Forum: Politik
Äußerungen zum Islam: Merkel widerspricht Seehofer
AFP

Gerade frisch im Amt als Innenminister, erneuerte Horst Seehofer seine Aussage, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Bundeskanzlerin Merkel hat ihm nun widersprochen.

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ruhepuls 16.03.2018, 15:47
110. Genau...

Zitat von w.o.
Nach der Seehoferschen Logik gehören dann auch nicht Atheismus oder Budhismus zu Deutschland. Laut Wikipedia gehören (https://de.wikipedia.org/wiki/Religionen_in_Deutschland) gehören damit mehr als 40% aller in Deutschland lebenden wegen ihrer Weltanschauung nicht zu Deutschland. Erschreckend!
Ja, Deutschland ist säkular, d.h. keine Religion oder ähnliche Weltanschauung (also auch nicht der Atheismus) hat ein Alleinvertretungsrecht hier. Jeder kann persönlich glauben was er oder sie will. Nur nicht von den anderen verlangen, dass sie es auch glauben.

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geschädigter5 16.03.2018, 15:48
111. Schon Friedrich der Große

Hat gesagt: bei mir kann jeder nach seiner Faćon selig werden. Aber das war ein Preuße. Das muss ein Bayer natürlich nicht wissen. Und schon gar nicht akzeptieren. Nur ich kann nicht akzeptieren, dass Steiner wie dieser als Innenminister für alle in Deutschland Lebenden so tun kann, als ginge es jetzt nur nach seinem Willen. Er hat sich gefälligst an das GG zu halten. Oder muss gehen.

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KopernikusFFM 16.03.2018, 15:48
112. die guten alten Umfragen

Zitat von angelobonn
70 % der Bevölkerung sind laut Umfragen der Ansicht von Herrn Seehofer. Merkel vertritt hier mal wieder die Auffassung einer linken Minderheit. Wie kann so jemand immer noch Vorsitzende einer christlich-konservativen Partei sein? Ich hoffe sehr, der nächste Kanzler kommt aus der CSU!
Es wäre schön, wenn zu solchen Zahlen auch die Quellen genannt werden. Erfasst wurde die Umfrage durch YouGov im Zeitraum 08.-22.09 im Jahr 2015. Darin ist auch zu lesen, dass 51% der Befragten der Meinung sind, dass die islamische Religion eine Legitimation zur Gewalt beinhaltet. Eine Umfrage aus dem Jahr 2016 (ebenfalls von YouGov) wollte darüber hinaus wissen, was Nicht-Muslime über Muslime wissen: 62% haben gar keine Muslime in ihrem privaten Bekanntenkreis; jeder zweite Befragte gab an, er habe nur wenig Ahnung vom Islam.

Ach was uns Zahlen alles verraten und wozu Zahlen alles herhalten müssen. Ob hinter einer Zahl ggf. die Angst der Menschen in der aktuellen Zeit steckt, ob die unbedründete Angst vor dem Islam genau solche Zahlen hervorruft, all das wird nicht hinterfragt.

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andreasreiter 16.03.2018, 15:49
113. Christentum ist mehr als Folklore aus Seehofers Heimatmuseum.

für Herrn Seehofer ist das Christentum eher ein Folklorebestandteil in seinem Heimatsmuseum, Kirchen, Glocken, Feste... Die Bibel ist dabei nicht so wichtig, zumindest was die zehn Gebote angeht. Beispiel ... du sollst nicht die Ehe brechen.... sic. Und den Papst lässt er einen guten Onkel sein, den man zwar reden lässt, aber in keinster Weise ernst nimmt. Denn Franziskus zieht aus der christlichen Lehre und Tradition und dem Wirken Jesus ganz andere Schlüsse zum Umgang mit den Flüchtlingen als unser "christlicher" Seehofer.

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amalgam 16.03.2018, 15:52
114. Von wegen!

Allein in der Medizin war der Einfluss der arabischen (muslimischen) Welt von großer Bedeutung für die rückständigen Deutschen. Bei uns gab es den Ablasshandel der Kirche und dort schon Gehirnoperationen. Ich würde mal sagen: Danke, arabische Welt, dass der Islam schon vor Jahrhundeten unser Leben verbessert hat! https://de.m.wikipedia.org/wiki/Persisch-arabisch-islamische_Medizin

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ruhepuls 16.03.2018, 15:52
115. Deutschland ist säkular...

Zitat von amon.tuul
für den Wähler wäre es im sinne einer transparenten demokratischen Kultur nützlich, wenn Merkel und ihr Team sich als Vertreter der Grünen Partei bewerben würden. Die politischen Positionierungen von Merkels Team passen dort einfach viel besser hin. Schließlich macht ja auch die "Linke" keine Werbung für z.B. die Privatisierung von Grundschulen. ...
In Deutschland darf jeder glauben, was er will - Sie auch. Er darf nur nicht das, was er für sich als "richtige Weltanschauung" erkannt hat, zur Allgemeingültigen erklären. Auch wenn er glaubt, seinen Auffassung sei wissenschaftlich. Der Esoteriker oder Christ oder Muslim oder Atheist darf genauso seinen Glauben haben, wie einer, der nur an die Wissenschaft glaubt. Da niemand den letztendlichen Beweis für seinen Glauben antreten kann, ist Toleranz das einzige was Glaubenskriege jeder Art verhindert.

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GoaSkin 16.03.2018, 15:52
116.

Zitat von ktomy69
68% Christen, 25% Konfessionslos und 6% Muslime, die anderen Konfessionen sind alle unter 1% (logisch wenn man rechnen kann). 6% ist ein grosser Anteil und gehört somit zu Deutschland (Punkt) Schon das Herumgeeiere der CSU von wegen, natürlich haben wir Muslime bei uns und wir wollen mit ihnen zusammen leben und und und ... da gibt es dann doch nicht doch ein ABER. Würde man wie bei den Christen die Kirschensteuer eine Moschesteuer einführen, könnte man auch die Ausbildung der Imame besser und neutraler gestallten. Die Hassprediger und Hetzer wären schon mal raus, die Religion für uns Christen verständlicher. Davon mal abgesehen, ich habe als "Urdeutscher" so viele muslimische Freunde, die nichts mit dem am Hut haben was da im Mittleren Osten abläuft und so Deutsch sind wie es die AfD'ler sind (mir manchmal unheimlich aber zum Glück nicht alle) Ich kann diese Diskussionen um Religion nichts mehr abgewinnen. Sie sind überflüssig.
Nicht zu vergessen, dass von den 68% Christen und 6% Muslimen jeweils 2/3 nur auf dem Papier einer Religion angehören, Diese in ihrem Leben aber praktisch keine Rolle spielt.

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m82arcel 16.03.2018, 15:55
117.

Meint Seehofer, dass diese Diskussion irgendein Problem löst? Was soll bei der Diskussion am Ende rauskommen?
Für mich als Norddeutschen gehören auch keine Lederhosen zu Deutschland, wer mag, kann sie von mir aus trotzdem tragen.
Solange wir keine Staatsreligion haben, brauchen unsere Politiker auch nicht darüber diskutieren, welche Religion nun dazugehört und welche nicht.

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Ein Liberaler 16.03.2018, 15:56
118. Provinzposse

Soso, Herr Seehofer, ein Bayer der selbst nicht zu Deutschland gehört sondern ständig betont dass "sein" Land was besonderes ist, will uns was über christlich-jüdische Traditionen erzählen. Mich als Nachkomme von Preussen vertritt er schon mal nicht, und es ist bezeichnend, dass quasi seine erste Amtshandlung als Innenminister erstens gegen das Grundgesetz verstösst (Religionsfreiheit) und zweitens der Auffassung seiner Chefin widerspricht. Und was sind denn seine Werte eigentlich? Hat er schon vergessen, dass die sogenannten Christen in Deutschland im letzten Jahrhundert ZWEI Kriege begonnen haben? Und dabei auch Millionen Menschen jüdischen Glaubens bestialisch umgebracht haben? Wie war das mit dem Gebot "Du sollst nicht töten?" Und jetzt geht es wieder los, dass auf Muslimen herumgehackt wird. Der Mann hat sich schon 3 Tage nach seiner Vereidigung als Innenminister als völlig unfähig erwiesen.

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helmut_s 16.03.2018, 15:57
119.

"Muslimisch", "christlich-jüdisch", whatever.
Können wir uns vielleicht mal auf die Aufklärung beziehen statt auf Religion ... oder vielleicht einfach irgendwann wieder den Mund halten zu diesem ganzen Herdengetue??? Dieses ganze Retro-Identitätsgeschwurbel geht mir sowas von auf den Keks. Wir sind 80 000 000 verschiedene, einzelne Menschen. Wir sind nicht "ein" Volk, waren es nie, und müssen es auch nicht sein! Wir leben in gegenseitiger Kooperation, weil das bisher ganz vorteilhaft für die meisten von uns war. Aber jeder von uns soll bitteschön _sein_ (oder ihr) Ding machen, solang er (oder sie) niemand anderem damit wehtut. Um das zu regeln, haben wir Gesetzbücher, deren Inhalt bitte für alle gleichermassen gelten möge. _Hört_ ansonsten _endlich_ _auf_ damit, so zu tun, als wären wir darüberhinaus alle verheiratet, blutsverwandt, im gleichen Stall oder sonstwie aneinander gekettet.

Diese ganze Terminologie dient nur dem Zweck, euch am Nasenring immer und immer wieder im Kreis zu führen. Kapiert ihr das nicht, oder steht ihr tatsächlich drauf?

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