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Ägypten: Mursi trotzt Militär und Opposition
AP

Kein Rücktritt, auch wenn es ihn das Leben kostet: In einer nächtlichen Ansprache lehnt Ägyptens Präsident Mursi einen Amtsverzicht erneut ab. Das Militär müsse zum normalen Dienst zurückkehren. Bei Demonstrationen seiner Anhänger und Gegner starben am Dienstagabend mindestens sieben Menschen.

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Toncontin 03.07.2013, 00:45
1. Politiker ... tzzz

Dieser Mursi scheint nicht unbedingt der Hellste zu sein und schon gar nicht am Leben zu hängen.

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kölschejung72 03.07.2013, 00:53
2. Ein Demokrat

weicht nicht dem Druck des Mobs und der Armee, auch wenn sein Leben bedroht wird.

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Paul-Merlin 03.07.2013, 01:02
3. Das Problem der Islamisten ist ihre Maßlosigkeit

Für Mursi war seine Wahl die (gottgewollte) Erteilung eines Freifahrscheins zur Machtergreifung der Moslembruderschaft. Was gottgewollt ist kann nicht falsch, zeitlich befristet oder in irgendeiner Weise beschränkt sein. Bei dieser Denke kann es kein wie immer geartetes Arrangement mit ihm geben. Er wird siegen oder untergehen, leider wohl in einer Blutorgie.

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sir wilfried 03.07.2013, 01:05
4. Wer nicht aus der Geschichte lernt, ist verurteilt, sie wieder zu erleben

Zitat von sysop
Kein Rücktritt, auch wenn es ihn das Leben kostet: In einer nächtlichen Ansprache lehnt Ägyptens Präsident Mursi einen Amtsverzicht erneut ab. Das Militär müsse zum normalen Dienst zurückkehren. Bei Demonstrationen seiner Anhänger und Gegner starben am Dienstagabend mindestens sieben Menschen.
Liebe Ägypter, warum mußtet Ihr einen Islamfaschisten wählen? Warum habt Ihr nicht nachgelesen, was 1933 in Deutschland passierte?
Hoffentlich ist es nicht zu spät!

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SysLevel 03.07.2013, 01:12
5. Was

will Mursi eigentlich?
Auf einmal behauptet er, Präsident aller Ägypter zu sein, obwohl er fast nur die Interessen seiner "Brüder" berücksichtigte, und wichtige Posten mit "Brüdern" besetzte.
Desweiteren waren die Wahlen weder wirklich frei noch gleich, sondern von starken Repressionen gegenüber Andersdenkenden überschattet.

M. klebt an der Macht, obwohl sein politisches Ergebnis nach einem Jahr Demokratur katastrophal ausfällt.

Möglicherweise wird er noch wie viele geschasste Regierungschefs die Staatskasse plündern, bevor er ins Asyl nach Saudi-Arabien flüchtet.

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bürger_dieses_landes 03.07.2013, 01:16
6. Die alte Leier

Wie die Geschehnisse sich doch in der Region gleichen.
Das Volk auf seine Seite bringen mit herrlichen Versprechungen und sich wählen lassen; im Amt anschließend das Mäntelchen der Demokratie gegen den Harnisch des Unterdrückers tauschen und wenn dann das Volk aufbegehrt, die Schuld in- und ausländischen kriminellen Kräften zuweisen, um schließlich alle demokratischen Tendenzen zu unterdrücken.
Ägypten ist so ein tolles Land und die Menschen dort herzlich, gastfreundlich und offenherzig. Sie haben es verdient, dass dort ehrlicher, dauerhafter Frieden einkehrt!

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braveman 03.07.2013, 02:05
7. Mursis Reaktion war voraussehbar!

Ein demokratisch gewählter Präsident dient seinem Land. Das bedeutet konkret, dass die Interessen des Volkes vor irgendwelchen persönlichen Interessen Vorrang haben. Das interessiert Mursi anscheinend überhaupt nicht. Er ist nur an Machterhalt, Islamisierung und Aushöhlung der eh schwachen Demokratie interessiert. Derweil fällt Ägypten in ein größeres Chaos als es unter Mubarak jemals geherrscht hat. Die Touristen bleiben weg und die Wirtschaft bricht ein. Die normalen Bürger können einem nur Leid tun! Hoffentlich gibt es bald eine Lösung - ohne Mursi!

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malocher77 03.07.2013, 02:16
8. Das Millitär

Wird Mursi zum Rücktritt zwingen und die Macht bis zur Neuwahlen für sich beanspruchen.
In der jetzigen Situation ist es auch angebracht.

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Teddi 03.07.2013, 02:43
9. Ein schlechtes Gefühl im Bauch

Mursis Worte erinnern mich ein wenig an einen der vor etwa 70 Jahren hier behauptet hat, er sei Deutschland und Deutschland sei er. Was verleitet gewisse Männer sich in solch einen Größenwahnsinn zu steigern und dann sich wie ein trotziges Kind eher für den Tod entscheiden als aufzugeben? Sie glauben ja in solchen Momenten nicht wirklich, dass sie sterben würden. So ähnlich verlief es auch in Algerien. Was die Ägypter aber noch lernen müssen ist, Parteien mit intelligenten Plänen und Programmen in der Tasche zu bilden, die dann, unbehelligt von Religion und Machtsucht, eine echte Demokratie aufbauen können. Wo sind die ausländischen 'Demokratie-Berater'? Man nimmt doch, wo es notwendig scheint, auch gern ausländische 'militärische Berater' an, warum dann nicht auch beim Aufbau einer Demokratie helfen? Warum schauen wir als menschliche Gesellschaft eigentlich nur zu, weil es 'innerpolitisch' ist, wie sich die Menschen eines Landes zerfleischen, wo sie doch alle nur ihren Frieden und ihr Einkommen haben wollen? Fragen, über Fragen, über Fragen...

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