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Ablenkung, Öl, Wählerstimmen: Warum sich Trump in Venezuela einmischt
MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX

Die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela sind seit Langem gespannt. Doch jetzt greift Donald Trump direkt in die Staatskrise ein. Der Präsident hat drei Gründe.

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heikenpeiken 25.01.2019, 16:08
10. Ein Argument KÖNNTE sein

Venezuela liegt näher an den USA als die ganzen anderen kaputten Scheissländer. Daher kümmert man sich eben dann doch mal um dieses Problem.
Wie gesagt, KÖNNTE. Allerdings sind die oben genannten Punkte zutreffender.

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multi_io 25.01.2019, 16:08
11. Endlich

Ab jetzt können die USA-Basher endlich alles, was in Venezuela schief läuft, den USA in die Schuhe schieben. Mit ein paar Jahren Abstand wird das sogar rückwirkend für die letzten zehn Jahre funktionieren.

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bauklotzstauner 25.01.2019, 16:09
12.

Interessant - oder sollte ich eher sagen "bezeichnend" finde ich ja den virtuosen Umgang des Spiegel mit dem Thema Einflußnahme. Während seit dem Sieg Trumps alle Naselang sich echauffiert wird über die angebliche Inthronisierung des US-Präsidenten durch Vladimir Putin, für die es trotz aller Behauptungen und angeblichen "Ermittlungsergebnisse" Muellers bis heute nicht den Hauch eines Beweises gibt, feiert man in einem anderen Artikel von heute (immerhin hinter der Bezahlschranke von Spiegel+) den Coup des US-Senators und Dritten der US-Vorwahlen bie den Repüublikanern, Marco Rubio, der offenkundig die treibende Kraft hinter dem Putschversuch des venezolanischen "Oppositionsführers" Juan Guaidó ist:

http://www.spiegel.de/plus/venezuela-juan-guaido-erklaerte-sich-zum-staatschef-a-00000000-0002-0001-0000-000162036132

Ja, WIE denn nun? Ist Einflußnahme auf die Innenpolitik eines anderen Staates ok, nicht ok, oder ... ja, wie denn nun? Erklären Sie das bitte mal!

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colonium 25.01.2019, 16:10
13.

"In Gesprächen mit Journalisten wurde Sicherheitsberater Bolton mehrmals gefragt, warum Trump auf einmal so gegen Maduro einschreite, aber nicht gegen andere Autokraten, Diktatoren und Menschenrechtsverletzer. Eine Antwort hatte er nicht."

Die amerikanischen Freunde der islamistischen Steinzeitmonarchie aus Saudi Arabien können gar in den USA lebende Journalisten bestialisch abschlachten und die westliche Welt reagiert mit einem Schulterzucken.Die Frage an Bolton könnte man überdies auch unserer eigenen Regierung stellen.

Der illegale, völkerrechtswidrige und auf Lügen basierende Angriff der US geführten "Koalition der Willigen" auf den Irak erinnert in vielerlei Hinsicht an die Motivationslage der USA in Venezuela. Damals hatten wir eine Regierung, die sich diesem völkerrechtswidrigen Trauerspiel widersetzte. Heute haben wir leider eine Regierung, die zur "Koalition der Willigen" gehört. Das ist ein Trauerspiel für unsere Demokratie.

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maschinenschlosser 25.01.2019, 16:11
14. Warum - US- Präsident

Nun, es ist eine hochinteressante Frage, warum der US Präsident sich in die Angelegenheiten Venezuelas einmischt. Ich denke, er ist besorgt, das venezolanische Öl und Gas könnte schlecht werden, wie schon zuvor im Irak, Lybien, Iran, Syrien und anderen ölexportierenden Ländern.

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denkogel 25.01.2019, 16:11
15. Immerhin, aber ...

Einerseits: Schön, dass hier - wie auch schon in dem hinter der Paywall versteckten Hintergrund-Artikel zu Guaido - US-amerikanische Interessen benannt werden und auch die Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Landes in einem kritischen Licht erscheint. Damit hat der 'Werte-Westen' ja sonst vermeintlich eher weniger zu tun. Andererseits kratzt der Artikel nur an der Oberfläche und es werden die Widersprüche westlicher Selbstdarstellungen nicht benannt. Zudem wird hier zu sehr personalisiert, sodass der Eindruck entsteht, primär Trump sei das Problem und nicht vielmehr die grundsätzliche politische Konstellation und Interessengemengelage. So wird leider das kritische Potential des Artikels ein Stück weit verspielt oder gar ins Gegenteil gewendet.

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cwokel 25.01.2019, 16:11
16. Der Erdölexport ist rückläufig

da den Raffinerien in Venezuela die Fachleute weggelaufen sind, und die Einrichtungen verrotten. Es gab mehrere z.T. schwere Unfälle, und es ist noch nicht einmal Löschschaum vorhanden. Die USA und Venezuela sind beim Erdöl gegenseitig voneinander abhängig, da das Rohöl aufgrund seiner Eigenschaften nur in wenigen Raffinerien verarbeitet werden kann, die in Texas ist eine der grössten davon.
Deswegen ist das pauschale Argument das die USA nur aufgrund des Erdöls in Venezuela intervenieren, etwas fadenscheinig. Ausserdem glaube ich nicht, das Russland, China und die Türkei nur aufgrund der traumhaft schönen Strände und des hervorragenden Rum Venezuelas weiterhin Maduro unterstützen

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Anton Ernst 25.01.2019, 16:14
17.

Okay, soweit verstanden, nur fehlt jetzt eine schlüssige Erklärung, warum sich Merkel, Maas und Co im gleichen Grundtenor „eingemischt“ haben, wo sie bisher doch keine Probleme im Umgang mit den Despoten Afrikas und der arabischen Welt haben.

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rainerb 25.01.2019, 16:14
18. Warum?

Warum mischt sich der Westen immer in andere Länder ein? Überall diese Regie Changes. Man muss die Regierungen nicht mögen, aber man kann doch nicht gegen den Willen oder gegen das Wahlergebnis eines Landes einfach einen Putsch unterstützen! Und sogar unser (SPD!) Aussenminister unterstützt den rechtsradikalen Kandidaten! Die SPD demontiert sich damit immer weiter. Man sieht hier die abartige Hörigkeit zu den USA! Das Merkel und Co den Rechten in Amerika, Brasilien und anderswo hinterherlaufen, ist nichts Neues. Aber ein SPD Aussenminister, der eher den linken Flügel näher sein sollte, unterstützt die Rechten. Gute Nacht, Politik!

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rolandjulius 25.01.2019, 16:16
19. Venezuela auf des Messers Scheide.

Und wer wird die Toten begraben?
Es gibt schon heute nicht genuegend Saerge in diésem Land.
Berni Sanders warnt Trump.
Und was sagt Frau Merkel? Schon wird wieder Geschichte geschrieben. Spaeter gibt es keine Schuldigen.

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