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Ablenkung, Öl, Wählerstimmen: Warum sich Trump in Venezuela einmischt
MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX

Die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela sind seit Langem gespannt. Doch jetzt greift Donald Trump direkt in die Staatskrise ein. Der Präsident hat drei Gründe.

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bigroyaleddi 25.01.2019, 15:56
1. einerseits natürlich Ablenkung

andererseits - so könnte es zumindest aussehen - unterstützt er die Opposition gegen einen "sozialistischen" Autokraten. Das passt doch genau in das Schema seiner Anhänger.

Ich bin mir sicher, dass T. die Not der Menschen in Venezuela ansonsten völlig egal sind. Hauptsache, die eigene Kasse stimmt.

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albatross507 25.01.2019, 16:00
2. Nur weil es von Trump kommt nicht automatisch falsch

100,000 venezolanische Einwanderer in Florida sind noch sehr wenig im Vergleich zu den Zahlen, die lateinamerikanische Länder bereits absorbiert haben. Vor wenigen Tagen wurden in Ecuador Venezolaner gewalttätig angegriffen, weil die Leute dort schlicht und einfach keine Venezolaner mehr haben wollen. Wenn der Exodus weitergeht, sind die USA bald noch viel stärker betroffen.
Daher ist das typische Trump-Bashing in diesem Fall zu oberflächlich. Ein "Weiter so" kann es nicht geben, da bereits die ganze Region destabilisiert wird. Deswegen hinkt auch der Vergleich mit anderen Autokraten, z.B. Bolivien, Kuba und Nicaragua, wo die Auswanderung viel kleinere Ausmasse hat.

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chilischweiz 25.01.2019, 16:00
3. Eine Einladung für Trump

sich zu profilieren: Z. B. mit einer grossen Spende an die Spitze des Militärs für schnellen Abgang verbunden mit dem Gewähren von Asyl. Auch die Wiederaufbauhilfe ist eine win-win-Situation. Putin wird sich angesichts der Krim mit Kritik zurückhalten und auch die Chinesen werden ihren mit Abstand grössten Käufer nicht verprellen. Venezuela ist unter vielen Gesichtspunkten näher liegend als Nordkorea

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hugahuga 25.01.2019, 16:01
4.

"Zugleich pflegt die Trump-Regierung nach Informationen der "New York Times" seit 2017 konspirative Kontakte zur Opposition in Caracas."
Glaubt hier irgendjemand, dass das unter Obama anders war? Alle "interessanten" Staaten Mittel- und Südamerikas, in denen es etwas für "god's own country" zu holen gibt, standen und stehen ständig im Fokus der US Oligarchen in Verbindung mit den div. Geheimdiensten. Und sollte irgendein Staat nicht so spuren, wie sich das die US Elite vorstellt - wissen wir, was geschieht. Beispiele dafür gibt es ausreichend. Um nur einige zu nennen:
1973 - Chile, ab 1979 - Nicaragua, 1983 - Grenada, 1989 - Panama, 1994 - Haiti
Im Grunde ein Dauerzustand seit 1846-1848 (Krieg zwischen USA und Mexico) der zur Folge hatte, dass Mexico die Hälfte seines Staatsgebietes an die USA abtreten musste.

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Anandamid 25.01.2019, 16:02
5. Neulich, beim Wechselbalg-Spiel

Also der eine ist "demokratisch" gewählt, der andere nicht?
Klingt teuflisch.

Wen man also den einen vom anderen nicht unterscheiden kann (ähnlich schwierig, wie die Orientierung auf einer Landkarte), dann wird man es wohl ausschießen müssen?
.

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sufou 25.01.2019, 16:02
6. aha die Erleuchtung!!

ZItat von SPON:

Warum geriert sich nun ausgerechnet der 45. Präsident der USA so betont als Kämpfer für die Demokratie in Venezuela - wo er doch sonst keine Probleme mit anti-demokratischen Autokraten wie Russlands Wladimir Putin oder Kim Jong Un in Nordkorea hat? Warum Venezuela, während Trump sich für die Not in anderen lateinamerikanischen Staaten nicht interessiert?


Komisch wenn die EU mit Autokraten von Nord Korea Iran Russland oder China "agiert" wird das als "Dialog" ausgelegt. Sorry SPON ihr blamiert die EU ziemlich heftig mit solchen Aussagen! Ausserdem ist die gegenwärtige (oder ehemalige)"sozialistischt populistische" Regime in Venuzuela auch für die EU ein Dorn im Auge. Warum nicht endlich ehrlich sein?

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Kaffki 25.01.2019, 16:06
7. Das wichtigste wird....

natürlich im Beitrag nicht erwähnt, das Venezuela bzw. Maduro ÖL - Kontrakte mit China abgeschlossen hat, die nicht auf US-Dollar Basis sondern auf Yuan Basis fungieren, will mal an Gadaffi und Saddam erinnern die das gleiche vor hatten was mit Ihnen passiert ist wissen wir.
Sobald die "DECKUNG" des US $ nicht mehr mit ÖL gewähleistet ist, ist der US $ wertlos ein stück Papier mehr nicht, also sind die Ami´s gezwungen zu handeln, wenn Sie Venezuela zur "strecke" bringen wird es Ihnen nichts nützen, da Sie gegen den Iran nicht ankommen können. Sich m

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Das Pferd 25.01.2019, 16:07
8.

ist vielleicht die Gelegenheit für trump, aus der Blockade wegen der Mauer raus zu kommen. Wenn Maduro Trump den Gefallen tut, irgendwas gegen Botschaftspersonal zu unternehmen, gibt es einen Grund für ein militärisches Eingreifen. Und das ist wiederum ein Grund die Mauerpläne offiziell ein Jahr aufzuschieben.

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Kritik 25.01.2019, 16:07
9. Warum sich Trump in Venezuela einmischt?

Das Lieblingsspiel der USA lautet Regime Change.

Hat ja bisher immer super geklappt. Überall, wo die USA die alten Strukturen zerschlagen haben, blüht heute die Demokratie.

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