalität

auf der einen Seite. Auf der anderen Seite Knechtung des Volkes. Ich meine das Volk, nicht die oberen 5%, das gefährdet die Demokratie. Das erste Resultat haben wir seit der letzten Wahl vorliegen. Und nun bedienen sie sich schon wieder dreist selbst. Der Denkzettel war noch nicht genug. Also warten wir es ab. Vielleicht gibt es ja Neuwahlen und dann könnte es schon zu spät sein.

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gihorst 15.12.2017, 03:37
146. Von Verdienst

darf man bei Abgeordneten wohl nicht reden; eher sind die doch ungelernte Arbeiter mit extrem hohen Gehalt (nicht Verdienst), exorbitanten Erhöhungen der Gehalter (wie ja auch gezeigt), das wohl kaum jemanden anderen widerfahren ist uber die letzten Jahre. Umso ungerechter natürlich auch die enorm hohen, und schnell gesicherten Rentenansprüche. Alle Abgeordneten (auf allen Ebenen) mussten an die gesetzliche Rentenversicherung zahlen und mit allen anderen "normalen" Arbeitnehmern in einen Topf gebracht werden. Nebenverdienste müssen verboten werden, und Anwesenheit Pflicht bei der Arbeit überprüft werden (wir sehen ja täglich, wer schwänzt). Die Pseudoelite sollte genauso behandelt werden wie reguläre Arbeitnehmer.

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geo_48 15.12.2017, 03:50
147. Lächerlich..

18te Wurzel aus (9542/6600) macht 2%/Jahr. Das ist doch lachhaft. 9500 Euro für die Arbeit? Überbezahlt ist das nicht!

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DownStairs 15.12.2017, 04:15
148. probleme fangen vor diaeten an

der bundestag wird alle jahre groesser. das ist wohl das erste problem. bei einem volk von ca. 80 millionen sollte dieser verein ca. 500 sitze nicht ueberschreiten. das ist grosszuegig bemessen. wir zahlen also fuer ca 200 nicht benoetigte stellen. sollte man wie siemens regeln, weg damit. in diesem fall evtl ueber volksentscheid.
die diaeten sind nicht das wirkliche problem, die arbeitseinstellung der berufsabgreifer ist es.
das diaetensystem muss grundsaetzlich ueberhohlt werden. minimaler grundbetrag (zb E1500), anwesendheitsgeld per sitzung, normale abgaben rente, kk, soli, etc. freibetraege gestrichen. hoechstgrenzen fuer mitarbeiter, wahlbezirk, arbeitsmittel etc. - zahlbar per einzelnachweis (fuer geringere betraege auch pauschalen), verbot von nebeneinnahmen, grosszuegige sperrfrist fuer fuehrungspositionen nach parlamentstaetigkeit in einschlaegigen bereichen.
persoenliche und gruppenhaftung bei nachweisbaren entscheidungen zum schaden der allgemeinheit.
anwesenheitspflicht bei sitzungen. kontrolle (stichproben) durch ausserparlamentarische kommissionen ob zu verabschiedende gesetzestexte u.a. auch nur angelsen wurden,
begrenzung der amtszeit auf maximal 2 wahlperioden (niemand braucht berufspolitiker), aenderung des wahlrechts das zu direktmandaten aus den bundeslaendern fuehrt,
kurz gemacht, der bundestag sollte das volk und seinen willen moeglichst nah repraesentieren durch alle schichten des volkes. und nicht der futtertrog einer gruppe von berufsversagern mit sonderpraemien sein.

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yossariania 15.12.2017, 04:20
149. Interessante Geschichte

Zitat von frankfurtbeat
irgendwie schon gewagt ... 2010 mit 6.600 € und 7 Jahre später sind es 9.500 € ... sind knappe 44% Steigerung in 7 Jahren während dessen das Geld in den Taschen der Bürger immer weniger wird und die Zeitarbeitsunternehmen mit exorbitant niedrigen Stundenlöhnen boomen?!
Der Staat zahlt seinen treuen Staatsdienern in der Besoldungsstufe A14 in der Erfahrungsstufe 1 2018 genau 4274,40 Euro monatlich. Das ist, nur mal zum Vergleich, in der Bundeswehr ein Oberstleutnant, also ein Offizier (normalerweise mit abgeschlossenem Hochschulstudium) mit Führungsverantwortung und mindestens 15 Jahren Dienstzeit (deshalb ist die Erfahrungsstufe I unrealistisch, aber lassen wir die mal zu Vergleichszwecken drin). 2012 bekam er 3674,75 Euro, macht eine Steigerung um 599,60 Euro oder 16.32%.
Ein Abgeordneter bekam 2012 7960 Euro und bekommt 2018 9542 Euro, macht eine Steigerung von 1582 Euro oder 19,32%. Die Steigerungsrate liegt also deutlich über der von Beamten. Wären die Diäten genauso wie die Bezüge der Besoldungsgruppe A14 gestiegen, bekäme er nur 1298,92 Euro mehr und müsste jetzt bei 9258,92 Euro liegen, also gut 300 Euro weniger.

Wenn man jetzt das Narrativ von einer Steigerung im Einklang mit den Reallohnzuwächsen aufrechterhält, dann würde das ja bedeuten, das die Einkommenssteigerung von Beamten verhältnismäßig gesehen unterhalb der Einkommensentwicklung der Bevölkerung liegt - der Staat bezahlt seine Beamten also in der Tendenz immer schlechter.

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