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Absage an EU-Befürworter: May schließt zweite Brexit-Abstimmung aus
DPA

Kein Exit vom Brexit: Premierministerin May hat ein erneutes Referendum der Briten über den EU-Austritt ausgeschlossen. Stattdessen brachte sie eine Zollpartnerschaft ins Gespräch.

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guy 03.03.2018, 08:35
10. Starke Worte aber keine Lösung für Probleme

Erinnern Sie sich ? Es sollte auch keine Neuwahlen geben. Und dann kamen sie doch und sie verlor viele Stimmen. Die gute Teresa gefällt sich einfach in ihrer Rolle der "starken" Frau. Eine Lösung für ein einziges der entstehenden Probleme kann sie aber nicht präsentieren. Hochmut kommt vor dem Fall, sagt man. Ich fürchte das stimmt diesmal für ganz Grossbritannien.

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mimas101 03.03.2018, 08:36
11. tststs

Mrs. May macht wohl wieder mal die Rechnung ohne den Wirt.
Die Wirtschaft will stabile Langzeitverhältnisse und nicht von der jeweiligen Wetterlage in GB abhängig sein. Darum wird sie die Waren direkt nach EWG-Land verschiffen, Küsten hat es hier reichlich und Häfen sowieso. Da könnte z.B. Portugal neue Anlaufstelle werden oder Frankreich / Italien. Griechenland wäre mit Sicherheit auch dabei.
Dann kommt noch hinzu das diese Brüsseler EWG-Behörde mit Sicherheit diese exotischen Sonderwünsche von GB nicht erfüllen wird oder kann ansonsten das Brüsseler Marktkkordinierungsbehördchen Schnee von Gestern wäre weil dann alle Mitglieder mit besonderen Partnerschaften ausscheiden würden.

Ich denke GB wird nicht nur im ökonomischen Nirwana versinken sondern auch massiv verarmen. Aber die Politiker wollen das halt so haben schließlich hat man ja mal der Empire gehabt und eine Queen die gar indische Kaiserin war.

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s.l.bln 03.03.2018, 08:38
12. Warten wir mal ab...

...ob es in in GB nicht in 10 Jahren oder so ein Referendum zum Wiedereintritt gibt, wenn London seinen Status als EU Finanzplatz längst verloren hat, der Irlandkonflikt aufgrund des Austrittes wieder aufgeflammt ist, man festgestellt hat, daß die in ausländischer Hand befindliche Autoproduktion abwandert und die UKIP-Luftschlösser verpufft sind.
Vermutlich passiert das schneller als erwartet, weil die englischen "Verhandler" mit Vollgas auf einen harten Brexit zusteuern.
Auch ein Weg, sich einen Platz in den Geschichtsbüchern zu sichern.

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Atheist_Crusader 03.03.2018, 08:42
13.

Es ist keine gute Demokratie, einfach solange abstimmen zu lassen bis einem das Ergebnis passt.
Es ist allerdings auch keine gute Demokratie wenn man ein simples Referendum ohne guten Grund für bindend erklärt, es trotz enormen Gewichts für die Zukunft des Landes mit einer hauchdünnen Mehrheit gewinnbar macht und die Kampagne dafür dann auf nationalistischer Hassrhetorik, plumpen Lügen und leeren Versprechungen aufbaut.
Es wäre besser gewesen sie dann auch über das tatsächlich ausgehandelte Angebot für den Brexit abstimmen zu lassen. Obwohl das natürlich auch eine praktische Schwäche hat: so wie der Austrittsprozess funktioniert, gäbe es nicht genug Zeit für eine weitere Verhandlungsrunde (selbst wenn die britische Delegation nicht so herumeiern würde) - die Entscheidung wäre also nicht noch einmal "Verbleib vs. Austritt" sondern "ausgehandeltes Abkommen vs. Hard Brexit".

Persönlich finde ich die Briten sollten gehen. Die sind schon im Idealfall nur ein widerstrebendes Mitglied und wenn man ihnen jetzt das verweigert was ein Gutteil der Bevölkerung trotz Allem als demokratische Entscheidung sieht, würden sie das Klima nur noch mehr vergiften. Wenn die EU auch in 20 Jahren noch bestehen will, muss sie sich reformieren - und das geht nicht mit den britischen Bremsern im Boot.
Aber die Art wie die britische Regierung das abhandelt, stößt mir doch sauer auf.

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mr_stagger_lee 03.03.2018, 08:43
14. Brexit means Brexit

UK will leave. Get used to it. Auch bei einem harten Brexit wird die Welt hüben wie drüben nicht untergehen. Jeder wird etwas verlieren und UK ein bisschen mehr.

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moistvonlipwik 03.03.2018, 08:46
15.

Theresa May zeigt weiterhin beeindruckende Qualitäten auf dem Gebiet des Wunschdenkens.
Eine reine "Zollpartnerschaft" (was immer das genau sein soll) geht nicht. Eine harte Grenze in Nordirland lässt sich nur vermeiden, wenn Nordirland Bestandteil des Binnenmarktes und der Zollunion bleibt, einschließlich der Fortgeltung der EU-Regularien. Und das wiederum setzt voraus, dass entweder der Vereinigte Königreich in toto in Binnenmarkt und Zollunion verbleibt, oder es einen spürbaren Unterschied zwischen Irland und Großbritannien gibt.
End of story.

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Joe Amberg 03.03.2018, 08:51
16. Nö, lieber Antidemokrat, das ist Demokratie

Zitat von furanku
Populismus war und ist schon immer der grösste Feind der Demokratie gewesen: In diesem Fall also lieber in den Abgrund, als dem Stammtisch seine Grenzen aufzuzeigen. Na, super ... In 20 Jahren werden die Kinder Fragen stellen.
Nö, lieber Antidemokrat, das ist Demokratie, nicht Populismus. Aber leider ist Demokratie in der EU fast inexistent. Und falls es je eine angeblich demokratische Abstimmung in der EU gab, wurde sie immer so lange wiedeholt, bis das "korrekte" Resultat da war. Erfreulicherweise macht UK da nicht mit.
Gruss aus der Schweiz.

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Atheist_Crusader 03.03.2018, 08:56
17.

Zitat von joG
...nur sagen, dass das ganz anders ist, als in der EU gewohnt, wo man eher das Volk Entscheide machen lässt, bis es richtig wählt. Das tat man bspw bei Irland et alias.
Halbwahrheiten wie diese sind GENAU der Grund warum Dinge wie der Brexit geschehen.
Ja, Irland stimmte zweimal ab - aber beim zweiten Mal hatten sie eine Zusatzgarantie die sie beim ersten Mal nicht hatten, die spezielle irische Befürchtungen (z.B. prozedurale, kein Eingreifen in die Abtreibungsgesetze sowie Achtung von Irlands militärischer Neutralität) behandelte. Sie stimmten also über unterschiedliche Vorschläge ab.

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keine Zensur nötig 03.03.2018, 09:06
18. Gewaltiger Fehler -

Zitat von genugistgenug
Hier das vorweggenommene Ergebnis des kommenden Schweinsgalopps kurz vor Ablauf des 2 Jahres Austrittszeitraumes: UK verlässt die EWG und bezahlt NIX mehr - doch sonst ändert sich gaHHHr NIX! ©byus Geheimzusatz: Andere NOCH-EU Staaten dürfen sich nicht, nie, niemals auf diesen Vetrag beziehen, wenn sie selbst gehen wollen. Dieser Zusatz gilt, solange die DD noch etwas Geld haben und zahlen werden. *DD = Deutsche Deppen PS Vielleicht wird es noch unterhaltsam - immerhin finden kurz nach Austrittstemin auch EU Wahlen statt.
das mit den EU-Wahlen. Das jetzige EU-"Parlament" ist jenseits aller demokratischen Regeln gewählt - die Plätze der Briten werden nicht etwa ersatzlos gestrichen, sondern neu besetzt, wobei die Deutschen nicht einen Platz abbekommen.

Das sogenannte Parlament hat defacto keinen Einfluss auf die Arbeit des autokratischen Klüngels zu Brüssel. Heisst dann wohl präservative Demokratie, die die Herrschenden vorm Bürger schützt.

Dass die Brüssler Riege der Verantwortungslosen und Volksentmündiger sich nicht damit abfinden kann, dass ein Volk in freier und geheimer Wahl diesem Moloch den Rücken kehrt - ja, logisch. Der Traum der Union der sozlistischen Oirobäer geht damit den Bach runter.

Die Chance für einen Kontinent in Frieden allerdings wurde schon früher vergeben, weil man - wie gehabt - nicht zuhören und verstehen kann und will.

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Peletua 03.03.2018, 09:06
19. Passt scho‘

Passt scho‘, Theres! Mittlerweile gibt es ja auch unter den 'restlichen’ EU-Bürgern einen wachsenden Anteil Brexit-Befürworter: Die, die diese ewigen Rosinenpicker lieber heute als morgen los wären.

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