Forum: Politik
Ärger mit Präsident Karzai: Nato erwägt radikalen Abzug aus Afghanistan
DPA

Die Nato-Verteidigungsminister wollten an diesem Mittwoch die Weichen für eine Trainingsmission in Afghanistan nach 2014 stellen - doch nun richtet man sich auch auf einen kompletten Abzug ein. Grund ist ein seit Monaten ungelöster Konflikt mit Präsident Karzai.

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heiner.uecker 26.02.2014, 07:57
30. Ich hätte von Spiegel online besseres erwartet

Einerseits ist Zitat >Nato-Chef Anders Fogh Rasmussen< nicht Nato Chef, sondern Nato-Generalsekretär. Nato Chef ist IMMER ein amerikanischer General.
Damit wird die Aussage: Zitat>Der Nato-Beschluss passt zu Signalen aus den USA< sinnentleert, denn Beschlüsse der NATO und der USA sind IMMER identisch.

Zu leicht wird vergessen, dass die NATO eine amerkanische Armee Institution ist.

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Worldwatch 26.02.2014, 07:58
31. Na hoffentlich, endlich!

Nur, wer raeumt dann in Afg. die Bodenschaetze ab?
Und, wer sichert sodann den Mohnanbau?

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ewspapst 26.02.2014, 07:59
32.

Zitat von sysop
Die Nato-Verteidigungsminister wollten an diesem Mittwoch die Weichen für eine Trainingsmission in Afghanistan nach 2014 stellen - doch nun richtet man sich auch auf einen kompletten Abzug ein. Grund ist ein seit Monaten ungelöster Konflikt mit Präsident Karzai.
Wie toll sind doch die westlichen Moralbegriffe.
Um der Menschen wegen hat man die Afghanen doch schützen wollen und hat es tatsächlich geschaft, diesen Wunsch in des Gegenteil zu verkehren. Tausende Afghanen wurden durch die "Beschützer" getötet.
Weil sich die afghanische Bevölkerung diese zum Teil kriminellen Handlungen nicht mehr von den USA ungestraft gefallen lassen will, sind natürlich die Afghanen die Bösen.
Wie war das eigentlich mit den westlichen Moralbegriffen, die man unbedingt den Afghanen mit Waffengewalt und unseren Steuergeldern vermitteln musste?

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harald_haraldson 26.02.2014, 08:00
33. Sensationell!

Dann haben sich die vielen toten deutschen Soldaten und die verbrannten Milliarden ja gelohnt! Die gleichen Leute, die solche Entscheidungen treffen, wollen uns weismachen, dass in Russland undemokratische Zustände herrschen! Unfassbar!

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colinchapman 26.02.2014, 08:06
34. Verteidigung der westlichen Demokratie am Hindukusch

Wir (bzw. unser damaliger Bundeskanzler) haben 2001 den USA unsere uneingeschränkte Solidarität zugesichert und im Zuge dieser Solidarität auch Truppen nach Afghanistan geschickt. Deren Anstrengungen bis hin zu Todesopfern werden jetzt auf dem Altar der US-amerikanischen Opportunität geopfert? Das ist eine Logik, die ich nicht verstehen kann und nicht verstehen will. Entweder (das ist meine erste Priorität) die Bundeswehr hätte nie nach Afghanistan gehen dürfen oder NATO-Truppen dürften jetzt nicht gehen, nur weil es einem amerikanischen Machtkalkül dient. Aber erst das Eine und dann das andere zu tun entlarvt uns als Marionetten der USA, und das kann ich nicht als gut empfinden.

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privat78 26.02.2014, 08:10
35. „Erfolgreiche“ Mission

Prima, dann haben sich ja die vielen Opfer unter den Soldaten gelohnt. Da das ganze so erfolgreich war probieren wir so etwas jetzt öfters, schwerpunktmäßig in Afrika. Das lenkt schön von unseren Problemen ab.

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BSC 26.02.2014, 08:17
36. und Tschüß

Die USA, die Nato, wir, wer auch immer, unsere Helfer (Übersetzer u. a.) mitnehmen und weg da, wir haben bei diesen Leuten nichts zu suchen. Leider ist das Gedankengut bei vielen noch im Mittelalter (oder gar Steinzeit), es wird locker 500 Jahre dauern, bis sich eine Zivilisation nach unseren Vorstellungen entwickelt hat. Das ist eine traurige Wahrheit.

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Peter.Lublewski 26.02.2014, 08:21
37. Gesetze des Landes

Zitat von juerler@saxonia.net
Die Amis brauchen doch nur Stützpunkte. Außerdem haben Sie sich den Gesetzen des Landes zu beugen und nicht darüberstehen zu wollen....
Nach dem, was sich in Afghanistan zwischen 1989 und 1998 abgespielt hat, schließt es sich für einen vernunftbegabten Menschen aus, sich den Gesetzen dieses Landes zu beugen.

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333 26.02.2014, 08:29
38. Niederlage als Drohung

Die Amerikaner und ihre Verbündeten mußten in Afghanistan eine absolute militärische Niederlage einstecken.
Nachdem die Amerikaner eine dauerhafte Präsenz im Land anstrebten und Milliarden in dieses Militärprojekt investiert haben, sind sie immer noch nicht in der Lage sich außerhalb ihrer Festungen frei im Land zu bewegen, geschweige denn politischen Einfluß auszuüben.
Die Invasoren drohen also dem besetzen Land mit Truppenabzug. Das ist echte Politiksatire. Aber bitte, wenn es Karsai den ausländischen Truppen ermöglicht ohne Gesichtsverlust und Eingeständnis einer Niederlage abzuziehen, um so besser. Hauptsache ist, daß der Abzug endlich stattfindet, Nationbuilding von Außen als akademische Theorie muß wohl endgültig ad acta gelegt werden. Und bitte, wer jetzt noch argumentiert, daß ohne die westlichen Truppen das Land im endzeitlichen Chaos versinkt, macht sich nur noch lächerlich.

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rolf.niederstrasser 26.02.2014, 08:30
39. Schlitzohr

Dieses bisher verkannte Schlitzohr macht es den Amis vor, wie Karzai nach jahrelangen und endlosen Erniedrigungen durch die Besetzer den einzig richtigen Weg öffnet, der da heißt, endlich raus aus Afghanistan ! Obama ist noch immer nicht auf dem Boden der Tatsachen gelandet, obwohl er finanziell aus dem letzten Loch pfeift, und er sollte froh sein, dass er vielleicht noch Teile seines Gesichts wahren kann. Der Sinn dieses Angriffskrieges, auch noch durch deutsche Mitläufer unterstützt, war von Anfang an vom Größenwahn verzerrt und von der Unfähigkeit gezeichnet, von gescheiterten Franzosen und Russen in diesem Land zu lernen. Noch ein verlorener Krieg, und mit welchem Aufwand betrieben ! Wer jetzt noch die Yankees als Weltpolizei bezeichnet, dem fehlt ja wohl jeglicher politische Einblick und die Vorstellung von den bei der Polizei bestehenden Wertbegriffen. Wo die religiös überbelichtete US-Streitkräfte in den letzten Jahrzehnten auf dem Globus mittels Lug und Trug zugeschlagen hat, beseitigte sie aber die vorherrschend gewachsene politische Ordnung und hinterließ Chaos und Vernichtung. Man muss es klar sehen, dass der Lack als Vorbildfunktion in unserer westlichen „Wertegemeinschaft“ schon längst ab ist und Veränderungen bei uns dringend geboten sind. Selbstbesinnung ist deshalb angesagt!

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