Forum: Politik
Absturz über Mecklenburg: Die "Eurofighter" und der tödliche Übungsflug
Michaela Rehle/ REUTERS

Deutschlands Jagdflieger im Fokus: Bei der Bundeswehr ist er seit 2004 im Einsatz. Nun sind zwei Maschinen des Typs zusammengestoßen und abgestürzt, ein Pilot starb. Wie wichtig ist der Jet für die Luftwaffe?

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noalk 25.06.2019, 18:09
1. nicht unerfahren?

100 Flugstunden auf einem Eurofighter - insgesamt 300. Ich bin kein Pilot, aber bei einer solch geringen Stundenzahl würde ich den Piloten nicht als nicht unerfahren bezeichnen.

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Phildemos 25.06.2019, 18:09
2. Sind Kampfflugzeuge heute noch überlebensfähig?

Ich frage mich, ob Kampfflugzeuge heute überhaupt noch sinnvoll sind. In der Ukraine hat sich gezeigt, dass zumindest die ukrainischen Flugzeuge keine Chance gegen die russische Luftabwehr haben und daher, soweit ich das gelesen habe, nicht mehr zum Einsatz über der Ostukraine kommen. Gegenüber Staaten, die keine moderne Luftabwehr haben, kann man sie sicher noch einsetzen. Außerdem sind Kampfflugzeuge außerordentlich teuer. Meine Frage ist, ob man nicht dieselbe Kampfkraft mit modernen Lenkraketen wesentlich günstiger erzielen kann.

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rex_danny 25.06.2019, 18:13
3.

2009 ausgeliefert, 1000 Flugstunden. Das macht 100 pro Jahr, also rund 2 Stunden die Woche. Das spricht wohl für sich...

Und wenn man nun unterstellt, dass es nicht derselbe Pilot ist, der diese 2 Stunden fliegt, sondern dass die sich abwechseln, dann komme ich auf eine Flugstunde in der Woche - ein Wert, den ich schon einmal irgendwo gehört habe. Scheint also durchaus so zu sein. Kein Wunder dass die Piloten kündigen; die wollen fliegen und nicht herumsitzen.

Da kann sich einer nun denken, was er will und selber seine Schlüsse draus ziehen.

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heidelbeere0815 25.06.2019, 18:14
4. Fragen

Wie hoch ist denn der CO2-Ausstoß von so einem Ding? Und wieviele KM Eisenbahnstrecke hätte man für den Kaufpreis von den Kriegsspielzeugen bauen können? Die Frage, wie wichtig der EF für die LW ist, wird nicht beantwortet. Eine Antwort auf die Frage, ob der EF wichtig für Deutschland ist, würde mich interessieren. Wer ist denn der Feind?

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Mehrleser 25.06.2019, 18:16
5.

Zitat: "wirkten nach Ende des Warschauer Pakts aus der Zeit gefallen."

Was ist das für eine gewagte Behauptung ohne Begründung? Natürlich ändern sich die Anforderungen an ein solches Flugzeug während Planung und Beschaffung. Und auch die politischen Rahmenbedingungen. Aber der Eurofighter ist ein durchaus konkurrenzfähiges System - vielleicht gilt ja diese Eigenschaft heute als "aus der Zeit gefallen"?

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noway2go 25.06.2019, 18:18
6. Geht s noch?

Was soll das? Dies sind die ersten Eurofighter nach zig Jahren und tausenden von Flugstunden, die aufgrund von notwendigerweise zu übenden Kampfmanövern verloren wurden. Jeder Kampfpilot kennt das Risiko. So traurig es klingen mag, aber: wozu sind die da? Zur Landesverteidigung! Dh., sie sollen uns im Verteidigungsfall auch schützen und nicht, weil untrainiert, sofort vom Gegner abgeschossen werden. Das geht nunmal nicht ohne Risiko. Der tote Kampfpilot wäre wahrscheinlich entsetzt über die hier von Gutmenschen und Flachleuten losgetretene Diskussion. Ich habe die 70er mit dem Starfighter erlebt. Da war der running gag, daß man sich nur ein Grundstück auf dem Land kaufen mußte, um günstig an einen Starfighter ranzukommen...

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frank.huebner 25.06.2019, 18:20
7. Wie wichtig? Ernsthaft?

Die Luftwaffe baut auf den Eurofighter. Er ist absolut wichitg, weil sonst ur die alten und wartungsaufwändigen Tornados zur Verfügung stehen. Und solange es an den Grenzen Europras einen Diktator gibt, der Nachbarländer überfällt und andere bedroht brauchen wir auch noch eine Luftwaffe, die im Verbund mit den anderen NATO-Ländern etwas entgegenzusetzen hat.

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hador2 25.06.2019, 18:23
8.

Zitat von noalk
100 Flugstunden auf einem Eurofighter - insgesamt 300. Ich bin kein Pilot, aber bei einer solch geringen Stundenzahl würde ich den Piloten nicht als nicht unerfahren bezeichnen.
100 Flugstunden entsprechen vermutlich ungefähr 1 Jahr Erfahrung...viel mehr Stunden bekommt die Bundeswehr aus verschiedenen Gründen scheinbar pro Pilot kaum zusammen.
Erfahren ist also wohl in der Tat anders. Übrigens wird die mangelnde Flugpraxis bei Kampfpiloten im Vergleich mit Verkehrspiloten (die schaffen oft 100 Stunden im Monat) schon lange bemängelt. Aber die Kosten pro Flugstunde, das Vorhalten von Maschinen und nicht zuletzt auch die fehlenden freien Flugräume in einem dichtbesiedelten Land wie Deutschland lassen kaum etwas anderes zu.

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gammoncrack 25.06.2019, 18:28
9. Danke für den Kommentar.

Zitat von noway2go
Was soll das? Dies sind die ersten Eurofighter nach zig Jahren und tausenden von Flugstunden, die aufgrund von notwendigerweise zu übenden Kampfmanövern verloren wurden. Jeder Kampfpilot kennt das Risiko. So traurig es klingen mag, aber: wozu sind die da? Zur Landesverteidigung! Dh., sie sollen uns im Verteidigungsfall auch schützen und nicht, weil untrainiert, sofort vom Gegner abgeschossen werden. Das geht nunmal nicht ohne Risiko. Der tote Kampfpilot wäre wahrscheinlich entsetzt über die hier von Gutmenschen und Flachleuten losgetretene Diskussion. Ich habe die 70er mit dem Starfighter erlebt. Da war der running gag, daß man sich nur ein Grundstück auf dem Land kaufen mußte, um günstig an einen Starfighter ranzukommen...
Ich bin echt fassungslos, was hier wieder einmal für Kommentare losgetreten werden.

So etwas passiert, genau so wie ein Verkehrs- oder Sportunfall, nur eben extrem selten.

Wir können ja die ganzen Flugzeuge einmotten oder verschenken/verkaufen, nur damit zukünftig zu 100% kein Pilot mehr, der ja diesen Beruf in Kenntnis der Gefahr selbst ausgesucht, mehr ums Leben kommt.

Da werden die Flugstunden eines Verkehrspiloten mit denen eines Kampfjets verglichen, als wenn die zweiten jeden dritten Tag von Frankfurt nach New York fliegen müssten, damit sie als erfahren gelten. Es wirklich der helle Wahnsinn.

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