Forum: Politik
Abgesagtes Nordkorea-Treffen: Trumps Notbremse
DPA

Für Donald Trump ist die Absage des groß angekündigten Korea-Gipfels ein herber Rückschlag. Doch der US-Präsident sah für sich wohl keinen anderen Ausweg mehr. Wie geht es jetzt weiter?

Seite 12 von 12
e-cdg 25.05.2018, 16:48
110. Dumb-Trump-Commander-In-Chief

Immerhin ist Donald Trump dann schon einige Jährchen nach dem Dreißigjährigen Krieg angekommen.

Hier scheinen sich ja Einige mit der Geschichte auszukennen.
Mich erinnert die zunehmend praktizierte Form der Gedankenverfolgung an eine andere Epoche:

Dereinst wird auf die jetzige Zeit als "Vorkriegszeit" zurückgeblickt werden.
Wer nun die Aggressoren sind, ist unwichtig. Die Welt ist aus den Fugen geraten. In dieser fragilen politischen Situation genügt international nur ein Funke und die ganze Mischung explodiert.
Hernach wird festgestellt, dass die Menschheit in die Katastrophe hineingestolpert ist. Die Vorgeschichte zum Ersten Weltkrieg zeigt erstaunliche Parallelen zur heutigen Traumwandler-Generation unter den Staatslenkern.
Als Literatur sei "Tyll" von Daniel Kehlmann über den Dreißigjährigen Krieg empfohlen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
juttakristina 25.05.2018, 16:57
111. Man weiß ja schon gar nicht mehr,

was man zu diesem zu groß geratenen orangenen Kind sagen soll...

Boah, anstatt Schritt für Schritt voran zu kommen, zerschmeißt er das sorgfältig aufgebaute Porzellan, reißt im Umdrehen die aufgestellten Bauklötze wieder um. Noch reagieren die Machthaber im Iran und auch in Nordkorea vernünftig auf die irrlichternde Karotte, zum Glück, und die USA demontiert fleißig weiter die eigene Glaubwürdigkeit.

Bei so manchen Formulierungen in dem Schreiben, glaubt man ja auch schon. im falschen Film zu sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
g.eliot 25.05.2018, 17:47
112.

Zitat von bauklotzstauner
Rückschlag?? Dieser "Rückschlag" war doch von Anfang an geplant! Wenn sich Nord- und Südkorea verständigen, gibts doch für die USA da unten keinen Grund mehr für die "Militärpräsenz" - also muße das beendet werden. Und was eignet sich dafür? Eben: Ein Militärmanöver der USA und Südkoreas, das die Invasion im Norden zum Inhalt hat! Die Reaktion Nordkoreas darauf war vorhersehbar. Hätte man Interesse am Frieden, hätte man das Manöver dieses Jahr ja auch mal absagen können... Hat man aber nicht...
Und welchen Sinn hatte das ganz Theater dann? Bisschen Reality Show auf der politischen Weltbühne? Das ist für mich das einzige, was mir bei Trump einfällt?
Oder war er tatsächlich so naiv, dass er glaubte, dass die Nordkoreaner ohne jede Gegenleistung einknicken würden, nur weil Trump solch ein genialer Dealmaker sei?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
g.eliot 25.05.2018, 18:39
113.

Zitat von niska
Versuchen Sie gerade allen Ernstes das Fehlen jeglicher politisch-diplomatischen Regeln, Sitten, Inhalte und mittelfristig produktiven Ziele auf Seiten der USA als klugen politisch-diplomatischen Schachzug des dortigen Regimes hinzustellen? Die USA sind als verlässlicher politischer Partner für was auch immer auf Jahrzehnte verbrannt, Isolation und Weltkrieg rücken schnell näher. Das ist das Gegenteil von Win-Win.
Bitte haben Sie doch etwas Verständnis! Im Paralleluniversum Trumpistan gilt alles, was der Große Meister sagt oder tut, einfach als stabil genial. Die echten Trumpisten besitzen eben das rare Talent, in jeder seiner Taten einen tieferen Sinn zu erkennen, während wir, die Normalsterblichen versagen und sogar behaupten, dass eine Heldentat in unseren Augen eine Torheit sei. Wegen unserer Mangelhaftigkeit zweifeln wir an manchen Äußerungen des Meisters, disqualifizieren diese in unserer Arglist und Bosheit als Lügen oder Verschwörungstheorien, während die Eingeweihten die wahre Sinnhaftigkeit erkennen. Believe me! ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hugahuga 25.05.2018, 21:45
114.

Zitat von naive is beautiful
Auf welchen Leim genau sollte Herr Trump Ihrer Meinung nach denn Herrn Kim gehen? Etwa auf diesen Leim, nach dem Herr Kim möglicherweise mit Herrn Trump als de-eskalierende und irgendwie ein bisschen vertrauensbildende Maßnahme 'auf Augenhöhe' sprechen könnte? Na logisch - geht natürlich überhaupt nicht. Kim muss nicht geschritten sondern angekrochen kommen, um des Imperator's Gnade zu finden. Oder? Können Sie irgendwie halbwegs schlüssig erklären, warum Kim nun den schwarzen Peter hat, und nicht etwa Herr Pompeo oder Herr Bolton, geschweige denn Herr Trump höchstselbst? Muss ich Ihnen wirklich die s..dummen Sprüche dieser drei Ultra-Cowboys im jüngsten Vorfeld des Singapore-Meetings noch einmal vorkauen, oder haben Sie sie wirklich noch nicht selbst gelesen? Übrigens: Gespött über Herrn Trump ist ja nicht wirklich nötig - er selbst spöttet ja zur Genüge jeder Beschreibung ;)
Alles richtig - mich wundert immer wieder, wie es die Atlantik-Fans doch fertigbringen, die von Bolton und Pence getätigten Dumm-Sprüche einfach auszublenden. Nach dem Motto: Was ich nicht sehe oder sehen will, das gibt es in der Realität auch nicht.
Mann, mann - diese "Supermächtler" sind nichts weiter als Kindsköpfe, allerdings sehr bellizistisch veranlagt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hugahuga 25.05.2018, 21:51
115.

Zitat von MatthiasSchweiz
Was soll dieser Tatsachen verdrehender Artikel? Zuerst haben die USA Nordkorea ein libysches Szenario angedroht. Mit Pompeo und Bolton geben jetzt die totalen Hardliner und Kriegsfalken den Ton in der US-Regierung an. Europa sollte schleunigst auf Abstand zu den USA gehen und sich nicht erpressen lassen. Nur mir Kanada und Australien als Verbündete werden auch die USA nicht weit kommen.
Israel - Sie haben Israel vergessen. Das sollte man nicht tun, denn es ist - neben den jüdischen Lobbygruppierungen in USA - vor allem die radikal zionistische Regierung des Herrn Netanjahu, die maßgeblich durch die entsprechenden Vertreter innerhalb der US Regierung ( Kuschner, Mnuchin etc etc ) dazu beiträgt, wie sich US amerikanische Politik im Nahen und Mittleren Osten zu verhalten hat. (Der Präsident ist da zweitrangig, denn die wichtigen Leute steuern ihn als Handpuppe aus der zweiten Reihe)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hugahuga 25.05.2018, 22:03
116.

Zitat von monolithos
Von unseren Politikern sind Sanktionen gegen die USA nicht zu erwarten, also mach ich mir jetzt selber welche: Mein amerikanisches Telefon habe ich gegen ein chinesisches getauscht. Fast Food gibt es auch beim Stadtbäcker. Bezahlt wird wieder mit der EC- statt der Kreditkarte. Ein amerikanisches Auto habe ich eh nicht, amerikanisches Fernsehen auch nicht. Der Verzicht auf Ebay und Amazon fällt schon schwerer, aber mit Idealo findet man auch europäische Shops. Amerikanischen Wein habe ich ohnehin nicht gekauft, da ich im Food-Bereich regionale Produkte bevorzuge. Google aus dem Weg zu gehen wird schwer, aber mit CyanogenMod, Startpage und OpenStreetMap geht auch das. Mein Internetbrowser kommt mittlerweile aus Norwegen, mein PC-Betriebssystem aus Südafrika / UK. Leider steckt noch ein US-amerikanischer Prozessor im PC. Da gibt es so schnell keinen Ersatz. Urlaub in den USA ist eh schwer geworden, weil das Fliegen dorthin nervig ist. Jetzt bleibt man dem Land noch lieber fern. Welche Ideen habt Ihr noch?
Eine weitere Idee ist: Permanentes Abchecken, welche deutschen Politiker und welche Medienleute sich nach wie vor für Amiland stark machen. Stark machen, indem sie US amerikanische Meinungen vertreten - ob im TV, bei DLF in der Atlantikbrücke oder sonstwo. Das verdeutlicht dann auch, wer auf wessen Seite steht - und womöglich einer besseren Verständigung mit unseren östlichen Nachbarn im Wege steht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 12 von 12