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Absage an EU-Befürworter: May schließt zweite Brexit-Abstimmung aus
DPA

Kein Exit vom Brexit: Premierministerin May hat ein erneutes Referendum der Briten über den EU-Austritt ausgeschlossen. Stattdessen brachte sie eine Zollpartnerschaft ins Gespräch.

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henry.miller 03.03.2018, 09:53
40.

Ich kann das ganze Gerede über den Brexit nicht mehr hören. Da wird sich keine Lösung ergeben, denn von Seiten der Briten gibt es kein Konzept und von Seiten der EU keine Geschenke.

Wir werden einfach alle verlieren und am meisten UK selber. Es ist ein mittelgroßes Land, dass immer noch denkt, das Empire steht. Tut es aber nicht.

Leider entpuppt sich der Brexit als das, was er immer war, ein Vehikel für machthungrige Populisten. Ohne Brexit wäre May und viele andere gar nicht da.

Erfolgreich haben sie für alle Probleme des Landes die EU verantwortlich gemacht. Und für den Aufschwung, den das Land seit 25 Jahren erlebt, sich selbst.

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nenntmichishmael 03.03.2018, 09:53
41.

Zitat von k.hohl
Besser hätte man es nicht zusammenfassen können. Es ist ein Lehrstück in Sachen Demokratie. Interessant aber auch, welche Personen (Politiker) und Medien eine wiederholte Abstimmung fordern. Nachdem sie erst den sofortigen lokalen Weltuntergang im VK vorhersagten; dann Schritt für die die wahren Auswirkungen für Rest-EU-Land zugaben - und nun offen ihre Angst zeigen.
Überwiegend wird keine Abstimmung über Verbleib oder Austritt gefordert, also über die Brexit-Frage an sich. Das stellen Sie falsch dar. Was sehr wohl gefordert wird, ist eine Abstimmung über das Austrittsabkommen.

Mir ist inzwischen auch klar, warum die britische Regierung so eine Abstimmung auf Biegen und Brechen vermeiden will: Weil sie selber weiß, dass sie kein solches Abkommen Zustandebringen wird. Und warum weiß sie das? Weil sie so ein Abkommen gar nicht will. Dieses würde nämlich offenbaren, wie wenig in der Realität verhaftet die Luftschlösser sind, die man den Brexit-Wählern vorgegaukelt hat. Also schiebt man die Schuld auf die EU. Billig und durchschaubar

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kuac 03.03.2018, 09:55
42.

Zitat von Bonvoyage
Hat nicht Martin Schulz gesagt, dass seine Partei in die Opposition gehen werden. "Lieber in die Opposition als GroKo." Tja. Wenn die SPD seine Aussage repektieren würde, wäre es das Beste für die Demokratie! Große Koalitionen müssen in der Demokratie die Ausnahme bleiben, sonst haben wir eine Parteiendiktatur...
Ganz einfach. Die Bürger müssen dafür nur so wählen, dass keine GroKo zustande kommen kann.

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kuac 03.03.2018, 09:58
43.

Zitat von furanku
Populismus war und ist schon immer der grösste Feind der Demokratie gewesen: In diesem Fall also lieber in den Abgrund, als dem Stammtisch seine Grenzen aufzuzeigen. Na, super ... In 20 Jahren werden die Kinder Fragen stellen.
In 20 Jahren werden die Kinder womöglich einen EU Beitrittsantrag stellen. Aber, dann wird keine Extrawürste mehr geben!

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jjcamera 03.03.2018, 09:58
44. Ändern um des Änderns Willen?

Zitat von Bonvoyage
Hat nicht Martin Schulz gesagt, dass seine Partei in die Opposition gehen werden. "Lieber in die Opposition als GroKo." Tja. Wenn die SPD seine Aussage repektieren würde, wäre es das Beste für die Demokratie! Große Koalitionen müssen in der Demokratie die Ausnahme bleiben, sonst haben wir eine Parteiendiktatur. Die realpolitischen Unterschiede zwischen CDU/CSU und SPD sind sowieso nicht so groß. Eine Änderung der deutschen Politik wird mit der GroKo in der nächsten vier Jahren wahrscheinlich nicht geben. Schade für ein Land das einst vorbildlich war.
Wo steht denn geschrieben, dass sich die Politik immer mit jeder neuen Regierung ändern muss? Uns geht es weitgehend gut, im internationalen Vergleich sogar sehr gut. Was soll man jetzt daran ändern? Dass es uns vielleicht einmal bald nicht mehr gut geht?

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kuac 03.03.2018, 10:01
45.

Frau May träumt von Beibehaltung der Eherechte auch nach der Scheidung. Damit werden die Bürger zum zweiten Mal belogen. Es ist Zeit, dass die Briten die ganze Wahrheit erfahren. Das wäre gut für die Demokratie.

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Luscinia007 03.03.2018, 10:02
46.

Zitat von Joe Amberg
Nö, lieber Antidemokrat, das ist Demokratie, nicht Populismus. Aber leider ist Demokratie in der EU fast inexistent. Und falls es je eine angeblich demokratische Abstimmung in der EU gab, wurde sie immer so lange wiedeholt, bis das "korrekte" Resultat da war. Erfreulicherweise macht UK da nicht mit. Gruss aus der Schweiz.
Wahre Demokratie ist, wenn die Regierung jeden morgen sich die aktuellen Meinungsumfragen vornimmt und diese zu den Richtlinien der Politik erklärt.

Zum Schluss noch eine kurze Frage DD-Helden in der Schweiz: Was macht denn die MEI?
Kreiste da nicht vor Kurzem die verfassungsgebende Volksabstimmung und gebar sie nicht ein MEIschen?

So kann man mit Volksbefragungen auch umgehen? Selbst wenn sie Verfassungsrang haben?

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Papazaca 03.03.2018, 10:05
47. Noch wie lange ist May Premierminister?

Das weiß sie selbst nicht. Deshalb kann sie viel erzählen. Sie bekommt ja noch nicht mal alle Abstimmungen durch. Und Boris Johnson, der Sie beerben könnte, sieht den ganzen Schlamassel und will nicht darin untergehen. Will heißen, keiner weiß genaues, es geht auch deshalb nicht weiter, weil die Tories zerrissen sind.

Und deshalb sind die Spekulationen hier im Forum die Spekulationen der Spekulationen. Keine weiss nichts!

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hausfeen 03.03.2018, 10:06
48. Nur immer neue Etiketten für die britische Hilflosigkeit.

Ich wiederhole mich gerne: Aufhören zu verhandeln, austreten lassen ohne Abkommen und Übergangsfristen. Danach erst über einen bilateralen Vertrag zwischen UK und EU verhandeln. Das spart Zeit, Nerven und Geld. Und es ist am Ende der einzig erfolgreiche Weg, um einen angemessenen Vertrag zu erreichen.

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kuac 03.03.2018, 10:11
49.

Zitat von Joe Amberg
Nö, lieber Antidemokrat, das ist Demokratie, nicht Populismus. Aber leider ist Demokratie in der EU fast inexistent. Und falls es je eine angeblich demokratische Abstimmung in der EU gab, wurde sie immer so lange wiedeholt, bis das "korrekte" Resultat da war. Erfreulicherweise macht UK da nicht mit. Gruss aus der Schweiz.
Es geht nicht darum Brexit rückgängig zu machen. Sondern eine breite demokratische Mehrheit dafür zu gewinnen. Nur so kann die Spaltung in der britischen Gesellschaft überwunden werden. Wir sehen auch in den USA, wie Populismus eine Gesellschaft spaltet.

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