Forum: Politik
Abzug der Soros-Stiftung aus Ungarn: "Die Entscheidung beruht auf einer Risikoanalyse
AFP

Ungarn übte massiven Druck auf die Stiftung des US-Milliardärs George Soros aus. Nun zieht die Stiftung nach Berlin um. Hier schildern zwei Mitarbeiter, was sie in dem osteuropäischen Land erleben mussten.

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rodolfo-castala 30.07.2018, 21:27
80. Soros ein Philanthrop?

Was die meisten hier nicht zu wissen scheinen, ist, dass Soros viele der jüngsten Brennpunkte der Welt mittels seiner Strukturen und Handlanger erschaffen hat. Er hat gefordert, dass die EU jedes Jahr über 1 Mio Migranten aufnehmen soll, die selbst entscheiden sollen, wo sie leben möchten. Dies würde den Zusammenbruch der EU unaufhaltsam machen. Wie spanische Zeitungen berichten, gab es am letzten Mittwoch in Madrid ein heimliches Treffen des neuen spanischen Präsidenten Pedro Sanchez mit Soros. Ich bin gespannt, wie sich dies auf die Migrantensituation in Spanien auswirkt.

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franke08 30.07.2018, 21:42
81. Unsinn, Soros ist ein Feind der Demokratie

Zitat von syracusa
Falsch! In einer Demokratie ist JEDER Einfluss, der die Demokratie nicht massiv gefährdet, zwingend legal. Wenn das anders ist, dann handelt es sich schon definitionsgemäß nicht mehr um eine Demokratie. So müssen wir eben leider auch mit dem Einfluss des russischen Milliardärs Putin leben, der über seine Propagandamaschine 'Russia Today' und über andere Kanäle massiven Einfluss GEGEN unsere Demokratien ausübt! Soros setzt sich genau für unsere Werte, für Demokratie, Menschen- und Bürgerrechte, Freiheit und Solidarität ein. Und seine NGOs tun das völlig transparent, so dass wirklich niemand seriös behaupten kann, Soros verfolge mit seinen NGOs eine verborgene finstere Agenda.
Er versucht gewählte Regierungen zu stürzen und installiert eine Opposition aufgrund seiner finanziellen Macht. Im Grunde ist er genau wie die CiA, nur die Methoden sind etwas subtiler. Jedenfalls hat Orban das Beste getan, indem er dieser scheinheilige Truppe den Boden entzogen hat. Soros möchte gerne selber bestimmen, welche Politik wo gemacht werden darf. Das aber hat nichts mit Demokratie zu tun.

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theodtiger 30.07.2018, 21:44
82. Kategorienfehler

Zitat von wut62
genau das ist die Frage. Muss man nicht beiden die demokratische Legitimation absprechen? Vielleicht ja, aber es bleibt bei dem Unterschied. Orban ist ein Staatsoberhaupt das von der Mehrzahl der Ungarn einmal gewählt wurde. Für seine Verfehlungen muss er sich verantworten. Soros agiert mit seinem finanziellen Mitteln weltweit ohne Legitimation. Das ist das, was mit nicht passt und mir Angst macht. Glauben Sie wirklich, dass Soros, sich entsprechend seiner Vergangenheit sich nun zum Wohltäter der Menschheit aufgeschwungen hat?
Mit ihrem Vergleich begehen Sie einen Kategorienfehler. Es ist etwas völlig anderes, ob ein (demokratisch legitimierter) Regierungschef öffentliche Gelder verwendet - wofür es sehr strenge Massstäbe gibt - oder ob eine Privatperson - wie Soros (oder Sie und ich) - private Gelder nach Gutdünken ausgibt. Einer demokratischen Legitimation bedarf es da nicht. Solange sich alle an rechtstaatlich zustandegekommene Gesetze halten, ist da nichts auszusetzen. Bei der Rechtstaatlichkeit einiger Gesetze in Ungarn hat die EU Kommission da allerdings ernsthafte Zweifel und daher Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn in Gang gesetzt.

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Johanna Remi 30.07.2018, 21:51
83. György Schwartz

Soros und sein weltweites politisches Wirken hat viele Kritiker, längst nicht nur in Russland und Ungarn.
Inzwischen verteufeln ihn auch die Regierungen von Ländern wie Polen, Rumänien, Slowenien, der Tschechei, Serbien und dem Iran als Bösewicht, in denen er zum Teil noch vor wenigen Jahren offiziell als Wohltäter geehrt und gefeiert wurde. Sie versuchen mit allen Mitteln seinen Einfluss zurückzudrängen. In Rumänien sah sich der damalige Premierminister Dacian Ciolos im vergangenen Winter zu einem Dementi gezwungen, nachdem Gerüchte gestreut wurden, er sei ein unehelicher Sohn von Soros. Und Liviu Dragnea, der die formal sozialdemokratische PSD führt, sagte einmal: „George Soros und die Stiftungen und Strukturen, die er seit 1990 installiert, haben das Böse in Rumänien finanziert.“

Das Belgrader Boulevardblatt „Informer“, das der serbischen Regierung des Premier Aleksandar Vučić nahesteht, wittert eine „NGO-Verschwörung“ und beschuldigt Soros, das Land „ins Chaos zu stürzen“ zu wollen.

Der langjährige mazedonische Premierminister Nikola Gruevski sprach immer wieder davon, man brauche eine „Ent-Sorosisierung“ des Staates. Anhänger seiner Partei gründeten eine Bewegung „Stop Operation Soros“.

Der nicht gerade EU-freundliche tschechische Staatspräsident Miloš Zeman wirbt für einen Beitritt zur Euro-Zone mit dem Argument, man müsse sich vor dem Spekulanten Soros schützen.

Jaroslaw Kaczynski, der starke Mann der national-katholischen polnischen Regierungspartei PiS, sagte anklagend, Soros wolle „Gesellschaften ohne Identität“.

Der geistige Führer des Iran, Ali Khameini, beschuldigte Soros, die Großdemonstrationen 2009 ferngelenkt zu haben.

Slavoj Žižek, der populäre linke Philosoph aus Slowenien, schießt scharf: „Soros steht für grausame Finanzausbeutung, kombiniert mit dem vermeintlichen Gegenmittel: der humanitären Sorge über die katastrophalen Folgen der ungezügelten Marktwirtschaft.“ Er gebe vor, das Elend bekämpfen zu wollen, das er selbst verursacht habe.

Über Soros werden auch Verschwörungstheorien verbreitet. "So propagiere er über seine Open Society NGO’s legale Wege von Asylsuchenden nach Europa. Damit wolle Soros nationale Identitäten zerstören und Nationalstaaten destabilisieren." so der Journalist Georg Hoffmann-Ostenhof am 07.06.2017 im Artikel "Wer hat Angst vor George Soros" im wichtigsten österreichischen Nachrichtenmagazin "profil"

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syracusa 30.07.2018, 21:58
84.

Zitat von rodolfo-castala
Was die meisten hier nicht zu wissen scheinen, ist, dass Soros viele der jüngsten Brennpunkte der Welt mittels seiner Strukturen und Handlanger erschaffen hat. Er hat gefordert, dass die EU jedes Jahr über 1 Mio Migranten aufnehmen soll
Was wäre denn daran falsch? In der Schweiz haben über 25% der Bürger einen Migrationshintergrund. Falls Soros für die EU tatsächlich die Aufnahme 1 Mio Migranten gefordert hat, dann sind das ja nur 2 Promille in Bezug auf die Gesamtbevölkerung. Um die gleiche Quote wie die Schweiz zu erreichen, müsste die EU 125 Jahre lang jeweils 1 Million Migranten aufnehmen.

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Johanna Remi 30.07.2018, 22:03
85. Soros und die Ukraine-Krise

Erhebliche Kritik erntete auch Soros‘ Finanzierung des internationalen Medienzentrums Ukrainian Crisis Media Center (UCMC). Dieses Medienzentrum wurde von Soros‘ Stiftungen in Kiew eingerichtet, um internationale Journalisten aus aller Welt zu binden – und Soros Meinungen über die Ukraine in die Welt zu transportieren.

Die im deutschen Bundestag vertretene Partei „Die Linke“ wollte diesen Umstand genauer untersuchen und stellte eine „Kleine Anfrage“ an die Bundesregierung. Die Bundesregierung sollte unter anderem Auskunft geben, inwieweit ihr bekannt war, dass das ZDF in seiner Ukraine-Berichterstattung eng mit dem Ukrainian Crisis Media Center (UCMC) zusammenarbeitete und ob dieses unter anderem vom US-Milliardär George Soros finanziert wird. Ziel von UCMC sei es, weltweit vor allem die Botschaft zu verbreiten, dass die Ukraine Opfer einer russischen Aggression, die ukrainische Übergangsregierung legitim und die Behauptung einer rechtsradikalen Gefahr Teil der russischen Propaganda seien. Die Abgeordneten schreiben außerdem, dass die Geschehnisse in der Ukraine häufig von Journalisten kommentiert würden, die stark in euro-atlantische Elite-Netzwerke eingebunden sind, wodurch es nach Auffassung der Fragestellerin zu einer Art kognitiver Vereinnahmung komme, da sich diese Journalisten ganz im Sinne transatlantischer Denkmuster von internationaler Sicherheits- und Interventionspolitik für eine enge Zusammenarbeit von EU und USA aussprechen und traditionell in Russland ihren Hauptgegner sehen“ (Quelle: Kleine Anfrage der Partei Die Linke: Berichterstattung zur Ukraine. 12.05.2014 (HIB 247/2014) )

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Johanna Remi 30.07.2018, 22:06
86. Soros' Familie

"György Schwartz alias George Soros wurde 1930 in Budapest geboren. Sein Vater war Anwalt, seine Mutter stammte aus einer Kaufmannsfamilie für Seide. Obwohl seine Eltern jüdisch waren, beschreibt er sie als Antisemiten, die mit ihren Wurzeln nicht glücklich waren. Ein Phänomen, das auf viele Juden im Vorkriegsungarn zutraf."
(Quelle: Robert Slater: Soros: The Life, Ideas, and Impact of the World's Most Influential Investor. McGraw Hill Professional, S. 30)

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theodtiger 30.07.2018, 22:09
87. Erschreckend

Zitat von jutta_weise
vor einigen Wochen ist ein Mini-Fischerboot mit über 200 Leuten vor der tunesischen Insel Kerkennah gekentert. 59 konnten gerettet werden. Angeblich nehmen die Schlepper zw 3-4000€ pro Nase. Unter denen waren auch Frauen u. Kinder, d.h. auch Familien. Die Tunesier fragen sich woher diese armen Leute das Geld dafür haben. Gut informierte Tunesier wissen auch, dass Soros mit seinen NGOs an dem Putsch 2011 in Tunesien finanziell beteiligt war und zwar massiv. Denn es gab tunesische Cyber-Kollaborateure, die von verschiedenen NGOs finanziell unterstützt wurden. Ich kann mir vorstellen, dass er den afrikanischen Exodus nach Europa für eine super Idee hält um den alten Kontinent mal so richtig aufzumischen. Ihn als sozial, gerecht und demokratisch zu halten ist mehr als gewagt. Jemand der durch dubiose Spekulation so reich geworden ist, kann nur genau das Gegenteil von dem sein nämlich ein skrupelloser Geschäftemacher. Einige Schreiberlinge hier sollten mal mit ihren Anschuldigungen in Richtung Antisemitismus einhalten. Die meisten Bewohner dieses Landes wurden während oder nach dem Krieg geboren, sie selbst eingeschlossen. Aber wenn man keine Argumente mehr hat, dann ist die Keule immer griffbereit.
Frau Weise - wie es scheint von der AfD oder noch rechter - bringt da ja so einige nette Verschwörungstheorien in Umlauf. Soros soll also Schlepper bezahlen, damit die Flüchtlinge auf Boote stecken und damit Europa destabilisieren. Mein Gott, was für ein Unsinn! Selbst wenn Soros das wollte, wofür es nicht den geringsten Beleg gibt, wüsste er als cleverer Geschäftsmann sicher bessere Wege, Europa zu destabilisieren. Zum Beispiel, verdeckte Parteispenden für die AfD und Konsorten in anderen Ländern wäre da ein effizienterer Weg, alles den Bach runter gehen zu lassen. Der Ausdruck "Schreiberlinge" sowie ihre Einlassungen zum Antisemitismus disqualifizieren den obigen "Beitrag" zudem; als wenn sich der Antisemitismus auf den Völkermord während des Dritten Reiches beschränkt hätte. Einfach nur erschreckend - wenn man so etwas lesen muss.

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jutta_weise 30.07.2018, 22:17
88.

Zitat von syracusa
Was wäre denn daran falsch? In der Schweiz haben über 25% der Bürger einen Migrationshintergrund. Falls Soros für die EU tatsächlich die Aufnahme 1 Mio Migranten gefordert hat, dann sind das ja nur 2 Promille in Bezug auf die Gesamtbevölkerung. Um die gleiche Quote wie die Schweiz zu erreichen, müsste die EU 125 Jahre lang jeweils 1 Million Migranten aufnehmen.
na hören Sie mal! Wer ist er denn? Er ist ein Privatmann der sich mit seinem Geld in Regierungsgeschäfte mischt und das mit unlauteren Mitteln! Und der macht das natürlich aus rein humanitären Gründen.

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