Forum: Politik
Abrechnung mit der Bush-Ära?

Nach seiner Kritik an der Anti-Terrorpolitik von Präsident Obama hagelt es nun Vorwürfe gegen den ehemaligen Vizepräsidenten Dick Cheney. Seine Äüßerungen seien gefährlich und fast schon "Galgen-Politik", giftete CIA-Chef Panetta. Was denken Sie?

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Hubert Rudnick 15.06.2009, 10:01
1. Abrechnung, oder Geplänkel?

Zitat von sysop
Nach seiner Kritik an der Anti-Terrorpolitik von Präsident Obama hagelt es nun Vorwürfe gegen den ehemaligen Vizepräsidenten Dick Cheney. Seine Äüßerungen seien gefährlich und fast schon "Galgen-Politik", giftete CIA-Chef Panetta. Was denken Sie?
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Eine echte Abrechnung mit der Politik der Bushregierung kann nur erfolgen, wenn man auch die Verantwortlichen zur Rechenschaft heranzieht, so ist alles nur ein kleinliches Geplänkel.

Hubert Rudnick

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Der Pragmatist 15.06.2009, 10:15
2. Gipfel der Dummheit

Zitat von sysop
Nach seiner Kritik an der Anti-Terrorpolitik von Präsident Obama hagelt es nun Vorwürfe gegen den ehemaligen Vizepräsidenten Dick Cheney. Seine Äüßerungen seien gefährlich und fast schon "Galgen-Politik", giftete CIA-Chef Panetta. Was denken Sie?
Die Obama Leute werden sich noch wundern, wenn dies zu einem Rohrkrepierer wird. Soviel Dummheit auf einmal haette ich selbst von den Demokraten nicht erwartet, aber man kann sich eben ganz gewaltig taeuschen.

Pragmatist

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frubi 15.06.2009, 10:18
3.

DC ist doch mit einer der Hauptverantwortlichen, wieso es in dieser Region so brodelt. Nach dem 11/09 haben die Amerikaner doch alle Muslime, Islamisten, Terroristen und bärtige Männer (also alles was irgendwie nach einem Araber aussieht) über einen Kam geschert.

Das was Obama nun macht ist Schadensbegrenzung. Leider haben Cheney, Bush, Limbaugh und der restliche RP-Haufen eine sehr große Zuhörerschaft. Viele Amerikaner, die einfach nicht über den Tellerrand hinnaus schauen, denken immer noch, dass Obama ein Muslim sei und nun Amerika zu einem islamistischen Gottestaat aufbauen will. Prost Mahlzeit.

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lupo.55 15.06.2009, 10:28
4. Stammtischpolitik

Cheney war schon vor seiner Zeit als Vizepräsident der Rüstungs- und Öllobby verbunden. Das deren Interessen nicht unbedingt die Menschenrechte sondern Profit um jeden Preis sind, sollte nicht verwundern.
Die Regierung Bush, in der Cheney eine wichtige Rolle im Hintergrund spielte, hat die WElt in einem Zustand der Konfrontation hinterlassen. Wenn Cheney jetzt behauptet, diese Welt sei für die USA sicherer geworden, dann muss er sich fragen lassen, was er unter sicher versteht.
Politik sollte der Interessenausgleich zum Wohle aller, zumindest aber vieler, sein. Da erhebt sich Cheney nicht über Stammtischniveau der Form "Ich hau se alle in die Schnauze".
Wahrscheinlich ist Cheney zu alt um zu begreifen , dass sich internationale Politik nicht mehr mit Kanonenbooten und der Androhung von Prügel durchsetzen läßt. Und das der ZUstand der amerikanischen Wirtschaft, die Bush und Cheney 8 Jahre verantwortet haben, erbärmlich ist, spricht auch nicht zu seinen Gunsten.
Leider wird es die Konstellation in den USA wohl nicht zulassen, dass die Mächtigen für ihre Verstöße gegen die Menschenrechte zur Rechenschaft gezogen werden. Und damit kann Cheney das für sich verhindern, was er sonst von allen anderen fordert: Schurken zur Rechenschaft zu ziehen.

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Luitpold 15.06.2009, 10:29
5. Usa

Zitat von sysop
Nach seiner Kritik an der Anti-Terrorpolitik von Präsident Obama hagelt es nun Vorwürfe gegen den ehemaligen Vizepräsidenten Dick Cheney. Seine Äüßerungen seien gefährlich und fast schon "Galgen-Politik", giftete CIA-Chef Panetta. Was denken Sie?
Theater, Verbalradikalismus, die anderen Staaten sollen es glauben und die Change-Gläubigen der USA auch. Die USA bleiben die USA.

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ubietorbi 15.06.2009, 10:40
6. Ja, die Dummheit

Cheney kann es halt nicht lassen. Nachdem die Memos durchgesickert sind, die die von ihm so geliebten Foltermethoden weiter offenbaren, bleibt ihm nur in die Offensive zu gehen, einem Teil der Bevölkerung Angst zu machen (wenn wir nicht gefoltert, äh, harte Befragungen gemacht hätten, dann wären furchtbare Anschläge passiert), um so Druck auf Obama zu machen, damit die Menschenrechtsverletzungen der Bush-Administration nicht vor Gericht landen. Obama möchte ja schließlich auch eine 2. Amtszeit, Wahlen für den Kongress, den Senat. Da brauchen die Demokraten auch Stimmen aus dem rechten Lager. Geht Cheneys Rechnung auf, dann muss Obama alles tun, damit er diese durch Cheney Rethorik verängstigten Wähler erreicht. Anklagen gegen Mitglieder der Bush-Regierung wären da kontraproduktiv.

Es ist beschämend, dass dieses in einem Land passiert, das die erste Demokratie ist, Habeas Corpus für eine der wichtigsten Verfassungsgrundsätze hält, weltweit für Freiheit, Rechtstaatlichkeit und Menschenrechte eintritt, aber unter der Bush-Regierung die eigenen Grundsätze missbrauchte und mit Füßen trat. Abgesehen davon, dass erwiesen ist, dass unter Folter gemachte Aussagen keinen Pfifferling wert sind, weil der so "Befragte" die Schmerzen stoppen will und alles erzählt, was der Folterknecht hören will. Egal, ob es stimmt oder nicht.

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der_durden 15.06.2009, 10:55
7.

Zitat von Pragmatist
Die Obama Leute werden sich noch wundern, wenn dies zu einem Rohrkrepierer wird. Soviel Dummheit auf einmal haette ich selbst von den Demokraten nicht erwartet, aber man kann sich eben ganz gewaltig taeuschen. Pragmatist
Aha, interessant. Vielleicht erläutern Sie uns, was zum "Rohrkrepierer" werden soll.

Weiter frage ich mich, was Sie mit der Aussage "Soviel Dummheit auf einmal haette ich selbst von den Demokraten nicht erwartet" sagen möchten. Sie sind der Meinung, dass einzig die Republikaner - am besten die Bush-Administration - genügend Denkvermögen haben?

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Helidorst 15.06.2009, 11:04
8. Abrechnung mit der Bush-Ära?

Dick Cheney und Konsorten und acht Jahre Bush haben die USA in die moralische Nähe eines von ihnen so genannten "Schurkenstaats" gebracht. Eigentlich war das, was in diesen Jahren angerichtet wurde,Massenmord und man sollte Anklage beim Kriegsverbrecher-Tribunal in den Haag gegen alle, die gefoltert und Unschuldige getötet haben erheben. Außerdem waren solche Öl-Spekulanten mit Schuld an der jetzigen Finanzkrise, die viele Jahrzehnte noch weiter Unschuldige ins Chaos stürzen werden. Weshalb erhebt kein Staat Anklage gegen solche Verbrecher? Helidorst

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n0 by 15.06.2009, 11:06
9. USA: Die Macht bleibt bei den Mächtigen!

Zitat von Luitpold
Theater, Verbalradikalismus, die anderen Staaten sollen es glauben und die Change-Gläubigen der USA auch. Die USA bleiben die USA.
Es bleibt zu bedenken, dass die Macht mit dem Fall des Dollars ebenso sinkt wie die Aktien. Wenn die Macht fehlt, "menschelt" die Politik, fromme Sprüche müssen her, wo zuvor der Säbel rasselte.

Sprüche sind wohlfeil, während Kanonen kosten. Erst die Ohn-Macht macht Menschlicheres möglich!

Das hat die Geschichte uns im Lande gelehrt, die Lektion nähert sich mit Vietnam und Finanzkrise auch den USA.

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