Forum: Politik
Abstimmung per Post: Steigende Zahl an Briefwählern sorgt für Kritik
Chrophe Gateau/DPA

Immer mehr Menschen geben bei Wahlen ihre Stimme per Brief ab - und nicht an der Urne. Bundeswahlleiter Georg Thiel sieht darin ein Problem.

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s.i.g. 21.05.2019, 13:44
60. briefwahl tut gut

die kritik an der vielzahl der briefwähler ist nicht nachvollziehbar. vielmehr ermöglicht die briefwahl eine höhere wahlbeteiligung. außerdem wählt man in ruhe ohne schlechtes gewissen, dass da noch viele in der schlange stehen und wählen wollen, wie es im wahllokal passieren kann, vor allem dann, wenn eine listenwahl verbunden wird mit einer anderen wahl, bspw. in hamburg, wo die europawahl - eine stimme, ein kreuz - mit der wahl der bezirksversammlung verknüpft ist, bei der zwei wahlbögen ausgegeben werden, auf denen jeweils fünf stimmen zu vergeben sind (panascjhieren und kummulieren) - das kann dauern. außerdem verhindert eine hohe briefwahlbeteiligung vielleicht auch, dass die parteistrategen bis kurz vor dem wahltag mit der enthüllung von skandalen warten, um im letzten moment mit einem joker noch die wahl für sich zu entscheiden. besser ist es also, den wahlmoment zu dehnen.

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singlebunch 21.05.2019, 13:45
61. Und worin...

...genau liegt jetzt die Kritik? Dass ich dann meine Wahlentscheidung nicht am Wahltag treffe, ist doch geschenkt? Die wird sowieso nicht von dem Wahlkampfgetöse (wenn man bei der Europawahl überhaupt davon sprechen kann) in den drei Wochen vorm Wahltermin beeinflusst.

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Europa-Realist 21.05.2019, 13:46
62. Briefwahl ist aufwendiger

Die Kritik vom Bundeswahlleiter ist nachvollziehbar, wenngleich ich dessen Argumente nicht gelten lassen möchte. Natürlich sollte zu einem fixen Stichtag einheitlich abgestimmt werden, Aber auch bei der Jahresabschlusserstellung im Rahmen der Bilanzierung muss das Vorratsvermögen nicht unbedingt mit Hilfe der Stichtagsinventur erfasst werden. Hier gibt es auch die Möglichkeiten der vor- oder nachgelagerten bzw. sogar der permanenten Inventur. Tatsächlich verursacht die Briefwahl jedoch deutlich mehr Aufwand und Kosten. Jeder sollte deshalb mal als Wahlhelfer mitwirken. Übrigens: Die Briefwahlunterlagen konnte man dieses Mal nicht online beantragen, sondern man musste selbst einen Brief wegschicken. Mal sehen, welche Auswirkungen dies auf die Briefwahlquote haben wird .....

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s.i.g. 21.05.2019, 13:47
63. briefwahl tut gut

die kritik an der vielzahl der briefwähler ist nicht nachvollziehbar. vielmehr ermöglicht die briefwahl eine höhere wahlbeteiligung. außerdem wählt man in ruhe ohne schlechtes gewissen, dass da noch viele in der schlange stehen und wählen wollen, wie es im wahllokal passieren kann, vor allem dann, wenn eine listenwahl verbunden wird mit einer anderen wahl, bspw. in hamburg, wo die europawahl - eine stimme, ein kreuz - mit der wahl der bezirksversammlung verknüpft ist, bei der zwei wahlbögen ausgegeben werden, auf denen jeweils fünf stimmen zu vergeben sind (panascjhieren und kummulieren) - das kann dauern. außerdem verhindert eine hohe briefwahlbeteiligung vielleicht auch, dass die parteistrategen bis kurz vor dem wahltag mit der enthüllung von skandalen warten, um im letzten moment mit einem joker noch die wahl für sich zu entscheiden. besser ist es also, den wahlmoment zu dehnen.

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descartes 21.05.2019, 13:47
64.

Sehr interessante und aufschlussreiche Kommentare. Zum Einen scheint die Möglichkeit an einer Wahl teilnehmen zu dürfen, deutlich geringeren Wert zu besitzen, als Sonntags mal ein Viertelstündchen dafür zu "opfern". Daneben scheint ein Grossteil nicht zu wissen, dass die Wahlbögen zur Kommunalwahl zu Hause ausgefüllt und ins Wahllokal mitgebracht werden können, auch ohne Briefwahl. Schliesslich beschweren sich einige, dass man ohne Briefwahl als im Ausland lebender Bürger von der demokratischen Willensbildung ausgeschlossen würde, beim Brexitreferendum hatte das keinen gestört und es wir trotzdem als "demokratische" Entscheidung kolportiert.
Ich denke die Kritik bezog sich nicht auf die Möglichkeit der Briefwahl an sich, oder die Briefwähler, die tatsächlich beruflich verhindert sind, oder sich im Ausland aufhalten, sondern eher auf diejenigen, denen Bequemlichkeit mehr bedeutet als Beteiligung, die wohl von mal zu mal mehr werden. Und einmal alle paar Jahre wird man es wohl auch schaffen, nicht damit überfordert zu sein, einmal etwas nicht über's Handy erledigen zu können.

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PETERJohan 21.05.2019, 13:48
65. Ich habe auch schon gewählt

Bürgerschaft und Beiräte in Bremen und später die Europawahl. Zwei gründe. 1.meine körperliche Behinderung. 2.in Ruhe alles sichten und dann die Kreuze machen. In Bremen heißt das Heft zwar Zettel, ist aber ein umfangreiches Heft mit Kandidaten und Parteien, in dem ich fünf Kreuze(Stimmen)abgeben kann. In der Wahlkabine wird das zum Stress.Die Euro-Wahl hat 40 Möglichkeiten für eine Stimme.Die beiden ehemaligen Vorsitzenden der AfD tauchen da auf und und.Volt ist die letzte auf dem Zettel

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M. Vikings 21.05.2019, 13:48
66. Es gibt in Deutschland keine Wahlpflicht.

Zitat von sanibel123
weil die Briefwähler ihrer Wahlpflicht auch dann nachkommen, wenn sie - aus welchem Grund auch immer - nicht an der Urne erscheinen können. Ohne Briefwahl gäbe es schlechtere ERrgebnisse. Die Zahl der Nichtwähler würde steigen.
Das wäre mal eine Diskussion wert.
In Ländern in denen es eine Wahlpflicht gibt,
wie z.B. in Griechenland,
beschäftigen sich die Menschen auch intensiver mit Politik.
Das ist mir direkt bei meinem ersten Besuch dort aufgefallen.
Aber vielleicht ist das in Deutschland auch gar nicht erwünscht,
weil dann die Desillusionierten und Resignierten
auch wählen müßten.

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singlebunch 21.05.2019, 13:48
67.

Zitat von pförtner
Herr Thiel darf sich freuen, dass er im Wahllokal überhaupt noch jemand antrifft
Warum haben Sie denn überhaupt erst beantragt? Vermutlich haben Sie das aber auch gar nicht...

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sozialismusfürreiche 21.05.2019, 13:50
68. Das kommt noch dazu

Zitat von JaIchBinEs
Als Großstädter ist es für mich eine Herausforderung, den täglichen „Schlangen“ zu entgehen. So auch beim Wählen, wo ich nach 5 Minuten Fußweg eine geschlagenen Stunde bis zu meiner Stimmabgabe warten muss.
Das kommt noch dazu ...

Und was ich gar nicht ab kann ist, dass quasi die Wahlhelfer persönlich sehen können, wer denn so alles zum Wählen kam ...

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ska73 21.05.2019, 13:51
69. keine "Bleistifte"

Zitat von moonstruckannalist
..., was mich eher stutzig macht sind Bleistifte an den Wahlurnen daher den Tipp an meine Mitmenschen, nehmen sie dokumentenechtes Schreibwerkzeug mit, z.B. einen Kuli. Bleistifte in der Wahlkabine hinterlassen bei mir einen schalen Beigeschmack.
Das sind keine Bleistifte, sondern Kopierstifte, die sich nicht einfach wegradieren lassen. (Tipp: einen Radiergummi mitnehmen und selber probieren, oder einen der Wahlhelfer fragen).

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