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Ägyptischer Präsident: Mursi verurteilt Attacken gegen US-Botschaften
REUTERS

Ägyptens Präsident Mursi hat sich mit deutlichen Worten von den Anschlägen auf Botschaften in Kairo und Bengasi distanziert. Sein Volk lehne "solch gesetzloses Handeln ab". Er habe US-Präsident Obama aber auch gebeten, den Macher des islamfeindlichen Films zu stoppen.

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Jan2607 13.09.2012, 12:46
1. Darf er nicht

Obama darf da überhaupt nicht eingreifen.
Was anscheinend der ägyptische Präsident nicht so ganz kapiert hat, ist wie das ganze mit der Meinungsfreiheit und der Gewaltenteilung funktioniert.
Da empfehle ich ihm dringend die eine oder andere Nachhilfestunde in Sachen Demokratie...

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deus-Lo-vult 13.09.2012, 13:00
2. ...

Zitat von sysop
Ägyptens Präsident Mursi hat sich mit deutlichen Worten von den Anschlägen auf Botschaften in Kairo und Bengasi distanziert. Sein Volk lehne "solch gesetzloses Handeln ab". Er habe US-Präsident Obama aber auch gebeten, den Macher des islamfeindlichen Films zu stoppen.
Das kann Herr Mursi ja in Ägypten tun.
Im Westen herrscht Meinungsfreiheit! Und da spielen religiöse Animostiäten keine Rolle!
Wenn die Hinterwäldler der Gottesstaaten das nicht verstehen, bitte schön.

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seine-et-marnais 13.09.2012, 13:05
3. Scheinheilig

Zitat von sysop
Ägyptens Präsident Mursi hat sich mit deutlichen Worten von den Anschlägen auf Botschaften in Kairo und Bengasi distanziert. Sein Volk lehne "solch gesetzloses Handeln ab". Er habe US-Präsident Obama aber auch gebeten, den Macher des islamfeindlichen Films zu stoppen.
Der religioese Mursi ist ein Scheinheiliger.
Ad 1. Seine 'Partei'freunde sind ja ideologisch nicht so weit weg von den 'Demonstranten
Ad 2. Er hat als Präsident von Ägypten in seiner Aufgabe versagt die diplomatische Vertretung eines Landes ausreichend zu schützen
Ad 3. Solange Staatsgesetz nicht Religionsgesetz bricht, solange haben wir diese Probleme im Nahen Osten
Ad 4. Die USA, beziehungsweise gewisse Kreise dort, wie auch in Europa unterstützen aus wirtschaftlichen Gründen die islamistischen Hardliner vom Golf, also darf man sich nicht wundern
Ad 5. Auch in Europa ziehen da Wolken auf, solange Moslems hier nicht bereit sind anzuerkennen dass Staatsrecht Religionsrecht bricht, dass ein Staat laïzistisch sein muss und dass Religionsfreiheit besteht, dh dass ein Moslem seine Religion verlassen kann oder dass man Mohammed karikaturieren und kritisieren kann, solange haben wir Probleme, und wenn es auch nur eine Minderheit von Moslems sind die das verweigern.

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spon-facebook-10000024332 13.09.2012, 13:05
4. Traurig...

wie so ein islamkritisches Filmchen für Aufruhr sorgen kann. Eigentlich müssten im Namen der Meinungsfreiheit überhaupt keine Politiker dazu Stellung nehmen, aber so ist es leider nicht. Ein paar Filmproduzenten und hetzerische Islamisten schaffen es scheinbar ganze Gegenden zu destabilisieren, das ist sehr traurig.

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marifu 13.09.2012, 13:14
5.

Zitat von Jan2607
Obama darf da überhaupt nicht eingreifen. Was anscheinend der ägyptische Präsident nicht so ganz kapiert hat, ist wie das ganze mit der Meinungsfreiheit und der Gewaltenteilung funktioniert. Da empfehle ich ihm dringend die eine oder andere Nachhilfestunde in Sachen Demokratie...
Nachhilfe haben wohl eher Sie nötig.
Mursi hat Demokratie sehr wohl verstanden. So ist das nämlich mit Demokratie, auch ein "islamischer" Präsident kann seine Meinung (wie z.B. über einen miesen Film) sagen. Und wie man sieht tut er das auch und hält nicht den Mund oder kuscht vor der USA und sperrt gleich hunderte Demonstranten ein wie unter Mubarak. Verurteilt hat Mursi das gewalttätige Vorgehen genauso verhement und dass die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen würden so wie es auch eine Frau Merkel oder ein Herr Westerwelle äussern und tun würden.
So, was haben Sie zu beanstanden ?
Dass Mursi 'demokratisch' seine Meinung sagt ?.. dass Ägypter unter Mursi demokratisch 'demonstrieren' dürfen ?

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brinom 13.09.2012, 13:24
6. Mursi...

Zitat von sysop
Ägyptens Präsident Mursi hat sich mit deutlichen Worten von den Anschlägen auf Botschaften in Kairo und Bengasi distanziert. Sein Volk lehne "solch gesetzloses Handeln ab". Er habe US-Präsident Obama aber auch gebeten, den Macher des islamfeindlichen Films zu stoppen.
traut sich noch nicht so richtig, seine Wähler zu vertreten. Er kuscht immer wieder vor den USA. Er braucht noch ein Weilchen, sich als Präsident einzuleben. Aber es wird schon noch. Er wird sicher ein paar gute Tipps von Ahmadijenad bekommen. Immerhin treffen und telefonieren die beiden inzwischen regelmäßig.

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notty 13.09.2012, 13:34
7.

[QUOTE=sysop;10946101]Ägyptens Präsident Mursi hat sich mit deutlichen Worten von den Anschlägen auf Botschaften in Kairo und Bengasi distanziert. Sein Volk lehne "solch gesetzloses Handeln ab". Er habe US-Präsident Obama aber auch gebeten, den Macher des islamfeindlichen Films zu stoppen.

Ägyptischer Präsident: Mursi verurteilt Attacken gegen US-Botschaften - SPIEGEL ONLINE[/QUOTE

Ich hoffe, dass Obama die Meinungsfreiheit in seinem Land hochhaelt und sich nich von aegyptischen Muslimbruedern und RPG schwingenden Terroristen beeinflussen laesst.
Diese Religion versucht der Welt ihren Willen aufzuzwingen...auch mit Gewalt.

Mursi ist ein alter Fuchs, der Aegypten nicht Hals ueber Kopf in einen islamistischen Staat zwingen wird....es geht auch langsamer. Im uebrigen braucht er noch die Militaerhilfe der USA....

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Jan2607 13.09.2012, 13:41
8. Nein, hat er nicht

Zitat von marifu
Nachhilfe haben wohl eher Sie nötig. Mursi hat Demokratie sehr wohl verstanden. So ist das nämlich mit Demokratie, auch ein "islamischer" Präsident kann seine Meinung (wie z.B. über einen miesen Film) sagen. Und wie man sieht tut er das auch und hält nicht den Mund oder kuscht vor der USA und sperrt gleich hunderte ......
Dann sollten Sie aber etwas besser lesen. Es ging nämlich nicht darum, dass Mursi keine eigene Meinung haben darf, sondern dass er von Obama erwartet, dass dieser den Film unterbindet bzw. den Macher des Films zu stoppen.

Und eben dies darf Obama NICHT, weil das ja zum einen ein Eingriff in die festgelegte Gewaltenteilung wäre (Präsident Obama kann nichts verbieten) und zum anderen den Filmemacher in seiner Meinungsfreiheit beschneiden würde. Und genau diese Grundprinzipien der Demokratie scheint Mursi noch nicht ganz verstanden zu haben.

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mr_supersonic 13.09.2012, 14:08
9. Alte Leier hier im Forum...

Zitat von sysop
Ägyptens Präsident Mursi hat sich mit deutlichen Worten von den Anschlägen auf Botschaften in Kairo und Bengasi distanziert. Sein Volk lehne "solch gesetzloses Handeln ab". Er habe US-Präsident Obama aber auch gebeten, den Macher des islamfeindlichen Films zu stoppen.
Und wieder wird hier über Meinungsfreiheit etc. gestritten, und diejenigen, welche z.B. beim Thema Pussy Riot noch über irgendwelche Gesetze von wegen Hausfriedensbruch usw. geschwafelt haben, behaupten natürlich das bei solchen Aktionen die Meinungsfreiheit unbedingt alles rechtfertigt....
Ich denke dass man auch in einer Demokratie nicht jede Volksverhetzung dulden muss, sonst gäb es ja auch keine Urteile dagegen. Und gegen Kommunisten gab es auch in den USA Prozesse.

Ich finde es jedenfalls sehr gut, dass bei solchen schrecklichen Attentaten klar ist, dass es sich um Extremisten handelt.
Und ich hoffe dass die Rechtsstaatlichkeit, welche in Ägypten und Libyen noch in den Kinderschuhen steckt, mit diesen Verbrechern klar kommt.
Was wir brauchen sind keine Filme, die jeder für seine Zwecke missbrauchen kann. Sondern eine Annäherung, und Rechtsstaatlichkeit. Leider hat G.W. Bush junior da ziemlich viel verbrannte Erde hinterlassen, wodurch das Ansehen der USA massiv gelitten hat.

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