Forum: Politik
AfD: Die besorgten Spanner
Sebastian Willnow / DPA

Spendenverdruss, Flügelkämpfe, kein Plätzchen im Parlamentspräsidium: Die AfD hat echt keinen schönen Frühling. Höchste Zeit für etwas Solidarität mit den bedauernswerten Rechtspopulisten.

Seite 8 von 23
s.l.bln 15.04.2019, 20:24
70. Warum sollte man die...

Zitat von tucson58
Gibt es anscheinend nur bei der AfD oder wie soll man das verstehen ? Ich frage mich wann man mal in Deutschland , die Medien und die Politik in der Lage sind, sich auf der reinen politischen Ebene mit der AfD zu beschäftigen , anstatt nur auf sie einzuprügeln , was ihnen ja die Opferrolle gibt, dieses aber wiederum viele Bürger motiviert sie erst Recht zu wählen ? Wenn ich möchte das eine Politische Konkurrenz aus dem Bundestag verschwindet , würde ich das rein auf der politischen Eben machen so das man sie an ihrem politischen wirken mit anderen messen kann und würde nicht ständig versuchen zu blocken ! Im Gegenteil Verantwortung übertragen ist der Weg, dann sieht man ja was sie können oder nicht ! w Die Frage ist, warum wird denn nicht der Weg der politischen Auseinandersetzung gesucht und dafür nur alle Fehler , Fehltritte und Makel die man findet , die ja andere Parteien aber auch haben , immer in den Vordergrund zu stellen ? Viele Journalisten sollten sich hier auch mal eines besseres besinnen , wenn man sie denn Ernst nehmen will was sie inhaltlich in Artikeln veröffentlichen . Nur AfD Bushing ist nicht glaubwürdig ! Warum scheut man die politische Auseinandersetzung mit der AfD, wie es auch die CDU mit der SPD , Günen, FDP und umgekehrt machen ?
...künstlich aufwerten, indem man sie ernst nimmt?
Hätten die Leute damals "Mein Kampf" gelesen und in seiner ganzen bizarren Lächerlichkeit rechtzeitig öffentlich rezensiert, wäre es zum dritten Reich nie gekommen.

Beitrag melden
isar56 15.04.2019, 20:28
71. die afd

ist nicht nur wegen ihrer einstellung zur migration im abseits. allerdings verstehe ich nicht, wie dermaßen unterschiedlich bewertet wird, sodass rechtsradikale zuwanderer bzw antisemiten und religionsfanatiker so ziemlich ausnahmslos ungeschoren bleiben. ich hoffe das widerspricht so wie ich es formuliere nicht der nettiquette.

Beitrag melden
nach-mir-die-springflut 15.04.2019, 20:29
72. Rumkurven

Zitat von Karsten Kriwat
Warum wählen Rechte bei der Europawahl eigentlich nicht lieber die NPD? Es gibt ja keine 5%-Hürde und Udo Voigt sitzt bereits im EU-Parlament drin...
Die NPD ist eher eine Splitterpartei mit ihrem Nachdruck, das Deutsche Reich wieder territorial herzustellen, hat aber ansonsten zu wenige Intellektuelle und Redner, als dass sie was reißen könnte. So nicht in der AfD, die über erstklassige Rhetoriker verfügt, an deren Lippen ihre Anhänger kleben. Die NPD sagt, dass die AfD mit der Machtergreifung eh auf die Positionen der NPD fallen wird - was sein kann. Da die NPD gleichzusetzen ist mit dem Verfassungsschutz, ist es so, dass der Verfassungsschutz eine eigene Partei ins Rennen geschickt hat. Was ja für sich genommen auch interessant und einmalig ist, als gäbe es in den USA eine CIA-Partei zum Beispiel.

Beitrag melden
kajoter 15.04.2019, 20:37
73. Ich mach mit

Hilfe? Kein Problem.
Ich baue sofort und völlig kostenlos ihre Wahlkampfstände wieder ab und das gleich morgens nach dem Frühstück. Wenn man helfen kann, ist das doch gern geschehene Ehrensache.
Außerdem: Diese amerikanischen Kunstheinis haben mal wieder keine Ahnung. Tatsächlich zeigt das Bild die Heiligen Drei Könige, die gerade überlegen, ob sie dem kleinen Hosenscheißer die nackte Europa zum Geschenk machen können. Und da sich die AfD ja permanent um unsere Abendländische Kultur sorgt, wollte sie eigentlich nur auf die christlichen Wurzeln Europas hinweisen - und dazu gehören eben auch die drei männlichen Gestalten. Dass auch das irgendwie missverständlich geraten ist ... nun ja, sie brauchen halt Hilfe.

Beitrag melden
mirror999999999 15.04.2019, 20:39
74. Danke für diesen Beitrag.

Zitat von alaskafuchs
So sehr ich selbstverständlich an der Aufklärung der Spendenaffäre interessiert bin, die nun seit Wochen landauf, landab in den Medien breitgetreten wird (wobei immer munter verschwiegen wird, dass große Teile der Spenden, wenn auch dilettantisch, zu spät zurück überwiesen wurden), sind das für mich geradezu Peanuts, wenn ich auf die letzte Veröffentlichung des Bundesrechnungshofes schaue, über die es verdächtig ruhig geworden ist: Darf ich an den Spiegel v. 03. 04. 2019 erinnern? Verbotene Parteienfinanzierung: "Bundesrechnungshof wirft Parteien Zweckentfremdung von Steuergeldern vor". ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Zitate: "Die Bundestagsfraktionen haben dem Bundesrechnungshof zufolge 2013 öffentliche Mittel rechtswidrig für Parteiaufgaben eingesetzt. Im großen Stil die FDP, das ganze Ausmaß lässt sich nicht ermitteln - viele Akten wurden vernichtet." ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- FDP: "Dem Urteil der Rechnungsprüfer zufolge setzte die liberale Bundestagsfraktion "in erheblichem Umfang öffentliche Mittel zweck- und damit rechtswidrig für Parteiaufgaben ein"" ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die Linke: "Auch der Fraktion der Linken wird nicht nur vorgeworfen, Gelder missbraucht zu haben, sondern auch, dass Unterlagen mysteriöserweise verschwunden waren." --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Focus v. 04. 04. 2019: CDU/CSU "Auch die Bundestagsfraktion von CDU/CSU soll Ausgaben falsch zugeordnet und öffentliche Gelder rechtswidrig ausgegeben haben." ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die Grünen "Die Grünen-Fraktion ordneten laut Bericht nicht alle Ausgaben, die im Zusammenhang mit öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen standen, der Öffentlichkeitsarbeit zu. In „einzelnen Fällen“ seien Gelder unzulässig eingesetzt worden." ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Hier handelt es sich offenbar um Millionen-Beträge, also eine völlig andere Größenordnung, noch dazu aus dem allgemeinen Steuer-Topf, in den wir alle eingezahlt haben, und nicht um Privatspenden.
Sehr guter Kommentar.
Aber wenn es um die eigenen Parteien geht, sind die Faktenfanatiker des linken Spektrums natürlich toleranter. Und beim Kampf gegen Rechts sind halt alle Mittel erlaubt, auch die, welche man den anderen gern vorwirft. Es gibt schließlich nur eine korrekte Wahrheit. Und nur Diese haben die moralische Überlegenheit ja für sich gepachtet.

Beitrag melden
vicarius70 15.04.2019, 20:45
75. Zum Thema „Versachlichung“

Sachliche Diskussion impliziert für mich, dass wir um die konkrete „Sache“ diskutieren.
Mich stört es, dass in den letzten Jahren in Bezug auf AfD immer mehr und drastischer ein Reflex offenbar wird „Ja. Aber die anderen!“. Andere Parteien, Linke, Medien, Religionen, et cetera. Jede halbwegs geltende und hanebüchene Argument wird hervorgeholt, um zu relativieren und glaubhaft machen zu wollen: die sind ja noch viel schlimmer. Es geht bei vielen längst nicht mehr um „die Sache“. Was für ein Niedergang der Diskussionskultur, nicht nur in Deutschland.

Beitrag melden
Spiegelkritikus 15.04.2019, 21:05
76. Unfähigkeit und Unwille zu rationaler Auseinandersetzung

Zitat von tucson58
Gibt es anscheinend nur bei der AfD oder wie soll man das verstehen ? Ich frage mich wann man mal in Deutschland , die Medien und die Politik in der Lage sind, sich auf der reinen politischen Ebene mit der AfD zu beschäftigen , anstatt nur auf sie einzuprügeln , was ihnen ja die Opferrolle gibt, dieses aber wiederum viele Bürger motiviert sie erst Recht zu wählen ? Wenn ich möchte das eine Politische Konkurrenz aus dem Bundestag verschwindet , würde ich das rein auf der politischen Eben machen so das man sie an ihrem politischen wirken mit anderen messen kann und würde nicht ständig versuchen zu blocken ! Im Gegenteil Verantwortung übertragen ist der Weg, dann sieht man ja was sie können oder nicht ! w Die Frage ist, warum wird denn nicht der Weg der politischen Auseinandersetzung gesucht und dafür nur alle Fehler , Fehltritte und Makel die man findet , die ja andere Parteien aber auch haben , immer in den Vordergrund zu stellen ? Viele Journalisten sollten sich hier auch mal eines besseres besinnen , wenn man sie denn Ernst nehmen will was sie inhaltlich in Artikeln veröffentlichen . Nur AfD Bushing ist nicht glaubwürdig ! Warum scheut man die politische Auseinandersetzung mit der AfD, wie es auch die CDU mit der SPD , Günen, FDP und umgekehrt machen ?
Der linksgrüne Mainstream scheut die sachliche, inhaltliche, kurz: rationale Auseinandersetzung mit der AfD, weil man keinen Stich macht. Gegen Vernunft und Fakten ist mit einer verlogenen, irrationalen politischen Korrektheit nicht anzukommen.

Kuzmany liegt natürlich falsch, wenn er behauptet, die Migrationskrise spiele sich inzwischen nur noch außerhalb der deutschen Grenzen ab. Ex-BVS-Präsident Maaßen hat erst kürzlich darauf hingewiesen, daß nach wie vor eine illegale Einwanderung von täglich 850 Personen (Durchschnitt) stattfindet. Hinzu kommt eine Dunkelziffer und die reguläre Zuwanderung (Familiennachzug, Resettlementprogramm).

Die Massenzuwanderung seit 2015 hat neben steigender Kriminalität auch zur Verschärfung der Wohnungsnot und höheren Mieten in den Ballungsräumen geführt. Letzteres wird vom politmedialen Mainstream derzeit heiß diskutiert, die Migration als eine wesentliche Ursache der Nachfragesteigerung aber ausgeblendet.

Die AfD setzt sich auf rationale Weise mit der Migrationsproblematik auseinander und greift im Gegensatz zu ihren Opponenten in die Zukunft aus. Schreibt man die bisherigen Verhältnisse gedanklich fort (bereits Zugewanderte, kaum Abschiebungen, überwiegend jüngere, muslimische Männer, mangelnde Integration, weitere Zuwanderung und Reproduktionsrate), dann wird klar: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Sozialstaat und Gesellschaft kippen - mit wenig erfreulichen Folgen. Das einst liberale Schweden hat das (auch aufgrund wissenschaftlicher Studien) erkannt und betreibt seither eine restriktive Migrationspolitik.

Es geht darum, die kulturellen Errungenschaften (vor allem auch Aufklärung und Demokratie) sowie den Wohlstand und sozialen Frieden zu erhalten. All dies ist durch eine irrationale Migrationspolitik längerfristig in hohem Maße gefährdet. Dieses Land muß zu politischer Vernunft und Verantwortung zurückkehren.

Beitrag melden
PeaceNow 15.04.2019, 21:08
77. @75

Richtig.
Und es sind nicht einmal Peanuts was hier der AFD seit Wochen und Monaten vorgeworfen wird, wenn man die um Faktor 100 und teils noch viel höhere Summen mal betrachtet, an die sich damals samt Verbleib und Spendern plötzlich Herr Kohl und Schäuble überhaupt nicht mehr erinnern konnten, incl. Ehrenwort.
Und wie ein Herr F. J. Strauss, der vor seiner politischen Karriere persönlich wie familiär nichtmal im niedrigen einstelligen Bereich Millionär war und damals "nur" rd. 150.000 DM p.a. verdiente als Ministerpräsident, seinen Kindern plötzlich einen dreistelligen Millionenbetrag vererben konnte, blieb bis heute unerklärlich und tabuisiert, daher gab es hierzu auch nie Ermittlungen und Untersuchungen.
Und am belustigen ist es wie heute die harmlosen Patrioten und Nationalisten der AFD pauschal als Rechtspopulisten bis Rechtsextremisten diffamiert werden, während bis in die späten 60ziger Jahre hinein die halbe verbliebene Führung der Waffen SS, hunderte Wehrmachtsoffiziere und hohe Nazibeamte sich in der CSU und BND tummelten.

Beitrag melden
stevens-82 15.04.2019, 21:23
78.

Zitat von vicarius70
Sachliche Diskussion impliziert für mich, dass wir um die konkrete „Sache“ diskutieren. Mich stört es, dass in den letzten Jahren in Bezug auf AfD immer mehr und drastischer ein Reflex offenbar wird „Ja. Aber die anderen!“. Andere Parteien, Linke, Medien, Religionen, et cetera. Jede halbwegs geltende und hanebüchene Argument wird hervorgeholt, um zu relativieren und glaubhaft machen zu wollen: die sind ja noch viel schlimmer. Es geht bei vielen längst nicht mehr um „die Sache“. Was für ein Niedergang der Diskussionskultur, nicht nur in Deutschland.
Da stimme ich Ihnen teilweise zu. Man kann jetzt fragen bei wem die Schuld an dieser Entwicklung zu suchen ist. Bei Vertretern der AfD wie Höcke wenn er vom "Mahnmal der Schade" spricht und rein sprachlich offen lässt, ob der das Holocaust Mahnmal selbst als Schade betrachtet oder den Holocaust? Natürlich wissen wir alle wie sämtliche meinungsbildenden Medien in Deutschland diese Aussage interpretiert haben. Dabei sollte man einem Journalisten, der für deutschsprachige Medien arbeitet, soviel Sprachkenntnis zutrauen, beide Interpretationsmöglichkeiten zu erkennen. Dass dies nicht geschah, lässt entweder auf ausgeprägte sprachliche Unzulänglichkeit oder ebenso ausgeprägte Bösartigkeit schließen. Persönlich tippe ich auf letzteres, aber auch wenn ersteres zutreffen sollte, wirft das kein besonders gutes Licht auf den deutschen Journalismus. Das ist nur ein Beispiel, man könnte auch Gauland nennen, dem man unterstellte er wolle nicht neben, ich glaube es war Boateng" wohnen. Allerdings gab es da keinen Raum für Interpretationen, was man Gauland da andichtete war frei erfunden. Ich bin mittlerweile alt genug um mich an Parteien wie die Republikaner oder die DVU erinnern zu können, die wirklich rechte Positionen vertraten und nicht wie die AfD die Positionen der CDU aus der Vor-Merkel-Zeit. Nie ist mir da so ein unbändiger, blanker Hass in den Medien gegen diese Parteien aufgefallen. Mag sein, dass das daran lag, dass diese Parteien sich nicht wirklich etablieren konnten, das die damaligen Journalisten einfach eine professionellere Einstellung zum Job hatten (sie wissen schon: HaJo Friedrichs und so) oder der linksgrüne Zeitgeist sich in den Köpfen der medialen Elite noch nicht so festgesetzt hatte.
Wie Sie, bedauere ich auch das kaum mehr um die Sache diskutiert wird. Dazu wäre allerdings Voraussetzung, das man die andere Seite zumindest mal zu Wort kommen lässt.

Beitrag melden
ThS 15.04.2019, 21:30
79.

Zitat von PeaceNow
Richtig. Und es sind nicht einmal Peanuts was hier der AFD seit Wochen und Monaten vorgeworfen wird, wenn man die um Faktor 100 und teils noch viel höhere Summen mal betrachtet, an die sich damals samt Verbleib und Spendern plötzlich Herr Kohl und Schäuble überhaupt nicht mehr erinnern konnten, incl. Ehrenwort. Und wie ein Herr F. J. Strauss, der vor seiner politischen Karriere persönlich wie familiär nichtmal im niedrigen einstelligen Bereich Millionär war und damals "nur" rd. 150.000 DM p.a. verdiente als Ministerpräsident, seinen Kindern plötzlich einen dreistelligen Millionenbetrag vererben konnte, blieb bis heute unerklärlich und tabuisiert, daher gab es hierzu auch nie Ermittlungen und Untersuchungen. Und am belustigen ist es wie heute die harmlosen Patrioten und Nationalisten der AFD pauschal als Rechtspopulisten bis Rechtsextremisten diffamiert werden, während bis in die späten 60ziger Jahre hinein die halbe verbliebene Führung der Waffen SS, hunderte Wehrmachtsoffiziere und hohe Nazibeamte sich in der CSU und BND tummelten.
Oh, und: bei den Grünen:

Brückner, Reinhard
Springmann, Baldur
Vogel, Werner

Nur zum Beispiel.

Beitrag melden
Seite 8 von 23
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!