Forum: Politik
AfD-Europaparteitag: Im Schatten der Swiss-Connection
DPA

Auf dem Parteitag in Magdeburg will die AfD ihre Europaliste wählen. Nun überschattet die Weidel-Spendenaffäre das Treffen.

Seite 2 von 11
s.l.bln 16.11.2018, 08:57
10. Sie haben schon mitbekommen...

Zitat von none.of.my.business
das einen einzigen Wähler jetzt dazu bringt wieder zur SPD oder CDU zu wechseln. klar, das sowas versucht wird herbeizureden... Realität ist aber anders. Siehe, was Trump alles sich für Skandale leisten kann und offenbar trotzdem es keinen seiner Wähler interessiert. Wie oft wurde schon seine Amtsenthebung herbeigeschrieben?
...daß die Amis grade Midterms hatten und Demokraten jetzt mit deutlichem Vorsprung den Kongress dominieren?
Dann ist ihnen sicher auch nicht entgangen, daß Trump grade verbal Amok läuft, während 20 seiner Advokaten tagelang in einem Raum sitzen, um möglichst ungefährliche Antworten auf Muellers Fragen an Trump abzustimmen?
Der erste von zwei Abschlußberichten ist noch für Dezember angekündigt. Soviel Geduld müssen Sie schon aufbringen.

Die Parallele Trump-AFD ist aber tatsächlich stimmig.
Es gibt bei beiden inzwischen fanatisierte Anhänger, für die das Ganze religiöse Dimensionen angenommen hat und die wird nichts mehr umstimmen, was die Realität anzubieten hat.
Die machen aber nur einen Teil der Wählerschaft aus.
Der Rest sind Protestwähler und im Falle der AFD ist deren größtes Feindbild Merkel auf dem Weg zur historischen Figur.
Wenn jetzt noch klar wird, daß diese Pseudopatrioten mit Geld aus dem Ausland gesteuert werden, kann das zumindest die Protestwähler wieder in andere Lager treiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
trex#1 16.11.2018, 09:00
11. Reine Ablenkung vom wirklichen Skandal der Groß"spenden"

Der Spendenskandal der AfD besteht darin, dass eine Großspende aus der Schweiz nicht früher zurückgegeben wurde.
Wer sich mal mit Großspendenempfängern beschäftigen will und sieht, wer da welche Parteien beglückt, wird ganz andere Kaliber von Großspenden finden, die sicher nicht aus karitativen Erwägungen erfolgt sind, sondern auf politische Gegenleistungen der beglückten Parteien rechnen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Parteispende#Parteispenden_2017

Verglichen damit sind die "Großspenden" an die AfD Peanuts.

Es gab mal Zeiten, da hätte sich der Spiegel um die wirklichen Großspenden und die damit geschaffenen politischen Abhängigkeiten der Parteien beschäftigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
j.oder 16.11.2018, 09:02
12. Ein klarer Fall

Ein ganz klarer Fall von Schummel-Hardware. Hier sollte es Redeverbote geben, der ganze Vorstand verklagt werden. neben lebenslangen Berufsverbot, ein paar Jahre in ein richtiges Gefägnis (weder in Berlin, noch in Bayern) , die Gesellschaft zerschlagen bzw. kurzfristig könnten noch legale Mitarbeitern (nach dem das Schmutzwasser weggeschüttet ist) die Verantwortung übernehmen. Nebenbei könnten auch, bei dem Überschuss, externe Vertreter von Regierungsministerien eingesetzt werden um den Betrieb am Laufen zu halten, bis zur endgültigen schon länger geplanten Auflösung wegen unfairem Geschäftsgebahren. Die eingefahreren Gewinne, Kreis-Land- und Bundestagsmässig werden an den grössten Konkurrenten aus dem Regierungslager verteilt. So sollte hier Recht und Ordnung gehen, also weitergehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neue_mitte 16.11.2018, 09:04
13.

Zitat von niroclean
...hatten schon Spendengeldaffären in wesentlich größeren Dimensionen (Flick, CDU etc.) - man darf nicht glauben das die Wähler und Sympathisanten der AfD das nicht auch wissen. Wenn die (relativ) kleine (anhand der Geldsumme) Spendenaffäre jetzt politisch und medial so aufgebauscht wird und die anderen Parteien mit dem Finger auf die AfD zeigen, kann das genau zu einer Gegenreaktion führen die zu einer Solidarisierung mit der AfD führt und ihnen mehr Wähler einbringt.
Ja aber die Wähler und Sympathisanten (kurz: follower) sind doch deswegen follower der AfD, weil sie keine dieser verfilzten etablierten Altparteien ist. Sie ist doch sooo viel besser. Ein Spendenskandal reiht die AfD volle Kanne in den mainstream ein. Die AfD wird selbst zur Altpartei. Wer will das denn, bitte? Wenn man schon die CDU zur Relativierung heranzieht, ist es vorbei mit der "Alternative". Will ich eine Partei ohne Filz und Spendenskandal, muss man jetzt zur Linken gehen. Die AfD ist nicht mehr deswegen wählbar. Oder ihr follower gebt zu, dass es völlig wurscht ist, woher und wieviel eine Partei aus dem Ausland erhält. Dann wäre es aber auch bei der CDU wurscht. Seht ihr, das beißt sich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mirage122 16.11.2018, 09:09
14. @niroclean

Eigene Vergehen werden nicht besser, indem man auf andere zeigt unter dem Motto: "Der hat ja auch!" Das ist armselig. Auch wenn Sie - vermutlich als AfD-Sympathisant oder Wähler - einen Aufschwung in der braunen Szene erhoffen, so bin ich doch ziemlich sicher, dass der mündige Wähler diese aktuellen Vorkommnisse schon zu "würdigen" weiß.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schmidt-post 16.11.2018, 09:10
15.

Zitat von trex#1
Der Spendenskandal der AfD besteht darin, dass eine Großspende aus der Schweiz nicht früher zurückgegeben wurde. Wer sich mal mit Großspendenempfängern beschäftigen will und sieht, wer da welche Parteien beglückt, wird ganz andere Kaliber von Großspenden finden, die sicher nicht aus karitativen Erwägungen erfolgt sind, sondern auf politische Gegenleistungen der beglückten Parteien rechnen. https://de.wikipedia.org/wiki/Parteispende#Parteispenden_2017 Verglichen damit sind die "Großspenden" an die AfD Peanuts. Es gab mal Zeiten, da hätte sich der Spiegel um die wirklichen Großspenden und die damit geschaffenen politischen Abhängigkeiten der Parteien beschäftigt.
Reine Vernebelung Ihrerseits.
In der von Ihnen genannten Liste sind die Spender bekannt und alles wurde ordnungsgemäß veröffentlicht. Das kann man von Ihrer AfD nun wirklich nicht sagen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
isi-dor 16.11.2018, 09:10
16.

Zitat von frankfurtbeat
auch wenn es jetzt um die AfD geht stelle ich mir als nicht AfD-Wähler die Frage warum genau diese Fragen weder von kohl, Schäuble und Co. beantwortet wurden. Da ging es um Millionen aus dem Projekt Leuna, um Geldkoffer aus der Schweiz, Steueroasen in der Südsee, Cum-Ex-business ... u.a. ist auch Schäuble noch immer politisch aktiv.
Die Frage ist berechtigt, aber damals war auch die Rechtslage eine andere. Genau deshalb wurde im Zuge der CDU-Spendenaffäre die Parteienfinanzierung ja drastisch verschärft und die Meldepflichten eingeführt. Die CDU und die FDP haben ja auch sehr wohl mit hohen Strafzahlungen und Rücktritten dafür gebüßt und einer hat sogar den Möllemann gemacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
midnightswim 16.11.2018, 09:15
17. Eine Alternative also

Angetreten um eine Alternative zu anderen Parteien zu sein, ist die AFD noch schlimmer geworden. Der Lack fällt ab. Und Whataboutismus ist vollkommen fehl am Platz. Nur weil die CDU eine massive Spendenaffäre hatte, ist das kein Grund für die AFD, diese klein zu reden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Edgard 16.11.2018, 09:25
18. @ isi-dor: Die CDU-Spendenaffäre...

.. ist politisch wie strafrechtlich aufgearbeitet- auch Dank der Recherchen und Berichte der von AfD´lern so bezeichneten "Lügenpresse".
Was die Steuerparadiese, CumEx oder Leuna mit Parteispenden zu tun haben ist unklar. Anders als die CDU-Parteispendenaffäre sind Zahlungen im Bezug auf Leuna nur Gerüchte und Behauptungen von französischer Seite (Motiv durchschaubar) geblieben. Werfen Sie jetzt einfach mal ein paar Nebelkerzen?
"...mir als nicht AfD-Wähler..." darf ja nicht fehlen um Unparteilichkeit vorzugaukeln - das zieht sich hier durch wie ein roter Faden...
Nur AfD-Fans würden hier solche Behauptungen aufstellen durch das Kindergarten-Auf-Andere-zeigen mit fast 30 Jahre zurückliegenden Vorgängen von dem eigentlichen Sachverhalt abzulenken.
Sonst konnten Sie wohl nichts stichhaltiges finden, oder?
Sie sind ja sooo durchsichtig...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ernestobecker 16.11.2018, 09:27
19. Zerlegt

So langsam zerlegt sich die AfD selbst. Zuerst der abstoßende Herr Höcke in Chemnitz in der ersten Demo-Reihe mit Neonazi-Anführern. Jetzt die Spendenaffäre - zwar keine ganz große Sache - aber massiv aufgebauscht. Sehr schlecht für die Resonanz beim politisch moderaten AfD-Wähler.

Die AfD wird erodieren, weil zu viele beteiligte Parteimitglieder zweifelhafte politische Ansichten vertreten und auch bei weitem nicht den eigenen moralischen Ansprüchen genügen. Wahre Sympathieträger sind bei der AfD sowieso kaum auszumachen.

Durch ein Schrumpfen der AfD wird jedoch der Spalt durch unsere Gesellschaft nicht geringer. Es werden nur - vorübergehend - Meinungen unterdrückt. Ein vermeintlicher Triumph der sogenannten demokratischen Kräfte.

Es werden andere Parteien an die Stelle der AfD treten (müssen). Hoffentlich solche, die sich klar nach rechts zum braunen Sumpf und primitiven Pöbel abgrenzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 11